Me made Mittwoch: Das Probekleid

Heute trage ich das Probekleid zu meinem Weihnachtskleid, also Simplicity 3673, in der ausgestellten Variante. Und es gibt auch endlich mal wieder ein Foto mit einigermaßen tragbarem Licht.

Ich finde, man sieht am Probekleid schön all die kleinen Schwächen, die ich beim Weihnachtskleid noch korrigiert habe, aber eben für das „Alltagskleid“ nicht alle angegangen bin.

  • Zum einen ist das Kleid im Rock zu weit, ich habe ja das Weihnachtskleid untenrum eine Größe kleiner zugeschnitten und noch enger gemacht. Beim Probekleid habe ich lediglich an den Seitennähten ein wenig nachjustiert. Unsere ehemalige Sekretärin würde sagen: „Naja, da haben Sie noch Platz für die Zukunft“ und in der Tat würde auch ein kleiner Babybauch reinpassen.
  • Dann sieht man hier ganz schön, warum ich beim Weihnachtskleid im Ausschnitt zwei Abnäher reinschummeln musste.
  • Ferner ist das Oberteil etwas kurz und wirft aber in der Mitte eine Querfalte, die habe ich beim Weihnachtskleid noch in die Naht geschummelt.
  • Außerdem habe ich das Probekleid, wie in der Anleitung vorgesehen, nur im Oberteil gefüttert. Und schon der Weg zur Arbeit hat mir gezeigt, dass das total dumm ist. Die rechte Seite des Rocks versuchte die ganze Zeit sich hinter meiner Handtasche zusammen zu wurschteln, während die linke Seite sich um mein linkes Bein wickelte. Ich fürchte, das ist dann jetzt der Anlass, mir endlich einen Unterrock zu nähen.
  • Ich bin auch mit der Gürtellösung nicht ganz zufrieden. Ich finde, das Kleid braucht, gerade mit dem zu weiten Rock, einen Gürtel. Ein Crash-Satin-Band, wie beim Weihnachtskleid, finde ich aber für den Alltag und zum Nadelstreifenstoff zu schick. Da weiß ich noch nicht so recht…

Trotzdem mag ich den Schnitt sehr und werde in Kürze (ähem) auch die schmale Variante mal ausprobieren. Jetzt werde ich mal in die heutige Modenschau bei Catherine einreihen und heute abend, nach dem Vorbereitungsgespräch zu meiner Disputation, entspannt die Bahnfahrt mit der Betrachtung schöner Kleider verbringen. Heute ist außerdem Tag eins einer langen  langen Phase ohne Zucker und Weißmehl, da kann ich jede Ablenkung brauchen.