7 Sachen

Auch gestern habe ich mal wieder für zahlreiche Dinge meine Hände gebraucht:

1. Das Bett abgezogen und ordentlich aufgeschüttelt, dass es lüften konnte.

2. Ein wunderschönes Brot gebacken.

3. Die Hände hübsch neu eingefärbt (bei der Zubereitung von Paulines Rote-Beete-Suppe).

4. Aus den letzten gefrorenen Sommer-Boten eine leckere Marmelade gekocht (Erdbeer-Himbeer-Samt).

5. Den Rotstift umfangreich zum Einsatz gebracht.

6. Ein Gästepantoffel-Schlüssel-Taschentuch-Kram-Utensilo für den Flur genäht.

7. Meinen Rock gesäumt. Nur noch der Reißverschluss, dann ist er fertig – Mittwoch ich komme!

Die Idee zu den 7 Sachen stammt von Frau Liebe, wo sich auch zahlreiche weitere Links zu ebensolchen Sammlungen finden lassen.

Sonntagssüß: Kindheitserinnerungen

Als ich gestern beim Einkaufen durch eine selten besuchte Regalreihe schlenderte, fiel mir der Anis-Zwieback ins Auge und ich konnte ihn unmöglich da lassen. Aniszwieback erinnert mich an meine Kindheit und passt so prima zu einem leckeren Tee an einem windigen Herbsttag, da konnte ich nicht widerstehen. Meine Mutter liebt Aniszwieback, wohl daher verbinde ich ihn mit familiärer Gemütlichkeit und Teestündchen am heimischen Küchentisch. Das kam mir heute beim Korrekturlesen meiner Diss gerade sehr recht…

Also gibt’s heut mal nichts selbstgebackenes, sondern „nur“ ein leckeres Teestündchen. Wundervolle herbstliche Kreationen finden sich zahlreich auf der Pinnwand der initiative sonntagssüß, danke und einen lieben Gruß an Julie/mat & mi für’s sammeln.

Knöpfschal (inkl. Anleitung)

Heute zeig ich euch ein Wohlfühl-Blitzprojekt. Einen geknöpften Schalkragen.

So sieht er aus:

Und offen:

Ich habe diese Wolle schon eine Weile, sie war ein Restposten, es gab nur drei Knäuel. Ich wollte aber unbedingt eine Mütze UND einen Schal daraus. Zuerst hatte ich einen kurzen Loop im Zopfmuster, dann im Perlmuster gestrickt. Aber irgendwie saß es nie so, entweder zu kurz oder zu lang. Vor einiger Zeit habe ich dann bei Cozihome (heute Suddenly Found) diesen Schal mit Reißverschluss gesehen. Das hat mich auf die Idee mit den Knöpfen gebracht.

Jetzt reicht die Länge und er sieht auch noch ziemlich gut aus, finde ich. Die Knöpfe hab ich vor einigen Wochen auf dem Markt gekauft und habe dann diese Woche (nachdem die Strickweste fertig war) spontan Lust bekommen, das ganze anzugehen. Und es ging wirklich flott. Insg. zwei Tage Bus zur Arbeit, dann war er fertig. Ich hab als Muster Vollpatent gewählt, einerseits liebe ich Patent einfach, weil es so schön dick wird. Aber ich brauchte auch ein Muster, das ordentlich Stand hat und von beiden Seiten gleich schön ist, damit das Umschlagen gut geht. Ein normales Rippenmuster müsste aber auch gehen.

So gehts:

  • 100g eines Garns für Nadelstärke 7-8 kaufen, das nicht allzu unregelmäßig in der Dicke ist und keine langen Puscheln hat, ein eher festes Garn ist gut. Meins ist von Lana Grossa, aber es gibt es leider nicht mehr. Ich denke aber, bspw. Anouk von Lang Yarns müsste gut gehen.
  • Wer im Patent stricken will, kann sich hier angucken wie’s geht. Ist eine super Möglichkeit, es zu lernen. Patent ist ein einfaches und sehr sehr schönes Muster, weil es so deutliche Rippen produziert. Ich kann übrigens alle Strickvideos von nadelspiel.com nur wärmstens empfehlen.
  • Der Schal ist insg. 70 cm breit und 28 cm hoch. Eine Maschenprobe im gewünschten Muster anfertigen und dann die entsprechende Anzahl Maschen anschlagen. Für Patent habe ich mit Nadelstärke 7 50 Maschen angeschlagen. Bei normalem Rippenmuster wird es bei etwa 70 Maschen liegen, denke ich.
  • 4 cm über die volle Breite stricken. Dann an der linken Kante das erste Knopfloch 2cm hoch arbeiten und zwar vor der letzten sichtbaren Rippe, also vor der drittletzten Masche. Wie ein Knopfloch geht? Kann man sich hier  angucken.
  • Dann wiederum 4 cm über die volle Breite stricken. Dann das nächste Knopfloch.
  • Usw. bis man 4 Knopflöcher hat. Bei 4, 10, 16, 22 cm Höhe. Der Schal sollte dann jetzt 24cm hoch sein. Noch weitere 4 cm über die volle Breite stricken, dann abketten.
  • An der Gegenkante 4 hübsche Knöpfe annähen, hier kann man nun durch die Position bestimmen, wie weit die beiden Kanten sich überlappen sollen.
  • FERTIG!

 

 

 

 

Freitagsfüller

Heute mal wieder ausgefüllte Schnippselchen, via scrap-impulse . Meine Füllungen in fett.

1. Auf jeden Fall kann ich sagen: Das meiste habe ich nun geschafft .

2.  Wie ich es über mich bringen soll, den ganzen Kram NOCHMAL zu lesen, weiß ich aber auch noch nicht genau.

3.  Halloween ‚heißt Allerheiligen‘ pflegt meine Mutter herumstromernden Trick-or-Treat-Imitat-Kindern zu erklären.

4.  Bald ist mein erster Winterrock fertig und die Patentsocken auch, jetzt kann der Winter kommen.

5. Der große Unterschied zwischen ‚fertig‘ und ‚abgegeben‘ liegt in Rotstift, Nervenzusammenbruch und Last-Minute-Panik, fürchte ich. 

6. Mein Hobby-Zimmer ist auch schon wieder etwas durcheinander, dabei muss es doch ab Sonntag wieder seinem Zweitberuf ‚Gästezimmer‘ nachgehen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Couch, stricken, lesen, Bett , morgen habe ich aufräumen, putzen, einkaufen und ein bisschen korrigieren geplant und Sonntag möchte ich ausschlafen, ein bisschen werkeln, ein paar Geschenkideen zusammenstellen und weiterkorrigieren !

Double Chocolate Peanut Cookies und Sneak Preview

Wie Dienstag angekündigt gab’s ja gestern nix selbstgemachtes zu sehen. Ich kann euch aber schonmal ein bisschen spinksen (schreibt man das wohl so?) lassen, wie mein aktuelles Projekt aussieht:

Nachdem ich die Rockbahnen beim Nähkränzchen mit Siebenhundertsachenfreundin Z. echt schnell zusammen hatte, wurde mein Arbeitstempo ausgebremst. In meinem momentanen Zustand der Dauerverwirrung habe ich es geschafft die innere Passe dreimal auf unterschiedliche Weise falsch zu nähen, zuerst die Teile falsch aneinander, dann die falsche Seite an den Futterrock und schließlich auf links angenäht. Nun kann ich aber vermelden, alle Maschinennähte sind fertig und das Röckchen wartet nun auf Saum und Handversäuberung. Für derlei diffizilen Fummelkram bin ich aber derzeit abends nicht fähig.

Ich schulde aber ja noch ein Keksrezept und zwar für „Double Chocolade Peanut Cookies“:
400g Mehl
1,5 TL Natron
1 TL Backpulver
250g Butter
350-400g Zucker
2 Eier Größe L
300g Zartbitter Schokolade
100g gesalzene geröstete Erdnüsse
3 EL Backkakao
1 TL grobes Meersalz
1 MS Vanille oder 1 Röhrchen Vanilleextrakt
etwas Fleur de Sel oder Salz aus der Mühle zum bestreuen.

  • Mehl, Meersalz, Backpulver, Natron und Kakao mischen.
  • Die Schokolade grob hacken.
  • Die Butter mit dem Zucker gut aufschlagen, die Eier dazugeben und weiterschlagen bis alles eine cremige Masse ist.
  • Die Mehlmischung, die Schokolade und die Erdnüsse drunter ziehen.
  • Den Teig für min. 4 eher mehr Stunden in den Kühlschrank geben.
  • Nach der Ruhezeit den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  • Aus dem Teig etwa Golfballgroße Kugeln formen und die auf dem Blech plattdrücken (etwa 9 pro Blech). Die Kekse mit wenig (!) Fleur de Sel oder frisch gemahlenem Meersalz bestreuen.
  • Bei 180 Grad 16-17 Minuten (nicht länger!) backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen (vorsicht sie sind am Anfang noch etwas empfindlich.)

Rundumschlag

Mein Hirn hat seinen Dienst eingestellt. Ich empfinde geradezu körperliche Abneigung gegen den Gedanken, noch ein einziges Wort an meiner Diss zu schreiben. Ich schlafe schlecht ein, komme schlecht raus, denke mir Löcher in meine offenbar schrumpfende Hirnmasse und es kommt doch nur quaksalberiges Lamento raus. Nur das Ding loswerden will ich noch dringender, als nicht mehr daran zu arbeiten, und das ist das einzige, was mich dazu bringt ins Büro zu gehen. Und nur meine Eitelkeit schlägt der Unlust eine Schnippe, sonst würde ich hier schon mindestens seit einer Woche nur noch im Jogger sitzen. Kurzum: Ich habe wirklich alles andere als zu viel Zeit. Deshalb gibts kein schönes sonntagssüß (Fotozeit verpasst) und ich schätze morgen auch keinen MMM (Rocksaum temporary not available). ABER die Lektüre von Suschnas neuestem Blogpost hat bei mir einen Nerv getroffen. Und somit widme ich mein Suppenkoma heute einem Blogpost, um meinen Senf dazuzugeben.  Ich empfehle dringend, Suschnas Post zu lesen, sonst mag mein Pamphlet hier etwas im luftleeren Raum stehen.

„Hast du zu viel Zeit?“ Eine Frage, der auch ich mich zuweilen gegenübersehe, ohne Kinder. Die Frage hat die nettere Schwester „Wie schaffst du das nur alles?“ Und Suschna schildert wunderbar die Facetten der Untertöne, die sich hier ergeben, wenn es um den Kontext von Kindererziehung geht. Aber das ganze bleibt bei weitem nicht auf die Kindererziehung beschränkt, auch wenn sich hier natürlich sicher die zwischenmenschlichen Ideologie-Abgründe besonders vortrefflich zeigen. Ich befinde mich, als Doktorandin, in einer anderen Form von sozialem Druck. Wir, und da schließe ich mich keineswegs aus, transportieren gern das Bild des maßlos unterbezahlten, ausgebeuteten Wissenschaftlers, der 80 Stunden die Woche schuftet und in seiner Freizeit dann promoviert. Nun gibt es sie wirklich, die Prekärwissenschaftler und je nach Fach und Chef sind diese auch in der Überzahl. Aber für viele andere gilt: der Druck ist hausgemacht. Es entspricht in gewisser Weise bei uns dem Krabbenkorb-Ideal, dass man abends und am Wochenende auch arbeitet, nur ein wahrer Vollblutforscher ist, wenn man bereit ist, soziale Kontakte und geregelte Arbeitszeiten ad acta zu legen. Und diese Anschauung gibt es in gleicher Weise auch in vielen Unternehmen, womit wir in gewisser Weise wieder bei der Frage der (gemeinsamen) Kindererziehung wären. Denn hinter der teils bewundernden, teil gehässigen Frage „Wie schaffst du das nur alles?“ Verbirgt sich eben auch, wie Suschna feststellt, die Frage nach den persönlichen und gesellschaftlichen Prioritäten. Es erfordert eben doch ziemlich viel Standing und „Kante zeigen“ wenn man als beruflich erfolgreicher aufstrebender Manager (nur beispielsweise) durchsetzen möchte, dass man am familiären Leben teilnehmen kann. Mit der Konsequenz, dass man zu bestimmten Zeiten eben NICHT erreichbar ist. Und genauso muss man sich offenbar zuweilen erklären, wenn man tatsächlich das Bedürfnis hat, einen handgreiflichen Ausgleich zum verkopften Tagesgeschäft zu haben. Und darüber öffentlich (im Internet oder in echt) stolz erzählt. Komischerweise scheint das Bedürfnis nach sportlichem Ausgleich weit weniger erklärungsbedürftig, aber das nur am Rande. Dabei hat uns die ökonomische und soziologische Zeitnutzungs-Forschung, auch wenn sie noch lang nicht abgeschlossen ist, zumindest einige Erkenntnisse beschert:
Zunächst bezüglich der Mütter. Es ist hinten und vorne nicht wahr, dass Berufstätigkeit der Mutter eins zu eins in Vernachlässigung der Kinder mündet, mehr Arbeit der Mutter geht zwar durchaus, so zeigen Zeitkonten-Studien, auch Hand in Hand mit externer Betreuung. Aber eben auch mit väterlicher Kinderzeit und vor allem zulasten der geleisteten Hausarbeit. Da haben wir’s: die Kinder müssen nicht auf die Gute-Nacht-Geschichte ihrer Mutter verzichten, es ist nur vielleicht manchmal nicht so ordentlich und sauber, oder es gibt eine Putzfrau. Der Anteil, den „Freizeit“ im Zeitbudget von berufstätigen und nicht-berufstätigen Müttern einnimmt, unterscheidet sich übrigens gar nicht stark. Wohl aber zwischen Frauen und Männern mit und ohne Kinder.
Wir wissen auch, dass Arbeitnehmer, die den Eindruck haben, sich verwirklichen zu können, deutlich produktiver sind. Lebenszufriedenheit geht mit Produktivität einher. Und es soll doch bitteschön jedem selbst überlassen bleiben, wie er sich selbst verwirklicht und was ihn zu einem zufriedenen Menschen macht. Das mögen beruflicher Erfolg, Kinder, Sport, Reisen oder ein kreatives Hobby sein. Tatsache ist: was uns gut tut, tut auch unserer Arbeit gut.
Und damit komme ich zu den Prioritäten. Ich arbeite durchaus nicht wenig, sicher mehr als „9 to 5“. Dennoch bemühe ich mich, zumindest in Wochen, in denen ich nicht gerade meine Diss fertigstellen möchte, wenigstens einmal die Woche andere nette Menschen zu treffen und nebenbei immer auch etwas kreatives zu machen. Und tatsächlich mache ich das auch. Ohne dass ich dafür weniger arbeiten müsste als andere. Ich gehe mit meiner Zeit anders um. Ich schaue zum Beispiel praktisch kein fern. Vielleicht 2-3 Serien pro Woche, die nehme ich aber auf und gucke sie unter Auslassung der Werbung (spart schonmal 10 Minuten auf eine Stunde Sendezeit) am Wochenende, wenn ich eh bügle oder Dinge auftrenne, die ich murksig zusammengenäht, gestrickt oder geklebt hab. Ich treibe zugegebenermaßen auch weniger Sport als viele. Ich sehe ein, dass ich mich fit halten muss, ich kann mich aber nunmal beim nähen oder stricken besser entspannen als beim joggen. Entsprechend gehe ich meinem Bedürfnis nach, so wie andere ihrem Bedürfnis nach Entspannung eben durch Sport beikommen. Ich gehe auch selten shoppen und eigentlich nie ins Kino, weil ich immer vergesse, dass ich hinwollte. Ich lese viel. Im Zug, da spielen andere mit ihrem Handy… wem’s gefällt… Ich befürchte, andere räumen auch mehr auf und putzen ihre Fenster öfter als ich. Das ist meiner Mutter auf ewig ein Dorn im Auge. Aber ich habe nicht den Eindruck, das Chaos treibt mich in den Wahnsinn, wir räumen auf und putzen, so ist es nicht. Aber wenn ich abends müde und erschöpft aus dem Büro komme, liegt mir die Nähmaschine im Zweifel näher als der Staubsauger. Ich kenne Leute, die fühlen sich erfüllt und zufrieden, wenn ihre Wohnung sauber und ordentlich ist. Ich mag meine Wohnung auch, wenn sie sauber und ordentlich ist, aber einen hübschen selbst gemachten Rock zum ersten Mal zu tragen, mag ich mehr… Und ich finde, das sind meine Prioritäten und die gehen nur mich was an. Und natürlich den, der meine Wohnung und mein Leben teilt. So lang unsere Freizeit unsere berufliche Produktivität nicht einschränkt, sondern eher vorantreibt und wir uns insgesamt mit unserer Zeitaufteilung wohlfühlen, warum sollen wir nicht nähen, basteln und darüber schreiben?
Im Gegenteil, die Zeit, die man mit etwas füllt, das einem Spaß macht, gewinnt man doch sogar. Ich habe während des Studiums garantiert mehr Zeit gehabt als heute, ich habe da aber weder mehr Sport getrieben, noch mehr geputzt, eher weniger, wage ich zu behaupten. Um den Bezug zu Suschna wieder herzustellen: Ich bezweifle, dass jede berufstätige Nicht-Mutter nur durch Aufgabe ihres Berufs zur Vollblut-Hausfrau und vorbildlichen Schulausflugteilnehmerin würde. Und ich wage auch zu behaupten, dass nicht jede Kreativbloggerin mit Mann und Kind, durch Aufgabe ihrer Kreativhobbies auf einmal ein dringendes Karrierebedürfnis entwickeln würde. Wär ja auch langweilig, wenn wir alle das gleiche wollen würden. Das einzige was sich wahrscheinlich jede und jeder wünscht, ist mehr Freiheit und Anerkennung des persönlichen Lebensentwurfs. Vielfalt im Krabbenkorb gewissermaßen.

Im nächsten Suppenkoma gibts dann vielleicht das Cookie-Rezept von Sonntag und jetzt füge ich dem unendlichen Lamento noch ein-zwei Absätze hinzu und ekel mich ein bisschen ob meiner eigenen Ergüsse.

7 Sachen

Immer wieder sonn… (ähm) montags: Sieben Bilder von sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe. Nach Idee und heut auch wieder gesammelt bei Frau Liebe.


Die Spülmaschine ausräumen.


Einen eigentlich schönen, aber immernoch nicht passenden, Schal wieder aufribbeln.


Spielmännchen, Spielgeld, Häuschen und Karten gehalten, getauscht und gezogen. Viele Spiele angespielt und das Beste auch gekauft auf der Spielemesse in Essen.


Leckere Double-Chocolate-Peanut-Cookies gebacken. Yummi!


In Vorfreude auf technische Neuerungen im Büro (Mikrowelle) eine Erbsensuppe fürs zukünftig warme Lunchpaket vorgekocht.


Zwei wundervoll aussehende (Vollkorn-Sauerteig-)Brote gebacken. Ich bin so stolz auf meinen kleinen Sauerteig, wie gut er sich entwickelt hat.


Den Mist wieder aufgetrennt, den ich Samstag abend zusammengenäht hab. Zweimal !!!

Aus Schal wird …

… Schal!

Ich habe vor einigen Wochen einen grob gewebten Schal in Lieblingsfarben geerbt. Struktur und Farbe gefielen mir sehr gut. Leider war er nur knapp 1,50m lang und ließ sich dadurch gerade einmal um den Hals wickeln. Also nix für kalte Tage. Außerdem war der dicke Stoff dopelt umgeschlagen gesäumt, was ihm ziemlich unschön fallende Enden verpasste.

Ich habe daher kurzerhand zur Schere gegriffen und aus dem kurzen Sommerschal einen flauschigen Winterloop gemacht:

Ich habe einfach nur die Säume abgeschnitten, den Schal zum Rund geschlossen und den Schlauch auf ein passendes Stück dunkelblauen Polarflies gesteppt. Mit Zickzackstich, um nichts in der Breite zu verlieren und weil die Ränder ja eh sauber waren.

Hier nochmal an der Frau:

Ich kuschel mich wohlig hinein und mache mal weiter mit meinem Modellcode. Ich habe übrigens den Eindruck, mein Kopf ist so voller Diss, dass kein Platz mehr für anderes ist. Zuerst ist das Kurzzeitgedächtnis abhanden gekommen, so dass ich vergesse, was ich gerade tun wollte, sobald ich mich einmal um mich selbst gedreht hab. Schwupps, leergefegt. Ich fürchte in Kürze wird das Langzeitgedächtnis dran glauben müssen. Ich sehe meine Diss wie einen kleinen Kuckuck in meinem Hirn sitzen und nach und nach die anderen Wissens-Kinderchen über den Nestrand buksieren. Wird Zeit, dass ich abgebe, wenn ich nicht in Kürze die französische Sprache und das Schuhebinden verlernen will…

Link- und Buchtipp am Rande

Ich habe auf dem gestrigen Weg von der Arbeit nach Hause ein sehr interessantes Interview als podcast gehört:

Der WDR2-Montalk mit dem Psychiater Michael Winterhoff

Michael Winterhoff ist Kinder- und Jugendpsychiater und hat bereits 4 Bücher geschrieben. Das neueste „Lasst Kinder wieder Kinder sein“ handelt aber eigentlich primär von Erwachsenen. Ich fand das Interview sehr beeindruckend und kann den von ihm beschriebenen „Katastrophenmodus“ durchaus an mir und vielen Personen in meinem Umfeld (mit und ohne Kinder) entdecken. Reinhören klar empfohlen!

Außerdem möchte ich auch noch ein Buch wärmstens empfehlen, dass mich vorletzte Woche begleitet hat:

Der Gesandte des Papstes von Christoph Lode

Ich habe es eher zufällig in der Mängelexemplar-Kiste der Bahnhofsbuchhandlung gefunden, es aber sehr gern gelesen. Ich fand reizvoll einen historischen Roman zu lesen, der nicht in Deutschland, Frankreich oder England spielt, sondern im Nahen Osten. Die Reise des Hauptcharakters führt ihn von Jerusalem über Konstantinopel bis tief nach Armenien und in die Mongolei. Das Buch ist außerdem sehr spannend, ein wenig mystisch und wartet mit einem Anhang auf, der die historischen Fakten darlegt, was ich an historischen Romanen sehr schätze.

 

 

Me made Mittwoch: Finally Strickweste

Eigentlich wollte ich heute meine neue Joana tragen. Aber sie sitzt nicht und bedarf noch eine Überholung. Und außerdem ist gestern abend mit Unterstützung von Priol und Pelzig mein Langlanglangfristprojekt fertig geworden: Meine FrühjahrSpätsommerÜbergangsweste.

Ich habe dieses Strickprojekt vor Ostern begonnen. Eigentlich sollte es eine Strickjacke werden aus diesem Buch. Das Garn fand ich total toll, weil es alle meine Lieblingsfarben auf einmal enthält und eine lange raffinierte Strickjacke wollte ich schon immer mal. Hier von der Seite:

Unterwegs ist meine Motivation ziemlich flöten gegangen, denn das 6-fädige Garn ist nur lose verdrillt und fürchterlichst zu verarbeiten. Ständig verliert man einzelne Fäden und dann ziehen sich die Maschen komisch und so. Außerdem sind solche großen Strickarbeiten extrem schlecht im ÖPNV mitzunehmen, vor allem weil das Ding schon auf der Hälfte echt echt schwer wurde. Somit war mein Stricktempo noch wesentlich langsamer als üblich und um überhaupt noch fertig zu werden, hab ich mich jetzt mit einer Weste zufrieden gegeben. Keine schlechte Entscheidung stelle ich nach einem Tag tragen fest, denn mit Ärmeln wär das ganze noch schwerer geworden.

Gestern abend habe ich also noch die Belege gestrickt und die Kapuze und Fäden vernäht.  Auch diese letzten Arbeiten (Maschen aufnehmen für Beleg, Abketten, Vernähen) waren mit dem dummen Fusselgarn keine Freude. Was ich nicht mehr geschafft hab, sind Knöpfe. Auch weil ich nicht mehr sicher war, ob ich Knebelverschlüsse oder Knopflöcher möchte. Was meint ihr so?

Sie trägt sich übrigens sehr angenehm, wärmt den Rücken an einem zugigen Tag wie heute. Jetzt muss ich erstmal ein paar kleine Projekte stricken, bevor ich mich wieder an einen Pulli wage. Puh war das ein Kampf. Hier nochmal ein Musterausschnitt:

Achja, dazu trage ich als große Frostbeule gleich zwei Schals, einen selbstgemachten Loop und einen gekauften türkisen Baumwollschal:

Trotz Krankheit hat Catherine keine Mühen gescheut, unsere Mittwochs-selbstgemacht-Posts zu vernetzen. Gute Besserung!