Party-Essen: Gyrossuppe

Auf unserer Party gab es außer Aufstrichen noch Kartoffelsalat, Spinat-Feta-Quiche, Chili sin Carne (dafür nehme ich immer gern Sojaschrot als Fleischersatz) und Gyrossuppe. Es gibt dafür einige Rezepte bei Freund google. Allerdings mache ich gern eine etwas weniger Kalorien- und Dosen-lastige Variante.

Man braucht:

1kg vorgewürztes Gyros oder 400g Sojaschnetzel (z.B. von dm).

2 Becher Schlagsahne

100 ml Milch

2 Tüten Zwiebelsuppe

2 Zwiebeln

2 rote und 2 grüne Paprikaschoten

1 Stange Lauch

eine Handvoll Champignons

1 Flasche Chilisauce

1 Flasche Zigeunersauce

Paprikapulver, Pfeffer, Tomatenmark, Gemüsebrühe, Salz, Sojasoße

  • Für die fleischige Variante das Gyros anbraten und mit der Sahne abgießen, über Nacht durchziehen lassen.
  • Für die vegetarische Variante 1l starke Brühe kochen und die Sojaschnetzel hierin für 1 Stunde einweichen, dabei schon mit scharfem Paprika würzen.
  • Nun die Zwiebeln und 1 Knoblauchzehe in einem Topf in Öl anbraten, die Sahne (ggf mit Fleisch drin) zugeben. Aufkochen.
  • Die Paprika würfeln, den Lauch und die Champignons in Scheiben schneiden. Alles mit in den Topf geben
  • Nun die Zwiebelsuppe-Tüten reinleeren und (1 l Wasser bzw.) die Brühe mit den Sojaschnetzeln dazu. Gut rühren, aufkochen.
  • Schließlich die Chilisauce und Zigeunersauce dazugeben und das ganze bei kleiner Flamme  garköcheln lassen.
  • Mit Paprika (scharf und edelsüß), Sojasoße, Pfeffer und Tomatenmark abschmecken. Evtl. etwas Wasser oder Brühe nachfüllen, falls das ganze zu stark eindickt.

Besinnliche Adventszeit?

Ich liebe Weihnachten! Und die gesamte Adventszeit! Ich backe gern Plätzchen. Ich denke mir gern Weihnachtsdekoideen aus und ich liebe Geschenke. Ich verpacke sie gern, ich verschenke sie gern und ich bekomme sie gern. Ich habe zu Weihnachten meist für jeden Bekannten, Kollegen und Nachbarn eine Kleinigkeit. Ein paar Plätzchen, ein selbst gemachter Punsch, Marmelade. Ich erfreue mich am Schenken.

Aber in diesem Jahr ist mit mir und Weihnachten irgendwie der Wurm drin. Ich habe ein einziges Blech Plätzchen gebacken, nicht ein Weihnachtslied gehört und bin noch meilenweit von einer vollständigen und hübsch verpackten Geschenkekollektion entfernt.

Es fühlt sich so an, als sei in meinem Hirn keine einzige Zelle dazu bereit, sich hübsche, kreative, persönliche Geschenke auszudenken. Ich komme mir egoistisch vor, weil ich mir ein Weihnachtskleid nähe, gleichzeitig ist das aber das einzige, wozu ich mich überhaupt aufraffen kann. Dabei ist es nicht so, als wäre ich derzeit überarbeitet. Ich befinde mich gerade in der Warteschleife zwischen Diss-Abgabe und Verteidigung und habe ein bisschen Lehre und ein bisschen organisatorisches zu tun, nichts was mich in vergangenen Jahren von totalem Weihnachtsgeschenk-Overkill hätte abhalten können. Ich bin einfach irgendwie müde. Die Dunkelkeit, das ungemütliche Wetter und die tägliche Verspätung von Bus und Bahn machen mir zu schaffen. Gleichzeitig schaue ich mir andere an, die Riesenprojekte in Arbeit und Privatem stemmen und ärgere mich über mich, dass wir immernoch keine Lampen haben und meine Bügelwäsche liegen bleibt.

Natürlich, ich habe ein ziemlich pickepacke volles Jahr hinter mir mit Umzug, Konferenzen und Diss-Abgabe und ziemlich wenig Urlaub. Vermutlich sehne ich mich einfach nach Erholung und Ausspannen und befinde mich noch mitten im Stressabfallsyndrom. Gut möglich, dass einige Tage auf der Couch mit einem guten Buch das wieder einrenken. Aber es bleibt ein bisschen das Gefühl, dass das Jahr auch irgendwie verflogen ist und das gefällt mir nicht.

Und mehr noch. Ich finde den selben Tenor, die gleichen Gedanken derzeit in vielen anderen Blogs. Beim Weihnachtskleid Sew-Along und anderswo in meinem Reader lese ich oft dieser Tage von Stress, Weihnachtsunlust und verflogener Zeit. Ich kenne auch so gut wie niemanden in meinem persönlichen Umfeld, der derzeit sagen würde: Ja ich hatte ne bolle entspannte Adventszeit, voll viele schöne Geschenkideen und freue mich ohne Ende auf Weihnachten. Nee. Irgendwie nicht. Ist dieses Jahr also gesellschaftlich gesehen Weihnachten irgendwie nicht dran?

Ich habe schon vor einigen Wochen hier das Interview mit dem Psychiater Michael Winterhoff empfohlen. Und an dieses musste ich heute wieder denken. In dem Interview sagte er, dass in der gesamten Gesellschaft eine Art Hamsterrad-Mentalität um sich greift (frei paraphrasiert) die auf ein tiefes Gefühl von Unsicherheit, den „Katastrophenmodus“, zurückzuführen ist, der wir mit Verplanung und Überfrachtung unseres Alltags begegnen. In seinen Büchern beschäftigt er sich vor allem mit den Auswirkungen, die dies auf Kinder hat.

Ich möchte das hier auch nicht überbetonen. Aber eine Beobachtung an mir selbst hat mich doch nachdenklich gemacht. Seit vielen Jahren schreibe ich mir an Neujahr eine Liste mit Vorsätzen für das neue Jahr. Und seit mindestens drei oder vier Jahren stehen darauf Punkte wie: „regelmäßiger Yoga machen“, „mir ab und zu einen Tag nur für mich gönnen“, und ähnliches. Da aber auch Punkte wie „Kontakt zu XY besser halten“, „ein ordentlicherer Mensch werden“ und andere Verpflichtungen sich dort tummeln, finden die immer gleichen Punkte jedes Jahr wieder ein Plätzchen. Wie unglaublich lernfähig von mir…

Nun habe ich schon auch immer vieles von diesen Listen umgesetzt und anderes irgendwann für belanglos erklärt. Ich bin vermutlich ein ordentlicherer Mensch als vor einigen Jahren, ich gehe einmal die Woche mit großer Freude zum Pilates und ich ernähre mich gesünder. Ich habe außerdem ein Blog eingerichtet, das mir viel Freude macht und mir hilft, Dinge umzusetzen, die sonst nur in mir rumschwirren und mich dazu bringt zum Beispiel viel öfter kreativen Ausgleich zu finden. Und dennoch, ich habe immer viel im Kopf, viele Pläne, haufenweise was mich nicht loslässt, getan, gemacht, bedacht werden möchte, privat und beruflich, kreativ, rational und zwischenmenschlich. Und ich gewinne den Eindruck, das geht nicht nur mir so. Vielleicht doch mal ein Strategiewechsel? Die Verplanung und Überfrachtung sein lassen? Ich schaue mich in meinem realen und virtuellen Umfeld um und denke, es gibt dümmere Ideen. Deshalb hier mein einziger Vorsatz fürs neue Jahr, den ich ab morgen schon umsetze: Keine Pläne!

Und ihr so? Besinnliche Adventszeit, purer Stress oder einfach Winterschlaf?

5 auf einen Streich

Mir fällt auf, dass hier bis auf Sonntagssüßes länger nix gekocht wurde. Zum Glück hab ich jetzt einiges an Rezept-Repertoire von den Partyvorbereitungen am Samstag. Beginnen wir also den Rezeptreigen mit einer kleinen Kollektion Aufstriche: zweimal Feta-Creme, einmal Lachscreme, Tomatenbutter und eine Rote Linsencreme

Feta-Creme:

zunächst als Basis für beide Cremes 1 Paket Frischkäse und 1 Päckchen Feta mit 2EL Olivenöl pürieren. Dann die Masse teilen.

Variante a)

1-2 EL Oliven, 1 Knoblauchzehe und 1 TL Provence-Kräuter mit in den Mixer geben und alles gut durchpürieren.

Variante b)

1 TL Tomatenmark, 1 Chilischote, Pfeffer und rosenscharfes Paprika-Pulver mit in den Mixer geben und ebenfalls gut durchpürieren.

Jeweils ggf. mit Salz abschmecken (hängt von der Salzigkeit des Feta ab).

 

Lachscreme:

1 Paket Räucherlachs fein hacken, 1 Bund Dill fein zupfen oder hacken. Mit 1 Paket Frischkäse, Saft von 1/2-1 Zitrone und Pfeffer vermengen.

 

Linsenpaste:

100g rote Linsen mit der doppelten Menge Gemüsebrühe aufkochen und dann weich ziehen lassen.

Eine kleine Zwiebel fein hacken

Die weichen Linsen mit der Zwiebel und 30-50g Butter (je nach gewünschter Cremigkeit) und 1 EL Tomatenmark pürieren.

Würzen mit Salz, Pfeffer, rosenscharfem Paprikapulver und indischem Curry.

 

Tomatenbutter:

5-8 getrocknete Tomaten in Öl sehr fein hacken oder im Mixer klein machen. Mit 100g weicher Butter, 1 TL Tomatenmark, 1 TL Basilikum und 1 MS Oregano vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

 

Weihnachtskleid Sew-Along Teil 4: Nähen

Heute ist mal wieder ein Zwischenbericht zum Weihnachtskleid dran, das nun schon langsam der Fertigstellung nahe kommen sollte. Ähm ja. Inwieweit wir schon von Fertigstellung reden können, dazu später mehr. Hier erstmal der Status quo von gestern abend:

Die großen Schritte habe ich letzte Woche Samstag mit meiner Nähfreundin gemeinsam unternommen, damit ich kundige Absteck-Assistenz hatte. Das war auch bitter nötig. Der Schnitt ist einfach, hat übersichtlich viele Teile und ist schnell zusammengenäht. Wenn man sich keine komplizierten Änderungen in den Kopf setzt und die richtige Größe zuschneidet.

Am Probekleid hatte ich ja schon gemerkt, dass es in der zu meinen Maßen angeblich passenden, wenn auch grundsätzlich mal inakzeptablen Größe 14 auf jeden Fall zu weit ist. Ich habe deshalb vom finalen Stoff Größe 12 zugeschnitten. Leider hat sich auch das noch als zu groß herausgestellt. Bzw. das Oberteil passt in 12 und um 3 cm verlängert ziemlich perfekt. Was allerdings irgendwie irritierend war ist, dass die hintere Seite des Oberteils schon auf dem Schnittbogen gut 2 cm länger war, als die vordere Seite. Wie soll das gehen? Wie ich es gedreht und gewendet habe, da war einfach zu viel Stoff. Schnipp Schnapp Problem gelöst, aber ob das so gedacht ist? Was sagen die Mitstreiterinnen bei Simplicity 3673?

Der Rock ist mir allerdings in 12 immernoch viel zu weit. Er warf gerade hinten recht merkwürdige Falten. Vielleicht natürlich wegen der 2 cm nach oben versetzten Taille? Wer weiß… Auf jeden Fall haben wir in der Rockweite um die Hüfte rum mal locker 4-6 cm weggenommen, vor allem aus der hinteren Mitte und ein bisschen an den Seiten. Komischerweise war das beim Probekleid nicht so, aber der Stoff ist auch leichter und fällt deshalb besser in Falten. Hier mal das Probekleid:

Apropos Stoff, ich habe für das Oberteil eine weiche elastische Stretchgabardine als Futter erworben. Ich mag das Gefühl von Acetat nicht so auf der Haut und dachte, ein bisschen was wärmeres schadet auch nicht. Weil der Oberstoff stretchig ist, musste ja das Futter auch etwas elastisch sein. Das Rockfutter ist aber aus Standard-Acetat-Futter. Den Futterrock habe ich gestern eingesetzt. Ich habe ihn einfach in Falten gelegt, keine Abnäher gemacht, ich hatte zu viel Angst, ich würde die womöglich mangels Stretch zu eng machen und dann nochmal trennen müssen und das mag das Futter gar nicht.

Eine weitere erforderliche Änderung hat sich am Ausschnitt ergeben. Ich bin in den Schultern eben nicht Größe 12, deshalb standen Ausschnitt und Armlöcher etwas ab. Hier habe ich deshalb Abnäher eingefügt. Auf dem Bild sieht man auch das Futter schön.

Was noch zu tun ist: Reißverschluss einsetzen und säumen. Das Probekleid ist ja immer einen Schritt voraus, es hat deshalb den Reißverschluss schon. Und hat es nicht ein schickes Futter? Den Saum möchte ich nicht, wie vorgesehen, als Blindsaum nähen, weil der Stoff relativ schwer ist und mir der Saum dann zu dick wäre. Stattdessen habe ich ein sehr schön passendes Satin-Schrägband gekauft, welches ich für den Saum vorsehe. Auch das werde ich, mit dem lila Schwesterchen des Bands, am Probekleid vorher üben. Vorm Reißverschluss hab ich noch etwas Bammel weil wir in der Mitte viel weggenommen haben und sich dann zeigen wird, ob das nicht evtl. zu viel war… aber nun ja.. das muss ich durch, schätze ich.

Ich bin bisher recht zufrieden. Von vorne sitzt das ganze schon echt gut, von hinten bin ich noch etwas unsicher. Eine kleine Frage möchte ich aber doch noch in die Runde stellen. Dies ist mein erstes gefüttertes Kleid. Ich bin daher unsicher, ob und wo ich das Futterkleid noch am Oberkleid festnähen muss. Vom Gefühl her würde ich das Oberteil festnähen, so wie man es auch machen würde, wenn man den Rock nicht füttert und wie man es ja auch bei Röcken mit Passe macht. Was denkt ihr?

Nun freu ich mich schon, bei Catherine vorbeizuschauen und den Fortschritt der anderen Weihnachtskleid-Näherinnen zu bewundern. Ich bin sicher, da ist schon viel viel hübsches zu sehen!

 

 

7 Sachen nach der Party

Am Samstag haben wir Geburtstag und Einweihung gefeiert. Entsprechend war die Mehrheit der 7 Sachen auch irgendwo zwischen rumgammeln und aufräumen angesiedelt. Die lausige Qualität der Fotos rührt vom schlechten Licht sowie dem Handy. Ich bitte um Nachsicht.

1. Das lustige Spiel „finde die Bierflaschen“ gespielt. Eine blieb leider verschollen.

2. Trotz Puschen-Pflicht bleibt natürlich etwas Dreck nicht aus, also schnell ein flottes Staubsauger-Tänzchen aufs Parkett gelegt.

3. Puh, so viel Action, erstmal mit dem Buch aufs Sofa.

4. Weihnachten naht mit zu großen Schritten, deshalb mussten diese beiden Gläser befüllt werden. Womit? Leider noch geheim…

5. Ach ja, anziehen wollen wir ja auch noch was. Also weiter mit Mission Weihnachtskleid. Das Probekleid hat seinen Reißverschluss bekommen, erstmals mit der neuen Maschine und ihrem Reißverschlussfüßchen vertraut gemacht: Auf Anhieb 100 Punkte!

6. Letze Passform-Anpassungen am Weihnachtskleid vor dem Spiegel, dafür das Kleid einfach mal über Jogginghose und Kuschelsocken gezogen. Auch hübsch, oder?

7. Leckere Aufstrich-Reste auf Brot gestrichen.

Der 7-Sachen-Sonntag folgt dem Vorbild von Frau Liebe.

Sonntagssüß: Weißer Schokotraum

Heute kein weihnachtliches Gebäck auf dem Sonntagstisch, sondern Reste vom Nachtisch von gestern abend: Weißer Schokotraum mit Himbeeren

Eigentlich ist der Nachtisch geschichtet, die Schichten sind aber beim Umzug der Reste in eine kleinere Schüssel verloren gegangen, das  tut dem Geschmack aber keinen Abbruch. Dafür gibts ein Topping aus Zitronenkuchen oben drauf. Dieser Nachtisch gehört zu den einfachsten und gleichzeitig leckersten, die ich kenne. Außerdem enthält er keine Eier, Gelatine oder ähnlich schwierige Dinge, so dass er es auch locker aushält mal so ne Party lang auf dem Buffet zu stehen.

Man braucht für 4 Personen:

  • 100g Schlagsahne
  • 200g weiße Schokolade
  • 300g Schmand
  • Früchte nach Geschmack, ich habe einfach gefrorene Himbeeren aufgetaut und mit etwas Puderzucker cremig gerührt. Man kann auch frisches Obst oder Konservenobst fein würfeln.

Die Schlagsahne bei geringer Temperatur in einem Topf erhitzen und die weiße Schoki darin schmelzen. Von der Flamme nehmen, etwas abkühlen lassen und dann den Schmand unterziehen. Die Creme für mindestens 5 Stunden kaltstellen, damit sie fest(er) wird. In der Zeit das Obst vorbereiten. Wenn die Creme gut durchgekühlt und cremig ist, wird sie mit der Küchenmaschine aufgeschlagen und dann abwechselnd mit Obst in eine Form oder Schüssel oder auch in Gläser geschichtet. Dann nochmal ca. 2 Stunden kalt stellen. Kurz vor dem Servieren Amarettini drüberbröseln oder geröstete Mandelblättchen darauf geben.

 

Me made Mittwoch: Kuschelweste

An Tagen wie heute mit absolut ekelhaftem nass-kaltem zugigem Schmuddelwetter und ohne einen Hauch von Helligkeit, an denen man am liebsten nicht mal den kleinen Zeh vor die Tür strecken möchte, da geht doch nichts über eine kuschelige Wolldecke zum wohlig warmen einmummeln.

 

Falls allerdings irgendwelche Dinge wie ein Schreibtisch voller Arbeit, ein Termin oder Studenten, die bespaßt werden wollen, einem einfach keine Wahl lassen, empfiehlt es sich, die Wolldecke einfach anzuziehen und so ins Büro zu spazieren. Das sieht dann etwa so aus:

Gut, mag sein, dass man in so einer als Weste getarnten Strickdecke eventuell ein bisschen aussieht wie eine Kugel mit Beinen… aber hey, das Wetter sieht ja auch aus wie senkrechtes Meer da draußen!

Ich muckel mich hier also noch bisschen mit Weste und Büropantoffeln ein und hoffe, die anderen Damen haben auch was wetterfestes im Selbst-Geschneiderten Repertoire.

Die Fakten:

Strickweste nach eigenem Entwurf, Muster dicke Zöpfe (8 Maschen) mit Perlmuster (16 Maschen)  im Wechsel.

Wolle: Lana Grossa Basics Fancy Mio in Farbe 409, 600 gr

Nadelstärke: 8

Arbeitszeit: Eine Woche (letztes Jahr Weihnachten)

Würde ich sie nochmal stricken? Ja sofort, aber dann mit Taschen und einer anderen Lösung für die Knopfleiste.

Entstehung des selbst konstruierten Oberteils

Wie letzte Woche versprochen hier das „Making of“ meines Oberteils.

Ich war ja mit dem Sitz von Joana mehr als unzufrieden. Da es aber zahlreiche Baustellen gab, fand ich ändern auch nicht zielführend. Ich habe deshalb zunächst eine Bestandsaufnahme meines Oberteilbestands gemacht und mir daraus abgeleitet, was mir gut steht und sitzt und was eher nicht so. Heraus kamen folgende Anforderungen:

  • Unter der Brust gerafft
  • Puffärmel
  • über hüftlang
  • Rundhals

Um die Grundproportionen hinzukriegen bin ich zunächst von Joana ausgegangen. Also nochmal gedruckt und abgepaust.

Allerdings habe ich den Bereich bis unter der Brust in XS abgepaust und dabei den Ausschnitt verschmälert und die Armlöcher vergrößert.

Dazu habe ich verschiedene gut sitzende Oberteile als Referenz herangezogen.

Die Ärmel habe ich mehr so freihand konstruiert, weil ich keinen Schnitt mit Puffärmeln zur Hand hatte. So sahen meine Schnitteile dann schließlich aus.

Ich habe dann erst das Oberteil inkl. Armen genäht und das Unterteil getrennt davon geschlossen. Danach habe ich Ober- und Unterteil eingereiht und zusammengenäht. Hier stellt sich das Problem, dass die eingereihte Naht nicht flexibel genug war. Beim nächsten Mal würde ich wohl Falten legen und dann den Rest mit Stretchnaht nähen. Dieses Mal hab ich einfach nochmal mit Gummifaden drübergenäht.

Ausschnitt und Bündchen habe ich von einem Strickoberteil abgeschnitten. Und einfach wie sie waren angenäht. Der Rest des Oberteils wird vielleicht mal Bündchen für ein weiteres Shirt, was denkt ihr?

7 Sachen

Meine 7 Sachen am zweiten Advent:

1. Nach deutlich zu kurzer Nacht erstmal den schmerzenden Kopf gehalten und am Bahnhof ein bisschen Frühstück gekauft.

2. Mit der Familie über den Weihnachtsmarkt gegangen und danach die Beute nach Hause getragen. Ja Oliven und Sesamring – sowas gibt es in Essen auf dem Weihnachtsmarkt und zwar schmackhafter als irgendwo sonst.

3. Mit viel Freude einige nachzügelnde Geburtstagsgeschenke ausgepackt.

4. Eine kleine Kalorienbombe gerollt.

5. Einige Stunden in meinem neuen Buch geschmökert. Es ist toll!

6. Eier geschlagen, Schokolade gehackt, Mehl gesiebt und am Ende einen gewürzigen Blechkuchen ins Rohr geschoben.

7. Eine Menge Stoffquadrate geschnitten und mir nicht zum ersten Mal eine Schneidematte und einen Rollschneider gewünscht.

Der 7 Sachen-Sonntag wurde von Frau Liebe initiiert und dort reih ich mich dann jetzt mal in die Kommentare ein.

Sonntagssüß: Buche de Noel

Gestern gebacken, aber erst heute präsentabel (wegen Kühlzeit): die Hardcore-Kalorienbombe, die ich meinen Kollegen zum Geburtstagsnachfeiern (unter anderem) zu servieren gedenke. Buche de Noel.

Buche de Noel ist ein sehr klassisches französisches Dessert, das an Weihnachten serviert wird. Wörtlich übersetzt heißt es „Weihnachtsbaumstamm“ und oft wird die Creme außen noch mit einem Rillenmuster versehen, damit sie wie Rinde aussieht. Manche zaubern auch noch mit Pistazien ein bisschen Moos oder mit Puderzucker etwas Schnee drauf. Ich habe mich für eine eher schlichte Ausführung entschieden:

Biskuitteig:

  • 5 Eier
  • 5 EL Wasser
  • 100g Zucker
  • 150g Mehl
  • 1 Prise Salz

Buttercreme:

  • 150g Bitterschokolade
  • 250g Butter
  • 4 Eigelb
  • 100g Puderzucker
  • 3 EL Cointreau
  • 1 Prise Salz

Für den Biskuit die Eier trennen. Die Eiweiß mit dem Salz und 1/4 des Zuckers sehr steif schlagen. Das Eigelb mit dem Wasser und dem restlichen Zucker dick cremig aufschlagen. Zunächst das Mehl unter die Eicreme ziehen, dann den Eischnee unterheben. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 15 Min backen. Nach der Backzeit auf ein mit Zucker bestreutes Geschirrtuch stürzen. Das Backpapier anfeuchten und sofort abziehen. Den Teig von der langen Seite her mit dem Geschirrtuchen einrollen und zusammengerollt auskühlen lassen.

Für die Creme die Schokolade im Wasserbad schmelzen und danach wieder auf Körpertemperatur abkühlen lassen. Während des abkühlens 1/4 der Butter bereits einrühren. Dann die Schokolade dick cremig aufschlagen, dabei abwechselnd die Eier, die weiche Butter in kleinen Stücken und den Cointreau hineingleiten lassen. Die Creme schlagen bis sie luftig und fest ist.

Die abgekühlte Rolle vorsichtig öffnen und mit ca. 2/3 der Creme füllen (die letzten 2 cm frei lassen). Wieder zusammenrolllen und für mindestens 2 Stunden kalt stellen, die restliche Creme auch kalt stellen.

Danach die Rolle von außen mit der restlichen Creme bestreichen und nochmals gut durchkühlen.

Andere süße Versuchungen werden heute von Katrin (lingonsmak) wieder bei Pinterest versammelt, riskiert doch mal einen Blick.