Lunchbox-Rezepte II: Vegetarischer Flammkuchen (plus Projektabschluss)

Die erste zuckerfreie Woche ist vorbei. Und fast ohne schummeln geschafft. Das bedeutet zwar leider auch, dass die erste Chef-weg-Woche und damit die erste der dreiwöchigen Gnadenfrist, bis mein Paper fertig sein muss, auch vorbei ist. Aber wir wollen uns mal am positiven festklammern.

Zunächst hatte ich ja angekündigt zum Thema „zuckerfreie Wochen“ noch ein-zwei Worte zu verlieren: Ich vertrage, auf Grund einer Stoffwechselproblematik, Zucker nicht besonders gut. Er macht mir Verdauungs-, Schlaf- und Hautprobleme. Normalerweise kann ich das mit Tabletten einigermaßen hinbiegen, aber so ca. alle paar Monate merke ich, dass es mal wieder Zeit ist, eine Zucker-Verschnaufpause einzulegen. Dann bemühe ich mich, einige Wochen lang streng auf Zucker und möglichst auch auf Weißmehl zu verzichten. Das macht gar keinen Spaß und es gibt nie einen guten Zeitpunkt dafür, immer feiert gerade jemand Geburtstag, es ist schlechtes Wetter, das nach Kakao ruft, ein Festtag naht oder man muss dringend Eiskaffee trinken. Also muss ich einfach durch. In gewisser Weise ist es auch erhellend mal auf Zucker zu verzichten. Man merkt zum Beispiel deutlich, wie Zucker das Hungergefühl nährt und wie viel weniger man nach einiger Zeit nach Zwischenmahlzeiten lechzt. Außerdem schmeckt man nach ein paar Tagen alles viel süßer. Trotzdem, toll ist anders und deshalb freu ich mich über die erste einigermaßen geglückte Woche. Es ist nämlich auch rein praktisch ziemlich mühsam, man ahnt ja nicht, wo überall Zucker drin ist. Glücklicherweise gehen zumindest im geringen Umfang Fruchtdicksäfte und Honig zum süßen von bspw. Nudel- und Salatsoßen.

Aus aktuellem Anlass also auch alle Rezepte dieser Tage eher herzhaft, vollkornig und zuckerfrei. So wie heute in meiner Lunchbox: Vegetarischer Flammkuchen a la Lorraine.

Man braucht (wie immer in order of appearance):

  • 450 g Mehl
  • 230 ml Wasser (bei Vollkornmehl, Weißmehl braucht etwas weniger)
  • 50 g Öl
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1TL Salz
  • 1TL Honig
  • 200g Tofu natur
  • Sojasoße, Senf, Rauchsalz
  • 1 Becher Schmand
  • 1 Becher Saure Sahne
  • 200g geriebener Emmentaler
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Der Teig reicht für zwei Bleche, der Belag nur für eins. Ich friere immer den halben Teig nach der ersten Geh-Phase ein, man kann ihn auch für Pizza benutzen.

  • Mehl und Salz  in eine Schüssel geben, eine Kuhle reindrücken, das Wasser, den Honig und die Hefe reingeben, mit etwas Mehl bestreuen und 15 Minuten vorgehen lassen. Dann das Öl dazu und lange und gut mit der Maschine kneten. 30 Minuten gehen lassen. Dann den Teig teilen, die Hälfte einfrieren. Die andere Hälfte entweder für 8 Stunden im Kühlschrank oder für weitere 15 Minuten draußen gehen lassen.
  • Den Tofu bröseln und mit Sojasoße, Senf und Rauchsalz marinieren. 20-30 Minuten durchziehen lassen.
  • Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
  • Den Schmand mit der Sauren Sahne und dem Käse verrühren. Den Lauch in feine Ringe schneiden, die Zwiebel fein würfeln. Tofu, Lauch, Zwiebel unter die Käsecreme rühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  • Den Teig dünn ausrollen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit dem Belag bestreichen. 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

So sieht das ganze dann in der Lunchbox aus:

Schmeckt aber auch frisch und warm mit einem Salat und einem Glas Weißwein.

Außerdem schulde ich ja noch die Lösung des Rätsels mit den lackierten Platten:

Es handelt sich um Wandpaneele für die Küche !

         

Unsere Küche hatte keinen Fließenspiegel. Das sah ziemlich weiß und kalt aus und war außerdem äußerst unpraktisch. Bereits nach der ersten Marmelade fanden sich lila Spritzer an der Wand, die nicht mehr weggingen und wir mussten befürchten, es würden sich bald noch Tomatensoße und Kaffee hinzu gesellen. Weil einfaches lackieren der Wand nicht so nett für den Nachmieter ist (insb. bei geputzten Wänden) und gekaufte Paneele teuer und langweilig sind, haben wir uns für die Selbstmach-Variante entschieden.

Dazu haben wir genau passendes Sperrholz der Stärke 4mm zusägen (in zwei Stücken, weils einfacher zu transportieren und anzubringen ist) und uns eine schöne Farbe Lack anmischen lassen. Weil wir uns nicht recht zwischen lila und bordeaux einigen konnten, ist es jetzt pflaumefarben geworden. Ich habe die Platten erst mit Vorstreichfarbe grundiert, dann mit Körnung 240 und 320 geschliffen und dann insg. 3 mal in lila lackiert jeweils mit Zwischenschliff mit 320er Papier. Danach war immer noch ein Hauch von Wolken erkennbar, so dass ich sie, als sie schon an der Wand hingen noch einmal dünn überlackiert habe. Dies erst an der Wand um Montage-bedingte Macken ausbessern und beim endgültigen Lichteinfall arbeiten zu können. Nachdem also eine halbe Woche lang jeden Abend lackieren angesagt war, sind wir nun auch ganz froh, den Wohnzimmerfußboden wieder betreten zu können.

Wir haben die Paneele mit Powerstrips befestigt, um sie später mal möglichst spurlos wieder entfernen zu können. Hat bei dem einen toll, beim anderen nicht so gut geklappt. Hier werden wir die eine Ecke, die sich immernoch hartnäckig von der Wand löst, nun wohl doch mit Montagekleber befestigen müssen. Jetzt muss das ganze noch am Wand- und Arbeitsplattenanschluss silikoniert werden und dann ist es fertig. Abwischen klappt schonmal super, hab ich mit der Marmelade am Sonntag gleich mal ausgiebig ausprobiert 😉

4 Gedanken zu “Lunchbox-Rezepte II: Vegetarischer Flammkuchen (plus Projektabschluss)

  1. fraubrause schreibt:

    Ich bin Fan von der neuen Küchenverkleidung! Is echt ätzend wenn zwischen Wand und Dreck nix is was man abwischen kann.
    Hab eigentlich ne Gluten-, Soja-, Milch- und Eiunverträglichkeit …. daher weiß ich wie hart deine Zucker- und Weißmehlfreie Zeit ist. Hut ab!!!

Danke für deinen Kommentar! Ich freue mich sehr darüber!

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