Me made Mittwoch: Nicht Joana

Es ist Mittwoch, es ist sonnig und ich trage ein Jerseyoberteil! Aber nicht Joana. Haha! Sondern ein selbst konstruiertes Shirt.

Ich habe nach dem Joana-Desaster eine gründliche Sichtung meines Oberteil-Bestands durchgeführt und mir überlegt, was mir an den Schnitten gut steht und was nicht so. Basierend darauf habe ich dann einen eigenen Entwurf gewagt, wobei ich die Grundmaße teilweise vom Joana-Schnitt und teilweise von anderen Oberteilen abgenommen hab. Ein ausführliches Making-Of schiebe ich morgen oder so nach. Herausgekommen ist ein Oberteil mit Rundhals, Puffärmeln und Raffung unter der Brust sowie einem breiten Strickbündchen.

Der Stoff ist ein Ripp-Jersey mit feinem Lochmuster und natürlich ist er in Wirklichkeit schwarz, das mag das Foto nur nicht zeigen. Weil der Stoff kein Elastan enthält und ziemlich Schlafanzug-mäßig leiert, habe ich Armbündchen, Ausschnittbündchen und das breite Bündchen von einem ausgemusterten Feinstrick-Oberteil abgeschnitten, damit er wenigstens dort seine Form behält. Ansonsten mag ich den Stoff, er ist sehr hübsch und trägt sich angenehm.

Die Raffung habe ich durch einreihen mit der Maschine gemacht. Damit bin ich aber noch nicht ganz zufrieden, es rutscht etwas hoch und ist gleichzeitig zu wenig elastisch und am Rücken etwas weit. Ich nähe vielleicht einfach nochmal mit Gummifaden über die Verbindungsnaht, denn trennen mag der Stoff nicht so… Drüber trage ich heute einen uralten Cardigan, den ich mal für sehr wenig Geld auf einem französischen Markt erworben hab und einen fixen Loopschal aus einem Reststück Jersey und einem alten verfilzten Wollstrickpulli.

Die Creme-de-la-Creme der deutschen Selbsteinkleidungs-Szene versammelt sich heute wieder bei der stets äußerst adretten und neuerdings schick be-pony-ten Cat. Schaut doch mal rein!

 

 

Weihnachtskleid Sew-Along Teil 3: Zuschnitt

Heute gehts weiter mit dem Weihnachtskleid. Zur Erinnerung, ich nähe diesen Schnitt:

Die Fotos vom Stoff waren zwar nicht schön, finden sich aber hier. Pepita-Karo in Brombeer-Schwarz.

Ich habe bereits geahnt, dass ich das Kleid würde kürzen müssen und hatte mich ja bereits letzte Woche hier gefragt, ob ich dies wohl in der Taille tun sollte. Nachdem mir on- und offline hierzu geraten wurde, habe ich mich entschieden, eine höhere  Taille mal an einem Probekleid auszuprobieren. Ich bin also im Stoffladen gewesen, den Blick fest auf den Angebotstisch geheftet, nicht nach links und rechts geschaut und einen grauen Rockstoff mit feinen Nadelstreifen gegriffen.

Gestern gemütlich ans abpausen gemacht. Ich finde zuschneiden nicht schlimm, aber abpausen ist für mich Höchststrafe. Insbesondere mit flatterigem Mehrgrößen-Schnittpapier. Bah ekelhaft. Ständig muss man sich fürchten, man macht es kaputt. Aber da musste ich durch. Nach den Maßen auf dem Umschlag wäre 14 noch zu knapp gewesen. Ich kenne aber ja meine Figur und die Simplicity-Kalkulation schon ein bisschen. Und bei 1,5cm Nahtzugabe ist immer noch ein bisschen Spiel. Also hab ich mal 14 abgepaust.

Schon die „Anprobe“ sprich Anklebung der Folienschnitteile bestätigte meine Vermutung: 14 war so gut wie überall zu weit und das Rockteil auf jeden Fall zu lang, das Oberteil hingegen zu kurz (ein Problem das Catherine auch schonmal mit diesem Schnitt hatte). Ich habe, um nicht zu riskieren trotzdem 14 aus dem Probestoff zugeschnitten, das Oberteil aber gleich 1,5cm verlängert.

Dann habe ich Oberteil und Rock des Probekleids mit großen Stich geheftet und aneinander gesteckt. Zunächst mal war ich begeistert, denn das ganze saß schon ziemlich gut, nur viel zu lang und etwas weit. Ich bin aber froh, dass ich das Probekleid gemacht hab. Denn ich habe die Anleitung zum füttern des Oberteils jetzt schon 5 mal gelesen und es immernoch nicht gerafft und werde das also nun am Probekleid üben können. Außerdem konnte ich so eine Stunde lang vorm Spiegel rumhüpfen und den Rock mal kürzer mal länger mal höher mal tiefer anheften, bis ich mich für die perfekte Taille entschieden hatte. Dabei war es leider schon zu dunkel um Fotos zu machen. Wäre schneller gegangen, wenn ich eine Schneiderpuppe hätte, ich weiß…

Ich habe mich nun für folgende Änderungen entschieden:

1. Auf jeden Fall reicht Größe 12. (jippie!)

2. Das Oberteil habe ich nun um 2,5cm verlängert.

3. Ich nähe die Kurzgröße, wie im Schnitt abgetragen, falte die Taille aber nochmal 2cm höher und kürze außerdem am Rock unten 4cm. Wobei das zum Teil auch darauf zurückzuführen ist, dass ich das Kleid mit Samtband säumen möchte. Trotzdem ganz schön viel Kürzung, dafür dass ich mit 1,72m sicher nicht in die Zielgruppe „Kurzgröße“ falle.

4. Die Abnäher vorn müssen etwas nach außen versetzt werden.

5. Das hintere Oberteil ist zu breit. Weiß der Henker warum. Aber das mach ich nachher am fertigen Kleid.

Nachdem ich all das abgesteckt habe, hab ich das Probekleid vollständig wieder aufgetrennt und alles fein säuberlich auf die Schnittteile übertragen. Man was bin ich stolz auf mich… und weil ich jetzt so eine obersorgfältige Schneiderin bin, werde ich für die Markierung der Abnäher am echten Kleid dieses antiquierte Helferlein verwenden:

Aus dem Nähkästchen meiner Oma und mit diesem ererbt, die Midinette. Zum heften, durchschlagen und markieren. Von Fachleuten und Hausfrauen gleichermaßen geschätzt, wie die Packung verkündet. Die Anleitung verspricht:  „schneider-fachgerechte Schnittmarkierung“. Also los!

Viele weitere Zuschnitt-Einblicke, die man sonst selten bekommt, gibt es heute wieder bei unserer Sew-Along Gastgeberin Cat zu sehen. Da kann ich mir sicher noch ein paar Tipps holen!

 

7 Sachen

Am ersten Advent wie an (fast) jedem Sonntag und heute sogar pünktlich: 7 Sachen, für die ich heute meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist dabei unwichtig.

1. Apfelkompott kochen.

2. Adventliche Fensterdeko anbringen.

3. Das Schnittmuster des Weihnachtkleids abpausen.

4. Und ein Probekleid zusammenheften, anprobieren, abstecken und wieder auftrennen, um die Änderungen auf das Schnittmuster zu übertragen.

5. Nachdem meine Nähmaschine beim Probekleid nur erstaunlich wenigen Male Zicken gemacht hat, schnell die Gunst der Stunden nutzen und das erste Weihnachtsgeschenk nähen. Was das ist? Kann leider nicht verraten werden, Feind liest mit…

6. Wäsche aufhängen.

7. Origamisterne falten. Anleitung gibts hier. Ich hab aber 6 Blätter genommen.

Die 7 Sachen-Erfinderin Frau Liebe sammelt auch noch viele andere schöne Sonntage.

Advent, Advent …

Gestern abend habe ich die Wohnung in ihr Adventsgewand gekleidet, in der Hoffnung, dass sich dann auch bei mir mal langsam Adventsstimmung einstellt.

Ich hatte mir in diesem Jahr selbst das Versprechen gegeben, nichts neues für die Deko zu kaufen. Wir besitzen ca. 2 Millionen rote Kugeln in unterschiedlichsten Größen, mehrere hundert Meter Band und ein paar Tausend Strohsterne. Das sollte reichen. Also habe ich (trotz Räumungsverkauf bei „Das Depot“) nur Kerzen, Draht und Klebesticks gekauft. Tapfer, was?

Damit die Deko aber trotzdem nicht aussieht wie letztes Jahr, habe ich mir überlegt, ich integriere dieses Jahr trockenes Holz mit in alle Kränze und Gestecke. Das haben wir letztes Wochenende gesammelt und es musste dann nur noch zu kleinen Bündeln zurechtgeschnitten und mit eingewickelt werden.

Ansonsten kommt bei uns nur traditionelles rot in die Bude. Passt eben auch am besten zum ungeliebten roten Sofa… das erlebt in der Adventszeit seine Blüte.

Auch an anderen Stellen finden sich nun Stöckchen, Äpfel und rot wieder. Und natürlich das Räuchermännchen.

 

Im Türkranz haben ich die Stöcke etwas strukturierter eingearbeitet, immer eine Reihe Stöckchen, eine Reihe grün.

Me made Mittwoch: Generationenkooperationspulli

Heute trage ich einen Refashion-Pulli mit dem ich ausgesprochen zufrieden bin. Hier ein erster Eindruck:

Gestrickt hat den Pulli meine Oma. Allerdings ursprünglich, glaube ich, für sich. Da meine Oma seit Jahrzehnten nicht mehr strickt, würde ich ihn auf die 70er datieren. Irgendwann hat er zusammen mit einigen Paketen Wolle und einer passenden Pudelmütze den weg zu mir gefunden. Ich habe ihn auch ab und zu getragen, aber so recht glücklich war ich damit nie. Denn ursprünglich hatte er eine stark quadratische Form:

Die Vorher-Fotos habe ich leider spät am Abend und mit dem Handy gemacht, deshalb sind sie farblich etwas  grünlich-dunkel… jedenfalls war der Pullover mir eindeutig zu weit, aber gleichzeitig zu kurz, um als gewollt oversize durchzugehen. Zudem hatte er einen höchst merkwürdigen halsfernen Mini-Rollkragen, durch den der Kopf schwer durchpasste und der das Tragen von Schals verhinderte. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen waren auch noch die Ärmelbündchen ziemlich eng. Trotzdem wollte ich ihn nicht wegwerfen, er hat irgendwie nostalgischen Wert und riecht selbst nach Jahren in meinem Schrank immernoch ein bisschen nach Omas Parfüm. Außerdem ist er mega warm. Also habe ich zur Schere gegriffen und ihm den Rollkragen sowie an beiden Seiten ca. 4 cm in der Breite genommen.

Praktischerweise habe ich vor kurzem bei Buttinette ein Restpaket Strickbündchen bestellt und es war tatsächlich eins in dicker Qualität und einem sehr schön passenden Lila dabei. Somit habe ich den Pulli nicht nur schmaler wieder zusammengenäht, sondern auch seinen Ausschnitt mit einem Bündchenstreifen gesäumt und den Pulli unten galant um eine Handbreit Strickbund verlängert (ohne den eh nicht mehr erkenntlichen Rippenbund abzuschneiden). Frohlockend habe ich danach festgestellt, dass der Rest des Bündchens noch genau für zwei lange Ärmelbündchen reicht, die find ich ja todesschick.

Das Endprodukt kann sich sehen lassen, finde ich. Die Ärmel und der Sitz in den Schultern sind jetzt natürlich im Verhältnis zum Rest sehr weit und ich hatte erst überlegt, hier auch noch was wegzunehmen. Aber eigentlich finde ich die bauschigen Ärmel jetzt zusammen mit den langen Bündchen sehr hübsch. Drunter trage ich meine Lieblingsjeans, die ich schon so oft geflickt habe, dass sie auch schon fast als Me-Made durchgehen kann 😉

Auch mit weitem Ausschnitt ist er immernoch so warm, dass ich heute nur eine Lederjacke drüberziehen musste. Das ist auch gut so, denn heute abend steht der erste Weihnachtsmarktbesuch an.

Artikel ansehen

Viele weitere selbstgemachte und schicke Kleidungsstücke versammeln sich heute wieder in Catherines Blog, ich freu mich schon aufs Stöbern dort!

Edit: Weil jetzt einige gefragt haben, wie ich es genau gemacht hab:

  • Man braucht keine Overlock. Ich habe eine Doppelnadel und relativ lange Stiche genommen. Falls das Gestrick schlecht transportiert wird, kann man einen schmalen Stoffstreifen unter die Naht legen.
  • Ich musste an der Seite nicht extra versäubern, quer zum Gestrick und etwas verfilzt, da ribbelt das nicht so schnell.
  • Am Kragen habe ich direkt nach dem Schneiden erst einmal gezickzackt, weil dort ja in „Ribbelrichtung“ geschnitten wird.

Sonst noch Fragen?

Weihnachtskleid Sew-Along Teil 2: Stoff

Stoff fotografieren ist doof. Ich habe extra schon das beste Tageslicht in der Wohnung gesucht. Trotzdem sieht man weder den Farbton noch den Faltenwurf so richtig. Aber nun gut. Das Leben ist kein Ponyhof. So in etwa, grob, ungefähr sieht mein Stoff aus.

Ich habe mich für mein Weihnachtskleid für einen dünnen aber eher schweren Woll-Poly-Stoff entschieden. Ich glaube, er wird ganz schön fallen und beim nähen wenig Zicken machen. Außerdem sieht er total edel aus. Er hat eigentlich einen brombeerigen Ton mit feinen schwarzen Karos. Hier mal das Muster im Detail und mit wenigstens einigermaßen gut getroffener Farbe. Er sieht in echt allerdings „schwärzer“ aus.

Hier mal ein Foto das zeigt, dass er schönes Faltenwurfpotenzial hat (dafür ist er nicht so knallig lila, wie es hier erscheint):

Der Stoff wiegt relativ viel, ist dicht gewebt aber nun wirklich nicht mollig warm. Ich habe daher überlegt das Kleid nicht nur, wie angegeben, im Oberteil zu füttern, sondern den Rock auch zu füttern. Dies wirft direkt die erste Frage auf, auf die ich mir von all denen, die Simplicity 3673 schonmal genäht haben, eine Antwort erhoffe: Haltet ihr das Füttern des weiten Rocks für sinnvoll, notwendig und unkompliziert machbar? Ich fürchte mich etwas vor den vielen Abnähern…

Ich hab auf jeden Fall Futter gefunden, das farblich gar wundervoll passt:

Ein Standard-Polyfutter übrigens. Für Seide oder so bin ich viel zu feige…  Der Karo-Stoff war übrigens ein Reststück und ist *räusper* etwas knapp bemessen. Ich hatte erst schon einen in ausreichender Menge. Aber dieser war einfach soooo viel schöner. Dass ich das aber auch immer wieder mache…

Prinzipiell könnte ich also jetzt zuschneiden, wobei ich, glaub ich, ein Bettlaken opfern und ein Probekleid nähen muss, ich Schisshase. Auf jeden Fall habe ich aber noch eine drängende Frage. Ich habe nach Betrachtung der Anleitung von Simplicity 3673 (C) und Vermessung meiner Person und meines Hochzeitskleides beschlossen, dass ich das Kleid um ca. eine Hand breit kürzen möchte. Nun habe ich  mir überlegt, ich könnte dies ggf. in der Taille tun. Also die Taille etwas höher setzen. Ich will nix vom schwingenden Rock opfern, ich mag hohe Taillen, ich würde mir dadurch galant die Verbreiterung der Hüfte sparen. Also was sagt ihr? Taille verkürzen? Oder lieber doch nicht?

Ich begrüße übrigens schonmal herzlich Nähfreundin Z. als Gast hier im Blog im Sew-Along. Sie näht auch ein Weihnachtskleid und ist mit Feuereifer dabei. Sie näht dieses Modell aus der Burda 10/2011:

Ist es nicht umwerfend? Aus einem beigen Webstoff, der sich leider als ziemlich zickig herausgestellt hat (er zieht Fäden, wenn man ihn nur schief anguckt) mit einem phänomenalen Blumentüll für die Applikationen. Bis nächste Woche werde ich Fotos parat haben und hier immer mal wieder auch vom Fortschritt bei Z. berichten, die schon zugeschnitten und den Reißverschluss eingenäht hat.

Viele weitere tolle Stoffe und drängende Fragen gibt es heute wieder bei Catherine zu sehen. Fast 130 Mitstreiterinnen! Einfach toll!

Wochenend und Sonnenschein

Wir waren übers Wochenende im Feriendomizil und haben das wundervolle Wetter, die gute Luft, ausgedehnte Spaziergänge, gutes Essen, Sauna und viel Schlaf genossen. Deshalb weder Sonntagssüß noch 7 Sachen.

Dafür ein „kleines“ Mitbringsel. Im Wald gesammelt und vom Herzensmann tapfer mit leicht zweifelndem Blick im Kofferraum verstaut.

Was daraus wird? Das wird sich im Laufe der Woche aufklären!

Freitagsfüller

Heute wieder Satzschnippselchen bei Barbara von scrap-impulse und meine Füllungen in fett.

1. Nächste Woche  kriege ich Besuch von einer guten alten Freundin, da freue ich mich schon drauf!

2. Ich würde vermutlich viel mehr basteln, nähen und lesen aber auch weniger verpeilt und unkonzentriert arbeiten wenn ich könnte wie ich wollte.

3. Es riecht nach Weihnachten wenn beim Adventskranzbasteln die Tanne duftet und die Kerzen brennen .

4. Wir bräuchten ein neues Bett und ein neues Sofa, aber wohl nicht von IKEA.

5. Es läuft irgendwie mal wieder nicht so wie geplant mit dem total entspannt frühen Weihnachtsgeschenke-Besorgen.

6. Die historischen Romane von Rebecca Gablé lese ich einfach  immer und immer wieder.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf – das ankommen in der Wochenendresidenz – , morgen habe ich – auf jeden Fall Zeit draußen verbringen und in die Sauna gehen – geplant und Sonntag möchte ich – das Wochenende entspannt und erholt ausklingen lassen- !

Me made Mittwoch: Ein bisschen Schulmädchen

Heute ein Ratz-Fatz-Projekt  vom Nähkränzchen am letzten Sonntag, sozusagen vorher nochmal entspannen, bevor das Weihnachtskleid kommt. Ein kurzer Faltenrock in schwarz-blauem Karo allerdings sehen die Fotos mehr nach „Röckchen im Zwielicht“ aus.

Ich stehe im Moment irgendwie total auf Karo. Auf dem letzten Stoffmarkt bin ich wie die Motte zum Licht auf jeden Karo-Stoff zugerannt, der auch nur annähernd der Farbpalette grau-schwarz-blau-lila zuzurechnen ist. Den heutigen Stoff habe ich allerdings schon im September erworben und sogar mit genau diesem Rock im Sinn. Ein selten geplantes Vorgehen für meine Verhältnisse. Es handelt sich um ein Poly-Wollgemisch, das Fusseln geradezu magisch anzieht und es schafft auf dem einen kleinen Zentimeter ohne Futter an meiner Strumpfhose festzukleben. Aber wir wollen mal nicht meckerig werden, er hat unter 5,- Euro der Meter gekostet und ist schön warm und von innen ein bisschen angeraut.

Ich habe das Schnittmuster von einem schwarz-grauen Karorock in Wickeloptik abgepaust, den ich letztes Jahr im Angebot erstanden hab. Ich habe dann die tiefe „Wickeloptik-Falte“ weggelassen und den Stoff gleichmäßig auf sechs schmale Falten verteilt. Mit dem Ergebnis bin ich im großen und ganzen zufrieden. Natürlich hat mich das übliche Karoproblem auch erwischt. Ich dachte zwar, ich hätte beim zuschneiden geradezu akribisch auf den Musterverlauf geachtet, aber irgendwie ist zumindest die eine Naht doch nicht exakt geworden. Außerdem sieht das geschulte Auge, dass auch der Saum etwas schief ist. Das trenn ich nochmal auf, versprochen! Irgendwie war es am Sonntagabend zu dunkel, als ich das umgebügelt hab *räusper*. Ansonsten bin ich aber wirklich zufrieden. Er sitzt gut, ist bequem und erfüllt meinen Karodrang. Ich trage übrigens einen farbig passenden blauen Schal und blaue Ohrringe. Aber das Licht in meinem Büro beliebte dies wegzuretuschieren. Kann man nix machen. Dafür sieht man ganz oben mal meine schönen und Veranstaltungs-kompatiblen relativ neu erkreiselten Stiefel.

Idee, Inspiration und Verlinkung zum me made Mittwoch verdanken wir Catherine. Und dort versammeln sich auch alle anderen Me-Made-Damen und -Herr heute.

Ich habe mich am Montag mit großer Begeisterung durch die vielen tollen Kleiderpläne des Weihnachts-Kleid-Sew-Alongs geklickt und kann mich Catherine und Meike (gestern) nur anschließen: DER HELLE WAHNSINN! Ich finde insbesondere schön, wie viele sich entschlossen haben zum ersten Mal ein Kleid oder überhaupt etwas für sich zu nähen. Toll! Ich nähe meinen ersten Retro-Schnitt und freu mich schon wie Bolle. Das neue Link-Tool finde ich auch super, eine hübsche Galerie adretter Kleidungsstücke breitet sich da aus. Allerdings fürchte ich, dass ich bis Weihnachten montags und mittwochs leider nicht mehr arbeiten kann, weil ich so begierig Kleider anklicken muss, so toll sieht das jetzt aus.