Kleider, Kleider, Kleider

Ich mag ja keine Blusen. Nee. Gar nicht. Die rutschen immer aus dem Rock raus. Und bei der Größenwahl habe ich meist die Auswahl zwischen „die Brust springt raus“ und „die Schultern versinken“. Leider habe ich ja nun demnächst einen Termin, wo es irgendwie angebracht erscheint, sich entsprechend zu verkleiden. Und eine erste Anprobe des sehr beschränkten Angebots an Verkleidungen hat zu nicht unbedingt erwünschten Ergebnissen geführt. Ich besaß 2 Blusen, die einigermaßen gut saßen. Dummerweise ist die eine davon dunkelblau und passt somit nicht zu meinem einzigen Kostüm welches schwarz ist. Achja Jacketts mag ich übrigens auch nicht… und die andere Bluse passt zwar zu schwarz aber nicht mehr an mich dran. Hmpf.

Ich bin also heute aus dem Büro in die Stadt und habe mir das Kaufkleidungselend angesehen. Brrr. Nach einigem hin und her habe ich mir nun ein widerwärtiges Kleidungsstück namens Blusenbody gekauft, das zumindest  an Brust und Schultern einigermaßen sitzt. Allerdings passt es auch nicht zu schwarz. Aber zu meinem schicken neuen grauen Rock. Den hab ich letzte Woche fertig genäht und er ist gerade zum Plan B-Disputationsoutfit aufgestiegen.  Aber ich hab kein passendes Jackett und bin nicht sicher, ob es eine geheime universitäre Vorschrift gibt, die besagt, dass man nur promoviert wird, wenn man ein Jackett trägt. Das wär doof.

Weil die Blusenfront wie immer äußerst frustrierend war, hab ich mir ein schönes Paar Pumps gekauft, da hab ich wenigstens eine Größe, die überall passt.

Ich nähe gerade an einem wollig-warmen Winterkleid  der schmalen Variante des Weihnachtskleides. Es war als schnelle Nummer gedacht und würde sich auch super bei den anstehenden sibirischen Temperaturen machen. Es lief auch super, sogar der nahtverdeckte Reißverschluss saß auf Anhieb perfekt. (Ich hätte mal früher in die Erläuterungen einer Knip gucken sollen). Leider passt es nicht. Das Oberteil ist monströs zu weit. Ich werde es komplett auftrennen müssen und ihm überall was abschneiden. Merkwürdig, das hab ich vom Weihnachtskleid nicht so in Erinnerung, ich befürchte, ich hab die falsche Größe abgepaust. Tststs. Ich befürchte außerdem, dass mir Etuikleider nicht stehen. Dabei wird doch Frauen mit breiter Hüfte eigentlich von A-Linie abgeraten. Da wollte ich mich einmal an diese Empfehlung halten und stelle fest, dass es doof aussieht. Deshalb wird das Kleid wohl fürchte ich nicht, wie geplant, morgen fertig. Sowas doofes.

Und wer hat’s gemerkt? Ich betreibe hier gerade mustergültige Prokrastination. Frei nach dem Motto: wenn ich schon nichts gescheites vorzutragen habe, dann will ich wenigstens gut aussehen. Klappt aber nicht. Mist.

Morgen früh mach ich mit dem Vortrag weiter, versprochen. Und bis dahin zerbrech ich mir den Kopf, an welchen Stellen ich das Kleid ändern könnte, damit es passt.

7 Sachen

7 Dinge für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe:

Pizzateig geknetet und zum langsam gehen in den Kühlschrank gestellt. Ja, das war das erste was ich gemacht hab, echt!

Die guten Vorsätze halten noch: Yoga gemacht.

Und ab an den Schreibtisch, Disputationsvortrag vorbereiten.

Zwischendurch zur geistigen Entspannung ein paar Zimtschnecken aufs Blech gelegt.

Nach Abarbeitung des Defense-Pensums die Hände in Handschuhe gesteckt und raus in die leider schneelose klirrende Kälte.

Ein Körbchen Wäsche gefaltet. Wir haben seit sehr kurzem einen Trockner. Hach, ist das kuschelig.

Abnäher abgesteckt und genäht, das ging gerade noch vorm Tatort. Der flaute zum Ende hin etwas ab, oder?

Die 7 Sachen sind eine Idee von Frau Liebe.

Und falls hier ein paar nicht-regelmäßige Leser vorbeischneien: ich möchte in meinem Blog demnächst ein bisschen über die DIY-Szene im Ruhrgebiet berichten. Jemand Tipps für mich?

Sonntagssüß: Mandel-Zimt-Schnecken

Weil ich gerade volle Pulle an meiner Verteidigung arbeite, keine großen Worte, lieber Telegrammstil. Heute gab es wieder ein leicht süßes Frühstück: Mandel-Zimt-Schnecken (mit Vollkornmehl und Agavendicksaft für meinen gequälten Stoffwechsel).

Zutaten für 10 Stück:

Teig:

  • 330 g Mehl (ich hab 1/2 Dinkel 1050 und 1/2 Dinkelvollkorn genommen)
  • 50g Zucker (oder Agavendicksaft)
  • 50g Butter
  • 20g Hefe
  • 160 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Kardamom

Füllung:

  • 50g Butter, zimmerwarm
  • 4 EL Zucker (oder Agavendicksaft)
  • 4 EL gemahlene Mandeln
  • 1 gestr. TL Zimt
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Zum Bestreichen 1 Ei und etwas Milch

Die Butter schmelzen und die Milch drunter geben. Wenn das ganze auf Körpertemperatur abgekühlt ist, die Hefe und den Zucker einrühren. Dann Mehl und Gewürze unterkneten, 30-40 Minuten gehen lassen. (In der Zeit kann man zum Beispiel seinen Vortrag einmal Korrektur lesen…)

Dann die Zutaten für die Füllung zu einer Masse verkneten. Den Teig auf einer gut bemehlten Fläche ca. 1 cm dick ausrollen. Mit der Füllung bestreichen und zu einer Rolle zusammenrollen. Von der Rolle 3 cm dicke Stücke abschneiden und auf einem Backpapier-belegten Blech auf den Schnittflächen auslegen. Ein Geschirrtuch darüber legen und nochmal 30 Minuten ruhen lassen. (Juhuu, die Änderungen in den Vortrag einpflegen).

Dann die Schneckchen (die zu diesem Zeitpunkt mehr wie Klopse aussehen) mit Ei-Milch-Streiche einpinseln (making of Foto folgt). Und in den auf 250 Grad vorgeheizten Ofen geben. Ca. 8-10 Minuten backen. Unter einem Geschirrhandtuch langsam auskühlen lassen. Und genießen, hmmmmmmmmmm.

Kochexperiment: Indischer Paneer-Käse

Wir essen sehr gern indisch. Unter den vegetarischen Gerichten in meinem Kochbuch konnte ich  allerdings viele bisher nicht ausprobieren, weil es an einer entscheidenden Zutat mangelte:  Paneer. Das ist ein halb-fester Frischkäse. Das Kochbuch sagt, man könne den ganz einfach selbst machen… Das musste ich natürlich ausprobieren.

Man setzt zunächst Milch auf. Das Kochbuch sagte 2l, das kam mir vor wie Käse für viele Wochen. Ich hab mal 800ml genommen… Gewürzt habe ich Sie mit Kreuzkümmel und einem Tl Salz.

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Wenn die Milch kocht, gibt man einige (3) El Zitronensaft dazu. Die Milch gerinnt dann sofort und muss auch schnellstens vom Herd.

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Das ganz gießt man in ein mit Bauwolltuch/musselin ausgelegtes Sieb und lässt es abtropfen.

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Auswringen.

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Es zeigt sich: es wird verdammt wenig Quark aus der vielen Milch. Das Kochbuch hatte recht…

Den Quark muss man dann für 4 Stunden beschweren. Ich hab dafür einen gefüllten Wasserkrug genommen.

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Am Ende kriegt man tatsächlich Käse.

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Gekocht habe ich dann: Käse in Cremesauce, Dal aus zweierlei Linsen mit Käse und Gemüsecurry mit gelben Linsen (da wird auch klar, wofür ich die 4 verschiedenen Sorten Linsen in meinem Vorratsschrank brauche). Die Cremesauce muss ich aber noch mal im Restaurant probeessen, ich war noch nicht zufrieden.

Angucken!

Ich verfolge sehr gern die meist zeitkritischen Leseempfehlungen in Mellenis Wochenrückblicken. Heute habe ich zwei Anguck-Empfehlungen.

Die Dokumentation „Kaufen für die Müllhalde“ wurde am Dienstag auf Arte ausgestrahlt (sie war schonmal auf 3sat und auch im ORF zu sehen, so weit ich weiß). Sie beschäftigt sich mit der sogenannten „geplanten Obsoleszenz“ also der Tatsache, dass Hersteller ihre Produkte derart konstruieren, dass sie nach Ablauf einer bestimmten Lebensdauer automatisch kaputt gehen. Vor dem Hintergrund von Ressourcen-Knappheit und Müllproblematik eine höchst fragwürdige Praxis, die aber offenbar von vielen schulterzuckend hingenommen wird. Die Doku spricht auch Lösungsansätze an, bleibt hier aber eher utopisch bis vage. Trotzdem eine klare Empfehlung!

Hier ein Ausschnitt:

Ausschnitt Kaufen für die Müllhalde

Hier gehts zu „Kaufen für die Müllhalde“ (in voller Länge)

Außerdem bin ich gestern abend eher zufällig in den Nahost-Themenabend reingestolpert und dann bei „Waltz with Bashir“ hängengeblieben. Ich wollte den Film eigentlich im Kino sehen, bin aber dann wohl nicht dazu gekommen (was mir eigentlich mit 95% der Filme, die ich gern sehen möchte so geht). Ich war dann allerdings schon am Fernseher so berührt und schockiert über den Film, dass ich vielleicht sogar froh bin, ihn nicht im Kino gesehen zu haben. Ein zurecht hochgelobter und ausgesprochen verstörender Film. Man muss sich an das „Doku-Comic-Drama-Format“ etwas gewöhnen, nimmt es aber bald nur noch am Rande wahr.

Hier ein Ausschnitt:

Ausschnitt Waltz with Bashir

Hier gehts zu „Waltz with Bashir“ (in voller Länge)

Der wundervolle Service arte+7 sorgt dafür, dass man beides noch auf der Website angucken kann (bis Montag, bzw. Dienstag). Was man dort auch angucken kann ist die Dokureihe „Belle France“, die wirklich wundervoll gefilmt und für Frankreich-Fans, wie mich, ein wahres „Nachhausekommen“ ist.

Me made Mittwoch: Strickpullunder

Juhuu. Sonne und richtig belichtete Fotos! Ich hätte eigentlich sogar einen neuen Rock. Aber ich bin noch bisschen vorsichtig und trage deshalb diese Woche vorzugsweise Wolle, lang und kuschelig. Deshalb gibt’s heute eine olle Kamelle zu betrachten. Einen recht einfachen langen Pullunder in meiner zweiten Lieblingsfarbe türkis:

Gestrickt habe ich ihn nach einem Strickmuster eines Longpullis in einem Fatta a Mano Heft ( Modell E 164_07, Heft 164) von LangYarns, nur halt ohne Ärmel. Ich habe außerdem, weil ich Wolle aus dem Bestand meiner Oma verwertet habe, das Bündchen am Ende angestrickt, nachdem ich wusste, ob ich gut mit dem vorhandenen Garn auskomme. Ich habe mit Garn für Nadelstärke 4 doppelt und Nadel 7 gestrickt.

Was auf den Fotos schon zu erahnen ist: ich habe meinen erzwungenen Heimaufenthalt genutzt, um meine Haarfarbe endlich mal wieder rundzuerneuern. Und tadaaa, ich präsentiere meine „wahren Haare“ (wie Meike treffend feststellte, hat jede Frau eine „echte Haarfarbe“): dunkelrot und lockig.

 

Viele weitere selbstbenähte und bestrickte Damen versammeln sich zur wöchentlichen Modenschau bei Catherine. Seid mir gegrüßt! Und falls eine von euch Memade-Damen aus dem Ruhrgebiet ist und den ein oder anderen kreativen Geheimtipp auf Lager hat, vielleicht mögt ihr bei meiner Blogaktion „Pott kreativ“ mitmachen?

 

Upcycling-Dienstag: Aus2mach1-Rock

Heute sammelt Nina wieder Ideen, wie man aus ausrangiertem wieder was nützliches machen kann.

Leider haben sich heute die öffentlichen Verkehrsmittel, die Arbeit und anderes gegen mich verschworen, so dass nur ein Posting vom Handy mit grottigen Fotos drin ist.

Ich zeige gern eins meiner Ferienprojekte. Ein Lagenrock aus einem zu kurzen Pulli mit zu engem Kragen und einem fehlgekauften Jerseyrock. Der Pulli war schon mehrfach auf dem Weg in die Tonne. Der Rock, knielang mit Raffbund war zum tragen ungeeignet, weil er furchtbar leiert und sich selbst ohne Strumpfhose sehr unschön an Beine und anderes klebt. Zusammen sind Sie ein Dreamteam.

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Ich habe dem Pulli die Kragenpartie abgeschnitten und die Ärmellöcher zugenäht. Dann habe ich ihn rechts auf rechts und in der Länge hochgeklappt auf den Rock genäht. Runtergeschlagen und mit noch einer Naht fixiert. Fertig.

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Die Tragefotos sind grottig weil dunkel, Spiegel halb blind und überhaupt, aber ich denke man sieht, er ist ein knielanger Bleistiftrock mit einem neckischen kräuseligen zweiten Saum. Schön warm und hat mir schon einige Komplimente eingebracht.

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Viele weitere Upcycling-Ideen findet ihr auch auf dem Pinterest-Board.

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Liebe Upcyclerinnen: ist jemand von euch aus dem Ruhrgebiet oder kennt kreative Menschen hier? Ich möchte hier nochmal auf meine Blogaktion „Pott kreativ“ hinweisen. Macht mit!

7 Sachen

Nachdem ich letzte Woche einfach die 7 Sachen geschwänzt haben (ich glaub, weil es zu dunkel und fies zum fotografieren war), bin ich heute (ähm gestern) mal wieder dabei. Mit sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe. Nach Idee von Frau Liebe und los gehts:

1. Die Yogamatte ausgerollt und Yoga gemacht.

2. Neue Vorratsdosen mit knusprig-süßem Frühstücksbedarf befüllt.

3. Endlich wieder in echten Klamotten und nicht im Krank-Outfit, da darf auch ein schicker Ohrschmuck nicht fehlen.

4. Ein bisschen an schon lang ersehnten Socken weitergestrickt.

5. Die letzten Reste der Weihnachtsdeko weggeräumt.

6. Viele viele Lagen Klamotten und ein warmes Mützchen angezogen und auf in den Kampf gegen die Windböen.

7. Lang aufgeschobene Schnittmuster-Sortier-und-Wegräum-Aktion endlich angegangen. War gar nicht so schlimm!

Buchempfehlung: Mord ist kein Kinderspiel

Ich bin schon fast die ganze Woche krank, während ich mit Tee und Wärmflasche das Sofa hüte, passiert hier im Blog leider wenig.

Ich musste auch feststellen, dass das Fernsehprogramm am Nachmittag nicht wirklich dazu angetan ist, einer kranken Frau Siebenhundertsachen wieder auf die Beine zu helfen. Also habe ich neben exzessivem Blog-Lesen und Pinterest-durchkämmen viel gelesen. Und zwar dieses Buch

Bildquelle: libri.de

Flavia de Luce: Mord ist kein Kinderspiel von Alan Bradley.

Ich habe mir das Buch nach Weihnachten spontan in der Buchhandlung gekauft, weil alle Bücher, die ich eigentlich vom Weihnachtsgeld erwerben wollte nicht vorrätig waren. Und wie so oft hat sich der Spontan-Kauf als echtes Schätzchen entpuppt. Ich bin total begeistert. Das Buch ist so voller schrulliger Charaktere, liebevoller Details und unfriedlicher britischer Idylle, dass ich es nur allerwärmstens empfehlen kann.

Dieser sehr ungewöhnliche Krimi spielt Anfang der 1950er Jahre in der britischen Provinz nahe Haworth, der Heimat der Bronte-Schwestern, in Yorkshire. Die Protagonistin Flavia de Luce ist ein fast elfjähriges Mädchen aus uraltem Adel, die ohne Mutter, dafür aber mit zwei gemeinen Schwestern und einem desinteressierten Vater, einer vollkommen unbegabten Köchin und einem leicht verrückten Butler/Gärtner auf einem Landsitz (Buckshaw) aufwächst. Von ihrem Großonkel Tar de Luce hat sie eine Leidenschaft für die Chemie sowie ein komfortabel ausgestattetes Laboratorium geerbt. Flavia hegt eine große Schwäche für Gifte und verbringt ihre Freizeit mit dem Sammeln von Giftpflanzen, extrahieren der Gifte und leichten Vergiften ihrer Schwestern und eines Schweins. Ansonsten streift sie mit ihrem Fahrrad, welches den Namen Gladys trägt, durch die Gegend rund um den kleinen beschaulichen Ort. So gerät sie mehr oder weniger zufällig mitten hinein in einen Mordfall und ermittelt auf eigene Faust.

Flavia ist ein hinreißender Hauptcharakter, die intelligent, morbide und mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor die Geschichte erzählt. Darüberhinaus wimmelt es in diesem Buch von schrulligen Leuten nur so. Das alles eingebettet in die nur augenscheinliche Idylle des englischen Dorfes ist ein Genuss nicht nur für Krimifans, finde ich. Ich fühlte mich durch das Setting entfernt an Inspektor Barnaby erinnert, Flavia ist aber um ein vielfaches intelligenter, abgründiger und findiger als jeder polizeiliche Ermittler in einem Krimi sein könnte.

Ich werde mir auf jeden Fall noch den ersten Band „Mord im Gurkenbeet“ bestellen und kann dieses Buch nur allerwärmstens empfehlen. Es ist spannend, lustig, morbide, zuweilen gruselig und herrlich schrullig.

Rezepte zur Brotverwertung

Es gab schon länger keine Rezepte hier, hab ich recht? Es wurde auch tatsächlich bei uns in letzter Zeit wenig außergewöhnliches gekocht, weil wir oft lang gearbeitet und nur was kleines am Abend gegessen haben. Aber heute kann ich, praktisch statt Me Made Mittwoch, mal wieder mit was gekochtem aufwarten.

Wir haben uns für 2012 unter anderem vorgenommen, weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Oft haben wir am Anfang der Woche lauter nette Sachen für tolle Gerichte gekauft und dann haben wir am Ende der Woche festgestellt, dass wir doch an 3 von 5 Tagen nur Brot und bisschen Käse gegessen haben. Nun kaufen wir also weniger ein und bemühen uns mehr wegzukochen, was droht zu vergammeln.

Zum Beispiel hatten wir hier irgendwie ganz viele Brotreste rumliegen. Das lag daran, dass mir ein Topfbrot misslungen ist, es war zu schnell aufgegangen und hatte deshalb ganz viele Löcher und zerfiel beim schneiden in ca. 4 cm große Bröckchen. Außerdem war irgendwie auch noch das ein oder andere Brötchen vom Sonntag übrig.

Daher hab ich zwei Rezepte ausprobiert bzw. neu erfunden.

1. Toscanischer Brotsalat mit Vollkornbrot

Toskanischen Brotsalat hab ich schon hier und da mal gegessen. Nun hatte ich aber ja Vollkornbrot auf gutem Weg zur Versteinerung. Aber ein Versuch war’s wert und es hat geklappt.

Also:

  • Man nehme 4-5 dicke Scheiben altbackenes Vollkornbrot
  • 1/2 Gurke
  • 2 Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Kopf grüner Salat nach gusto (Man kann auch beliebige andere Salatzutaten nehmen, ganz wie es einem gefällt: Paprika, Mais, Rucola, Oliven, …)
  • 2 Knoblauchzehen
  • Essig
  • Öl
  • Senf
  • Salz
  • Pfeffer
  • italienische Kräuter trocken
  • Parmesan

Das Brot in ca. 2 cm große Würfel schneiden oder bröckeln. Die Knoblauzehen grob hacken. In einer Pfanne Olivenöl aufsetzen und darin die Brotwürfel von allen Seiten bei mittlerer Hitze knusprig braten, den Knoblauch und einen TL Kräuter sowie Salz und Pfeffer drangeben. Das Vollkornbrot kann ganz gut Gewürze vertragen.

In der Zeit schonmal ein Essig-Öl-Dressing mit Senf in einer Salatschüssel anrühren. Weil das Brot viel Dressing saugt, darf es ruhig was mehr sein als man sonst so machen würde.

Ins Dressing kommt zuerst die in Ringen geschnittene Zwiebel. Dann die Brotwürfel aus der Pfanne hinzugeben.

Danach alle anderen Salatzutaten grob geschnitten oben drauf.

Nun umrühren und ruhig etwas durchziehen lassen.

Auf dem Teller etwas Parmesan drüberhobeln.

2. Rote-Linsen-Brot-Eintopf

Crossover-Küche aus italienischer Brotsuppe und arabischem Linseneintopf.

Für 2 Portionen:

  • 2 altbackene Brötchen, grob gewürfelt
  • 6 EL rote Linsen
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1 Möhre
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1/2 TL Chiliflocken (oder weniger, wer’s nicht so scharf mag)
  • 1/2 TL Currypulver

In einem Topf 1 Tl Butterschmalz schmelzen. Die grob gewürfelte Zwiebel und das gewürfelte Brötchen darin gut anbraten und mit Pfeffer, Salz und Chili würzen. In der Zeit den Lauch in feine Ringe und die Möhre in feine Würfel schneiden.

Tomatenmark in den Topf geben und kurz mit anschwitzen, mit Brühe auffüllen, das Gemüse und das Currypulver zugeben. Die Linsen einrühren und bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis die Linsen weich sind.

Es gibt leider keine Fotos, denn alles war weg bevor ich ans fotografieren gedacht hab. Waren aber auch beides nicht die fotogensten Gerichte der Welt.