Diese Woche gekocht

Etwas kurz, die Woche. Aber ich will mich auf keinen Fall beschweren! Langes Wochenende mit Rundumverpflegung im Hotel Mama und Papa ist auf keinen Fall ein Grund zu meckern.

Samstag: Toor-Dal mit Gemüse und Naan
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Indische Küche ist für Vegetarier sehr dankbar. Und Linsen, was soll ich sagen, besser geht schon kaum.

Man braucht (für 3-4):

  • 200g gelbe Linsen (Toor Dal)
  • eine ausreichend große Menge Gemüse nach Wahl, bei mir Möhren, Paprika, Blumenkohl, Bohnen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Chilischote
  • 1 Becher Joghurt
  • 1 kleine Dose (120ml) Kokosmilch
  • Kreuzkümmel
  • Zimt
  • Kurkuma
  • Currypulver indisch
  • Salz

Das Gemüse und die Zwiebeln in mundgerechte Stücke schneiden. Die Chilischote fein hacken. In 1 EL Butterschmalz anbraten, dabei schon je 1/2 TL Zimt, Kurkuma und Kreuzkümmel (gemahlen) zugeben und salzen. Die Linsen dazugeben und mit 1/2 l Wasser ablöschen. 15 Min köcheln lassen, dann die Kokosmilch und den Joghurt unterziehen. Mit Curry (ich empfehle das von Herbaria, es ist teuer aber auch viel intensiver) und Salz abschmecken und weiterköcheln bis das Gemüse gar ist.

Das Naan habe ich diesmal gekauft, wenn ich mal wieder welches selbst mache, folgt das Rezept.

Dazu trinken wir gern Chai nach diesem Rezept.

Sonntag: Gemischter Salat mit Brot und Ajvar-Dip

Salat und Brot erklären sich von selbst. Für den Ajvar-Dip mische ich Saure Sahne und Joghurt mit einigen TL Ajvar. Fertig.

Montag: Paprika-Rahm-Gemüse mit Basmati-Reis
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Die vegetarische Variante von Paprika-Rahmschnitzel. Lecker, schnell, hübsch anzusehen. Paprik, Möhren, Zwiebeln in mundgerechte Stücke schneiden, in der Pfanne anschwitzen, mit Paprika edelsüß und scharf würzen. Mit Brühe ablöschen, gar köcheln lassen, zum Schluss einen Schuss Sahne dran und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Dienstag: Linsen-Lauch-Auflauf
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Meine Eltern machten schon früher einen Linsen-Lauch-Auflauf. Allerdings habe ich mich nie nach dem Rezept erkundigt, sondern es mir einfach selbst zusammengedacht. Und es ist ein Lieblingsessen!

Für 2:

  • 2 Stangen Lauch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 125g Linsen (Berglinsen oder Grüne Linsen)
  • 1 Becher Saure Sahne
  • 150g geriebener Käse
  • einige Esslöffel Sonnenblumenkerne

Die Linsen in der doppelten Menge Brühe aufsetzen und ca. 30 Minuten kochen. In der Zeit den Lauch putzen und in feinen Ringe schneiden, die Zwiebel fein würfeln. Beides in einer Pfanne in Olivenöl anbraten. Nach Ende der Garzeit die Linsen abgießen, ein wenig von Kochwasser behalten. Linsen und Kochwasserrest zu der Lauch-Zwiebelmischung geben. Die Saure Sahne drunter ziehen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. In eine Auflaufform geben, mit Käse und Sonnenblumenkernen bestreuen, für 10-15 Minuten bei 180 Grad überbacken.

Mittwoch: Freestyle-Fake-Risotto

Der restliche Reis von Montag fand zusammen mit gemischten Gemüseresten und etwas Brühe und Käse eine neue Bestimmung. Es musste Energie gespart werden, denn auch noch das Essen für Donnerstag wartete auf Vorbereitung:

Donnerstag: Grünkern-Braten in Rotweinsoße
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Am Gründonnerstag wird in meiner Familie traditionell schon seit meiner Kindheit das Passah-Fest begangen. Die ist eine der Gelegenheiten, wo ich Fleisch esse. Lamm, logischerweise. Für Herrn Siebenhundertsachen gibt es da, da er in das Fest ja quasi eingeheiratet hat keine nostalgischen Bezüge und er zieht daher eine vegetarische Alternative vor. Ich habe im wesentlichen dieses Rezept verwendet. Ich brauchte allerdings ein Ei mehr. Außerdem habe ich die Nüsse gegen Mandeln getauscht und eine andere Würzung vorgenommen: Ich habe statt Thymian Rosmarin, zusätzlich zwei Knoblauchzehen dran gegeben und den Käse weggelassen.

Für die Soße habe ich eine Zwiebel gewürfelt und zwei Knoblauchzehen fein gehackt. Diese habe ich in Olivenöl scharf angebraten , dann einen EL Semmelbrösel drangegeben und mit 1 Glas Rotwein abgelöscht. Dann Sojasoße udn 0,5l Brühe dazugegeben, mit Pfeffer gewürzt und ca. 15 Min auf kleiner Flamme einkochen lassen. Dann mit dunklem Soßenbinder angedickt. Nachdem der Braten aus dem Ofen kam, habe ich die Soße dazugegeben und ihn so dann am nächsten Tag aufgewärmt, ohne dass er austrocknet.

Nun wünsche ich euch allen Frohe Ostern. Wer auch einen kulinarischen Wochenrückblick hat, mag mir gern einen Kommentar hinterlassen.

Lagebericht #3

So, Zeit für den Lagebericht der Woche. Und tatsächlich habe ich heute auch mal Zeit… ein Traum. Dafür habe ich keine Fotos, man kann nicht alles haben.

Aaalso. Was stand auch der Liste?

Neue Erde kaufen. Hab ich. Und ich hab auch die Kartoffeltonne angesetzt. Also Zielvereinbarung übererfüllt. Falls noch jemand eine Kartoffeltonne machen möchte, das Konzept ist das folgende: Man pflanzt in eine tiefe Tonne, wie ein Speißfass, eine Regentonne oder ähnliches ganz unten einige Kartoffeln. Und sobald das erste Grün sprießt, deckt man das Grün wieder mit Erde zu. Dann müssen die Pflanzen höher wachsen und bilden deshalb unten noch weitere Wurzeln (=Kartoffeln). Sobald das Grün wieder rausschaut, kommt wieder Erde drauf. Und so weiter und so fort, bis die Tonne voll ist. Dann darf das Grün weiterwachsen und wenn es welk wird kann man, so die Theorie, eine ganze Tonne Kartoffeln ernten. Pflanzzeit für Kartoffel ist im April. Ich habe in mein Speißfass in den Boden und einmal rundrum in die Seitenwand Löcher gebohrt. Dann kam eine Schicht Erde rein, 5 Kartoffeln, die schon ein wenig Triebe bekommen hatten (*räusper) hinein, und eine Schicht Erde drauf. Jetzt warte ich, was passiert.

Auch noch an der Gartenfront habe ich meine Tomaten vereinzelt. Jetzt warte ich noch etwas und bald sähe ich Rucola auf der Fensterbank aus. Achja, Zucchini und Kürbis eingesät sind dafür in den Kindergarten auf der Fensterbank eingezogen.

Garten: Läuft!

Dann gab’s noch das Jerseykleid fertigzunähen. Und das habe ich ja schon am Mittwoch gezeigt. Tatsächlich war es, einmal angefangen, sehr schnell genäht und ist vor allem sehr sehr schön geworden. Es hat allerdings den Wunsch nach mehr geweckt und nach einem Unterkleid. Allerdings sind auch dringend ein paar Shirts fällig.

Und dann die Aufräumtasks. Allein mit dem Haushalt ist ja für mich immer doof. Ich kann so einen Haushaltstag zu zweit ganz gut vertragen, aber allein neige ich zu verwirrtem Rumrennen, hektischem von a nach b räumen und niemals fokussiert fertig werden. Aber Herr Siebenhundertsachen kann nur einarmig helfen. Er hat also außer staubsaugen eher wenig beizutragen. Aber, ich hab den Ochsen bei den Hörner ergriffen, mir generalstabsmäßigen Plan gemacht und den Kampf gegen Chaos und Dreck erfolgreich geschlagen.

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Tatsächlich war es sogar noch mehrere Tage lang erstaunlich ordentlich bei uns. Bis wir hektisch für’s Osterwochenende packen mussten… da kann man nix machen. Osterdeko hab ich schon am Dienstag in Ansätzen gezeigt. Ein paar Eier für in die Zimmerpflanzen liegen schon bereit.

Pflanzplan hab ich auch angefangen, aber nur so halb fertig.

Trotzdem, ich bin diese Woche seeeehr zufrieden mit den Fortschritten und obwohl ich in der kommenden Wochen ja erstmal gar nicht da bin und dann das Semester anfängt, proklamiere ich frohgemut folgende Ziele:

Neue Erde kaufen (ja schon wieder), mich um Paprikasamen kümmern. Die Wohnung für den Brunch am Montag schick machen, nach dem Brunch auch wirklich sofort den Riesentisch wieder wegräumen (die schlaue Frau Dr. plant vor), einen Rock zuschneiden,  einen nervigen Downloadschnitt zusammenpuzzlen und danach ein Shirt nähen. Die Wand im Wohnzimmer mit Herrn Siebenhundertsachen schonmal planen.Wie gewohnt, in einer Woche, gleiche Zeit, gleicher Ort, wird abgerechnet!

Jetzt stehen aber die Zeichen erstmal auf Familie und der elterliche Garten schmückt sich mit Sonne.

Me made Mittwoch: Frühlingskleid

Das Wetter ist im Moment doch echt ein Blödmann! Jeden Tag behauptet die Wettervorhersage, es werde trüb, kühl und regnerisch und ich steh vor’m Kleiderschrank und rätsele ob Wolle angebracht ist. Falls ich mich dann für Wolle entscheide ist das zwar morgens auf dem Fahrrad ok, den Rest des Tages wird es aber sonnig und viel zu warm. Deshalb hab ich heute statt Wollrock zu meinem neuen Jerseykleid gegriffen. Jetzt sieht es aber trüb und kühl und regnerisch aus… Egal!

Es handelt sich um Modell 29 aus der Knipmode 12/2011, die es auch noch online zu kaufen gibt. Das Kleid hat einen falschen Wickel-Effekt und eine hübsche asymmetrische Kräuselung an der Seitennaht, die auf den Fotos wegen des Musters eher schlecht rauskommt. Besser erkennen kann man es auf der Werksschrift hier.

Das Kleid war super-easy genäht. Ich habe auf keinen Fall mehr als 3 Stunden dafür gebraucht, auf mehrere Abende verteilt allerdings. Der Jersey ist von Buttinette und war von der Verarbeitung her ein Traum, genau richtig dick und trotzdem flutschig, rollt nicht, ribbelt nicht, leiert nicht. Ich bin mir nur bzgl. der Farbhaltbarkeit noch nicht ganz sicher. Mein Mann findet das Muster zu wild, ich mag’s aber weil es sehr kombinationsfreundlich ist. Und es sitzt! Ohne Passformänderungen, mit einmal kurz stecken und völlig ohne bügeln!

Änderungen:

  • Kräuselung der Schulterpassen weggelassen, diese stattdessen verkleinert – sah mir zu unordentlich aus.
  • Kräuselung in der Seitennaht um ca. 10cm nach oben verlegt. – betonte sonst etwas meine Hüfte.
  • Kleidlänge von deutlich über Knie lang auf knapp knielang gekürzt. Es ist mir jetzt fast etwas kurz, länger als knielang mag ich aber nicht. Würde es beim nächsten Mal aber vielleicht eine Idee länger lassen.
  • Ärmel auf halbe Länge gekürzt. – Es war mir mit langen Ärmeln einfach zu viel Muster.
  • Den Ausschnitt mit Stütznaht statt Einlage fixiert und in der Mitte zusammengenäht.

Ich hätte Lust, es direkt nochmal zu nähen. Hab aber noch ein anderes Jerseykleid in der Pipeline. Außerdem brauche ich dringend ein Jerseyunterkleid, falls das Wetter noch länger so bleibt. So wie die von Wiebke. Aber dafür bräucht ich erstmal einen gut sitzenden Oberteil-Basisschnitt. Hm.

Vielleicht finde ich den heute bei einer der anderen Damen? Danke an Catherine für die unermüdliche Organisation, die Idee und die Inspiration! Tolles rotes Kleid übrigens!

 

Upcycling-Dienstag

Nina sammelt immer am Dienstag Ideen, wie man aus abgelegtem wieder nützliches machen kann. Da kommen immer ziemliche Profiwerke zusammen so dass sich mein Beitrag heute fast etwas schämt. Aber egal.

Man nehme: einen Korb der zu flach und wasserdurchlässig aber einfach viiiiiel schöner als blöde Pflanzkörbchen ist (und auch schon ein paar Kerzen überlegt ha, wie die Wachsreste verraten). Dazu eine der 6 Millionen angesammelter Plastiktüten, am besten eine schön dicke. Und ein Pflanzenabdeckvlies. Meins war noch von hier übrig.

Nun schneidet man aus der Tüte zwei gleich große Stücke, die den Boden des Korbs gut bedecken.  Diese versteckt man unter einem drei- bis vierfach gefalteten Stück Vlies.

Dann kann Erde drauf und der Inhalt eines Töpfchens Narzissen kann vereinzelt und ausgepflanzt werden. Die wurzeln nämlich flach, wenn sie in die Tiefe keinen Platz haben.

Als kleine Wiese rundrum noch Kresse eingesät und ein paar übriggebliebene Kieselchen von hier dürfen auch noch dazu. Ergänzt um die Eierschalen vom sonntagssüß ergibt sich meine ausgeklügelte und bisher einzige Osterdeko.

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Nähfragezeichen Nr. 34 – Stoffitzelchen

Meikes Nähfragezeichen sind eigentlich meist spannend, auch wenn ich oft nicht direkt eine Antwort wüsste. In letzter Zeit werden ausgerechnet diese crafteln-Posts allerdings verstörenderweise immer von meinem Reader gefressen, so dass ich nur die Antwort sehe. Was da wieder mit g… los ist?

Egal. Meike fragt nach Stofffitzelchen, ob man die aufhebt und was man daraus macht.

Nun theoretisch träume ich von einem Quilt. Der dann all diese Gürtel von geliebten Kleidungsstücken beherbergt. Praktisch ist da natürlich vor der Rente nicht mit zu rechnen und bis dahin werde ich ein Zimmer voller Stoffreste haben… Also habe ich jetzt folgende Strategie ausgeklügelt:
Reste die groß genug für Loops sind werden auf annähernd rechteckige Größe zugeschnitten und dürfen bleiben.
Reste von kleinerer Größe werden sofort zu Herzkissen-Rohlingen zugeschnitten, die ich ab und zu wegnähe und der Herzkissen-Nähgruppe des Essener Klinikums zuschicken.
Von noch kleineren Resten darf ich nur maximal eine IKEA-Ordnungskiste (die kleinen aus Pappe) behalten.

Klappt bisher ok…

Was andere damit machen? Das weiß Mr. Linky:

7 Sachen

Auch gestern wieder: 7 Sachen, die ich am Sonntag mit meinen Händen gemacht habe:

1. Einen Kuchen zerteilt.
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2. Tomaten mehr Freiraum verschafft.

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3. Wäsche gefaltet
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4. Löcher in eine zukünftige Kartoffeltonne gebohrt.
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5. Ein paar Flecken überpinselt.
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6. Die Kaffeetafel gedeckt
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7. Meine Schnittmuster durchwühlt und das gesuchte nicht gefunden…
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Die 7 Sachen sind eine Idee von Frau Liebe.

Sonntagssüß: Guinness-Chocolate-Cake

Heute gibt es bei uns ausnahmsweise auch mal wieder was süßes. Wir kriegen Besuch zum Kaffee. Und diesen Kuchen sollte man besser nur machen wenn Gäste kommen. Zu zweit braucht man sonst ne Woche lang nix anderes mehr essen…

Der Kuchen ist ein all-time-favorite. Ziemlich schokoladig, etwas herb und doch auch knatschsüß. Das Rezept stammt -wie sollte es anders sein- von einer Freundin aus England.

Man braucht:

Für den Kuchen

  • 300ml Guinness (im Notfall Schwarzbier)
  • 250g Butter
  • 75 g echter Kakao
  • 400g Rohrzucker
  • 150g Saure Sahne
  • 2 Eier
  • 1/2 TL Vanillepulver
  • 275g Dinkelmehl 1050/gemischt mit Vollkorn nach Belieben
  • 2,5 TL Natron
  • 4 EL rote Marmelade (z.B. Johannisbeer)

Für das Frosting

  • 300g Frischkäse
  • 150g Puderzucker
  • 125ml Schlagsahne
  • (100g gefr. Himbeeren)

Das Guinness in einem Topf erwärmen, die Butter in Stückchen schneiden und darin schmelzen. Dann den Kakao und den Zucker zugeben. Rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat.

Die Saure Sahne mit den Eiern dick aufschlagen.

Das Mehl mit dem Natron und 1 Prise Salz mischen. Nun langsam die Guinness-Butter-Zucker-Soße und das Mehl zur Eiercreme geben.

In einer gefetteten Springform 45 Minuten bei 180 Grad backen. IN DER FORM abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen den Kuchen quer durchschneiden, mit der Marmelade bestreichen und wieder zusammen setzen.

Für das Frosting die Sahne schlagen, dabei die Hälfte des Zuckers einrieseln lassen. Die andere Hälfte mit dem Philadelphia cremig schlagen. Dann beides mischen. Wer Himbeer-Frosting möchte püriert ca. 100g Himbeeren und zieht diese noch drunter.

Dann den Kuchen dick und fett mit Frosting bestreichen und min. 2 Stunden kalt stellen.

Jetzt muss ich erstmal recherchieren, wer diese Woche das süß sammelt und werde auf jeden Fall morgen die virtuelle Kaffeetafel visitieren.