Pakete

Manchmal liegen Freude und Trauer sooo nah bei einander.

Heute sind gleich vier Pakete in der Packstation eingetrudelt, fast wie Weihnachten. Total paritätisch auf unseren Haushalt verteilt. Zwei Pakete mit Technik-Schnickschnack für den Löbsten und zwei (größere, haha) Pakete mit schönen Sachen für mich.

Im ersten Paket war, juppheidijuppheida, Stoff Stoff Stoff.

Die erste Ladung der Stoffe für unser Kreativzimmer. Die Truhe und die Matratze sollen Kissen bekommen. Und der alte kaputte Sitzsack soll zu einem neuen Sitzhocker werden. Die Farbgebung wurde einstimmig in rot-orange-lila gewählt, das Design soll ein Mix zwischen Retro und Kitsch werden, wenn’s fertig ist. Wir waren uns erstaunlich einig, aber die Stoffe ließen leider auf sich warten. Aber jetzt sind die Jacquard-Stoffe eingetroffen. Und wie schön sie sind… schwer und trotzdem nicht dick, bisschen edel, bisschen Kitsch. Ich liebe sie. Morgen erwarte ich noch zwei Retro-Stoffe in orange und lila. Und dann kann ich losnähen – das Wochenende ist gesichert.

Im zweiten Paket waren Lampen. Wunderwunderschöne Vintage-Lampen für unser Schlafzimmer. Diese hier. Sehnsüchtig erwartet und mit Freude begrüßt. Leider kam die eine der beiden Lampen so aus ihrer (sehr guten) Verpackung:

     

Blöde DHL. Ich kann nicht so viele weinende Smileys machen, wie ich müsste, um zu beschreiben, wie enttäuscht ich da aus der Wäsche geguckt hab. Was soll nur nun aus der einen, nicht kaputten, verwaisten hübschen Lampe werden?

Me made Mittwoch – 2 in a row

Der letzte MMM vor der Sommerpause und ich kann schon wieder dabei sein… sowas! Leider mit etwas verknautschtem Foto – die Bahnfahrt und der Regenguss aus dem Weg zur Arbeit haben schon Spuren am Outfit hinterlassen. Doofes Wetter heute.

Ich trage heute den Gewinner eines internen Design-Wettbewerbs (ich gegen mich, einen afrikanischen Stoff und die Burda-Schnitte) – eine „Schürzen-Tunika mit Empire-Elementen“:

Ich hatte mir vor 2 Jahren aus Afrika einen Stoff mitgebracht, aus dem ich mir gern eine Tunika nähen wollte. Letzte Fitzel davon finden sich noch in meinem dawanda-Shop in Form eines Schlüsselanhängers.
Also habe ich Schnittmuster gewälzt, viele gleich verworfen, weil sie einen weichen, elastischen Stoff forderten und andere, weil sie deutlich zu viel Stoff gebraucht hätten (die afrikanischen Stoffe liegen ja nur ca. 110cm breit). Ich wollte einen figurbetonten Schnitt, der aber trotzdem geradlinig ist und glatt fällt, damit man das Muster gut sieht. Nachdem ich nicht so recht was finden konnte, habe ich schließlich rumexperimentiert und eine Reihe von Prototypen aus einfachen Baumwollstoffen genäht (Baby-Dolls, Schürzentuniken, Hemdtuniken, Empiretops, …). Das heute getragene Modell ging aus diesem Experimentieren als Sieger hervor und wurde dann nochmal mit afrikanischem Stoff reproduziert.
Ich habe für den Schnitt das Vorderteil des Oberteils von diesem Burda-Empire-Top benutzt, allerdings ohne Gummizug im Kragen, den Rest hab ich entsprechend meiner Maße hinzu erfunden. Man sieht es nicht so gut, aber das Unterteil hat eine gerade fallende A-Form, das Oberteil ist leicht gerafft. Den Kragen habe ich mit einem Vintage-Stoff verstürzt, aus dem auch der Gürtel ist. Der Gürtel ist übrigens lose und ich hab ihn schon zweimal verschusselt, ich denke deshalb darüber nach, ihn rechts und links zu fixieren, damit er nicht mehr abhanden kommt.
Ich trage den Prototyp fast öfter als die Endversion aus afrikanischem Stoff, allerdings ist die einfache braune Baumwolle latent etwas zu steif, was dann in entsprechenden Knitterfalten nach dem ersten Mal hinsetzen resultiert. Für die Endversion hab ich auf den Gürtel verzichtet, weil der Stoff ja gemustert ist, beim Prototyp sah das aber etwas langweilig aus.
Ich habe noch sehr viel von dem Gürtelstoff und überlege, mir noch ein genau inverses Exemplar zu fabrizieren. Aber eigentlich ist der Stoff sososo schön, dass er auch ein tolles Kleid werden könnte. Mal sehen.