Vermischtes und Bücher

Nachgeschoben noch ein kleiner „Gemischtwarenpost“, weil sich im Verlauf des Tages so viele Gedanken in meinem Hirn verzwirbelt haben.

Also zunächst gesammelte Anekdötchen des Tages und später der eigentliche Zweck dieses Posts…

Danke schonmal für eure Tips zu Oberteilschnitten. Ich werde mal eine Erhebung über die Schnitte meiner bisherigen Oberteile machen und gutes und schlechtes auseinandertüfteln.

Als ich eben in der Bahn stand, belauschte ich (ohne mich groß dafür zu genieren) ein Gespräch zwischen zwei „Jungs“ über die Freundin N. sagen würde: „Manchen sieht man einfach an, was sie studieren.“ Sie unterhielten sich über individuelle Kleidung. Nr.1: „Ich achte da wirklich gar nicht auf Mode oder so.“ Nr. 2: „Wenn man immer nur alte Klamotten trägt ist man auch nicht individuell. Dann ist man auch Teil einer Bewegung. Da sieht man gleich, du studierst in Folkwang. Oder noch genauer. Man sieht dir an, dass du Kommunikationsdesign studierst.“ Ich erst gegrinst und mich dann voll für mich gefreut. Es mag zwar sein, dass meine Joana nicht so richtig sitzt. Und es gibt auch hunderte Joanas in der Nähwelt da draußen. Aber selbst als Lemming kann ich immer noch sagen: „Meine ist wie keine“ HA! Doppel-HA! Individualität juchee, da brauch ich schonmal keine Grundsatzdiskussion mehr drüber zu führen. Ob man mir daran jetzt irgendwas ansieht (außer natürlich meinem Hang zu blau, womit ich gewissermaßen meinem eigenen Trend folge) weiß ich nicht…

In dieser Freude schwelgend ging ich dann meinem Lieblingssport nach: Die-Treppe-rauf-und-zum-allerletzten-Gleis-dem-Zug-nachrennen. Und da strahlte mich auf einmal ein netter junger Mann im Auf-der-Treppe-Vorbeirennen an, ein verschmitztes Lächeln. Wie schön. Wenn mehr Leute andere Leute einfach mal anlächeln würden, wäre die Welt ein besserer Ort.

Zug gekriegt, Sport erledigt, kurz verschnauft, das Multitool ähm Telefon gezückt und auf zum schönen Teil, dem besten am Mittwoch. Abends ist mein Feed-Reader immer pickepacke voll mit lauter tollen Kleidern und Röcken. Da freu ich mich den ganzen Arbeitstag drauf. Ganz in echt. Musste heute allerdings sehr grinsen, denn in enorm vielen Blogs wurde heute rumgenölt. Alle totaaaal unzufrieden oder zumindest nur semi-zufrieden. Scheint in der Luft zu liegen. Oder ist es der Vollmond? Umso besser, dass der Tag launemäßig im Aufwind endet und der Joana-Frust damit vergessen ist.

So. Nun zum eigentlichen Zweck dieses Posts: Ich habe vor einigen Tagen begeistert von Frau Brauses Idee eines Büchertauschgeschäfts gelesen. Das will ich auch machen! Ich hab vor dem Umzug haufenweise Bücher aussortiert, sie mit ins Büro genommen, Kollegen animiert sie mitzunehmen, welche einfach auf den Gängen der Uni ausgesetzt und es sind IMMERNOCH ganz viele übrig. Ist nicht so schwer, ich kaufe alles, was die Mängelexemplarkiste zu bieten hat und habe einen beachtlichen Durchsatz.

Also, fangen wir mal mit 4 Stück an:

1. Amy Tan: Das Tuschezeichen. Gebunden.

2. Ingrid Hill: Ursula Under! Taschenbuch, englischsprachig.

3. Ingrid Noll: Der Hahn ist tot. Taschenbuch.

4. Henning Mankell: Die italienischen Schuhe. Taschenbuch.

Nun die Regeln: Wer eins der Bücher haben will, hinterlässt einen Kommentar und schreibt mir eine Mail (siebenhundertsachen ät gmx punkt de) mit seiner Adresse. Im Tausch dürft ihr mir schicken WAS IHR WOLLT. Auch ein Buch, was schönes, nützliches oder witziges, es ist ganz euch überlassen, die Geste zählt! Wir wollen aber die Portokosten nicht übertreiben, deshalb bitte nur einen Maxibrief. Wer die Bücher nicht lesen sondern lieber zu was schönem verbasteln will – feel free! Wenn das ganze Anklang findet, gibt’s bald Nachschub. Der Schrank in meinem Büro ist noch gut gefüllt.

Morgen früh geh ich zum Friseur. Am Vormittag. Chacka. Das ist Teil meines maliziösen Selbst-Belohnungsplans, der mich über die letzten Korrekturen der Diss gerettet hat. Er enthielt auch noch ein Schnittmuster und größere Mengen Stoff. Apropos. Ich bin ein paarmal gefragt worden, ob die Diss nun fertig sei. Um diesbzgl. einen Kollegen zu zitieren, denn treffender gehts nicht: „Nur noch der Endgegner“. Sie wartet auf das hochdoktorväterliche Ok zur offiziellen Abgabe. Ich habe Grund zur Hoffnung, ich muss nichts wesentliches mehr umkrempeln. Es fühlt sich noch nicht locker leicht an, aber mein Arbeitsalltag hat doch merklich an Anspannung verloren und an Kaffeepausen gewonnen.

Gute Nacht ihr Lieben!

 

2 Gedanken zu “Vermischtes und Bücher

  1. Brause schreibt:

    Ui schön, dass du auch die Tauschgeschäfteidee magst! Ich halte schon Ausschau was ich demnächst unter die Leute bringe aber ich kann dem Prinzen ja nicht jegliche Buchstabensammlung unter der Nase wegtauschen 😉

  2. 101dingein1001tagen schreibt:

    Super Idee! Ich habe allerdings noch viel zu viele ungelesene Bücher im Regal, um zuzugreifen. Die Idee gefällt mir trotzdem gut. Übrigens war ich am Tag der Abgabe auch erst mal beim Friseur. Nachdem ich das Mo-na-te vor mir hergeschoben habe. Das tat dann richtig gut. Seitdem hab ich mich da allerdings auch nicht mehr blicken lassen… Also, kurz und gut: Genieß deine Belohnungsstrategie!

Danke für deinen Kommentar! Ich freue mich sehr darüber!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s