No no-knead-bread …

Ich bin enttäuscht. Total.

Ich habe im Buch „Hab ich selbst gemacht“ das Rezept vom „No-Knead-Bread“, also Brot ohne Kneten, aus dem Topf gefunden. Das hat mich sehr angesprochen, denn ein Brot, das sich ohne Arbeit quasi selbst produziert ist ja schonmal ganz nett. Insbesondere fand ich aber toll, dass eine schöne Kruste versprochen wurde. Das fehlt nämlich den meisten selbst gebackenenen Broten etwas.

Ich hab also gestern morgen fluchs einen Teig zusammengerührt. Es gestern abend schön in einen gefetteten Topf umgefüllt und gebacken, wie im Rezept stand … seht selbst:

Entweder das Brot ist nicht für Vollkorn optimiert oder mein Topf ist nicht für Brot optimiert oder beides zusammen. Es kam einfach nicht raus, trotz ordentlichen fettens und vorsichtigen Ablöseversuchen… Es hatte eine schöne Kruste und machte auch einen lockeren Eindruck. Aber alles für die Katz. Als es rausgeprockelt war aus dem Topf, waren nur noch Fetzen von ihm übrig. So ein Reinfall! Mein Enthusiasmus noch mehr aus dem Buch nachzumachen hat einen herben Dämpfer bekommen.

Da ich aber ja nach wie vor kein Weißmehl und keinen Zucker esse (noch bis Freitag), muss schnell ein neues Vollkornbrot her. Daher werde ich heut abend dann doch mein „Standardbrot“ backen. Zwar nicht ohne kneten, dafür aber ohne gehen und vorheizen. Das geht so:

  • 750g Mehl
  • 2 EL Quark oder Joghurt
  • 1 EL Salz
  • 2 EL Honig
  • 1 Würfel Hefel
  • 600ml handwarmes Wasser
  • insg. 6 EL Kerne nach belieben

Alles einfach gut miteinander verkneten, in eine gefettete Kastenform geben und sofort in den nicht vorgeheizten Ofen. (Ist eine ziemlich flüssige Angelegenheit). Auf 200 Grad einstellen und 1 Stunde backen. Wird ein solides ganz leckeres Brot, das sich auch 2-3 Tage ganz gut hält. Ich mags sehr gern mit Walnüssen drin. Allerdings kriegt es keine berauschende Kruste.

Ich hab aber beschlossen, das mit dem Topf-Brot noch mal näher zu ergründen. Ich hab zum Beispiel hier und hier Varianten davon entdeckt, die jeweils mit Backpapier in den Topf kommen, der auch vorher schon heiß gemacht wird. Das macht Sinn.

Habt ihr sonst noch Empfehlungen für Vollkornbrot mit richtig knackiger Kruste? Meine Eltern backen seit Jahrzehnten Sauerteigbrot. Das hält natürlich viel besser als Hefebrot. Allerdings haben wir das bisher nie so gut hinbekommen, weil man eben mehrfach daran denken muss Dinge mit dem Brotteig zu tun und weil man dazu neigt, das „Ansatz abnehmen“ zu vergessen oder der Ansatz dann im Kühlschrank vergammelt, weil man 2 Wochen lang Brot kauft und keins backt.

5 Gedanken zu “No no-knead-bread …

  1. Paulines Nähkästchen schreibt:

    Wir backen immer Fertigbackmischung, bevorzugt Hausmarke von E*eka. Die haben schon viele Kerne und knusprig wird es auch.
    Ansonsten werd ich dein Rezept bestimmt mal versuchen, da es im Sortiment kein Vollkornbrot gibt.

    Liebe Grüße,
    Pauline

    EDIT: Achja, für eine Kruste soll regelmäßiges Einpinseln mit Wasser helfen.

  2. Lena schreibt:

    Hallo,
    wenn ich Brot selber backe, dann nach folgendem Rezept:
    500 g Weizenmehl Typ 1050 (da geht bestimmt auch ein anderes Mehl)
    250 g Roggenschrot
    250 g Weizenschrot
    150 g Sonnenblumenkerne
    100 g Sesam
    100 g Leinsamen
    175 g Rübenkraut
    1 1/2 EL Salz
    3 Tüten Trockenhefe
    1 l Buttermilch
    Alle Zutaten bis auf die Buttermilch in einer Schüssel verrühren. Die Buttermilch erwärmen und unter den Teig rühren. Die Form fetten und mit dem Teig befüllen. Bei 150°C ca. 2 Stunden backen.
    Für diese Mengenangaben benötigt man eine große Kastenform oder zwei kleine Formen.
    Es ist manchmal etwas schwierig Roggen- und Weizenschrot zu kaufen. Zur Not muss man sich das mahlen lassen oder so.
    Viele Grüße und noch viel Erfolg,
    Lena

    Achso und ich hab das Buch „Hab ich selbst gemacht“ auch gelesen und wollte das Brot eigentlich auch mal ausprobieren. Aber ich habe das so verstanden, dass in dem Buch ein Topf aus Ton verwendet wurde. Sowas hab ich gar nicht und daher hab ich die Idee erst mal auf Eis gelegt.
    Was für einen Topf hast du denn verwendet?

    • siebenhundertsachen schreibt:

      Hallo Lena,

      Dein Rezept hört sich vielversprechend an. Rübenkraut fällt zwar wegen der zuckerfreiwochen derzeit weg, aber ab nächste Woche darf ich wieder, dann probier ich’s mal aus. Sieht allerdings nach sehr viel Brot für zwei aus… 😉

      Ja, die Autorin hat es glaub ich einem Tontopf gemacht, muss sowas wie ein Römertopf sein, aber im Originalrezept der NY-Times steht, dass Ton, Emaille oder Gusseisern ok ist. Ich hab also einen normalen dickwandigen ofenfesten Kochtopf genommen. Bin nicht sicher, ob das das Problem ist, aber eigentlich ist mein Topf weniger „klebrig“ als z.B. die meisten Emaille-Töpfe, die ich kenne. Naja. Ich werde dem auf jeden Fall mal auf den Grund gehen.

  3. mrs.columbo schreibt:

    ach herrje, schade drum! genauso ist’s mir vor jahren mit gugelhupf gegangen, nach mehreren versuchen fristet die form jetzt ihr dasein ganz weit oben im regal und back kuchen -wenn überhaupt- höchstens in der springform. brot kommt ohne form aufs blech und ich stell immer eine ofenfeste schale mit wasser dazu, damit die kruste nicht so stark aufplatzt. aber sieh mal hier: http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/brot_backen/brotbacken/blumentopfbrot.htm nach, vielleicht klappt’s mit der methode das nächste mal.
    die stoffe von zambian spirit sind wunderschön!

  4. Nora schreibt:

    Ich habe zwar kein Brot-Rezept für dich – jedoch mag ich dir sagen: Schmeiß nicht die Flinte ins Korn 🙂
    Ich habe letztens bei meiner Schwiegermutter die Frühstückmuffins( ? – ich glaube mit Apfel und Banane und Dinkelmehl) probiert – superlecker!
    Das Rezept stammt aus deinem Buch 😉

    Liebsten Gruß aus Köln!
    Nora.

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