Me made Mittwoch: schick drunter

Was?! Zeigt Frau Siebenhundertsachen hier etwa das gleiche Outfit wie vor 2 Wochen? Skandal!

Weit gefehlt! Zwar wohne ich praktisch in diesem Kleid, seit es fertig ist. Die Hauptrolle spielt aber das, was unterm Saum rausschaut: ein Unterkleid, heidiho, Tusch und Fanfaren!

Extra für euch, ein Bild vom drunter. Chaotische morgendliche Badezimmerumgebung und nasse Haare inklusive. Wer hier schon länger mitliest oder öfter mal mittwochs reinschaut, der weiß: Ich beklage mich schon eine Weile darüber, dass ich einfach keinen guten Shirt-Basisschnitt finde. Es ist mir vollkommen unverständlich, warum sämtliche Schnittproduzenten nicht in der Lage sind ein ganz einfaches schnödes T-Shirt für mich zu entwerfen. Vor allem, da ich diverse hervoragend sitzende Basis-Longsleeves von großen Kleidungsketten besitze. Übrigens habe ich auch schon an vielen anderen Mittwochs-Damen schlecht sitzende Me-made-Shirts gesehen, es scheint also nicht nur an meiner Figur zu liegen. Warum ich nicht einfach Shirts kaufe? 1. es gibt die nie nie nie in den Farben, in denen ich sie gerade brauche. 2. ich möchte möglichst wenig anziehen, das von kleinen Kindern in Bangladesh für mich genäht wurde. 3. Ich möchte aus den Basisshirts auch Basisunterkleider machen können.

Ich habe nun am Sonntag beim Tatort eine Fact-Finding Mission zur Lösung dieses Problems gestartet und alle alle Shirts die mir gut passen abgepaust. HAHA! Dabei habe ich mehrere interessante Dinge festgestellt. 1. Das Basis-Stretch-Shirt einer gewissen schwedischen Kette mit H entspricht, bis auf den Ausschnitt, exakt dem einer anderen skandinavischen Kette mit O, außer, dass die mit H Größe M reinschreiben und die mit O Größe S. 2. Eben jenes Basisshirt in Größe S/M ist (festhalten) in der Breite 5(!) cm schmaler als das jüngst von mir ausprobierte Basisshirt von Burda, das hier auf der Puppe eindrucksvoll zeigt, wie schief und falsch ein Shirt sitzen kann. 3. Die Grundlegenden Unterschiede zwischen meinen Kaufshirts und den diversen Schnitten liegen in der Schulterbreite und der Armausschnitttiefe sowie in der Taillierung. Die Kaufshirts haben im Verhältnis zur Brustweite viel schmalere Schultern und sind deutlicher tailliert, außerdem komfortabler an den Armen.

Diese neuen Erkenntnisse habe ich nun mit Hilfe eines Baumwoll-Jersey-Coupons vom Stoffmarkt in einem Unterkleid umgesetzt. Und es ist gelungen. Ich brauchte nach einem Arbeitstag direkt aus der Hölle gestern schnelle Erfolge und ich hab sie bekommen. Schultern, Brust, Becken sitzt perfekt. Der Ausschnitt war etwas weit, weil der Baumwoll-Flutsch-Jersey mehr leierte als gedacht, das hab ich aber mit einem eingefassten Gummi noch beigefuscht. Auch die Arme sind zu weit, weil ausgeleiert, aber das ist kein konzeptionelles Problem. Ich liebe es!

Und ihr so? Was tragt ihr heute? Seid ihr zufrieden oder doch noch nachbessern? Mal schnell bei Cat schauen!

Ach und noch ein kleines Extra. Es wurde ja die Frage nach den „Übergangsschuhen“ hier und da laut. Dieses Problem ist im Hause Siebenhundertsachen Geschichte, seit diese Stiefelchen eingezogen sind.

Sie sind perfekt. Innen und außen Leder, kleiner Blockabsatz, hübsch zu Röcken und Hosen, äußerst bequem. Leider sind sie von Eram- eine französische Schuhhaus-Kette, die leider immernoch keine Filialen in Deutschland hat. Und das obwohl ich es mir seit nunmehr 13 Jahren vehement wünsche. Ich habe diese Stiefel nun seit knapp drei Jahren und trage sie praktisch das ganze Frühjahr und den ganzen Herbst. Ich habe deshalb schon große Angst vor dem Tag, da sie aufgeben werden.