Buchempfehlung: Mord ist kein Kinderspiel

Ich bin schon fast die ganze Woche krank, während ich mit Tee und Wärmflasche das Sofa hüte, passiert hier im Blog leider wenig.

Ich musste auch feststellen, dass das Fernsehprogramm am Nachmittag nicht wirklich dazu angetan ist, einer kranken Frau Siebenhundertsachen wieder auf die Beine zu helfen. Also habe ich neben exzessivem Blog-Lesen und Pinterest-durchkämmen viel gelesen. Und zwar dieses Buch

Bildquelle: libri.de

Flavia de Luce: Mord ist kein Kinderspiel von Alan Bradley.

Ich habe mir das Buch nach Weihnachten spontan in der Buchhandlung gekauft, weil alle Bücher, die ich eigentlich vom Weihnachtsgeld erwerben wollte nicht vorrätig waren. Und wie so oft hat sich der Spontan-Kauf als echtes Schätzchen entpuppt. Ich bin total begeistert. Das Buch ist so voller schrulliger Charaktere, liebevoller Details und unfriedlicher britischer Idylle, dass ich es nur allerwärmstens empfehlen kann.

Dieser sehr ungewöhnliche Krimi spielt Anfang der 1950er Jahre in der britischen Provinz nahe Haworth, der Heimat der Bronte-Schwestern, in Yorkshire. Die Protagonistin Flavia de Luce ist ein fast elfjähriges Mädchen aus uraltem Adel, die ohne Mutter, dafür aber mit zwei gemeinen Schwestern und einem desinteressierten Vater, einer vollkommen unbegabten Köchin und einem leicht verrückten Butler/Gärtner auf einem Landsitz (Buckshaw) aufwächst. Von ihrem Großonkel Tar de Luce hat sie eine Leidenschaft für die Chemie sowie ein komfortabel ausgestattetes Laboratorium geerbt. Flavia hegt eine große Schwäche für Gifte und verbringt ihre Freizeit mit dem Sammeln von Giftpflanzen, extrahieren der Gifte und leichten Vergiften ihrer Schwestern und eines Schweins. Ansonsten streift sie mit ihrem Fahrrad, welches den Namen Gladys trägt, durch die Gegend rund um den kleinen beschaulichen Ort. So gerät sie mehr oder weniger zufällig mitten hinein in einen Mordfall und ermittelt auf eigene Faust.

Flavia ist ein hinreißender Hauptcharakter, die intelligent, morbide und mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor die Geschichte erzählt. Darüberhinaus wimmelt es in diesem Buch von schrulligen Leuten nur so. Das alles eingebettet in die nur augenscheinliche Idylle des englischen Dorfes ist ein Genuss nicht nur für Krimifans, finde ich. Ich fühlte mich durch das Setting entfernt an Inspektor Barnaby erinnert, Flavia ist aber um ein vielfaches intelligenter, abgründiger und findiger als jeder polizeiliche Ermittler in einem Krimi sein könnte.

Ich werde mir auf jeden Fall noch den ersten Band „Mord im Gurkenbeet“ bestellen und kann dieses Buch nur allerwärmstens empfehlen. Es ist spannend, lustig, morbide, zuweilen gruselig und herrlich schrullig.

3 Gedanken zu “Buchempfehlung: Mord ist kein Kinderspiel

  1. Zuzsa schreibt:

    Angesteckt … dank deines Beitrags. Und ich meine nicht den Schnupfen 😉 (der mich allerdings auch gerade erwischt hat). Vielen lieben Dank für die tolle Empfehlung! und viele Grüße, Zuzsa

Danke für deinen Kommentar! Ich freue mich sehr darüber!

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