Weihnachtskleid Sew-Along Teil 3: Zuschnitt

Heute gehts weiter mit dem Weihnachtskleid. Zur Erinnerung, ich nähe diesen Schnitt:

Die Fotos vom Stoff waren zwar nicht schön, finden sich aber hier. Pepita-Karo in Brombeer-Schwarz.

Ich habe bereits geahnt, dass ich das Kleid würde kürzen müssen und hatte mich ja bereits letzte Woche hier gefragt, ob ich dies wohl in der Taille tun sollte. Nachdem mir on- und offline hierzu geraten wurde, habe ich mich entschieden, eine höhere  Taille mal an einem Probekleid auszuprobieren. Ich bin also im Stoffladen gewesen, den Blick fest auf den Angebotstisch geheftet, nicht nach links und rechts geschaut und einen grauen Rockstoff mit feinen Nadelstreifen gegriffen.

Gestern gemütlich ans abpausen gemacht. Ich finde zuschneiden nicht schlimm, aber abpausen ist für mich Höchststrafe. Insbesondere mit flatterigem Mehrgrößen-Schnittpapier. Bah ekelhaft. Ständig muss man sich fürchten, man macht es kaputt. Aber da musste ich durch. Nach den Maßen auf dem Umschlag wäre 14 noch zu knapp gewesen. Ich kenne aber ja meine Figur und die Simplicity-Kalkulation schon ein bisschen. Und bei 1,5cm Nahtzugabe ist immer noch ein bisschen Spiel. Also hab ich mal 14 abgepaust.

Schon die „Anprobe“ sprich Anklebung der Folienschnitteile bestätigte meine Vermutung: 14 war so gut wie überall zu weit und das Rockteil auf jeden Fall zu lang, das Oberteil hingegen zu kurz (ein Problem das Catherine auch schonmal mit diesem Schnitt hatte). Ich habe, um nicht zu riskieren trotzdem 14 aus dem Probestoff zugeschnitten, das Oberteil aber gleich 1,5cm verlängert.

Dann habe ich Oberteil und Rock des Probekleids mit großen Stich geheftet und aneinander gesteckt. Zunächst mal war ich begeistert, denn das ganze saß schon ziemlich gut, nur viel zu lang und etwas weit. Ich bin aber froh, dass ich das Probekleid gemacht hab. Denn ich habe die Anleitung zum füttern des Oberteils jetzt schon 5 mal gelesen und es immernoch nicht gerafft und werde das also nun am Probekleid üben können. Außerdem konnte ich so eine Stunde lang vorm Spiegel rumhüpfen und den Rock mal kürzer mal länger mal höher mal tiefer anheften, bis ich mich für die perfekte Taille entschieden hatte. Dabei war es leider schon zu dunkel um Fotos zu machen. Wäre schneller gegangen, wenn ich eine Schneiderpuppe hätte, ich weiß…

Ich habe mich nun für folgende Änderungen entschieden:

1. Auf jeden Fall reicht Größe 12. (jippie!)

2. Das Oberteil habe ich nun um 2,5cm verlängert.

3. Ich nähe die Kurzgröße, wie im Schnitt abgetragen, falte die Taille aber nochmal 2cm höher und kürze außerdem am Rock unten 4cm. Wobei das zum Teil auch darauf zurückzuführen ist, dass ich das Kleid mit Samtband säumen möchte. Trotzdem ganz schön viel Kürzung, dafür dass ich mit 1,72m sicher nicht in die Zielgruppe „Kurzgröße“ falle.

4. Die Abnäher vorn müssen etwas nach außen versetzt werden.

5. Das hintere Oberteil ist zu breit. Weiß der Henker warum. Aber das mach ich nachher am fertigen Kleid.

Nachdem ich all das abgesteckt habe, hab ich das Probekleid vollständig wieder aufgetrennt und alles fein säuberlich auf die Schnittteile übertragen. Man was bin ich stolz auf mich… und weil ich jetzt so eine obersorgfältige Schneiderin bin, werde ich für die Markierung der Abnäher am echten Kleid dieses antiquierte Helferlein verwenden:

Aus dem Nähkästchen meiner Oma und mit diesem ererbt, die Midinette. Zum heften, durchschlagen und markieren. Von Fachleuten und Hausfrauen gleichermaßen geschätzt, wie die Packung verkündet. Die Anleitung verspricht:  „schneider-fachgerechte Schnittmarkierung“. Also los!

Viele weitere Zuschnitt-Einblicke, die man sonst selten bekommt, gibt es heute wieder bei unserer Sew-Along Gastgeberin Cat zu sehen. Da kann ich mir sicher noch ein paar Tipps holen!

 

2 Gedanken zu “Weihnachtskleid Sew-Along Teil 3: Zuschnitt

  1. Tiffy schreibt:

    Huhu,
    hey, das ist ja praktisch, dass du das auch nähst… dann können wir uns hoffentlich gegenseitig helfen 🙂 Ja, das scheint mir auch so mit dem Oberkörper. Blöd – ich hab nicht viel Ahnung vom Schnittmuster-Anpassen. Ob ich kürzen muss, weiß ich erhlich gesagt nicht – ich bin einfach davon ausgegangen, dass das passt. Ich hab den Rockteil noch gar nicht angehalten und probegesteckt… sollte ich wohl mal tun, wenn ich das bei dir so lese 😉

  2. mimperella schreibt:

    Puh mir ist ganz schwindelig. Habe vom 11.11.ab gelesen , da gabs ja viel nachzuholen. Der Pulli von Oma stammt tatsächlich von Ende 70er, sie strickte immer einen Raglan- Einheitsschnitt, der am Hals anfing und dann nach unten gestrickt wurde. Dadurch war die Passform etwas „lässig“. Du hast ihn super umgearbeitet. Er war ursprünglich für eine deiner Tanten, wenn ich mich recht entsinne.Die Adventsdeko gefällt mir super. Der jugendliche Aushilfsjob hat echt was fürs Leben gebracht ;). Auf das Weihnachtskleid freue ich mich schon. Bin rasend gespannt. Hübschen Geburtstag noch :). Mimperella

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