Lunchbox-Rezepte I: Pide-Quiche

Seit einiger Zeit versuchen mein Mann und ich nicht mehr in der Mensa zu essen. Wir haben beide lang genug die Mensa frequentiert um zu wissen, wie man so gut wie jedes Lebensmittel frittiert zubereiten kann und dass Erbsen und Möhren sehr vielfältige weitere Identitäten haben (Sommergemüse, Gemüse der Saison, Balkangemüse, Mischgemüse, buntes Gemüse, …) sowie dass man offenbar Salat durch irgendeine geheime Behandlung in Brei mit Zuckergeschmack verwandeln kann. Es ist zwar aus naturwissenschaftlicher Sicht durchaus spannend, wie ein Essen es schaffen kann einen gleichzeit so pappesatt zu machen, dass man es kaum noch vom Stuhl bis zum Büro schafft, nur um dann in ca. einer Stunde zu verpuffen und einem kleinen Kuchenhüngerchen Platz zu machen. Aber da es weder gesund noch lecker ist und wir beide keine naturwissenschaftlichen Ambitionen unser eigen nennen, hatten wir genug davon. Dennoch will das hart arbeitende Forscherhirn und der langsam verfallende Körper ja gefüttert werden und so werden wir langsam Experten in abwechslungsreichem (vegetarischem) Mitnehm-Essen. Nicht jedes Experiment ist dabei von Erfolg gekrönt gewesen, aber das bisher akkumulierte Bring-your-own-Lunch-Wissen, teile ich gern ab jetzt in loser Folge mit euch.

Den Anfang macht die Pide-Quiche, die zu meinen Favorites gehört, wenn sie auch beim Gatten nur unter „mittelgern mitnehmen“ fällt:

Das Rezept ist lose angelehnt an die Salat-Quiche a la Mittelmeer von Helmut Gote, die ich aber mit Feldsalat, ehrlich gesagt, nicht so lecker fand.

Man braucht

  • 8 Blätter Yufka-Teig (vorzugsweise rund) oder Strudelteig oder 1 Rolle schnöden Blätterteig (in dem Fall kann man sich natürlich die ganze Ölpinsel- und Schicht-Action sparen, is aber fettiger, und weniger knusprig)
  • 300 g Blattspinat gefroren
  • 3 aromatische Tomaten (Roma) oder 8 Cocktailtomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 4 Eier
  • 200g Feta
  • 100g Emmentaler, gerieben
  • 0,1l Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Backofen vorheizen auf 200 Grad.

Zuerst die Füllung vorbereiten:

  • Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln, in Olivenöl andünsten, dann den Spinat dazugeben und bei geringer Hitze auftauen lassen. In der Zwischenzeit die Tomaten würfeln und ganz am Ende dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig würzen.
  • Den Feta zerbröseln, mit den Eiern, dem Emmentaler und der Milch zusammen unter den Spinat ziehen.

Jetzt den Teig in die Form:

  • Eine Quiche-Form mit Backpapier auslegen (auch den Rand hoch).
  • Das erste Blatt vom Yufka-Teig reingeben und mit einem Pinsel mit Olivenöl bestreichen.
  • Ein neues Blatt drauflegen und wieder bestreichen und so weiter und so fort bis 5 Blätter in der Form liegen. (Blätterteig einfach reinlegen…)
  • Dann die Füllung auf dem Teig verteilen.
  • Jetzt die restlichen 3 Teigblätter obendrauf (oder den Rest vom Blätterteig, ggf. ausgerollt), wieder jeweils mit Öl bestrichen (vor allem das obere)
  • Die überhängenden Kanten nach innen umfalten.
  • Ab in den Ofen für 40 Minuten.

Schmeckt warm sehr lecker aber auch super kalt in der Brotdose.

7 Sachen

Der Sonntag war geprägt von „in den Regen starren“, essen und rumfaulenzen, denn zu viel mehr konnten wir uns bei diesem herbstlichen Wetter nicht aufraffen. Eigentlich hätte ich meine Hände gern zum klatschen und vielleicht „ein Getränk halten“ benutzt – wir wollten urspünglich zu Bochum total. Aber da wir befürchten mussten, schon an der Bushaltestelle tropfnass zu sein, war stattdessen Lazy Sunday angesagt. Also hier sieben Bilder von sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände benutzt habe, zu sehen erst am heutigen Montag, denn selbst vom Posten hat die Coucheritis mich abgehalten.

Stoffe zu Kombinationen zusammengelegt, um mögliche weitere Kissen daraus zuzuschneiden, danach die Kanten begradigt.

Mit meiner Schwester, die bald umzieht, den IKEA-Katalog gewälzt und eine (Traum-)küche geplant.

Aus den beim Begradigen abgefallenen Reststücken ein Kissen zusammen gepuzzelt. Sind immernoch ganz viele Stoffschnipsel da…

Die Blumen gegossen.

Sonntagssüße Kirschtaschen fabriziert.

Karten gespielt und (knapp) gewonnen.

Mit Chips und Sekt auf der Couch rumgehangen und einen Film angeschaut.

Was Initiatorin Frau Liebe und andere so am Regensonntag gemacht haben, lässt sich im Frau-Liebe-Blog anschauen.

sonntagssüß Blitzversion: Kirsch-Taschen

Eigentlich wollte ich ja zu Bochum Total und deshalb war gar kein sonntägliches Kaffeekränzchen mit Kuchen eingeplant. Aber der Regen hat dann doch Lust auf was süßes, klebriges, fruchtiges gemacht. Also habe ich auf die Schnelle Blätterteigreste und Sauerkirschen aus der Kühltruhe zu Mini-Kirschtäschchen verarbeitet. Etwas mehr Zucker hätte ihnen gut getan, ansonsten braucht es hier nicht viele Worte.

Was andere so sonntagssüßes fabriziert haben, könnt ihr hier bewundern.