7 Sachen

Heute gibt es 7 unbeschnittene, unbearbeitete Bilder von 7 Sachen, für die ich meine Hände gebraucht habe. Zu mehr ist keine Zeit.

1. Frühstückstisch gedeckt

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2. Im Cappucino gerührt.
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3. Schuhe angezogen und zu einem langen Spaziergang aufgebrochen.
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4. Uns am Kopf gekratzt und uns gefragt, ob wir es wagen sollen verbotswidrig weiterzugehen.

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5. Eine leckere Rhabarbarlimo zusammengerührt.
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6. Den Feudel geschwungen.
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7. Die Wäsche an die Sonne gelassen.
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Stressbewältigung

Also wenn ich nach zehn erst von der Arbeit komme, nehme ich mir einen Rotwein, gehe ins Wohnzimmer, mache die Diskokugel an und träume ein bisschen.

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Sie ist zwar keine sehr gute Beleuchtung, aber stylish is sie schon, oder?

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Und ihr so?

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Me made Mittwoch: Punkteglück mit (leichter) Trübung

Wie bereits berichtet hatte ich Samstag einen Erholungstag nach stressiger Woche, vor Sonntagstermin und neuer stressiger Woche. Und diesen Tag hab ich genutzt, um mir ein Punktekleid zu nähen. Ich verspüre, in Bezug auf den herannahenden Sommer, vor allem 2 Gelüste dieses Jahr: Punkte und Rot. Nähfreundin Z. musste auf dem Stoffmarkt schon etwas unter der Suche nach roten Pünktchenstoff leiden. Und hier also nun das erste Modell der Punkte-Phase:

Schnitt ist aus Knip 2/2012, Modell 27 (glaube ich). Knip-typisch war es sehr flott genäht, obwohl es raffiniert aussieht. Also für Handhabung und Aussehen von mir eine glatte 1.

Abzüge gibt es leider bzgl. Passform und das ist etwas ungewohnt. Ich denke, ein Teil der Probleme hätte sich vielleicht nicht ergeben, wenn ich eine Größe kleiner zugeschnitten hätte. Aber wer kann schon ahnen, dass er Größe 36 hat? Dieses Kleid war auch das erste, bei dem meine Puppe zum Einsatz kam und weil Nina um einen Bericht gebeten hatte, hier Making-of-Bilder:

                               

Man sieht, der Ausschnitt war ursprünglich etwas zu weit. Ich habe daher am Rand des Rockteils noch zwei weitere Falten eingefügt und die Diagonalstreifen um je 2 cm gekürzt. Frau Puppe hat mir hier tolle Dienste geleistet und darf bleiben. Allerdings wäre ein Ständer wohl doch etwas besser, als das Cajon meines Mannes als Unterbau. Aber zurück zum Kleid: Außerdem waren aber die Schultern deutlich zu breit. Hier habe ich jeweils auch einen cm rausgenommen. Leider hat das das Problem nur teilweise gelöst, ich finde mich immernoch recht oft an meinem Ausschnitt rumordnend wieder.

Das Problem ist, dass die Streifen in der Seiten und Ärmel-Naht mitgefasst sind. Die kürzeren Streifen bewirken nun also, dass hier jeweils die Naht nach vorn gezogen wird. Gleichzeitig sind die Schultern immernoch leicht zu breit und auch das Rückenteil. In der Länge habe ich das Kleid ohne Saumzugabe zugeschnitten und würde es aber eigentlich fast noch ein wenig kürzer machen.

Ich weiß, das ist jammern auf hohem Niveau, das Kleid ist schön und bequem. Aber, ich werde nochmal ran und das Oberteil etwas verschmälern. Es ist nämlich zu schön, um es nicht perfekt zu machen. Oder was denkt ihr?

Mehr frühlingshafte und selbstgemachte Outfits finden sich bei Cat. Danke für die Organisation!

Edit: Der Stoff ist von Louzou, es gibt ihn aber nur noch in braun. Drunter das zweite erfolgreich produzierte Unterkleid.

Diese Woche (nicht) gekocht trifft unveränderte Lage

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaah. Mein ganzer langer Post ist verschwunden! Boah. wie gemein!

Also nochmal:

Leider haben mein Arbeitsrhythmus, meine To-Do-Liste und ich uns noch nicht synchronisiert. Will sagen: Am Ende des Tages war in der vergangenen Woche immer noch verdammt viel Arbeit übrig. Entsprechend wurde wenig gekocht und das werkeln, nähen, gärtnern fand weitgehend theoretisch statt. Was es gibt, will ich dennoch berichten, aber gesammelt denn zum bloggen ist auch wenig Zeit. Selbst heute habe ich Arbeit und einen langen Termin mit Anreise und halber Arbeit.

Zunächst kulinarisches:

Samstag: Vegetarische türkische Pizza

Ich hatte ein Foto, aber es ist verschwunden. Aber sie sah aus, wie türkische Pizza eben aussieht. Und sie geht so:

Zutaten für 4-5 Pizzen

300g Mehl

120ml Wasser

1TL Zucker

½ TL Salz

15g frische Hefe

1 Dose Tomaten in Stücken

1 Zwiebel

2 Zehen Knoblauch

300g Tofu

1 EL gehackte Petersilie

1TL Kreuzkümmel

1 TL Paprikapulver scharf

Joghurt, Knoblauch, Salz, Pfeffer

Weißkohl, Rotkohl, Zwiebeln, Eisbergsalat, Gurken, Tomaten

Zuerst der Teig: Mehl und Salz mischen, die Hefe und den Zucker im Wasser auflösen. Beides mischen und sehr sehr gut kneten. Wenn noch kein homogener Teig entsteht, noch Wasser zugeben, aber vorsichtig, das ganze darf auf keinen Fall kleben. Min. 1 Std, lieber kühl und länger gehen lassen.

Für die rote Matsche: Knoblauch und Zwiebeln fein hacken, Tofu zerbröseln und in Sojasoße marinieren. Alles in einer Pfanne in Olivenöl anbraten. Die Tomaten, die Gewürze, Salz und Pfeffer dazu. Auf kleiner Flamme ca. 15 Min. köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Salat schneiden, das Tzaziki anrühren, Rotkohl, Weißkohl und Zwiebeln werden jeweils mit Öl und essig mariniert.

Jetzt die Fladen: Eine Pfanne mit dickem Boden bei relativ hoher temperatur aufstellen. Ich mache es auf Gas, aber denke so 8/9 oder 10/12 wäre angebracht. Am besten eine beschichtete nehmen, sonst leicht fetten.  Den Teig in 5 Teile teilen und den ersten mit dem Nudelholz auf Mehl dünn ausrollen. Danach noch „frei schwebend“ mit den Händen weiter dehnen. Das muss er aushalten, sonst ist er nicht flexibel genug und muss nochmal ausgerollt werden. Die türkische Mama, die mir gezeigt hat, wie’s geht, hängte die Fladen über ihren Arm.

Den Fladen in die Pfanne. Er sollte leicht aufgehen und Blasen werfen. Wenn die Unterseite leicht Farbe bekommt, wenden und sofort mit roter Matsche bestreichen. Wenn die zweite Seite leicht braun ist, ist er fertig. Entweder sofort auf den Teller und füllen oder SOFORT in Alufolie schlagen, sonst wird er fest und bricht beim rollen.

Mit Tzatziki und Salat füllen, nach Belieben noch schärfen und zusammenrollen. Köstlichst. Und weil 5 Fladen selbst für 2 verfressene recht viel sind, gab’s Sonntag nochmal das gleiche.

P.S. Es funktioniert genauso auch mit der Original-Variante mit Hackfleisch!

P.P.S. Auch Dürüm für Dürüm-Döner geht genauso. Dann aber am besten unter einem dicken Brett ablegen nach dem backen, sonst verlieren sie ihre Feuchtigkeit und brechen.

Montag ist neuerdings Sporttag im Hause Siebenhundertsachen. Da gab’s vorher nur paar Möhrchen.

Dienstag: Linsensuppe. Westfälisch mit Rosinen. Wie bei Mama und Omma. Unfotogen aber sehr lecker.

Mittwoch: Kein Abendessen weil auswärts.

Donnerstag: Spaghetti mit zu Ostern bekommenem Kürbiskernpesto von Freundin M. War sehr lecker!

Freitag: Als Abschluss der Office-Week from hell schön fettige leckere Pizza bestellt.

In Sachen Planbewältigung gibt es nicht so viel zu berichten. Ich war an keinem Tag zu einigermaßen humaner und sonderlich Abends-Aktivitäts-animierender Zeit zu Hause. Noch am Samstag hab ich rucola eingesäht, habe aber Angst er hat einen Hagelschaden erlitten. Dafür sind die Zucchini und Kürbispflanzen ziemlich rege und versuchen schon selbsttätig sich ihren Weg von der Fensterbank im ersten Stock in den Garten zu bahnen. Die Kartoffeln zeigen in ihrer Tonne noch keine Aktivität. Ich warte ab.

Auf Akkuschrauber Action hatte ich mal gar kein Bock. Folglich harrt die Riesentischplatte nach wie vor ihrer Demontage.

Ich war auf dem Stoffmarkt. Und habe ca. 250 Stoffe für die in Kürze anzufertigende Sommergarderobe erworben *hüstel*. Auch Futter für den Karo-Rock. Das hat ihn allerdings der Fertigstellung nur ein Itzchen näher gebracht. Das Unterkleid hab ich natürlich genäht. Schnell und effektvoll und Mittwoch schon gezeigt.

Gestern war ein Lichtblick-Tag. Der beste Gatte der Welt hat mich von allen Haushaltsaufgaben befreit und mir einen Erholungstag beschert. So konnte ich ein neues Jerseykleid nähen, das ich Mittwoch zeigen werde, falls das Wetter mitspielt. Außerdem Haare färben, Nägel lackieren, Maske ins Gesicht, spazieren gehen. Kurz durchatmen, bevor ich heute schon wieder halb beruflich unterwegs war und im Zug auch noch arbeitete.

Da ich für die nächste Woche noch keine unmittelbare Besserung erwarte, formuliere ich mal keine Wochenziele. Riesige Massen zu korrigierender Übungsblätter, eine neue Vorlesung und ein EU-antrag in Koinzidenz sind kein Spaß, ich sag’s euch! Sobald meine To-Do-Liste und ich wieder zu einer inneren Einheit gefunden haben, gibt’s auch wieder Fortschrittsberichte. Einstweilen bemühe ich mich um Schlaf und geregelte Mahlzeiten.

Pott kreativ: Das Unperfekthaus

Nun ist es schon wieder 3 Monate her, dass ich zur Blogaktion Pott kreativ aufgerufen habe. Leider war die Resonanz an Vorschlägen zu kreativen Orten und Menschen, die meine Leser und ich kennenlernen sollten eher verhalten. Sollte es tatsächlich so sein, dass das Ruhrgebiet eine DIY-Diaspora ist?

Der einzige kreative Ort, der genannt wurde, ist das Unperfekthaus. Und das lohnt in der Tat einen Besuch. Es entspricht nicht ganz, dem was ich mir erhofft hatte, denn es ist keine offene Werkstatt für jeden, so wie die Dingfabrik. Es ist aber zumindest sehr kreativ und für jeden zum Besuch offen. Letzte Woche war ich mal wieder da und kann so mit frischem Eindruck berichten.

Das Unperfekthaus liegt in der Essener Innenstadt, direkt am Einkauszentrum Limbecker Platz. Es ist aber schon länger da als dieser Konsumtempel. Es vereint unter einem Dach ein Restaurant-Wohnzimmer/Bistro/Bar, viele Räume, die von Bands, Initiativen aber auch Unternehmen und Privatleuten gemietet werden können, gaaaaaanz viele Ateliers und Läden von Künstlern und sympathisches kreatives Chaos. Jeder kann hier hereinschneien und sich umgucken, was essen oder einen Tee trinken. Man bezahlt allerdings einen Eintritt, in dem dann aber schon alle alkoholfreien Getränke enthalten sind. Wieviel hängt von der Verweildauer ab, abgerechnet wird beim gehen.

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Die im Haus ansässigen Kreativen zahlen, so weit ich weiß, nichts, verpflichten sich aber dazu, da zu sein und jeden neugierigen auf ihre Arbeit schauen/ihrer Musik zuhören/ihren Texten lauschen zulassen.
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Viele der Läden/Werkstätten sind auch offen, wenn der jewilige Kreativschaffende nicht da ist. Seine „Nachbarn“ übernehmen dann Aufsicht und Verkauf.

Auf insgesamt 4 Etagen findet man Ateliers. Komplettiert wird das ganze von verschiedenen Räumen zum verweilen, einer großen Dachterrasse und zwei Massage/Yoga/Tanzräumen wo auch Kurse stattfinden.

Das Uph hat verschiedenen Räume, die für Feiern und Unternehmensevents gemietet werden können und dies wird scheinbar auch reichlich in Anspruch genommen.

Das Essen ist übrigens hervorragend und die Getränkeauswahl riesig. Ich schätze am UPH die offene Atmosphäre und den gemütlichen Gesamteindruck. Und ich bin begeistert, dass die Idee Erfolg hat, das Haus sich trägt und funktioniert. Offenbar so sehr, dass die Initiatoren nun noch weitere Projekte angehen, u.a. das Generationen-Kultur-Haus, über das man z.B. hier mehr erfahren kann.

Ein Besuch ist zu 100% empfehlenswert und täglich von 10 bis 23 Uhr möglich.

Auch wenn ich nun noch nicht viele weitere kreative Orte kennengelernt haben, so haben sich zumindest einige Kreativbloggerinnen aus dem Pitts gemeldet. Hier geht die Reise also weiter und es gibt bald neues unter dem Label „Pott kreativ“.

Me made Mittwoch: schick drunter

Was?! Zeigt Frau Siebenhundertsachen hier etwa das gleiche Outfit wie vor 2 Wochen? Skandal!

Weit gefehlt! Zwar wohne ich praktisch in diesem Kleid, seit es fertig ist. Die Hauptrolle spielt aber das, was unterm Saum rausschaut: ein Unterkleid, heidiho, Tusch und Fanfaren!

Extra für euch, ein Bild vom drunter. Chaotische morgendliche Badezimmerumgebung und nasse Haare inklusive. Wer hier schon länger mitliest oder öfter mal mittwochs reinschaut, der weiß: Ich beklage mich schon eine Weile darüber, dass ich einfach keinen guten Shirt-Basisschnitt finde. Es ist mir vollkommen unverständlich, warum sämtliche Schnittproduzenten nicht in der Lage sind ein ganz einfaches schnödes T-Shirt für mich zu entwerfen. Vor allem, da ich diverse hervoragend sitzende Basis-Longsleeves von großen Kleidungsketten besitze. Übrigens habe ich auch schon an vielen anderen Mittwochs-Damen schlecht sitzende Me-made-Shirts gesehen, es scheint also nicht nur an meiner Figur zu liegen. Warum ich nicht einfach Shirts kaufe? 1. es gibt die nie nie nie in den Farben, in denen ich sie gerade brauche. 2. ich möchte möglichst wenig anziehen, das von kleinen Kindern in Bangladesh für mich genäht wurde. 3. Ich möchte aus den Basisshirts auch Basisunterkleider machen können.

Ich habe nun am Sonntag beim Tatort eine Fact-Finding Mission zur Lösung dieses Problems gestartet und alle alle Shirts die mir gut passen abgepaust. HAHA! Dabei habe ich mehrere interessante Dinge festgestellt. 1. Das Basis-Stretch-Shirt einer gewissen schwedischen Kette mit H entspricht, bis auf den Ausschnitt, exakt dem einer anderen skandinavischen Kette mit O, außer, dass die mit H Größe M reinschreiben und die mit O Größe S. 2. Eben jenes Basisshirt in Größe S/M ist (festhalten) in der Breite 5(!) cm schmaler als das jüngst von mir ausprobierte Basisshirt von Burda, das hier auf der Puppe eindrucksvoll zeigt, wie schief und falsch ein Shirt sitzen kann. 3. Die Grundlegenden Unterschiede zwischen meinen Kaufshirts und den diversen Schnitten liegen in der Schulterbreite und der Armausschnitttiefe sowie in der Taillierung. Die Kaufshirts haben im Verhältnis zur Brustweite viel schmalere Schultern und sind deutlicher tailliert, außerdem komfortabler an den Armen.

Diese neuen Erkenntnisse habe ich nun mit Hilfe eines Baumwoll-Jersey-Coupons vom Stoffmarkt in einem Unterkleid umgesetzt. Und es ist gelungen. Ich brauchte nach einem Arbeitstag direkt aus der Hölle gestern schnelle Erfolge und ich hab sie bekommen. Schultern, Brust, Becken sitzt perfekt. Der Ausschnitt war etwas weit, weil der Baumwoll-Flutsch-Jersey mehr leierte als gedacht, das hab ich aber mit einem eingefassten Gummi noch beigefuscht. Auch die Arme sind zu weit, weil ausgeleiert, aber das ist kein konzeptionelles Problem. Ich liebe es!

Und ihr so? Was tragt ihr heute? Seid ihr zufrieden oder doch noch nachbessern? Mal schnell bei Cat schauen!

Ach und noch ein kleines Extra. Es wurde ja die Frage nach den „Übergangsschuhen“ hier und da laut. Dieses Problem ist im Hause Siebenhundertsachen Geschichte, seit diese Stiefelchen eingezogen sind.

Sie sind perfekt. Innen und außen Leder, kleiner Blockabsatz, hübsch zu Röcken und Hosen, äußerst bequem. Leider sind sie von Eram- eine französische Schuhhaus-Kette, die leider immernoch keine Filialen in Deutschland hat. Und das obwohl ich es mir seit nunmehr 13 Jahren vehement wünsche. Ich habe diese Stiefel nun seit knapp drei Jahren und trage sie praktisch das ganze Frühjahr und den ganzen Herbst. Ich habe deshalb schon große Angst vor dem Tag, da sie aufgeben werden.

7 Sachen

Puh, bin ich schon wieder spät dran. Das Semester schafft mich. Uiuiui. Nun aber los, 7 Sachen, die ich am Sonntag mit meinen Händen gemacht hab. Frau Liebe hat’s erfunden.

Ein Osternest zum orthodoxen Ostern für Freundin Z. bestückt.

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Ein letzter Blick in die Nähzeitschriften, letzte Notizen und looooos.
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Stoffe befühlt (und gekauft… Traum!)
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Zwischendurch die durchgefrorenen Finger im Ärmel versteckt.

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Und im Kakao gerührt.
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Mit reichlich Beute und hochmotiviert haufenweise Schnitte abgepaust.
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Den besten Haushaltshelfer freundlich um Reinigung des Geschirrs gebeten.
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Diese Woche gekocht

Ich bin etwas spät dran und so richtig tolles gekocht haben wir auch nicht. Zuerst waren wir auf Osterbesuch und dann haben wir am Montag einen ziemlich opulenten Osterbrunch geschmissen. Davon konnten wir einige Tage zehren… Also de facto hätten wir eine Woche lang gar nix essen müssen…

Samstag waren wir fremdversorgt.

Sonntag gab’s gerade heimgekehrt nur was aufgetautes: Apfel-Thymian-Quiche.

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Montag war der Brunch, dafür habe ich neben den üblichen verdächtigen wie Marmelade und Konsorten, drei Aufstriche beigesteuert: Pizzaaufstrich, Bärlauchfrischkäse und Lachscreme. Die letzteren beiden durften auch abends nochmal auf’s Brötchen und damit ins Bild.
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Dienstag bis ziemlich spät gearbeitet und nur ein Brot unterwegs gegessen.

Mittwoch endlich was gekochtes: Mediterrane Tomaten-Gemüse-Suppe.
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Für 4:

1 Zwiebel

1 Zucchini

1 Fenchel

1 Möhre

2 Zehen Knoblauch

Schale und Saft von 1 Zitrone

2 EL Tomatenmark

2 Dosen gewürfelte Tomaten

Provence-Kräuter, Lorbeerblatt, Gemüsebrühe.

Das Gemüse fein würfeln, die Zitrone schälen und auspressen.

Das Gemüse in Olivenöl kurz andünsten, dann mit Provencekräutern würzen, das Tomatenmark zugeben und mit 0,5l Brühe ablöschen. Die Dosentomaten unterrühren, die Zitronenschale, den Zitronensaft, das Lorbeerblatt und 1 TL Zucker zugeben. Bei mittlerer Hitze eine halbe Stunde köcheln lassen. Dann die Zitronenschale und das Lorbeerblatt rausziehen und mit Salz und Pfeffer würzen. Weiterköcheln bis das Gemüse sehr weich ist. Mit Parmesan bestreut servieren.

Donnerstag Gemischter Salat mit Sonnenblumenkernen und Äpfeln.
Freitag Brotzeit. Das Brot hab ich für den Brunch gebacken. Sonst schaffen wir selten ein Brot zu essen, bevor es vergammelt. Aber nun hat sich gelohnt mal wieder den Römertopf auszupacken und ein leckeres Topfbrot zu backen. Mit vielen Körnern und Sojagranulat  drin.

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Wie immer gilt: Wer noch ein Rezept haben möchte, melde sich einfach. Und wer mitmachen will, kann gern einen Link zu seinem kulinarischen Wochenrückblick hinterlassen.

Lagebericht #4

Ich dachte ja eigentlich, die Zeiten, dass ich freitags um halb acht noch im Büro bin, wären  mit der Disputation vorbei… Dieser Irrglaube ist aber wohl nur auf meine phänomenalen Fähigkeiten im Bereich Verdrängung zurückzuführen, fürchte ich. Innerhalb von einem Forschungsfreisemester und einem Diss-Verteidigungs-wenig-Lehre-Semester habe ich erfolgreich vergessen, wie es ist, wenn das Semester startet und man -vollkommen überraschend- daran mitwirken soll. Aber Tatsache ist: ich lehre dieses Semester verdammt viel. Zum Teil neues. Ziemlich große Gruppen. Ziemlich viele Besprechungen.  Ich mache das gern. Also nicht das besprechen, aber das bereichern unbedarfter kleiner Studis mit erquicklichem essenziellem Wissen. Ich brauche nur einige Wochen Eingewöhnung in diesen fremdbestimmten Arbeitsalltag. Außerdem ist der Chef im Urlaub und ein neuer Kollege am Start. Für sich genommen erfreuliche Ereignisse aber gemeinsam alles viel. Kurzum: der Lagebericht ist spät und weitgehend unerfreulich. Und der kulinarische Wochenrückblick wird auch kurz.

Aber sei’s drum. Genug gejammert.
Haben-Seite: der Einkauf neuer Erde würde prompt und ordnungsgemäß erledigt. Außerdem enorm gewachsene Zucchini vereinzelt. Weitere Gartenaktivität war weder notwendig noch wettermäßig erquicklich. Eigentlich plante ich noch Paprika, aber da ich mich noch nicht um Samen gekümmert hab, werde ich die wohl vorgezogen kaufen. Denn mein Pflanzplan (aufgemerkt!) sagt mir, das Zeitfenster zur Aussaat ist zu.

Ich habe am Montag außerdem einen phänomenalen Osterbrunch geschmissen. Das involvierte recht umfangreiche Ordnungsmaßnahmen.

Außerdem habe ich erfolgreich die 22 Seiten Downloadschnitt in Zuschnitt-bereiten Zustand versetzt UND ein Shirt zugeschnitten. Genäht hab ich’s zwar nicht, aber gut. Bemühen war da. Gleiches gilt für den Rock. Den hab ich zwar prinzipiell zugeschnitten, ich hatte nur -Skandal- kein passendes Futter.

Ja. Soll: Wohnzimmerwand. Verdammte Axt, das kann doch nicht so schwer sein. Grmpf. Tja und der große Tisch ist auch noch teil-präsent. Tststs.

ABER. Dafür hab ich eine Maßbüste. Das hab ich schon enorm lang auf dem Zettel.

Und das ist so toll am bloggen. Wo ich es hier alles so aufgeschrieben sehe, sieht die Woche gar nicht mehr so katastrophal unproduktiv aus. Vielleicht sollte ich einen Zweitblog eröffnen in dem ich über meine seelig schlummernden Forschungsprojekte berichte. Dann kämen die mir vielleicht auch nicht mehr so stagnierend vor…

Vorher lieber noch schnell die Zielvorgaben für nächste Woche:
Auf dem Stoffmarkt Futter für den Rock kaufen (natürlich nur das höhö). Das Oberteil nähen. Und, da ich das Jerseykleid nur zum waschen ausziehe, ein weiteres Jerseykleid zuschneiden. Rucola aussähen. Naja und die Tischplatte wegräumen. Muss ja. Ah und dann noch einen lang schon angefangenen Blogeintrag fertig schreiben.

Upcycling-Dienstag: Die silberne Lady

Heute ein lang gehegtes Projekt, dass ich, dank der tatkräftigen Hilfe meiner Mutter am Wochenende realisieren konnte.

Aus einem alten T-Shirt, einem großen Berg alter Zeitungen und 2 Rollen Gewebeklebeband wurde eine Maßbüste:

Wir haben zur Orientierung diese Anleitung genommen. Da ich weiß, dass einige andere Näherinnen auch mit dem Projekt liebäugeln hier einige Erfahrungen:

  • Man sollte unbedingt ein relativ eng sitzendes, deutlich hüftlanges Shirt verwenden. Am besten mit hohem runden Ausschnitt und min. kurzen Ärmeln. Mein Shirt war zu weit und hat sich deshalb hier und da gekrumpelt.
  •  Zeitbedarf ist ca. 2 Stunden. Genau 2 Rollen Tape haben wir für etwa Größe M und D-Körbchen gebraucht
  • Die Anleitung sieht vor, dass man vom Kreuz auf der Brust aus in Schrägen Streifen arbeitet. Wir haben die Streifen zur Schulter hin immer senkrechter geklebt, nur so konnten wir die Brustform gut modellieren, ohne dass Richtung Schulter oberhalb der Brust eine Seller entstand. Hier ist es wichtig, wirklich ganz um die Brust rum und nicht platt drüber zu kleben
  • Das Tutorial schweigt sich aus bzgl. der Arme. Ich wollte unbedingt Armansätze, gehört doch Ärmeln einsetzen zu den Aufgaben, für die man eine Puppe gut brauchen kann. Wir haben daher unter den angehobenen Armen einen Querstreifen gesetzt und dann mehrere Querbahnen über die Schulter gearbeitet bei leicht abgespreiztem Arm. Nachdem ich raus war hab ich dann den Ärmel des Shirts da rein gestopft und die entstandene Fläche ( den Arm-Querschnitt ) zugeklebt
  • Das ganze war ziemlich unangenehm, denn man ist doch relativ unbeweglich in so einem Klebebandkorsett.
  • Das Aufschneiden ging easy und ich kam auch gut raus.
  • Gestopft habe ich die Lady mit haufenweise fest geknüllter Zeitung. Das hat super funktioniert. Am Ende unten einfach auch mit Klebeband zugeklebt. Jetzt fehlt mir nur noch ein abgesägter Garderobenständer.

Mehr Sachen aus altem und unbrauchbarem sammelt heute wieder Nina und zwar hier.