Me made Mittwoch: Das Jerseykleid

Heute trage ich mein nigelnagelneues Jerseykleid, auf das ich mich schon lang gefreut hab.

Ich habe den Schnitt von einem Strickkleid abgepaust, das ich vor einiger Zeit spontan beim warten am Flughafen gekauft und seitdem sehr lieb gewonnen habe. Es ist gleichzeitig so bequem wie ein Jogginganzug und sehr vielseitig. Mit Seidenstrümpfen wirkt es recht edel, mit Leggins und einer Strickjacke casual und trotzdem schick. Das wollte ich nochmal! Jawohl!

Heute trage ich nun meine Jersey Variante in einem wunderschönen dunkellila, style-mäßig die casual-Variante mit Ringelleggins und grauer Strickjacke.

Ich hatte im Urlaub schonmal einen Versuch gewagt das ganze nachzunähen. Der Schnitt ist denkbar simpel, im Prinzip ein langes tailliertes T-Shirt ohne Ärmel. Der Teufel lag allerdings im Detail. Zunächst mal musste ich mir, da ja nicht gestrickt, eine Bündchenlösung einfallen lassen. Ich habe an den Armen einen Saumstreifen angesetzt und unten einen recht breit eingeschlagenen Saum mit Doppelnaht genäht. Dann ist es natürlich ziemlich schwierig aus Jersey, das selten exakt genauso elastisch oder nicht-elastisch ist wie Feinstrick, einen Schnitt von einem Strickkleid zu nähen. Ich habe eher weit zugeschnitten und mich dann in Etappen der richtigen Passform durch abstecken und abnähen genähert. Und dann noch der Wasserfall-Kragen. Die Größe und Form des Stofflappens war einfach nicht richtig abzupausen. Also habe ich auch hier von groß zu kleiner immer wieder, gesteckt, probiert, kleiner gesteckt, wieder probiert… das nähen wäre dann ganz simpel gewesen, wenn nicht genau beim Einsetzen des Kragens meine Maschine spontan beschlossen hätte, dass sie jetzt keine Lust mehr auf Zickzack hat und nur noch jede dritte Zacke näht und den Rest eher schlangenförmig rumeiert. Ich habe folglich noch ein bisschen getrennt, geflucht, gefühlt 100mal den Faden neu eingefädelt und dann endlich endlich das fertige Stück gestern abend auf dem Bügel gehabt.Es trägt sich superbequem und ich finds auch echt schön.

Und hier nochmal der Kragen im endlich nicht mehr krumpeligen Endzustand. Ich sollte wirklich bald mal eine neue Nähmaschine erwerben, das machen meine Nerven nicht mehr lange mit… und ich muss dringend mal wieder was nähen, das nicht aus Jersey ist, dieser masochistische Jerseytrip muss mal ein Ende haben. Zum Glück hab ich schon zwei schöne Wollstöffe für Winterröcke auf dem Markt gekauft.

Die anderen Me-made-Ladies und (bisher ein) Gentleman gibt es hier:

Dank an Catherine, die heute einen phänomenalen Rock trägt, wie ich finde (wer kann da noch die schlechte Laune behalten?), für Idee und Verlinkungsservice.

8 Gedanken zu “Me made Mittwoch: Das Jerseykleid

  1. Mond schreibt:

    Sehr chic! Macht eine schöne feminine Figur und einen langen Hals. Auf dem ersten Foto erinnerst Du mich ein bißchen an die Rothaarige aus Mad Men… (Kompliment ;-))

    LG, Mond

  2. meike schreibt:

    Tolles Kleid. Ich mag besonders, dass es so wandelbar ist. Perfektes Kleidungsstück, wenn man es mal so oder so tragen kann. Und natürlich lila, mein derzeitiger Favorit

  3. fraubrause schreibt:

    Ui das gefällt mir richtig, richtig gut!!! Aber ich hab ja noch nie mir Jersey genäht und hab da auch Bammel vor. In meinem Kopf spielen sich Horrorszenarien mit dem stretchigen Stoff, der Nähmaschine und mir ab *Schluck

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