Weihnachtskleid Sew-Along Teil 4: Nähen

Heute ist mal wieder ein Zwischenbericht zum Weihnachtskleid dran, das nun schon langsam der Fertigstellung nahe kommen sollte. Ähm ja. Inwieweit wir schon von Fertigstellung reden können, dazu später mehr. Hier erstmal der Status quo von gestern abend:

Die großen Schritte habe ich letzte Woche Samstag mit meiner Nähfreundin gemeinsam unternommen, damit ich kundige Absteck-Assistenz hatte. Das war auch bitter nötig. Der Schnitt ist einfach, hat übersichtlich viele Teile und ist schnell zusammengenäht. Wenn man sich keine komplizierten Änderungen in den Kopf setzt und die richtige Größe zuschneidet.

Am Probekleid hatte ich ja schon gemerkt, dass es in der zu meinen Maßen angeblich passenden, wenn auch grundsätzlich mal inakzeptablen Größe 14 auf jeden Fall zu weit ist. Ich habe deshalb vom finalen Stoff Größe 12 zugeschnitten. Leider hat sich auch das noch als zu groß herausgestellt. Bzw. das Oberteil passt in 12 und um 3 cm verlängert ziemlich perfekt. Was allerdings irgendwie irritierend war ist, dass die hintere Seite des Oberteils schon auf dem Schnittbogen gut 2 cm länger war, als die vordere Seite. Wie soll das gehen? Wie ich es gedreht und gewendet habe, da war einfach zu viel Stoff. Schnipp Schnapp Problem gelöst, aber ob das so gedacht ist? Was sagen die Mitstreiterinnen bei Simplicity 3673?

Der Rock ist mir allerdings in 12 immernoch viel zu weit. Er warf gerade hinten recht merkwürdige Falten. Vielleicht natürlich wegen der 2 cm nach oben versetzten Taille? Wer weiß… Auf jeden Fall haben wir in der Rockweite um die Hüfte rum mal locker 4-6 cm weggenommen, vor allem aus der hinteren Mitte und ein bisschen an den Seiten. Komischerweise war das beim Probekleid nicht so, aber der Stoff ist auch leichter und fällt deshalb besser in Falten. Hier mal das Probekleid:

Apropos Stoff, ich habe für das Oberteil eine weiche elastische Stretchgabardine als Futter erworben. Ich mag das Gefühl von Acetat nicht so auf der Haut und dachte, ein bisschen was wärmeres schadet auch nicht. Weil der Oberstoff stretchig ist, musste ja das Futter auch etwas elastisch sein. Das Rockfutter ist aber aus Standard-Acetat-Futter. Den Futterrock habe ich gestern eingesetzt. Ich habe ihn einfach in Falten gelegt, keine Abnäher gemacht, ich hatte zu viel Angst, ich würde die womöglich mangels Stretch zu eng machen und dann nochmal trennen müssen und das mag das Futter gar nicht.

Eine weitere erforderliche Änderung hat sich am Ausschnitt ergeben. Ich bin in den Schultern eben nicht Größe 12, deshalb standen Ausschnitt und Armlöcher etwas ab. Hier habe ich deshalb Abnäher eingefügt. Auf dem Bild sieht man auch das Futter schön.

Was noch zu tun ist: Reißverschluss einsetzen und säumen. Das Probekleid ist ja immer einen Schritt voraus, es hat deshalb den Reißverschluss schon. Und hat es nicht ein schickes Futter? Den Saum möchte ich nicht, wie vorgesehen, als Blindsaum nähen, weil der Stoff relativ schwer ist und mir der Saum dann zu dick wäre. Stattdessen habe ich ein sehr schön passendes Satin-Schrägband gekauft, welches ich für den Saum vorsehe. Auch das werde ich, mit dem lila Schwesterchen des Bands, am Probekleid vorher üben. Vorm Reißverschluss hab ich noch etwas Bammel weil wir in der Mitte viel weggenommen haben und sich dann zeigen wird, ob das nicht evtl. zu viel war… aber nun ja.. das muss ich durch, schätze ich.

Ich bin bisher recht zufrieden. Von vorne sitzt das ganze schon echt gut, von hinten bin ich noch etwas unsicher. Eine kleine Frage möchte ich aber doch noch in die Runde stellen. Dies ist mein erstes gefüttertes Kleid. Ich bin daher unsicher, ob und wo ich das Futterkleid noch am Oberkleid festnähen muss. Vom Gefühl her würde ich das Oberteil festnähen, so wie man es auch machen würde, wenn man den Rock nicht füttert und wie man es ja auch bei Röcken mit Passe macht. Was denkt ihr?

Nun freu ich mich schon, bei Catherine vorbeizuschauen und den Fortschritt der anderen Weihnachtskleid-Näherinnen zu bewundern. Ich bin sicher, da ist schon viel viel hübsches zu sehen!

 

 

7 Sachen nach der Party

Am Samstag haben wir Geburtstag und Einweihung gefeiert. Entsprechend war die Mehrheit der 7 Sachen auch irgendwo zwischen rumgammeln und aufräumen angesiedelt. Die lausige Qualität der Fotos rührt vom schlechten Licht sowie dem Handy. Ich bitte um Nachsicht.

1. Das lustige Spiel „finde die Bierflaschen“ gespielt. Eine blieb leider verschollen.

2. Trotz Puschen-Pflicht bleibt natürlich etwas Dreck nicht aus, also schnell ein flottes Staubsauger-Tänzchen aufs Parkett gelegt.

3. Puh, so viel Action, erstmal mit dem Buch aufs Sofa.

4. Weihnachten naht mit zu großen Schritten, deshalb mussten diese beiden Gläser befüllt werden. Womit? Leider noch geheim…

5. Ach ja, anziehen wollen wir ja auch noch was. Also weiter mit Mission Weihnachtskleid. Das Probekleid hat seinen Reißverschluss bekommen, erstmals mit der neuen Maschine und ihrem Reißverschlussfüßchen vertraut gemacht: Auf Anhieb 100 Punkte!

6. Letze Passform-Anpassungen am Weihnachtskleid vor dem Spiegel, dafür das Kleid einfach mal über Jogginghose und Kuschelsocken gezogen. Auch hübsch, oder?

7. Leckere Aufstrich-Reste auf Brot gestrichen.

Der 7-Sachen-Sonntag folgt dem Vorbild von Frau Liebe.