Ehrung

Die liebe Ms. 101things von 101 Dinge in 1001 Tagen hat mir einen Kreativ-Blogger Award verliehen. Ich bin immernoch ganz sprachlos. Hab mich total gefreut! Hier ist er:

Der Award kommt ausgerechnet in einer sehr unkreativen Woche zu mir. Irgendwie muss ich diese Woche jeden Abend lang im Büro bleiben (was doof für mich aber bestimmt gut für die Diss ist) oder ich bin auswärts verabredet (was natürlich toll ist und kein Grund mich zu ärgern). So ist heute der 6. Tag in Folge an dem ich es nicht schaffen werde, zum Baumarkt zu fahren, obwohl ich dort Material für zwei Projekte kaufen will. Umso mehr freu ich mich über den Award.

Der ist nämlich dafür gedacht, lesenwerte, aber noch relativ unbekannte, Kreativ-Blogs bekannter zu machen, er funktioniert etwa wie ein Kettenbrief. Wer den Award bekommt, zeichnet 3-5 andere Blogs aus und postet dies bei den Empfängern als Kommentar. Und natürlich nimmt er, auch per Kommentar (diesmal beim Verleiher) den Award an. Ich freu mich sehr, dass Ms. 101things findet, mein Blog sei lesenswert für andere Selbermacher. Und ich präsentiere hier stolz die Empfänger „meines“ Awards:

Frau Brause, hat ein relativ junges kleines Blog. Da es aber offenbar schon ihr zweiter Anlauf ist, hoffe ich, dass der Award sie motiviert, diesmal das bloggen beizubehalten. Sie lernt gerade nähen und richtet außerdem ihr Babyzimmer ein. Hierüber bloggt sie trocken, lustig, lesenswert und mit schönen Fotos.

Fräulein Vintage kocht und backt leidenschaftlich gern und macht schöne Fotos davon. Außerdem strickt und häkelt sie und fabriziert im Moment das gesamte Inventar für einen Kaufladen, unglaublich viel Arbeit!

Kathas Blog, der Lieblingsblog, ist auch noch sehr jung (in etwa so alt wie meiner) und sieht einfach wunder-wunderschön aus. Katha kocht außerdem lauter leckere Sachen und dazu gibts Extra-Punkte für den Namen.

Andreas Blog Nähgestöber,  lese ich schon länger und finde, sie ist ein echtes Allround-Talent: kochen, backen, nähen, basteln, einrichten, fotografieren. Also die geborene Kandidatin für einen Kreativ-Blogger-Award, auch wenn sie schon etwas länger bloggt.

 

Vermutlich hätte 101 Dinge in 1001 Tagen auch auf meiner Liste gestanden, ebenso wie Paulines Nähkästchen. Beide sind aber ja erst frisch geehrt.

 

Als Dank für die Ehrung, hier mein Beitrag zur Abarbeitung der 101-Dinge-Liste:

Mein Rezept für vegetarische Bolognese (vegetarisch von mir, Original von Tante Moni via Mama):

Zutaten für 4 Portionen (in order of appearance):

  • 300g Tofu natur
  • Sojasoße, Senf
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Stange Lauch
  • ¼ Knolle Sellerie
  • 1 dicke Möhre
  • 1 rote Paprika
  • ½ Tube Tomatenmark
  • 1 Dose Tomaten stückig
  • Zucker, Salz, Pfeffer, Basilikum, Oregano, Paprika scharf
  • 0,1 l Milch

Benötigte Zeit:

  • ½ Stunde Marinierzeit Tofu
  • ¼ Stunde schnippeln
  • ½ Stunde köcheln

 So gehts:

  • Zuerst den Tofu in grobe Brösel bröseln, mit Sojasoße und Senf marinieren und ca. 30 Min bis 1 Stunde durchziehen lassen.
  • Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Sämtliches Gemüse fein würfeln, den Lauch in feine Ringe schneiden.
  • Zuerst Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl anbraten. Dann den Rest des Gemüses dazu, kurz mitbraten. Dann die Tofubrösel dazu und auch ein bisschen mitbraten. Dann das Tomatenmark rein, mit den Dosentomaten ablöschen, Kräuter und Gewürze drangeben und 20 Min bei kleiner Hitze zugedeckt köcheln lassen. Dann die Milch drangeben, falls die Soße zu dick ist, auch etwas Wasser. Abschmecken und nochmal 5-10 Minuten köcheln lassen.

Überzeugt auch Fleischesser, eignet sich auch prima für Lasagne und weckt Kindheitsgefühle – was will man mehr?

Lunchbox-Rezepte I: Pide-Quiche

Seit einiger Zeit versuchen mein Mann und ich nicht mehr in der Mensa zu essen. Wir haben beide lang genug die Mensa frequentiert um zu wissen, wie man so gut wie jedes Lebensmittel frittiert zubereiten kann und dass Erbsen und Möhren sehr vielfältige weitere Identitäten haben (Sommergemüse, Gemüse der Saison, Balkangemüse, Mischgemüse, buntes Gemüse, …) sowie dass man offenbar Salat durch irgendeine geheime Behandlung in Brei mit Zuckergeschmack verwandeln kann. Es ist zwar aus naturwissenschaftlicher Sicht durchaus spannend, wie ein Essen es schaffen kann einen gleichzeit so pappesatt zu machen, dass man es kaum noch vom Stuhl bis zum Büro schafft, nur um dann in ca. einer Stunde zu verpuffen und einem kleinen Kuchenhüngerchen Platz zu machen. Aber da es weder gesund noch lecker ist und wir beide keine naturwissenschaftlichen Ambitionen unser eigen nennen, hatten wir genug davon. Dennoch will das hart arbeitende Forscherhirn und der langsam verfallende Körper ja gefüttert werden und so werden wir langsam Experten in abwechslungsreichem (vegetarischem) Mitnehm-Essen. Nicht jedes Experiment ist dabei von Erfolg gekrönt gewesen, aber das bisher akkumulierte Bring-your-own-Lunch-Wissen, teile ich gern ab jetzt in loser Folge mit euch.

Den Anfang macht die Pide-Quiche, die zu meinen Favorites gehört, wenn sie auch beim Gatten nur unter „mittelgern mitnehmen“ fällt:

Das Rezept ist lose angelehnt an die Salat-Quiche a la Mittelmeer von Helmut Gote, die ich aber mit Feldsalat, ehrlich gesagt, nicht so lecker fand.

Man braucht

  • 8 Blätter Yufka-Teig (vorzugsweise rund) oder Strudelteig oder 1 Rolle schnöden Blätterteig (in dem Fall kann man sich natürlich die ganze Ölpinsel- und Schicht-Action sparen, is aber fettiger, und weniger knusprig)
  • 300 g Blattspinat gefroren
  • 3 aromatische Tomaten (Roma) oder 8 Cocktailtomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 4 Eier
  • 200g Feta
  • 100g Emmentaler, gerieben
  • 0,1l Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Backofen vorheizen auf 200 Grad.

Zuerst die Füllung vorbereiten:

  • Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln, in Olivenöl andünsten, dann den Spinat dazugeben und bei geringer Hitze auftauen lassen. In der Zwischenzeit die Tomaten würfeln und ganz am Ende dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig würzen.
  • Den Feta zerbröseln, mit den Eiern, dem Emmentaler und der Milch zusammen unter den Spinat ziehen.

Jetzt den Teig in die Form:

  • Eine Quiche-Form mit Backpapier auslegen (auch den Rand hoch).
  • Das erste Blatt vom Yufka-Teig reingeben und mit einem Pinsel mit Olivenöl bestreichen.
  • Ein neues Blatt drauflegen und wieder bestreichen und so weiter und so fort bis 5 Blätter in der Form liegen. (Blätterteig einfach reinlegen…)
  • Dann die Füllung auf dem Teig verteilen.
  • Jetzt die restlichen 3 Teigblätter obendrauf (oder den Rest vom Blätterteig, ggf. ausgerollt), wieder jeweils mit Öl bestrichen (vor allem das obere)
  • Die überhängenden Kanten nach innen umfalten.
  • Ab in den Ofen für 40 Minuten.

Schmeckt warm sehr lecker aber auch super kalt in der Brotdose.

7 Sachen

Der Sonntag war geprägt von „in den Regen starren“, essen und rumfaulenzen, denn zu viel mehr konnten wir uns bei diesem herbstlichen Wetter nicht aufraffen. Eigentlich hätte ich meine Hände gern zum klatschen und vielleicht „ein Getränk halten“ benutzt – wir wollten urspünglich zu Bochum total. Aber da wir befürchten mussten, schon an der Bushaltestelle tropfnass zu sein, war stattdessen Lazy Sunday angesagt. Also hier sieben Bilder von sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände benutzt habe, zu sehen erst am heutigen Montag, denn selbst vom Posten hat die Coucheritis mich abgehalten.

Stoffe zu Kombinationen zusammengelegt, um mögliche weitere Kissen daraus zuzuschneiden, danach die Kanten begradigt.

Mit meiner Schwester, die bald umzieht, den IKEA-Katalog gewälzt und eine (Traum-)küche geplant.

Aus den beim Begradigen abgefallenen Reststücken ein Kissen zusammen gepuzzelt. Sind immernoch ganz viele Stoffschnipsel da…

Die Blumen gegossen.

Sonntagssüße Kirschtaschen fabriziert.

Karten gespielt und (knapp) gewonnen.

Mit Chips und Sekt auf der Couch rumgehangen und einen Film angeschaut.

Was Initiatorin Frau Liebe und andere so am Regensonntag gemacht haben, lässt sich im Frau-Liebe-Blog anschauen.

sonntagssüß Blitzversion: Kirsch-Taschen

Eigentlich wollte ich ja zu Bochum Total und deshalb war gar kein sonntägliches Kaffeekränzchen mit Kuchen eingeplant. Aber der Regen hat dann doch Lust auf was süßes, klebriges, fruchtiges gemacht. Also habe ich auf die Schnelle Blätterteigreste und Sauerkirschen aus der Kühltruhe zu Mini-Kirschtäschchen verarbeitet. Etwas mehr Zucker hätte ihnen gut getan, ansonsten braucht es hier nicht viele Worte.

Was andere so sonntagssüßes fabriziert haben, könnt ihr hier bewundern.

Die nächste Stufe der Loungigkeit

Der Sitzsack ist fertig und damit ein neues Stück Wohnlichkeit im Kreativzimmer eingezogen (bald werden wir uns nur noch dort aufhalten, wenn das so weitergeht)!

Ich hatte einen sehr alten jeansblauen Sitzsack, der schon reichlich Federn – sprich Styropor – gelassen hatte und eigentlich schon länger nicht mehr recht zum sitzen taugte. Dekorativ war er auch nicht. Dennoch hat er den Umzug knapp überlebt und wartete nun auf sein Recycling. Vor einigen Wochen hat Judith von All JuNied im DaWanda-Blog eine Anleitung für Yoga-Sitzkissen-Kindersitzsäcke als Gastbeitrag beigesteuert und das hat mich auf die Idee gebracht, den Sitzsack als styroporgefüllten Hocker wiederzubeleben.

Ich habe einige verschiedene Stoffe kombiniert, die ins warme Farbkonzept des Raumes passen:

Auch die Proportionen hab ich etwas angepasst, so dass er eine gute Sitzhöhe für Erwachsene hat. Mein Exemplar ist 50 cm hoch und hat einen Durchmesser von (knapp) 50 cm. Ansonsten habe ich mich im Wesentlichen an die Anleitung im DaWanda-Blog gehalten.

Das spannende war natürlich, die Füllung vom alten in den neuen Sack zu bekommen, ohne dabei das ganze Zimmer zu beschneien. Da ich schon sehr schlechte Erfahrungen mit Styroporkügelchen gemacht habe, hab ich ein Rohr aus Pappe gebaut und das an beide Säcke angeklebt.

So konnte ich einfach schütten und es ließ sich zumindest die größte Schweinerei verhindern, nur die letzten paar cm musste ich von Hand mit einem Messbecher füllen.  Bisschen Dreck gabs natürlich doch.

Und so sieht das gute Stück nun aus. Ich find’s sehr schön und auch bequem. Die Stoffe sind zum Großteil von buttinette bzw. aus dem lokalen Stoffgeschäft.

         

Zweiter Frühling für Omas Ösen

Ich schleiche schon seit langer Zeit um die Geschirrtücher von Hema herum. Sie sind nicht nur sehr schön bunt, sondern sie haben außerdem anstatt eines Aufhängehakens eine Öse im Stoff.

Das finde ich eine mega praktische Idee, die mich so fasziniert, dass ich jedes Mal kurz davor bin, welche davon zu kaufen. Ich finde nämlich Geschirrhandtücher mit abgerissenem Haken höchst nervig und mag auch diese Klemmhaken gar nicht leiden.

Vor kurzem habe ich es getan, drei Stück gekauft … und war leider etwas enttäuscht. Die Handtücher sind zwar schön knallig rot und türkis. Und lassen sich auch super aufhängen. Aber leider sind sie nicht besonders nützlich zum abtrocknen. Sie sind aus zu dünnem, zu weichem Baumwollstoff und saugen das Wasser nicht gut auf. Wenn man gute halbleinene Generationen alte Geschirrtücher gewöhnt ist, kommt man sich mit ihnen wie in der Amateurliga vor.

Glücklicherweise ist die Sache mit der Öse ja eigentlich nicht schwer. Ich habe also meine Geschirrhandtücher durchsortiert und die knappe Hälfte von ihnen mit abgerissenem Haken ausgemacht. Jetzt brauchte es nur noch Ösen. Ich habe letztes Jahr den Nähkasten meiner Oma geerbt und wurde hier fündig. Große Ösen mit 11mm Durchmesser schienen mir ziemlich optimal. Leider war das Einschlag-Werkzeug nicht mit dem Nähkasten angekommen. So musste ich heute trotzdem eine neue Packung Ösen erwerben. Aber zum Glück hat sich an der Ösenfront in den letzen 15-20 Jahren nicht viel geändert, außer der Preis. Früher 7,40 DM, heute 7,60 Euro – Inflation verständlich gemacht… egal, Handtücher, Ösen, Werkzeug und Hammer am Start. Fröhlich losgehämmert.

Schwuppdiwupp ein großer Berg wieder vollkommen brauchbarer Abtrockentücher, die nie wieder einen Haken verlieren können. Alles schöne Leinen-Dinger mit netten Mustern, die nun noch für Jahre in unserem Dienst bleiben können. Und Omas Ösen haben nach einigen Jahren bis Jahrzehnten im Kästchen auch noch einen Zweck gefunden. Wenn das kein Happy End ist.

Wo ich gerade schonmal dabei war, hab ich auch noch aus zwei schon etwas angerissenen mit einigen Zickzacknähten ein neues gemacht. So viel Erfolgserlebnis in nur 30 Minuten.

Sonntagssüß: Kirschen-Clafoutis

Ich bin dabei beim sonntagssüß! Heute, auf Wunsch des Angetrauten, „warm und man kann Vanillesoße dazu essen“. Wegen des herbstlichen Wetters und überhaupt. Vor die Wahl zwischen Apfelstrudel und Clafoutis gestellt, fiel die Wahl auf letzteres.

Clafoutis ist ein französisches Dessert, eine Mischung aus Obstauflauf und Kuchen, je nachdem welches Rezept man nimmt eher das eine oder das andere. Als Auflauf kenne ich es von meiner französischen Gastmutter (auch wenn das Rezept, das ich heute verwende eine Abwandlung von Vincent Klink ist…) – dort meist mit Himbeeren. Ich mache Clafoutis gern als Nachtisch, weil man es so gut vorbereiten und mit fast jedem Obst machen kann.

Der Jahreszeit angemessen heute mit Sauerkirschen:

Zutaten:

3 Eier, 2 Eigelb, 80-100g Zucker, 50g geriebene Mandeln, 70g Mehl, 150ml Milch, 140g Creme fraiche, Vanille. Ca. 500g Obst (Beeren, Kirschen, gewürfelte Äpfel)

Backofen vorheizen auf 180 Grad. Eier mit Zucker aufschlagen, Milch und Creme fraiche drunter ziehen, dann das Mehl unterheben. In eine gut gebutterte Auflaufform oder Tarteform geben. Das Obst reinwerfen. Ab in den Ofen für ca. 30-40 Min, bis es durchgestockt und oben schön braun ist. Dazu gibts selbst gemachte Vanillesoße oder Vanilleeis. Yummie!

Mehr visuelle  Eindrücke des süßen Sonntags gibts hier.

7 Sachen

Dem Vorbild von Frau Liebe folgend hier sieben Sachen, für die ich am heutigen Sonntag meine Hände gebraucht habe.

Kuhfladen-farbene Wollfäden zu dickeren Kordeln verdrillt. Dabei festgestellt, dass der Gatte mir in Sachen Kordeln verdrehen einiges voraus hat und den Stift-Dreh-Trick hinzugelernt. Dieser ingenieurmäßige Ansatz war mir bis dato unbekannt.

Die dicken Kordeln in Paspeln eingenäht, die wiederum an die Sitzkissen für die Truhe im Kreativzimmer drankamen. Gefüllt mit dem Inhalt von 1,99 IKEA-Kissen. Dafür, dass es meine ersten Kissen mit Paspelrand waren, finde ich sie ziemlich gelungen.

Den großmütterlichen Kurzwarennachlass durchwühlt und alle Druckknöpfe, Ösen usw. gesichtet. Auch die passenden Ösen gefunden, aber leider hat das passende Einhämmer-Werkzeug es offenbar nicht bis zu mir geschafft. Also musste das Projekt mit den Ösen auf Montag verschoben werden.

Dabei allerdings nochmal auf das „Perlon-Maschinenstopfgarn“ in 6 Farben gestoßen, das mir schon beim ersten Sichten Entzückensquietscher entlockt hatte und mich nochmal dran erfreut.

Sonntagssüßes Kirschen-Clafoutis gebacken und mit hausgemachter Vanillesoße verspeist.

Cello geübt.

Einen Schuh zum ausbleichen in die Sonne gestellt und vorm Regen wieder reingeholt. Ich mache das schon seit einigen Tagen und befürchte, die Nachbarn denken langsam, ich hänge einer sehr merkwürdigen Sekte an.

Das Original und viele weitere Sieben-Sachen-Sammler gibts hoffentlich bald bei Frau Liebe.

Pakete

Manchmal liegen Freude und Trauer sooo nah bei einander.

Heute sind gleich vier Pakete in der Packstation eingetrudelt, fast wie Weihnachten. Total paritätisch auf unseren Haushalt verteilt. Zwei Pakete mit Technik-Schnickschnack für den Löbsten und zwei (größere, haha) Pakete mit schönen Sachen für mich.

Im ersten Paket war, juppheidijuppheida, Stoff Stoff Stoff.

Die erste Ladung der Stoffe für unser Kreativzimmer. Die Truhe und die Matratze sollen Kissen bekommen. Und der alte kaputte Sitzsack soll zu einem neuen Sitzhocker werden. Die Farbgebung wurde einstimmig in rot-orange-lila gewählt, das Design soll ein Mix zwischen Retro und Kitsch werden, wenn’s fertig ist. Wir waren uns erstaunlich einig, aber die Stoffe ließen leider auf sich warten. Aber jetzt sind die Jacquard-Stoffe eingetroffen. Und wie schön sie sind… schwer und trotzdem nicht dick, bisschen edel, bisschen Kitsch. Ich liebe sie. Morgen erwarte ich noch zwei Retro-Stoffe in orange und lila. Und dann kann ich losnähen – das Wochenende ist gesichert.

Im zweiten Paket waren Lampen. Wunderwunderschöne Vintage-Lampen für unser Schlafzimmer. Diese hier. Sehnsüchtig erwartet und mit Freude begrüßt. Leider kam die eine der beiden Lampen so aus ihrer (sehr guten) Verpackung:

     

Blöde DHL. Ich kann nicht so viele weinende Smileys machen, wie ich müsste, um zu beschreiben, wie enttäuscht ich da aus der Wäsche geguckt hab. Was soll nur nun aus der einen, nicht kaputten, verwaisten hübschen Lampe werden?