2011 selbst gemacht

Meike fragt im Nähfragezeichen diese Woche nach einem Rückblick auf das Nähjahr. Ich habe mich in den letzten Tagen sehr gefreut, wie viele der Blogs in meinem Reader dieser Aufforderung nachgekommen sind. Ich habe auch gestaunt, wie produktiv viele von euch waren. Gern ziehe ich auch ein Resümee.

2011 war ein ziemlich ereignisreiches Jahr. Begonnen hat es mit der Schweinegrippe. Ja, die hatten wir. Beide. An Silvester. Sehr unschön. Die Erholung hat sich hingezogen, so eine Woche Fieber ist für Erwachsene doch irgendwie schwer wegzustecken.

An der Selbstgemacht-Front war das erste Quartal vor allem mit nähen von kleineren Accessoires für den DaWanda-Shop und einstellen von vielen neuen Stoffen geprägt. Außerdem habe ich eine Strickjacke (letztendlich Weste) angefangen und gelernt, wie man zwei Socken auf einer Rund-Nadel strickt.

Das Sommersemester über hatte ich forschungsfrei. Das war ziemlich produktiv und ziemlich anstrengend. Ich war viel unterwegs auf Konferenzen und habe, worauf ich sehr stolz bin, zwei Papiere zu sehr unterschiedlichen Themen und Methoden geschrieben. Am Ende des Forschungssemesters war dann tatsächlich die Diss beinahe fertig, ich hätte es zwischendurch nicht mehr geglaubt.

Mitten während der produktiven Forschung sind wir umgezogen. Mit nur einer Woche Urlaub für den Umzug bedeutete das viele viele Wochenenden im Baumarkt, an der Malerrolle, im Ausmistechaos und an der Schleifmaschine. Die Wohnung war ja zunächst noch nicht annähernd so fertig wie erwartet und hat uns einiges abverlangt. Hat sich aber gelohnt. Heute sind wir hier sehr zufrieden, genießen den Platz drinnen und draußen und die Tatsache, dass wir vieles einfach durchdacht einrichten konnten.

Mit der neuen Wohnung kam auch endlich Platz für eine Nähecke. Und das hat, neben dem Bloggen, meine Kreativität merklich angekurbelt.

Denn mit der neuen Wohnung habe ich auch beschlossen, ein Blog einzurichten. Zunächst vor allem, um meine Ideen zu strukturieren und meine Einrichtungs- und sonstigen Einfälle zu teilen. Im Endeffekt ist beim Thema Einrichtung vieles noch eher offen und einige Projekte liegen noch im Hinterkopf. Aber was soll’s…

Niemals hätte ich gedacht, dass ich mal regelmäßige Teilnehmerin des Me Made Mittwoch sein könnte. Ich habe auch schon vor dem Bloggen viel selbst gemacht. Aber Kleidung? Erst durch den Me Made Mittwoch habe ich mir bewusst gemacht wie viele selbst gemachte, vor allem gestrickte, Kleidungsstücke ich habe. Und dank der Nähecke auch viele neue geschneidert.  Ohne Blog und Platz zum „mal alles liegen lassen“ hätte ich mich dazu vermutlich nicht aufgerafft.

Auch mit der neuen Wohnung habe ich noch mehr Freude am kochen und backen entwickelt. Eine moderne gute Küche mit Elektro- und Gasherd und genug Platz für Vorräte und Gewürze sind da sehr förderlich. Ich habe viel eingekocht und eingefroren, ausprobiert und fast jeden Sonntag gebacken. Die Küche und das MuFuZi haben viel Liebe und Handwerk von uns bekommen und das war auch sehr gut so.

Im Kurzurlaub im August habe ich mir eine sehr schöne Tasche genäht, eine Reihe von Loop-Schals und mein erstes Jerseykleid. Außerdem habe ich gelernt, wie man Patentsocken strickt und damit gleichzeitig das Patentmuster wieder entdeckt.

Ich habe mich außerdem im Herbst einem Herzkissen Nähkreis angeschlossen, war darin aber nur mäßig produktiv.

Denn dann kam erstmal der Diss-Endspurt. Und danach eigentlich praktisch direkt der Thesis-Endspurt meines Mannes. Da war dann zwischendurch nicht so viel Zeit zum selbst machen.

Froh bin ich, dass ich meine Freundin Z. fürs nähen begeistern konnte. Mit ihr zusammen habe ich das Weihnachtskleid und einige Röcke erfolgreich meistern können. Dazu beigetragen hat auch meine neue Nähmaschine. Mit ihr geht alles doppelt so schnell und schön. Ein tolles Teil. Das weckt Freude auf neue Nähherausforderungen! Seit ich sie habe ist mir noch nicht einmal der Faden gerissen, kein einziger Stoff gefressen worden und keine Naht krumpelig geworden.

Weil ich noch nicht das ganze Jahr blogge gibt es lange nicht zu allem Fotos. Sehr stolz bin ich aber auf folgende Werke:

Platz 1: Das Weihnachtskleid

Platz 2: Die Küchenpaneele

Platz 3: Der Sitzsack

Platz 4: Meine Allround-Tasche

Platz 5: Die Freunde-Galerie

Platz 6: Der graue Winterrock

Platz 7: Das Brot

Und nächstes Jahr? Wie gesagt, keine Pläne! Aber aufregend wird es schon werden. Wir machen Urlaub in Israel. Ich habe einiges auf der Nähliste und richtig Lust es anzugehen. Puh, dann steht noch die Verteidigung an. Langsam werde ich nervös. Beruflich wird sich für uns beide zwar nix großes, aber viel kleines ändern. Auch unser Lebensablauf muss ein bisschen an die Verhältnisse angepasst werden. Ein bisschen mehr auf mich und vor allem auf meine Ernährung achten wäre gut. Erstmal freue ich mich nun auf NOCH eine Woche Urlaub. Und dann auch darauf, bald bald meine allerallerletzte Prüfung abzulegen. (Also nicht auf die Prüfung selbst, aber dass es die letzte ist.)

Zuletzt möchte ich euch allen, meinen lieben Leserinnen und Lesern, Mitnäherinnen und Werkerinnen danken. Für’s Lesen, Mitfiebern, Kommentieren und Loben. Auch dafür, wie viel ihr selbst in euren Blogs teilt. Ich habe viel gelernt und sehr viel gestaunt dieses Jahr! Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein wundervolles neues Jahr!

Weihnachtsgeschenke II

Ich liebe die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester. Sie ist wie ein großes gemütliches Zeitloch in dem es viel Schokolade gibt. Ich verbringe meine Tage hauptsächlich mit lesen, auf dem Sofa und dem Bett rumgammeln, Süßigkeiten essen und meine Geschenke bestaunen.

Weil ich einige Nähsachen gekriegt hab, hab ich heute auch ein bisschen genäht. Aber bloß nix anstrengendes, ein kleines Röckchen nur. Bekommen hab ich nämlich haufenweise tolles Schneidwerkzeug und die lang ersehnte übergroße Zuschnittmatte.

Außerdem noch Schnittanpassungs-Lineale (für die ich noch Haken in die Wand über dem Nähtisch machen muss) und zwei Schnittmuster (1 Kleid und -uiuiuiui- eine Hose).

Dazu passend kann ich auch mal eins von den selbstgemachten Geschenken zeigen, die ich verschenkt hab. Meine Nähfreundin Z. und unsere Bald-hoffentlich-Nähfreundin N. haben von mir jede ein „Sewing Kit“ gekriegt:

Inhalt: 1 Stickschere, 1 Maßband, 2 Markierstifte, einige Sicherheitsnadeln, 1 Reißverschluss, 1 Stück Webband, Herzchen-Stecknadeln, 1 Nahtauftrenner, etwas Gummiband.

Eine gute Tat hab ich heute auch noch vollbracht, nämlich den Vorratsschrank und das Gewürzregal aufgeräumt und alles ordentlich in Gläser gefüllt. So haben Rumgekrümel und Rausgefalle keine Chance mehr.

Beim Umzug haben meine Einräumhelferchen ganz schön gestaunt wie viele Gewürze, Getreidesorten, Kerne und Hülsenfrüchte da so in meine Schränke wollten. Und ich gebe ja zu, die gleichzeitige Präsenz von vier verschiedenen Sorten Linsen, mag vielleicht etwas übertrieben wirken, abr ich benutze das alles! Echt! Ständig!

Morgen wird mein Winterschlaf wohl kurzfristig einem kleinen Hausputz weichen müssen. Aber sonst plane ich auch Silvester ähnlich entspannt, deshalb schaffe ich es hoffentlich morgen auch noch, einen kleinen Jahresrückblick zu schreiben.

 

Weihnachtsgeschenke I

Ich hoffe, ihr hattet alle entspannte festliche leckere rundum schöne Weihnachtstage! Wir haben verschiedene Verwandte besucht, überall vorzüglich gegessen und viele viele Geschenke bekommen. Als wir dann schließlich wieder unter unserem eigenen Baum saßen, waren wir dann auch ganz froh. Nun genießen wir Ruhe und unsere neuen Bücher.

Unser Baum ist klassisch mit roten Kugeln, Strohsternen und etwas Erzgebirgeschmuck geschmückt. Ich sagte ja bereits, an Weihnachten schlägt die große Stunde unseres ansonsten ungeliebten roten Sofas. Als Kompromiss zwischen völlig  verschiedenen Christbaumsozialisationen gibt es echte UND künstliche Kerzen. Nicht zu sehen die Krippe, ein Erbstück von meinem Mann.

Ein paar meiner Geschenke werde ich hier bestimmt zeigen. Angefangen mit diesem hier:

Eine Nudelmaschine für meine über alles geliebte Kitchen Aid. Ich glaube  bald besitze ich jedes einzelne verfügbare Zubehörteil. Sie wurde schon gleich am Dienstag eingeweiht. Mit Tagliatelle, die hervorragend gelungen sind. Der Teig war aus meinem Grundkochbuch (Kiehnle). Hartweizengries und Mehl im Verhältnis 1:2 und dazu 3 Eier. Ich bin noch auf der Suche nach einem Rezept ohne Eier, also original italienisch. Hat jemand gut erprobte Vorschläge?

Hier im Blog plane ich, neben einer kleinen Geschenkeparade und einigen Ferienprojekten, was neues für’s neue Jahr und eine kleine Neujahrsverlosung wird es auch geben. Also: Ihr dürft gespannt sein!

Weihnachtssüß: Bratapfelcreme

Weil für ein „Fertig-Foto“ abfahrtbedingt keine Zeit mehr blieb gibt es heute nur ein Stellvertreter-Foto vom Nachtisch, den ich am zweiten Weihnachtstag beigesteuert habe:

Bratapfelcreme ist lecker und schnell gemacht und geht so:

Zutaten für 4 Portionen

100g Mascarpone

100g  Frischkäse

100g Saure Sahne

100g Schlagsahne#

1 Glas Apfelmus

2 Päckchen Vanillezucker

ca. 5 EL Puderzucker (nach Geschmack)

1 EL Amaretto

2-3 TL Apfelkuchen/Apfelstrudel/Bratapfelgewürz (Zimt, Anis, Ingwer, Kardamom sind da meist drin)

Die Mascarpone mit dem Frischkäse und der Sauren Sahne aufschlagen, das Apfelmus, den Vanillezucker, den Amaretto, das Gewürz und einige EL Puderzucker drunter rühren. Die Schlagsahne schlagen und unterheben. Abschmecken.

Als Topping brösele ich Lebkuchen oder Spekulatius drüber. Wer es weniger weihnachtlich mag, röstet Mandelblättchen an und streut diese drüber.

Für 1-2 Stunden kalt stellen!

 

Das Weihnachtskleid

Puh, geschafft! Es ist fertig! Schon seit Dienstag und es ist wunderwunderschön! Mrs Siebenhundertsachen really proudly presents:

(es gibt wirklich NIRGENDWO in unserer Wohnung auch nur einigermaßen ordentliches Licht heute…)

Simplicity 7275. Genäht in Kurzgröße, Oberteil um 3,5 cm verlängert, unten locker 10cm gekürzt.

Den Gürtel hab ich noch dazugenäht, weil ich fand, das passt gut. Leider war weder Satinband in passender Farbe noch ein schöner Gürtel aufzutreiben, also hab ich ihn genäht. Er ist aber leider etwas kurz.

Ich habe mit dem Gedanken gespielt, mir, so wie Catherine, einen passenden Loop zu nähen, der dann wie ein Kragen aussieht. Leider war dazu keine Zeit mehr und heute werde ich es auch nicht mehr schaffen. Ich bin nämlich (einzig) mit dem Sitz des Ausschnitts nicht gaaanz zufrieden.

Sehr stolz bin ich dafür auf den sehr gelungenen Schrägbandsaum.  Dank neuer Maschine ist der wirklich richtig exakt geworden. Der Unterrock ist übrigens mit schwarzer Spitzenborte gesäumt. Neckisch, sag ich euch.

Und dann noch schnell ein Blick auf meine Lieblingspumps, die zum Kleid passen als hätte man sie dafür erfunden!

Ich habe außerdem auch passenden Nagellack mit Glitzer (mein Mann war entsetzt ob dieses Anflugs von Tussi-Haftigkeit) erworben und in den letzten Tagen einige Stoffrosen nach dieser Anleitung gemacht, die dann mein Haar zieren können.

Jetzt aber husch husch in die Jeans und wenigstens etwas Ordnung und Sauberkeit vortäuschen. So ganz wird das nix mehr, denn heute war eine sehr wichtige Deadline für meinen Mann, die uns heute nacht bis vier Uhr wachgehalten hat. Und naja  „both of us can’t look good at the same time, it’s either me or the house.“

Ich freu mich, heute abend, nach Ankunft bei meinen Eltern eine ausgiebige Runde durch die Galerie der Weihnachtlichen Schönheiten bei Catherine zu drehen. Hier einen dicken dicken Dank für die grandiose Idee. Der Sew Along hat mich bei der Stange gehalten und darüber bin ich nun sehr froh! Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten, gut gekleidet seid ihr ja schonmal.

Gewürztes

Für alle, die wie Frau 101Dinge beim Wort „Gewürzmilch“ hellhörig wurden, hier das „Rezept“:

Man setze 1/2 l Milch in einem Topf auf, werfe 5 Nelken und 1/2 TL Anissaamen hinein. Außerdem 1/2 TL Zimt, 1 MS Vanille, 1 MS Kardamom (gemahlen) und (nach Geschmack) 1 Prise Chili oder Ingwerpulver. Man koche das ganze auf, nehme es von der Platte, rühre 2 TL Honig hinein und lasse es noch einige Minuten durchziehen. Dann durch ein Teesieb abgießen und wohlig warm werden!

Wo ich hier gerade von Gewürzen schwafele. Ich bin dieses Jahr an der Reihe, den Nachtisch zum weihnachtlichen Festschmaus beizusteuern. Und dazu habe ich mir überlegt: Ich mache ein Lebkuchen-Tiramisu. Es ist zwar bisher nur eine Idee, aber vielleicht mag ja noch jemand sie ausprobieren.

An meinem Geburtstag waren wir bei unserem Lieblingsspanier und dort fand sich auf der Monatskarte „Lebkuchentiramisu“. Das klang für uns beide so verführerisch, dass wir es nach Tapas UND Hauptgang unbedingt noch bestellen mussten. Leider hielt es nicht, was es verspach. Es war ein ganz normales Tiramisu nur Minus Kaffee und Schnaps plus einen HAUCH von Lebkuchen-Gewürz. Das hat meinen Ehrgeiz geweckt und ich bin sicher, das kann ich besser, weihnachtlicher, leckerer.

Ich plane das etwa wie folgt: Statt der Löffelbiskuits nehme ich Elisenlebkuchen (ich hab mal welche mit Schokoguss gekauft, denn Schoki kann nie schaden). Diese tränke ich, wie gehabt, mit Amaretto-Kaffee-Mischung, bestreusel sie aber zusätzlich mit etwas Lebkuchenzucker. Dann kommt eine Mascarpone-Creme drauf, die um Lebkuchengewürz und Orangenschalenabrieb angereichert wurde. Und oben drauf natürlich Kakao, aber mit etwas Kardamom vermischt. Klingt das nach nem Plan? Ich werde berichten!

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 5: Panik? PANIK!

Jaja. Hochmut, Fall, wir kennen das…

Sagte ich nicht letzte Woche, es sei wirklich alles hervorragend on track und nur noch Reißverschluss und Saum? Tja, denkste… Reißverschlussannähen war dank neuem Maschinchen extrem easy-peasy. Saß gut, sah (bis auf ganz unten) passabel aus. So weit… Dann mal zur letzten Anprobe geschritten. Und was soll ich sagen: SITZT NICHT! VERDAMMT!

Ich hätte einfach mal machen sollen, was der Schnitt sagt. Oberteil verlängern und sonst alles nach Anweisung. Aber ich mal wieder gedacht, ich sei schlauer. Mir überlegt, die Taille hochzusetzen: DUMME IDEE! Und dann viel viel weggenommen: Auch dumme Idee. Im Ergebnis sah nämlich die höhere Taille irgendwie schwanger aus. Hinten ging der Reißverschluss genau bis auf den Hintern und rechts und links davon gab’s eine Beule. Mist.

Hier mein Kleid und ich bei der Krisensitzung:

Also hab ich nochmal den Schnitt rausgekramt, die Abnäher in Originallänge markiert und die Abnäher entsprechend verlängert, dass die Taille nun doch auf der Taille sitzt. Außerdem den Reißverschluss um 10 cm gekürzt.

Von hinten sitzt das ganze nun aber immernoch nicht. Da sind die Original-Abnäher zu lang und ich krieg einen „Kastenhintern“, gleichzeitig ist es an der Taille immernoch zu weit. Also nochmal den Auftrenner gezückt und die verlängerten Abnäher wieder aufgetrennt. Ich werde jetzt heute abend die Abnäher am Rücken in kürzer aber breiter nähen und dann hoffen, dass es dann sitzt, dann muss ich „nur noch“ säumen. Juhuu.

Ich hab allerdings, wie Catherine,  in der Tat auch noch anderes zu tun, was mich abhält:

1. Bügelwäsche (viel viel viel)

2. Alle Geschenke wollen noch verpackt werden.

3.  Es sind noch nichtmal alle Geschenke fertig gebastelt/genäht/gekocht.

Mal gucken wie groß die Panik unter den Weihnachtskleidnäherinnen so ist? Hier gehts lang.

Edit am Montag um 21 Uhr: HAHAHAHAHA, was ein paar cm an Abnähern ausmachen können. Der Kastenhintern ist Vergangenheit. Back on Track! Chacka!

7 Sachen

Auch gestern habe ich wieder zahlreiche Dinge mit meinen Händen getan. In erster Linie habe ich sie über dem Kopf zusammengeschlagen, aber ansonsten auch noch das hier:

1. Die Yogamatte ausgerollt und Yoga gemacht.

2. Die 4. Kerze angezündet und gedacht „das ging schnell“.

3. Teil 1 des „Weihnachtsgroßreinemachens“ (ich bin derzeit im Astrid Lindgren-Fieber): Liegengebliebene Wäsche wegwaschen.

4. Unter vielen dürren und nadellosen Exemplaren doch noch ein ansehnliches Bäumchen erbeutet. Es ist zwar klein von Statur aber hat Nadeln für mindestens das doppelte seiner Größe…

5. Teil 2 des „Weihnachtsgroßreinemachens“: Bad putzen

6. Zum Aufwärmen und gegen die Dunkelheit eine Gewürzmilch zusammengebraut.

7. Meine verbliebene Füllwatte noch schnell in einige Herzkissen verwandelt für die heutige Übergabe (die ich dann leider doch verpasst hab).

Mehr 7-Sachen-Sonntage und die charmante Erfinderin selbst bei Frau Liebe.

Sukkulenten-Kranz DIY

Gestern habe ich mein wohl arbeitsintensivstes Selbstmachgeschenk in Angriff genommen. Einen Sukkulenten-Kranz nach dieser Anleitung.

Prinzipiell gar nicht so schwierig, allerdings gab’s schon bei der Materialbeschaffung die ersten Rückschläge. Natürlich gab es im Gartencenter meines Vertrauens viele viele Sukkulenten:

Aber keinen Moos-Pflanzkranz mit Drahtnetz drumrum. Ich habe lang in einem Blumenladen gearbeitet und ich weiß, dass es solche Kranzrohlinge für lebendige Kränze auch in Deutschland gibt, aber leider habe ich keinen Zugriff mehr auf einen Floristengroßhandel. Ich hatte allerdings schon einen Plan B: Einen Kranzrohling aus Maschendraht biegen und mit Kokos-Erde füllen. Hm. Leider scheint Maschendraht ein Sommerartikel zu sein. Eine Rolle mit 50 Metern wollte ich nun doch nicht erwerben… Also musste ich alle meine MacGyver-Fähigkeiten ausgraben. Mit folgenden Materialien bin ich nach Hause gegangen:  Dicker Anzucht-Gartendraht, Bindedraht, Kokos-Quelltabletten (auch aus der Anzuchtabteilung) und ein Beet-Abdeckvlies.

Ich habe zunächst für die Grundform zwei Drahtringe gebogen. Diese dann mit kleinen Drahtringen verbunden und schließlich noch einen großen Drahtring oben angebracht.

Dann hab ich den Kranz lose (das ist wichtig, denn die Dinger gehen ziemlich auf) mit den Quelltabletten gefüllt und mit Bindedraht umwickelt, so dass sie nicht rausfallen. Dann eine Schicht Vlies drumrum (das sollte echt nur eine sein, sonst kommt man nachher nicht durch) und nochmal mit Bindedraht festgewickelt. Dann den Kranz in Wasser eingeweicht.

Durch durchkneten mit den Händen habe ich ihn dann in seine endgültige Form gebracht und die Erde gleichmäßig verteilt, danach ein letztes Mal Bindedraht drumrum.

Das Stecken selbst ist eigentlich einfach. Die Sukkulenten hatte ich schon am Abend vorher zurecht geschnitten, damit ihre Enden eine dünne Zellschicht bilden. Jeweils mit einer Stricknadel ein Loch bohren, Pflanze rein, mit einer Steckklammer fixieren. Ich bin dabei Sortenweise und von groß nach kleinblättrig vorgegangen. Also immer alle verfügbaren Abschnitte einer Sorte gleichmäßig auf dem Kranz verteilt.

Am Ende waren noch kleine Lücken zu sehen, die aber zu klein waren um dort weitere Sukkulenten festzustecken. Ich vermute, die werden mit der Zeit zuwachsen. Bis dahin habe ich sie mit Moos ausgefüllt.

Jetzt müssen die Pflanzen nur noch anwachsen und sich schön fest verwurzeln. Dafür haben sie noch eine Woche Zeit.

Meine Antwort auf das Nähfragezeichen: DIY-Geschenk Untersetzer-Tutorial

Meike vom Blog crafteln.de fragt diese Woche in ihrer Reihe „Nähfragezeichen“ nach selbstgemachten Geschenken. Das ist ein bisschen schwierig, denn viele meiner Zu-Beschenkenden lesen hier mit. Und einen spoiler will ich ja nun auch nicht gleich posten. Aber ein-zwei kleine Tipps und eine Anleitung hab ich doch.

Gestern abend habe ich diese Topf/Kannenuntersetzer gebastelt:

Die Idee davon habe ich von Pinterest. Der betreffende Pin verweist auf marthastewart.com wo es aber keine Anleitung gibt. Schwer ist es aber nicht.

Man braucht Dekokiesel mit einem Durchmesser von 0,5-1,5cm, am besten mehrfarbig.

Dicken Filz, ich habe ihn bei Buttinette bestellt, aber es gibt den auch im Bastelgeschäft, und Kraftkleber.

Dann schneidet man einfach unter Zu-Hilfe-Nahme eines Topfdeckels eine runde Form aus, oder auch eine eckige wem’s gefällt oder eine kleine in Tassengröße und beginnt die Kieselchen mit Kleber zu bestreichen. Immer so 10-20 Stück einstreichen, dann ein Stück vom Filz auch beklebern, warten bis der Kleber einen Film gebildet hat und ab auf den Filz mit den Steinen. Die frisch angeklebten Steine beschweren (Saft-Pakete eignen sich super 😉 ).  Es dauert zwar ein bisschen, bis alle Steinchen verklebt sind, lässt sich aber auch gut vor dem Fernseher machen.

Ich habe außerdem schon einige Untersetzer für Tassen nach diesem Tutorial genäht, die ich schön finde als Begleitung für selbst gemachte Marmelade, Likör oder Plätzchen.

Für morgen steht bei mir noch die Anfertigung eines solchen Kranzes an.

Der Rest muss leider bis nach Weihnachten mein Geheimnis bleiben …