Sonntagssüß: Apfel-Mohn-Schnitten

Es herrscht immernoch Apfel-Flut, gleichzeitig musste es aber, wegen geplantem Stoffmarktbesuch schnell gehen mit dem Backen. In meinem Kopf schwirrte der Begriff „Apfel-Mohn-Schnitten“ herum. Die hab ich vor gut einem halben Jahr von Helmut Gote im Radio serviert bekommen. Leider nimmt der WDR podcasts und Rezepte nach ca. 6 Wochen wieder aus dem Internet. Also improvisieren.

Ich habe ein Rezept für gleichnamiges Gebäck im Dr. Oetk*r Backbuch gefunden, das enthielt allerdings entschieden zu wenig Äpfel gegenüber deutlich zu vielen Produkten der gleichnamigen Firma für chemische Erzeugnisse. Somit hab ich dann aus Erinnerung, Backbuch und Gusto folgendes zusammengerührt:

  • 3 große Äpfel (~400g nach schälen und entkernen)
  • 4 Eier
  • 50g Butter
  • 100g Mohn gemahlen
  • 100g Mandelmehl
  • 100g Dinkelvollkornmehl
  • 120g Agavendicksaft (alternativ Honig)
  • 100g Zucker
  • 1/2 TL Vanille
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Das vorbereiten und backen geht recht flott:

  • Die Äpfel schälen und grob reiben
  • Die Eier trennen, das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen.
  • Eigelb, Butter und Süßungsmittel (Zucker, Honig, Agavendicksaft) dick cremig aufschlagen, dabei die Vanile einrieseln lassen.
  • Mehl, Mandeln, Mohn, Backpulver und Äpfel unterziehen.

Jetzt kommt der Haken. Das Rezpt von Dr. O. war insg. rund 300g „kleiner“ und es war trotzdem angegeben, man möge den Teig auf ein Blech streichen. Als ich nun meinen, deutlich erweiterten Teig auf ein Blech strich, wurde ich schon stutzig, weil es mir deutlich wenig vorkam… und entsprechend habe ich nun sehr leckere aber ziemlich flache Mohnschnitten. Daher für die Zukunft:

  • Den Teig in einer Fettpfanne oder großen Auflaufform, die mit Backpapier ausgelegt ist, ca. daumendick bis 2cm dick ausstreichen.
  • 30 Minuten bei 180 Grad backen.
  • Ca. 5 Minuten im Blech auskühlen lassen und dann in Schnitten schneiden und auf ein Gitter zum abkühlen legen.
  • Schmeckt mit und ohne Sahne sehr lecker!

7 Sachen

Ein wunderschöner Spätsommer-Sonntag, der seinem Namen alle Ehre machte liegt hinter mir und war wieder angefüllt mit Dingen, für die ich wundervollerweise meine Händer benutzen konnte:

1. Haarkur in die Haare schmieren und während der Einwirkzeit, die Augenbrauen zupfen und die Zehnägel lackieren.

2. Einen Sockenspanner basteln und eine Socke spannen.

3. Endlich die drei Teile einer gefühlt seit 200 Jahren in Arbeit befindlichen Stricknacke zusammennähen. Bergfest. Jetzt „nur noch“ Kapuze, Ärmel und Beschläge. Ich bin der Welt langsamste Strickerin, fürchte ich.

4. Einen ziemlich platten Kuchen gebacken.

5. Ca. 2 00000000000000 Stoffe streicheln und einen großen Teil davon auch erwerben auf dem Stoff- und Tuchmarkt in Werden, zudem ein altes Buch, ein Knäuel Sockenwolle und einen neuen Korb auf dem Herbstmarkt dort und ein leckeres Eis. Gratis dazu ganz viel Sonne.

6. Erste entscheidende Schritte auf dem Weg zum lila Jerseykleid unternehmen. Ich befürchte allerdings, es wird zu weit…

7. Federweißen und Flammkuchen essen (Rezept am nächsten Freitag).

 

Die Idee zu den 7 Sachen stammt von Frau Liebe, die aber gerade im Südurlaub weilt.