Pesco-vegetarisches Menü für 6 Personen

Wir hatten seit Freitag abend kein Internet, deshalb kommt jetzt, etwas verspätet, ein Post von gestern:

Am Freitag abend hatten wir einige Freunde zu Besuch. Ich lade gern Leute ein und koche dann auch gerne mal etwas mehr und aufwändiger. Ich finde gemeinsames Essen ist eine enorm gute Form der sozialen Interaktion. Also gab es ein 3-Gänge-Menü. Die Herausforderungen hierbei waren 1. es sollte vegetarisch sein, Fisch in kleinen Mengen erlaubt, 2. Ein Großteil musste vorbereitet werden, weil ich Freitag nur begrenzt Zeit zum kochen hatte. Und das hab ich mir ausgedacht (alle Angaben für 6-8 Personen):

 

Amuse-Gueule: Linsentatar

Zutaten:

  • 50g grüne Linsen
  • 1 kleine Möhre
  • ½ kleine Zucchini
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Stange Staudensellerie
  • ½ Chilischote
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 2 EL Tomatenpüree
  • 1 TL Kräuter der Provence
  • 1 TL Zucker
  • 1 Schuss Balsamico
  • Salz
  • Pfeffer

Das wird gemacht:

  • Die Linsen in Gemüsebrühe sehr bissfest vorkochen.
  • Das Gemüse sehr fein und gleichmäßig würfeln (ca. auf Linsengröße), die Chilischote und die Knoblauchzehe sehr fein hacken.
  • Das Gemüse, den Knoblauch und die Chili in einem guten Schuss Olievenöl ohne Farbe anschwitzen.
  • Tomatenpüree, Salz, Pfeffer, Zucker, Kräuter dazugeben, die Linsen abgetropft hinzugeben und mit Balsamico ablöschen.
  • Dann so viel Wasser hinzugeben, dass das ganze gerade bedeckt ist und es offen auf kleiner Flamme garköcheln lassen. Dabei ab und zu rühren und, ähnlich wie bei Risotto, immer wenn das Wasser verkocht ist, wieder neues dazugeben. Wenn alle Zutaten gar aber nicht matschig sind, die Flamme ausstellen und das Tatar auf kleinen krossen Brotscheiben anrichten.
  • Schmeckt lauwarm, aber auch kalt als Salat sehr gut.

 

Vorspeise: Rote-Beete-Carpaccio mit Apfel-Walnuss-Vinaigrette und Räucherforelle

(dieses Rezept ist eine Mischung und leichte Abwandlung aus zwei Rote-Beete-Carpaccio-Rezepten von Alexander Herrmann, die er bei „Lanz kocht“ und bei „Die Küchenschlacht“ vorgestellt hat)

Zutaten:

  • 500g Rote-Beete vorgekocht (Frischepack)
  • 2 Filets Räucherforelle
  • 150g Creme fraiche
  • Saft einer Zitrone
  • 1 Apfel
  • 1 kleine Zwiebel oder Schalotte
  • 3 EL Sahnemehrrettich
  • 1 EL Walnussöl
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Weißer Balsamico
  • 1 guter Schuss Apfelsaft
  • 1Paket Kresse
  • 2-3 EL Walnusskerne, grob gebrochen

Zubereitung:

  • Die Rote Beete mit einem scharfen Messer in hauchdünne Scheiben schneiden und fächerförmig auf eine großen Platte (am besten mit leicht erhöhtem Rand) anrichten. Wenn die Gäste später nicht den Eindruck gewinnen sollen, sie seien im Hause Dracula, empfiehlt es sich, hierbei OP-Handschuhe zu tragen.
  • Die Creme fraiche mit dem Meerrettich und dem Zitronensaft vermischen und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Den Apfel und die Zwiebel schälen und in sehr sehr feine Würfel schneiden.
  • Aus Apfel, Öl, Essig, Zwiebel und Apfelsaft eine Vinaigrette anrühren.
  • Alle einzelnen Elemente für eine halbe Stunde kalt stellen zum durchziehen.
  • Nach der Kühlzeit die Vinaigrette über die Rote-Beete geben und gut verteilen.
  • Dann die Forelle in grobe Stücke reißen und ebenfalls darauf verteilen.
  • Mit dem Teelöffel Nocken von der Meerrettichcreme auf dem ganze verteilen, zum Schluss die Walnusskerne und die Kresse darauf geben.

 

 Hauptgang: Vegetarisches Stifado mit Röhrchennudeln

Stifado ist die griechische Variante des Gulasch. Schmorgerichte vegetarisch abzuwandeln ist nicht so schwer, wie man denken würde. Man braucht nur einen guten Schmoransatz, Sojasoße, Brühe und Rauchsalz. Dann lässt sich Bolognese, Gulasch, Stew und eben auch Stifado durchaus lecker und kräftig-herzhaft hinkriegen. Das fleischhaltige Originalrezept zu meiner Variante ist von Helmut Gote.

Zutaten:

  • 800 g Tofubratstreifen (ich nehme die von N*etto, es gibt auch in den meisten Bioläden sowas wie Tofugulasch, Tofustreifen, Tofukebap)
  • 1,5 kg Zwiebeln
  • 1 kg aromatische Tomaten (Roma) – im Winter lieber Dosentomaten nehmen
  • 1 Paprika
  • 1 große Zucchini
  • ½ Bund Staudensellerie
  • 2 große Möhren
  • 1 kleines Glas Oliven in Öl (am besten welche mit Kräutern)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 4 cl Ouzo
  • 0,2l Rotwein
  • 1 EL Rosmarin getrocknet
  • 1 EL Oregano getrocknet
  • 1 TL Thymian getrocknet
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • Salz
  • Pfeffer
  • Gemüsebrühe instant
  • Sojasoße
  • Rauchsalz

Zubereitung:

  • Ein Pfund der Zwiebeln, eine Möhre und die Hälfte des Staudenselleries fein würfeln. Das wird der Bratansatz.
  • Die Tomaten, die restlichen Zwiebeln und das andere Gemüse in grobe Würfel schneiden.
  • Die Knoblauchzehen fein hacken.
  • In einem Topf Olivenöl erhitzen und darin das feine Gemüse gut anbraten, dass es ordentlich Farbe bekommt. Das Tomatenmark und die Kräuter und Gewürze dazugeben und kurz mitbraten.
  • Dann das andere Gemüse inkl. Oliven zugeben und mit Ouzo und Rotwein ablöschen. So viel Wasser zugeben, dass das Stifado gerade bedeckt ist. 1-2 EL Instantbrühe, einen Schuss Sojasoße zugeben und mit Rauchsalz, Salz und Pfeffer abschmecken, 30 Min auf mittlerer Hitze köcheln lassen.
  • Dann in einer Pfanne die Bratstreifen schön scharf in Olivenöl anbraten. In das Stifado geben und es weitere 45-60 Minuten köcheln lassen. Dann nochmal abschmecken.
  • Schmeckt am besten, wenn es über Nacht durchgezogen ist. Dazu Reis, kurze Röhrennudeln oder griechische Reiskornnudeln servieren.

 

Nachspeise: Beschwipstes Beeren-Sorbet mit weißer Schokolade

Zutaten:

  • 800g gemischte Beeren, tiefgefroren und angetaut oder frisch
  • 350g Zucker
  • Saft von einer halben Zitrone
  • 2 Eiweiß
  • 250 g weiße Schokolade
  • 1 Flasche Prosecco

Zubereitung:

  • Den Zucker in 350ml Wasser erhitzen und daraus einen Sirup kochen. Wenn aller Zucker gelöst ist, von der Flamme nehmen und abkühlen lassen.
  • Die Beeren pürieren, den Zitronensaft zugeben.
  • Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen.
  • Den höchstens noch lauwarmen Sirup unter das Beerenpüree rühren. Auch hier gilt: Macht wunderbare rote Flecken in bester Dracula-Manier, eine Schürze ist stark empfehlenswert!
  • Den Eischnee mit dem Schneebesen vorsichtig unter die Beerenmasse heben.
  • Das ganze nun in eine Plastikform geben und für min. 6 besser 12 Stunden in die Kühltruhe. Zwischendurch ab und zu rausholen und mit dem Pürierstab einmal durchpürieren, dann wird das Eis später cremiger.
  • 1-2 Stunden vor dem servieren zum letzten Mal pürieren, dann die in Stücke gehackte Schokolade unterziehen und wieder in die Truhe stellen.
  • In Gläsern jeweils 2 Kugeln Eis anrichten und mit Prosecco angießen.

 

2 Gedanken zu “Pesco-vegetarisches Menü für 6 Personen

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