Me made Mittwoch

… Diesmal aus der Konserve. Ich trug am Sonntag mein neues und wohl letztes Winterkleid.

Onion 2036 aus dunkelblauem Wollfischgrät. Ein sehr bequemes Alltagskleid, dass mir total gefällt.
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Der Schnitt ist eigentlich für Strickstoff. Aber ich hab mir in den Kopf gesetzt, es aus genau diesem Alfatex-Schnäppchen zu nähen und es hat gut geklappt.
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Änderungen: weil ich keine Ahnung habe, wie man ein FBA bei Raglanärmeln macht, habe ich Größe 40 zugeschnitten und an den Raglannähten sehr viel (5cm jeweils) weggenommen. Außerdem habe ich unter der Brust Abnäher gemacht, um den Sack-Eindruck zu vermindern.

Die Ärmel waren 3/4 lange Trompetenärmel. Das fand ich doof. Deshalb hab ich Jerseybündchen angefügt. Und Nahttaschen.

Mehr selbstgenähtes bei Catherine Meike (!!!) … Danke für die Organisation!

Sieben Sachen

Puh, hier sind die 7 Sachen, geringfügig spät, aber echt von Sonntag. Was ich so mit meinen Händen gemacht habe, nach Idee von Frau Liebe.

In mein neues Kleid geschlüpft und begeistert den warmen Wollstoff gestreichelt.

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Einen Korb kuschelige Wäsche aus dem Trockner gezogen.

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Tee gekocht.

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Eine Tüte fettgebackene, marmeladegefüllte Schweinereien in Empfang genommen.

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Auf dem Beifahrersitz fleißig die Nadeln geschwungen.

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Zum Schutz vor ungeahnt eisigem Wetter schnell in dicke Handschuhe geschlüpft.

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Die Selbstreinigung angestellt.

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Und alle so: Wochenende

Puh, das war wirklich eine Arbeitswoche directly from hell. Nicht nur hatte sich ohnehin schon einiges über Disputationspanik etc. angestaut. Kaum war ich aus dem wohlverdienten Mini-Ski-Tag zurück, hatten sich auch noch alle die Hände gerieben und nagelneue Aufgaben für mich ausgedacht. Dazu noch 2 Klausuraufsichten in den Abendstunden (z.B. an Altweiberdonnerstag von 20-21.30. *cheerio*) und ein Haufen neue Formulare, die sich zwischen mich und meine Dr. stellen wollen sowie ungeahnte Deadlines und lächerliche zwei neu zu planende Veranstaltungen. Und schwupps keinen Tag vor 9 zu Hause. Also doch, Montag, da hab ich ein Karnevalskostüm für meine Schwester genäht. Aber sonst. Frau Siebenhundertsachen nur Büro und Bett. Der Mann Deadline vor Augen und eigentlich Bett im Büro. Und die Wohnung in Auflösung begriffen. Puh, puh, puh.

Bin ich froh, dass die Woche aus der Hölle vorbei. Alles fertig, abgegeben oder weggeschoben ist und ich Wochenende hab. Das hab ich sofort gefeiert durch Fertigstellung meines allerallerletzten Winterkleides. Wurde auch Zeit. Denn 1. hab ich den Stoff schon vor drei Wochen bei alfatex im WSV gekauft und warte seitdem nur darauf ihn in Kleidform streicheln zu können. Und 2. wer weiß wie lang es noch kalt ist.

Und nun *großer Tusch* ich hab Urlaub! Montag, Dienstag und zwei weitere Wochen. Heidiho. Ungünstigerweise werden wir von diesem Urlaub etwas überrascht. Noch nahezu nichts geplant. Keine Zeit. Hölle – Büro – ihr wisst schon. Also werde ich wohl, nachdem die Wohnung wieder in einen wohnungswürdigen Zustand zurückversetzt ist, vielleicht Sonntag mal anfangen mir ein bis fünf Gedanken zu machen. Bleibt spannend. Also jetzt schnell ins Bett und dann hoffen, dass die innere Hausfrau morgen auch am Start ist. Auf die is ja nicht so Verlass zumeist. Unzuverlässiges Personal wo man hinschaut.

Karokuschelkleid reloaded

Vor zwei Wochen habe ich mittwochs mein Karokleid vorgestellt. Dabei habe ich ordentlich rumgemeckert wie blöde es um die Brust sitzt. Plattdrückend und einengend. Hier nochmal das Foto mit dem Problem:

Glücklicherweise haben viele tolle Kommentatorinnen sich meiner erbarmt und hilfreiche Tipps zur Hand gehabt. Dank Memas treffender Frage nach meiner BH-Größe und den Links zu FBA, habe ich viel dazu gelernt:  Die Schnitte sind, genau wie Kaufkleidung, in der Regel auf Körbchengröße B ausgelegt. Das kann ja nicht klappen. Ich trage nämlich D. Und habe bisher die Schnitte meist passend für meine Brust abgepaust. Kein Wunder, dass ich immer an Rücken, Schultern, Ausschnitt riesige Stoffstücke wegnehmen musste. Insbesondere hier habe ich ausführlich erklärt bekommen, was ich stattdessen tun sollte.

Ich wollte mein schönes Karokleid einfach noch nicht aufgeben. Aus den letzten Resten des Stoffes habe ich mir noch ein Stück zusammengenäht, das gerade noch für ein Vorderteil reichte. Ich habe meinen Brustumfang gemessen und den Umfang über der Brust. Daraus konnte ich rechnerisch bestimmen, dass ich eine Anpassung auf C-Cup vornehmen muss. Ich habe also zunächst ausgerechnet, welchen Brustumfang ich hypothetisch hätte, wenn ich mit meinem Oberbrustumfang B-Cup hätte. Entsprechend habe ich das Oberteil abgepaust. Dann habe ich den Brustpunkt angezeichnet. Dieser lag in der Tat auch relativ niedrig, was erklärt, warum das Oberteil auch zu kurz war.

Entsprechend der Anleitung habe ich zwei Schnitte vorgenommen und das ganze entsprechend auf eine neue Folie aufgeklebt, auf der ich mir vorher die Keilbreite von 1,3cm (0,5inch) angezeichnet hatte.

Dann die neue Form ausgeschnitten, wobei ich neben der entstehenden Verlängerung noch 1cm zusätzlich unten angesetzt habe. Und fertig.

Es war natürlich etwas knifflig nur das vordere Oberteil auszutauschen. Die Schulternähte musste ich von außen absteppen und von innen ist es jetzt natürlich nur so semi-sauber. Ich musste außerdem trotzdem noch am Halsausschnitt ein Stück rausnehmen, ging aber ja wegen der Stückelung easy an der Naht… ABER: Ich habe jetzt ein ziemlich gut passendes kuschelwarmes Traumkarokleid. Ein Happy-End…

… leider habe ich noch kein Nachher-Foto machen können. Aber ihr könnt mir glauben, der Plattbuseneffekt ist weg und atmen kann man jetzt auch. Erstaunlich was zwei kleine Keile ausmachen. Beim nächsten Mal würde ich vielleicht sogar Größe 10 zuschneiden und eine Anpassung auf Cup D machen, weil ja Hals und Schultern immernoch etwas weit waren. Danke liebe Kommentatorinnen. Das Internet ist super!

Me made Mittwoch: Der Pulli-Rock

Ich trage heute meinen Upcycling-Bleistift-Rock aus einem alten Strickpulli mit doofem Halsausschnitt (obere Lage) und einem in alle Richtungen ausgeleierten Jersey-Rock (untere Lage und Bund).

Ich habe diesen Rock vor einigen Wochen schonmal beim Upcycling-Dienstag vorgestellt. Dort gibt es Fotos wie er drunter aussieht. Heute sind dafür die Tragefotos gelungen. Auch nach einigen Wochen Praxistest trage ich ihn immernoch sehr gern. Er ist gemütlich und warm.

Ich habe einen ähnlichen Rock aus einem Strickpulli irgendwann vor meiner eigenen Blogzeit mal beim MMM oder beim MMM-Februar gesehen. Leider weiß ich nicht mehr wo. Falls die betreffende Dame hier mitliest, bitte melden, dann verlinke ich die Inspirationsquelle mit großer Freude. Neue Inspiration kann man sich heute wieder bei Catherine und den Me-made-Damen besorgen.

 

Schmorkohl

Ich bin immernoch im Nach-Disputations-Entspannungs-Modus. Deshalb fan’s gestern weder 7 Sachen noch Sonntagssüß. Wir waren nämlich schon wieder Ski fahren. Und ans fotografieren hab ich da nicht gedacht.

Ich hab aber endlich auch mal wieder gekocht. Schmorkohl. Ein Winterliebling.

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Für 2-3 Personen einen Spitzkohl kleinschneiden. Das feine oben in Ca. 2cm große Würfel, das härtere unten in feinen Streifen. Außerdem eine Zwiebel grob würfeln. Beides zusammen mit 1Tl Kümmel in Butterschmalz gründlich anbraten und dann mit 1 Tasse Gemüsebrühe auffüllen. Deckel drauf und bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Kohl weich ist. Dann mit einem Schuss Sahne und Pfeffer und Salz abschmecken. Wer es etwas extravaganter mag, bräten noch eine Handvoll Cashewkerne an und würzt sie mit etwas Zucker, viel Pfeffer und Salz und gibt sie drüber. Salzkartoffeln dazu und genießen.

Dr. Siebenhundertsachen

Danke an alle für’s Daumendrücken! Es hat geholfen, seht selbst:

Diesen wundervoll gebastelten Doktorhut habe ich von meinen Kollegen bekommen (Danke Z.!) und mich sehr darüber gefreut. Er nimmt Bezug auf die Themen meiner Diss und ist zwar etwas schwer, aber man läuft ja auch nicht stundenlang damit rum, nicht wahr? Ich fürchte, ich werde noch daran arbeiten müssen, nicht jedes Mal, wenn mich jemand mit Titel vorstellt in hysterisches Kichern ausbrechen zu müssen. Ansonsten bin ich aber rundum froh, dass es geschafft ist und ich mich nun befreit neuen Projekten, Aufgaben und Verpflichtungen widmen kann. Erstmal waren wir allerdings gestern zur Entspannung Skifahren. War toll! Und heute abend haben wir ein lang geplantes Nähkränzchen (in unser Disputation-chaotisierten Bude) und auch darauf freue ich mich sehr!

 

Me made Mittwoch: D-Day

Ich bin unterwegs zu meiner Disputation und halte mich durch bloggen vom Kollaps ab. Ich trage mein gänzlich wetterunkompatibles Disputationsoutfit. Detailfotos liefere ich wann anders nach.
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Ich habe mich aus Wohlfühl- und Farberwägungen gegen mein einziges Kostüm entschieden. In schwarz würde ich wohl noch kalkiger aussehen, es ist so schon ein erhebliches Maß an Kosmetik notwendig gewesen, damit ich mich etwas von der Wand abhebe. Ich trage meinen neu genähten Simplicity-Rock 2451 in der schmalen Variante. Der Schnitt (2451) ist perfekt für mich, da die Falten unter der Passe von allein um die Hüfte rum genug Platz schaffen. Ich habe ihn einzig unten etwas schmaler gemacht. Der Stoff ist eine mittelgraue Wollgabardine, die ein echter Glücksfund beim Räumungsverkauf eines lokalen Stoffgeschäfts war. Ein Reststück, das nach genau diesem Schnitt rief. Die Bluse ist gekauft, aber die Kette ist auch me made.  Ich fühle mich einigermaßen wohl und trotzdem erwachsen genug gekleidet.

Natürlich habe ich für den Weg Stiefel und einige weitere Schichten übergezogen.

Bei Cat versammelt sich alles was wollig warm und me made bekleidet ist. Ich bemühe mich dann mal um Nervenstärke und ein wenig Forscher-mäßige Seriösität.

Siebenhundertsachen verquer

Ich habe am Sonntag eigentlich 7 Sachen fotografiert. Aber ich hatte keine Zeit die 7 Bilder zu bearbeiten und den Post zu schreiben. Denn ich hab die meiste Zeit sowas gemacht:

Und gestern auch. Und danach hatte ich keine Lust. Denn dann musste ich aufpassen, nicht nervös zu werden. Zumindest nicht so schlimm. Deshalb hier statt 7 Sachen einen unzensierten Einblick in den Siebenhundertsachen-Kopf:

Catherine organisiert ein Frühlingsjäckchen Knit-Along. Ich mache nicht mit. Stricken geht so langsam, da setzt mich sowas zu sehr unter Druck. Außerdem bin ich zwei Wochen im Urlaub. … Ich hoffe, ich habe genug Sekt und Essen für den Umtrunk. Ich träume dauernd, es würde was mit dem Umtrunk schiefgehen. Ich träume auch, es würde was mit der Verteidigung schiefgehen. Aber mehr vom Umtrunk. … Sind meine Skier überhaupt gewachst? Wir fahren Donnerstag in die Berge. Auspowern nach hoffentlich erfolgreicher Verteidigung. Ich fühle mich auch darauf schlecht vorbereitet. … Ich habe das Karo-Kuschelkleid dank vieler hilfreicher Kommentare brust-vergrößert. War etwas knifflig, aber jetzt sitzt es gut. Es darf sich noch Außenseiterchancen auf das Disputationsoutfit ausrechnen. Aber die Pole-Position ist schon vergeben. … Ich sollte meinen Schreibtisch aufräumen. Hier ist ja gar kein Platz zum Schnittchenschmieren. Und außerdem liegt lauter unwichtiger Kram rum. … Am Freitag ist Nähkränzchen bei mir. Die Wohnung sieht eher chaotisch aus. Aber ich hoffe auf Nachsicht. Näh ich noch ein Winterkleid oder doch was für den Frühling (oder für den Urlaub?) Wielange bleibt es wohl noch sibirisch? … Die Kleiderabteilung meines Kleiderschranks ist voll. Das Kuschelkleid musste zu den Hemden meines Mannes umziehen. Wenn er das merkt wird er unbegeistert sein, fürchte ich.  … Ich habe gestern 44,5 Minuten für den Vortrag gebraucht. das ist gut. Und ich mache hoffentlich auch einen versierten Eindruck. Aber was werden sie mich wohl fragen? Puh, das Kopfkino weist da reichlich potenzielle Fallen aus. … Es ist irgendwie dumm, in zwei Wochen in die Sonne zu verreisen. Bikinifigur? Im Winterschlaf! Unsere Urlaubsplanung war auch schonmal gecheckter. Ich hab noch NÜSCHT geplant, eingekauft oder gelesen. Sogar mein Reisepass wartet noch im Bürgerbüro. … Eigentlich wollte ich heute nichts mehr für die Disputation machen, will mich nicht verrückt machen. Aber jetzt denke ich, ich sollte noch was lesen. Ein bisschen Halbwissen ins Kurzzeitgedächtnis packen. Aber was soll das bringen? Nee, ich räum lieber doch den Schreibtisch auf. … Der Tatort geht mir noch ein bisschen nach. zu viel organisiertes Verbrechen für mein zartes Gemüt. Oder mein derzeitiges Nervenkostüm. Oder beides. Überhaupt wann sind mal wieder Köln, Münster oder München dran? … Das kalte Wetter stört mich wenig. Nur die Wäsche wird schlecht trocken. Und naja, wenn der Bus sich zeit lässt, dann ist es auch etwas frisch. Aber sonst. … Wir kriegen bald einen neuen Kollegen. Hoffentlich einen netten. Im Moment ist es auch bisschen stressig nur zu zweit. … Oh es schneit ein ganz kleines bisschen. Wie schön. Schnee wär ja schon mal nett. … Ich müsste mal eine Quelle für richtig guten Jersey in nettem Muster finden. … Und Baumwollstoffe für Sommerkleidchen. Warum gibt es z.b. pünktchen-Muster fast immer nur für Kinder? Ich hätte gern Sachen mit Pünktchen. Blau mit roten Pünktchen z.B. wär erste Sahne. So ganz kleine. … Hier liegt ein Stapel Klausuren. Die gucken mich böse an und möchten korrigiert werden. Ich will nicht. Korrigieren ist (mit Ausnahme von Disputation haben) meine einzige richtig ungeliebte Aufgabe in meinem Job. … Ob ich genug Dips geplant habe? Und genug Brot? Es soll ja niemand verhungern. Obwohl. Das ist bisher noch nie vorgekommen. … Übrigens: Ich bin ganz schön nervös. Hat’s jemand gemerkt?