Bittere Zeiten

Weil soziale Kontrolle für eher extrinsisch motivierte Menschen wie mich (in diesem Zusammenhang) ganz super ist und weil ich mir sehr viel Mitleid erhoffe, hier meine Aussicht für die nächsten vielen Wochen:

Wie ich hier bereits mehrfach erwähnte, kommt mein Körper mit Zucker eher nicht so gut klar. Ich habe allerdings ein recht großes Beharrungsvermögen meinen eigenen Signalen gegenüber und habe es mit den süßen und weißen Sachen in den letzten Monat daher weitgehend nicht sehr genau genommen. Irgendwann ist dann aber genug und auch ich sehe ein: Verzicht tut Not. Und zwar streng, einige viele Wochen lang. Damit alles sich wieder auf ein Normalmaß einpendeln kann. Konkret erfolgte diese Einsicht am Samstag morgen und setzt sich mit dem heutigen Tag in Taten um. Ich peile mal 6 Wochen an. Zucker- und Weißmehl-Diät. Das heißt, verboten ist aller Zucker, alles weißmehlige inkl. Reis und auch die exzessive Nutzung von Zuckerersatzstoffen (weil sonst hält man nicht durch, weiß ich). Erlaubt ist Vollkorn und geringe Mengen Dicksäfte und Honig. Das ist kein Spaß, ich weiß das… und habe deshalb auch mindest 4 Zuckerverzichtphasen im letzten Jahr abgebrochen. Nun, jetzt seid ihr ja alle bei mir. Und ab jetzt also der kulinarische Wochenrückblick nicht nur fleisch- sondern auch noch Zucker- und Weißmehl-los. Ich werde, kann ich schon ankündigen, ca. eine Woche in grässlicher Laune sein, danach geht’s.

Ich habe vor in dieser Zeit ein bisschen was über Stevia zu lernen, um wenigstens ab und zu mal was backen zu können. Außerdem werdet ihr bestimmt das ein- oder andere Aufstrichrezept abgreifen können, denn immer nur Käse Tag ein Tag aus ist auf die Dauer auch langweilig. Und all die Beerchen, den Rhabarber und so weiter, koch ich einfach als Sirup und Marmelade ein, für bessere Zeiten.

9 Gedanken zu “Bittere Zeiten

  1. mrs.columbo schreibt:

    oh, ich weiß, wie schwer das ist. habe vor vielen jahren auf anraten einer hno-ärztin auch sechs wochen lang auf weißmehl, zucker und milchprodukte verzichtet. aus angst zu verhungern hab ich gleich alles, was erlaubt war, in großen mengen eingekauft und hab trotz allem ca. sechs kilo abgenommen. weißmehl und zucker esse ich jetzt wieder, milchprodukte tun mir aber nach wie vor nicht gut; also lass‘ ich sie großteils weg. bin allerdings keine vegetarierin, da ist die auswahl halt schon ein bissl größer.
    ich drück dir die daumen, dass du durchhältst und vor allem, dass es dir was bringt!
    liebe grüße, susi

  2. Andrea schreibt:

    Also ich persönlich freu mich ja auf die folgenden kulinarischen Wochenrückblicke, Vollkorn ist super 🙂

    Dir viel Kraft beim Durchhalten!

  3. Ute schreibt:

    ich bin sehr gespannt auf deine nächsten Einträge. Ich bin regelrecht zuckersüchtig und habe manchmal den Eindruck daß auch mein Körper so das Eine oder Andere nicht wirklich gut verträgt. Vielleicht kann ich demnächst auch mal so einen Versuch starten ?

  4. Prinzenrolle schreibt:

    Wunschgemäß wächst das kontrollierende Publikum weiter an.
    Ich kontrollier auch ganz gern, denn ich hoffe, weitere Hinweise zur Stevia-Verwendung zu lesen. (Ich nehm es zum Süßen von Kräutertees, da passt mir der Eigengeschmack.)
    Viel Erfolg – die Daumen sind gedrückt!

  5. Muriel schreibt:

    (mhmm, bin mir nicht sicher wo mein Kommentar hin ist… zweiter Versuch)
    Ach, Mensch. Ich wünsch Dir viel Erfolg mit deinem Verzicht. Hoffe Dir geht es anschließend besser.

    Lieber Gruß, Muriel

  6. Schwiegermutter inklusive schreibt:

    Glückwunsch zum Zuckerverzicht! Ich verzichte auch auf Zucker (und Weißmehl), allerdings meiner Tochter zuliebe, die wegen Krankheit auch keinen Essen darf – der Anfang war verdammt hart, aber nach ein paar Wochen lassen die Gelüste tatsächlich nach und man fühlt sich bedeutend besser. Was mich allerdings immer noch total umhaut, ist das meine Tochter das ganze viel besser weggesteckt hat als ich – die hat schon nach ein paar Tagen nicht mehr nach was Süßem gefragt, während ich die ersten zwei Wochen jeden Abend um die Schublade mit der Schokolade rumgeschlichen bin …;-). Viel Glück!

  7. Maike schreibt:

    Ohne Zucker und Weißmehl ist heftig – vor allem, wenn’s dann auch noch vegan sein soll. Bei mir hat es nicht geklappt, was daran liegen mag, dass es auch einfach ein bißchen viel Verzicht auf einmal war. Ich würde es wieder versuchen – wenn ich Ruhe dazu habe (was momentan nicht der Fall ist). Aber ich drücke Dir (und allen anderen) die Daumen, denn ich finde, dass ist ein ethisch, ökologisch und gesundheitlich sehr gutes Projekt! Bei den neuen Stevia Produkten musst Du allerdings genau hinsehen: Stevia an sich ist super, aber bei den meisten neuen Produkten ist nur ein Bruchteil drin. Den Rest bilden irgendwelche Sirups oder sogar Aspartam. Deswegen: Genau hinsehen! Good luck!
    Maike

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