Urlaubsmitbringsel: Brot

Ich habe mich an einen zweiten Versuch mit Vollkorn-No-Knead-Bread begeben. Denn in der Ferienwohnung fand sich eine ofenfeste Keramikschüssel inkl. Deckel, da musste ich ja schon fast!

Ich habe dieses Rezept verwendet. Habe allerdings statt weißen Mehls eine Mischung aus zwei Teilen Dinkelvollkorn und einem Teil Dinkel 1050 genommen. Aus diesem Grund habe ich die Wassermenge um 50ml erhöht und auch etwas mehr Hefe drangegeben. Den Essig hab ich weggelassen und statt normalem Salz Kräutersalz genommen.

Das Ergebnis war so toll, dass wir fast jeden Morgen die Brötchen beim Frühstück haben liegen lassen und lieber nur Brot gegessen haben. Sehr lecker, sehr locker und schön knusprig.

Ich habe es inzwischen zu Hause nochmal gebacken, diesmal in einem normalen ofenfesten Topf aus Edelstahl, ist auch lecker geworden, aber ein bisschen weniger knusprig und ein bisschen weniger fluffig. Wir haben deshalb jetzt einen Römertopf ersteigert und glauben, das kleine Geld ist gut angelegt.

Ich kann es mir auch aus Weißmehl oder Roggen mit Kümmel sehr gut vorstellen.

Me-made-Mittwoch: Das Afrika-Oberteil

Heute ist der erste Me-Made-Mittwoch nach der Sommerpause, Catherine hat nach erfolgreichem Umzug diese schöne Aktion nun fortgesetzt und ich kann perfekt an den letzten MMM vor dem „Sommer“ anknüpfen. Denn da zeigte ich das Probe-Teil zu dem Oberteil, das ich heute trage. Daher brauch ich nicht mehr viele Worte. Voilà:

Weil der Stoff so schön ist, hat dieses im Gegensatz zum Probeteil keinen Gürtel. Hier mal eine größere Aufnahme des Stoffs und des Übergangs vom oberen Teil zum unteren.

In der Seitennaht versteckt sich ein kleiner Reißverschluss.

Der Ausschnitt ist mit einem Samtband abgesteppt, das die gleiche Farbe hat, wie die kleinen blauen Sprenkel. Ich bin sehr traurig, dass ich nichts mehr von diesem Stoff habe, ich würde zu gern einen Schal daraus besitzen…

Andere Kleidungskreationen gibts in der MMM-Runde bei Mr. Linky zu sehen. Dank an Cat für die Organisation!

Urlaubsmitbringsel: Loop-Schal-Dreierlei

Heute gibt es wieder was genähtes zu sehen. Gleich drei Loop-Schals. Natürlich (!) sind die nicht alle für mich, sondern zum Teil auch zum weiterschenken.

Weil ja, trotz des tollen Urlaubswetters, der Herbstanfang absehbar und unausweichlich heraufdämmert, habe ich die Schals auf der einen Seite aus weichem Jersey gearbeitet, damit sie etwas wärmer und kuscheliger sind, als reine Batistloops. Die andere Seite sind bunte amerikanische Stoffe von StickandStyle. Den Jersey hab ich im Sommerschlussverkauf des örtlichen Stoffdealers erworben.

Eigentlich sind Loop-Schals eine ziemlich simple Angelegenheit: Zwei Stoffstück in ca. 1,40*0,40m zuschneiden, zum Rund schließen, eine lange Kante aufeinandernähen, umschlagen, ausbügeln und die andere lange Kante umbügeln und von rechts mit feinen Stichen absteppen. Mit Jersey wurde es etwas haariger, weil man es da nicht ohne sehr sauberes enges abstecken hinbekommt, dass der Jersey sich nicht zieht und nachher krumpelig aussieht. Außerdem ist Jersey einfach doof zu bügeln. Nach dem dritten Schal hatte ich aber langsam Routine.

Der erste hat auch schon seine neue Besitzerin erreicht und die scheint ihn auch kuschelig und schön zu finden.

Urlaubsmitbringsel: Eingelegte Rote Beete

Ich habe im Urlaub nicht nur genäht, sondern auch (ein-)gekocht. Ich bin ja kein Einkochspezialist, gar nicht. Ich kann nur Apfelkompott, Marmelade und Rote Beete. Und Rote Beete mache ich oft und gern, denn es wird bei uns gern gegessen.

Man braucht für 3-4 kleinere Gläser (etwa Cornichonglasgröße)

  • 1 kg Rote Beete (entweder schon gekocht, oder in Salzwasser zu garen)
  • 250g Zwiebeln
  • 20g Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/4l Apfelessig
  • 500 ml Wasser
  • 1 EL Kräutersalz
  • 2 EL Zucker

Das muss man nun machen:

  • Rote Beete ggf. garen.
  • Zwiebeln in Ringe schneiden, Ingwer grob, Knoblauch fein hacken.
  • Apfelessig mit Wasser, Salz und Zucker aufkochen.
  • Die rote Beete in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden.
  • Rote Beete im Wechsel mit Zwiebel-Ingwer-Knoblauch schön dicht in vorher ausgekochte Gläser schichten.
  • Mit heißem Essigsud bis zum Rand auffüllen, Luftblasen rausklopfen und sofort verschließen.
  • Mindestens 4-5 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen.
  • Ich denke, um das ganze einige Monate haltbar zu machen, wäre es sinnvoll die Gläser nochmal zu sterilisieren, habe aber bisher max. 2 Monate getestet und da war sie auch so noch gut (nur durch das kochen und heiße Flüssigkeit reinfüllen), es ist einfach immer zu schnell weggegessen, um die maximale Haltbarkeit sinnvoll zu evaluieren!

7 Sachen nach dem Urlaub

Nach urlaubsbedingter Pause gibt es heute wieder 7 Bilder von 7 Sachen, für die ich heute meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 

Wäsche eingeworfen (und aufgehangen und neue eingeworfen)

Die Stoffe, die mit im Urlaub waren, zurück in ihre Kommode aufgeräumt (und ebenso allen andere Klimmbumms, der es gestern abend nicht mehr an seinen Platz geschafft hat)

Wäsche gefaltet.

Die Blumen gegossen und dafür gelobt, dass sie die lange sonnige Woche so prima ohne uns ausgehalten haben. Das Basilikum auf der Küchenfensterbank war nicht ganz so tapfer.

Einen schönen großen Milchkaffee mit ganz viel fluffigem Schaum gemacht und mich vom vielen waschen, falten und aufräumen erholt.

Pizza gebacken. Weil irgendwann letzte Woche die Sicherung rausgeflogen ist, war die Kühl-Gefrierkombi ziemlich warm als wir nach Hause kamen. Somit gibts jetzt einige Tage, das, was freundlicherweise für uns aufgetaut wurde. Heute Pizzateig und Spinat.

Ein Urlaubsmitbringsel hübsch eingepackt

Das Original gibts meistens sonntags, manchmal auch erst montags, bei Frau Liebe.

Urlaubsmitbringsel: Umschlagtasche

Nach einer wundervoll sonnigen Woche im Sauerland sind wir, passend mit dem Regen und den kühleren Temperaturen, wieder zurück im Ruhrgebiet. Wir haben wirklich die beste Woche für Urlaub in der Nähe erwischt, die man dieses Jahr kriegen konnte: jeden Tag Sonne. So sind wir viel draußen unterwegs gewesen (wandern, joggen und im Kletterwald) und haben viel in der Sonne gelegen und gelesen. Auch mein Bastelatelier hatte ich mir auf der Terrasse eingerichtet und so gibt’s in der kommenden Woche jeden Tag ein selbstgemachtes Urlaubsmitbringsel zu sehen.

Den Anfang macht ein Projekt, das ich wirklich schon lang geplant hatte: Ein Messenger-Bag für mich. Ich fahre gern und viel Fahrrad und hatte hierfür bisher nur unzulängliche Umhängetaschen. Entweder sie waren zu klein oder ihr Gurt zu lang oder zu unbequem. Immer alles im Körbchen transportieren ist auch mühsam und deshalb hatte ich schon lang vor, mir mal einen Messenger Bag zu nähen. Die Anforderungen waren dabei etwa folgende:

  • Genug Platz für einen Block und eine Mappe in Din A4, mein Netbook und noch die vielen Kleinigkeiten, die man so mit sich rumträgt (Stifte, Handy, Portemonnaie, Schlüssel, …)
  • Ein bequemer breiter Gurt
  • Eine Verschlussart, die sich zwar leicht öffnen und schließen lässt, wo aber auch auf dem Fahrrad nie versehentlich was rausfallen kann
  • Hochkant-Format
  • ein nicht knallbunter aber doch farbenfroher Stoff

Vor einiger Zeit bin ich dann im noodle-head-Blog auf diese Tasche mit Umschlag oben gestoßen und die Idee hat mir gut gefallen. Nur das mit den Nieten fand ich nicht so schön. Ich habe also nun eine größere Variante davon genäht.

Als Material habe ich für außen einen dickeren Baumwoll-Leinen-Rockstoff in feinem Vichykaro in türkis-blau gewählt, für innen einen marineblauen Baumwollstoff mit weißen Punkten. Ich habe die Tasche zudem mit Vlieseline verstärkt, sie soll ja was aushalten und auch ein bisschen Stand haben.

Im Innenfutter habe ich zudem eine Reißverschlusstasche für Schlüssel eingenäht, ich denke noch über eine Handytasche außen nach, aber bin nicht ganz sicher…

Im Gegensatz zum Tutorial habe ich die „Innen- “ und „Außentasche“ bis etwa zur Hälfte der Seitennaht fest aufeinander genäht, ich wollte nicht, dass sich die Reißverschlusstasche im Futter weit zur Seite verschieben kann. Außerdem habe ich die Futtertasche oben ca. 3 cm länger zugeschnitten als die äußere und nach außen umgenäht, anstatt ein Webband für den Saum zu verwenden.

Für Tragegurt und Verschluss habe ich ein 4cm breites Gurtband genommen, das ich für den Gurt mit Futterstoff umnäht habe, damit es sich angenehm trägt.

Der Verschluss wird auf der Vorderseite mit einem Druckknopf geschlossen. Ggf. füge ich auch noch am oberen Rand der Tasche zwei kleinere Druckknöpfe ein, falls ich den Eindruck gewinne, sie hält nicht dicht.

Die Fakten nochmal in Kürze:

  • Maße: Tasche geschlossen: 35cm * 25cm;  Gurtlänge: 115cm
  • Zuschnittgröße der Taschenteile: außen 53,5 * 38 cm, innen 56,5 *38cm
  • Stoffverbrauch ca.: Außenstoff 80cm*1,20m, Innenstoff 1m*1,20m, Vlieseline 80cm*1,20m, Gurtband: 140cm, 1 Druckknopf zum Aufnähen. Ggf. ein Reststück für die Reißverschlusstasche und ein Reißverschluss von 12-15cm Länge.

Nachtrag am 30.08.: Die Tasche hat heute ihre Fahrrad-Feuerprobe erfolgreich absolviert.

Ich packe meinen Koffer…

… und nehme mit: Sonnencreme!!! Wer hätte das noch  vor einer Woche gedacht, dass man für eine Woche im deutschen Mittelgebirge sowas benötigen würde?! Aber ich hab sie eingepackt! Echt!

Außerdem einen Berg von Stoff und Wolle, die Nähmaschine und das Nähkästchen. Und Bücher Bücher Bücher sowie Essen Essen Essen. Jucheeee! Ich freu mich.

Und bin dann jetzt mal weg. Für eine Woche raus aus der Arbeit, dem Ruhrgebiet und dem Internet. Chillen, werkeln, lesen, sonnen, essen.

Adieu!

No no-knead-bread …

Ich bin enttäuscht. Total.

Ich habe im Buch „Hab ich selbst gemacht“ das Rezept vom „No-Knead-Bread“, also Brot ohne Kneten, aus dem Topf gefunden. Das hat mich sehr angesprochen, denn ein Brot, das sich ohne Arbeit quasi selbst produziert ist ja schonmal ganz nett. Insbesondere fand ich aber toll, dass eine schöne Kruste versprochen wurde. Das fehlt nämlich den meisten selbst gebackenenen Broten etwas.

Ich hab also gestern morgen fluchs einen Teig zusammengerührt. Es gestern abend schön in einen gefetteten Topf umgefüllt und gebacken, wie im Rezept stand … seht selbst:

Entweder das Brot ist nicht für Vollkorn optimiert oder mein Topf ist nicht für Brot optimiert oder beides zusammen. Es kam einfach nicht raus, trotz ordentlichen fettens und vorsichtigen Ablöseversuchen… Es hatte eine schöne Kruste und machte auch einen lockeren Eindruck. Aber alles für die Katz. Als es rausgeprockelt war aus dem Topf, waren nur noch Fetzen von ihm übrig. So ein Reinfall! Mein Enthusiasmus noch mehr aus dem Buch nachzumachen hat einen herben Dämpfer bekommen.

Da ich aber ja nach wie vor kein Weißmehl und keinen Zucker esse (noch bis Freitag), muss schnell ein neues Vollkornbrot her. Daher werde ich heut abend dann doch mein „Standardbrot“ backen. Zwar nicht ohne kneten, dafür aber ohne gehen und vorheizen. Das geht so:

  • 750g Mehl
  • 2 EL Quark oder Joghurt
  • 1 EL Salz
  • 2 EL Honig
  • 1 Würfel Hefel
  • 600ml handwarmes Wasser
  • insg. 6 EL Kerne nach belieben

Alles einfach gut miteinander verkneten, in eine gefettete Kastenform geben und sofort in den nicht vorgeheizten Ofen. (Ist eine ziemlich flüssige Angelegenheit). Auf 200 Grad einstellen und 1 Stunde backen. Wird ein solides ganz leckeres Brot, das sich auch 2-3 Tage ganz gut hält. Ich mags sehr gern mit Walnüssen drin. Allerdings kriegt es keine berauschende Kruste.

Ich hab aber beschlossen, das mit dem Topf-Brot noch mal näher zu ergründen. Ich hab zum Beispiel hier und hier Varianten davon entdeckt, die jeweils mit Backpapier in den Topf kommen, der auch vorher schon heiß gemacht wird. Das macht Sinn.

Habt ihr sonst noch Empfehlungen für Vollkornbrot mit richtig knackiger Kruste? Meine Eltern backen seit Jahrzehnten Sauerteigbrot. Das hält natürlich viel besser als Hefebrot. Allerdings haben wir das bisher nie so gut hinbekommen, weil man eben mehrfach daran denken muss Dinge mit dem Brotteig zu tun und weil man dazu neigt, das „Ansatz abnehmen“ zu vergessen oder der Ansatz dann im Kühlschrank vergammelt, weil man 2 Wochen lang Brot kauft und keins backt.

7 Sachen sehr entspannt

Immer wieder sonntags gibt es bei Frau Liebe 7 Bilder von 7 Sachen, für die sie am Sonntag ihre Hände gebraucht hat. Und auch heute wieder bei mir. Sehr entspannter Sonntag:

Einen Ricotta-Waldbeer-Kuchen gebacken

Das Bett gemacht

Buchseiten umgeblättert, im sehr lesenswerten Buch „Hab ich selbst gemacht“ von Susanne Klingner.

Gestrickt. Babysocken für eines der Babys, die dieses Jahr in unserem Bekanntenkreis zur Welt kommen. Zwei auf einer Rundstricknadel.

Kaffeesilber poliert.

Den Kaffeetisch gedeckt für großelterlichen Besuch.

Beim Spaziergang eine eher kleine Brombeerernte gepflückt, ergänzt mit etwa gleich viel Holunder (davon hätte es kiloweise gegeben, aber was soll man damit?) und einem Apfel wurden daraus eineinhalb Gläser Marmelade. Mehr leere Gläser hab ich eh nicht mehr.

Sonntagssüß: Ricotta-Waldbeer-Kuchen

Heute gab es richtig opulentes sonntagssüß, weil wir großelterlichen Besuch zum Kaffee hatten und weil ich außerdem dachte: „wenn schon Zucker-Ausnahme dann auch richtig“. Im Radio habe ich das Rezept für diesen Ricotta-Kuchen gehört und es mit kleinen Abwandlungen gebacken. Ich fand irgendwie, dass nicht so die richtige Jahreszeit für Orangenmarmelade ist. Außerdem wollte ich etwas fruchtigeres als einen Käsekuchen machen, daher bin ich wie folgt vorgegangen:

Teig wie angegeben. Allerdings dann mit Waldbeer-Sauerkirschmarmelade (kaltgerührte von letzten Sonntag) bestrichen. Den Belag habe ich auch weitgehend nach dem Rezept gemacht, habe aber zusätzlich den Saft einer halben Orange dazu gegeben. Backzeit brauchte das ganze bei mir 55 Minuten. Nach dem Abkühlen ließ er sich ganz wunderbar aus der Form lösen und ich habe ihm dann oben drauf nochmal eine Schicht Marmelade verpasst. Voilà.

Hat allgemeinen Anklang gefunden und wird auf jeden Fall nochmal gemacht! Alle anderen sonntagssüßen Leckereien gibt’s an der Pinnwand hier.