Lagebericht spezial aus Genf

Auch wenn ich angeschlagen und gestresst bin und im Vorhinein nicht sehr motiviert war, muss ich zugeben, dass es schön ist in Genf zu sein. Die Konferenz lohnt sich, ich durfte gestern die WTO besuchen, was sehr beeindruckend war. Und das Wetter ist toll. Außerdem ist die französische Schweiz sowas wie das Methadon für Frankreich-Süchtige. Weil ich aber sehr beschäftigt bin, hier nur ein paar visuelle Eindrücke:

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Genfer See - Blick von der WTO

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Genfer See vom Hafen aus


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Die höchste Wasserfontäne Europas

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Englischer Garten

Das finale Finale der Blümchen

Meike fragt heute zum letzten Mal nach unseren Blümchenerfahrungen. Ich muss dazu leider ein gemischtes Fazit ziehen. Was keinesfalls nur an den Blümchen liegt.

Mein erstes Blumenprojekt war vom Schnitt her Burda-typisch eigenwillig. Der Stoff ist dafür total toll. Ich werde das Kleid sicher im Urlaub auch tragen, den Schnitt aber nicht nochmal nähen.

Knotenkleid aus Burda 3/2012

Knotenkleid aus Burda 3/2012

Das zweite Blütenprojekt war ein voller Erfolg. Hier hatte ich den Vorteil, dass ich einen bewährten.Schnitt genommen habe. Die feinen Blümchen passen aber perfekt dazu und der Stoff ist trotzdem neutral genug um nicht lieblich zu wirken.

Simplicity 2451 aus Israelstoff

Das dritte Projekt hatte ich mir als Selbstläufer gedacht. Ein schonmal genähter Schnitt + Jersey + ein Muster, das mir ganz ohne Hintergedanken gut gefiel. Was soll da schiefgehen? In Wahrheit erging es mir mit diesem Projekt ähnlich wie Meike mit dem Fame-Kleid. Ich habe ungefähr jede Naht dieses Kleides 2-3 Mal aufgetrennt.

Ich würde einen Teil der Schuld auf den flutschigen Stoffmarkt-Jersey schieben. Der Stoff war einfach nicht so elastisch und dabei fest, wie der Jersey von Buttinette von meinem ersten Kleid nach Knip 12/2011. Deshalb klebt er dauernd an allem fest und wirft merkwürdige Falten. dauernd rollte sich der Beleg des Ausschnitts nach außen. Und der Ausschnitt rutschte zur Seite und sowas. Ein weiterer Teil der Schuld trifft mich, denn ich habe an diesem Kleid immernur nebenher kurze Zeit genäht. Dadurch war ich etwas neben mir und habe dumme Fehler gemacht. Nichtzuletzt bin ich aber auch vom Muster nicht mehr überzeugt.

Ich finde irgendwie wirkt es etwas wie ein Nachthemd mit Falten auf dem Bauch. Ich habe die Falten schlussendlich mit Handstichen in Form fixiert, den Beleg ebenfalls mit Handstichen innen noch einmal (zusätzlich zu zwei Fixier-Nähten) angeheftet. Und das ganze sicher eine wenn nicht zwei Größen enger gemacht, weil jedes bisschen Mehrweite sich sofort in Falten an die Brust klebte.

Mit dem Ergebnis bin ich jetzt so Alltagskleid-zufrieden. Kategorie „Ich lass das jetzt so“. Zuversichtlich wie ich bin, hab ich wiederum halblange Ärmel gewählt und den Ausschnitt so zugenäht, dass ich es auch sommerlich leicht ohne Oberteil drunter anziehen kann. Heute braucht man allerdings ein langes Oberteil und eine Leggins drunter. Einen Schal und eine Jacke drüber. Pffff.

Mein Blütenfazit ist entsprechend gemischt: Blumenröcke scheinen mir unproblematisch und trage ich auch gern. Ich muss nochmal mit großen Blumen experimentieren. Bei Kleidern dürfen die Blumen nicht so vordringlich und der Schnitt nicht allzu lieblich sein. Ein Muster was sehr unruhig ist, wirkt an mir eher kittelig, während ein eher ruhiger Stoff, der eine klare Grundfarbe hat durchaus geht. Ich habe erst Lust auf Blümchen bekommen, aber über das Jerseykleid die Lust wieder etwas verloren. Aber gerade ist auch nix mehr mit Blümchen geplant und für den Stoffkauf weiß ich auf jeden Fall eher, was ich nehmen könnte. Und eine Lehre hab ich auf jeden Fall gezogen: Wenn Musterexperiment, dann erprobten Schnitt. Nicht beides auf einmal…

Liebe Meike, danke für den Anstoß!!! Das war eine famose Idee. Ich bin gespannt, was sich an den Streifen für eine Diskussion entspannen wird.

7 Sachen am ersten Sommersonntag

Merkt ihr wie die Ironie schon aus der Überschrift trieft? Bah. Dieses Wetter. Ich direkt was eingefangen und das vor der ersten von zwei Konferenzen. Aber hier nun erstmal der Sonntag im Foto:

1. Festgestellt, dass es keine gute Idee ist, die Glasschüssel auf die heiße Herdplatte zu stellen.

2. Ein Versuch den Sommer zu locken: Beeren im Joghurt.

3. Den Computer hochgefahren und den Vortrag vorbereitet.

4. Zur Besserung der Laune und gegen den Zuckerhunger einen Kaffee bereitet.

5. Eine vom vielen Regen arg gebeutelte Tomaten pflanze ins Lazarett am Südfenster umgezogen.

6. Schwimmexperimente mit Rosen, semi-erfolgreich.

7. Als es schon lang dunkel war und England und Italien aber immernoch nix gebacken kriegten die letzten Handstiche an was geblümtem vorgenommen.

Frau Liebe hatte die Idee zu den 7 Sachen, sie legt aber derzeit eine Pause ein. Aber wer von euch hat denn noch eine 7-Sachen-Sammlung?

Lagebericht

Juhuu, es gibt Erfolg zu vermelden. Ich hab extra bis zum Lagebericht gewartet, um euch davon zu berichten! Ich habe das MuFuZi* aufgeräumt. Nicht nur ein bisschen alles zur Seite geräumt, nee nee, richtig! Bisher war es so, dass mein Stofflager sich in einer kleinen Kommode, in 4 Pappkisten vom Möbelschweden und einfach so in Tüten und Körben neben dem Nähtisch herumdrängelte. Das bedeutete auch, dass die Suche z.B. nach Futter oder so oft dazu führte, dass danach das MuFuZi aussah, als sei eine große Stoffbombe explodiert. Auf dem Nähtisch lagen meist alle Schnittmuster die ich in den letzten 2-3 Monaten in der Hand hatte, versammelt mit verschiedenen Tüten mit Kurzwaren und den Schnittanpassungslinealen.

Dafür war für die Fotoausrüstung von Herrn Siebenhundertsachen kein Platz, die musste mit vielen anderen Dingen, die nicht zum Arbeiten sind, im Arbeitszimmer wohnen. Neben dem Bett fand sich eine große Menge übriggebliebene Fußleisten. Und bevor Gäste kamen musste erstmal das Bombenräumkommando kommen. VORBEI! Diese Zeiten sind vorbei! Seht selbst:

Ist das nicht ein feines Stofflager? In der Kommode befinden sich jetzt nur noch die Stoffstücke, die zu klein für Kleidung sind und die Futterstoffe und Einlagen. Die Sachen, die zu groß sind, also ganze Bettwäsche-Stücke und sowas, habe ich in unsere Kleidertruhe umgesiedelt. Mein schickes Regal zeigt mir jetzt alle mein Kleidungs-Stoffe sortiert nach Jersey, Winter, Sommer. Und man sieht sehr deutlich, wo meine Farbpräferenz beim Stoffkauf liegt, oder? Ab jetzt dürfen nur noch rote Stoffe hinzuerworben werden 😉

Hat jemand den einen einzigen Outsider im Regal entdeckt? Dazu nachher mehr! Erstmal ein Foto von der Nähecke in Aktion. Derzeit in Bearbeitung das rote Punktekleid (rechts neben der Maschine die zugeschnittenen Teile, dahinter die Anleitung und der obligatorische Kaffee), am Ärmelausschnittproblem, habe ich, wie man sieht, noch keine weiteren Fortschritte gemacht. Ähm ja, den Müll sollte ich wohl mal leeren…

Die Kurzwaren sind in Gläser und den Sortierkasten auf der Kommode umgezogen, die Schnittmuster abgeheftet, das Holzkästchen auf dem Regal enthält Nähgarn. Ich habe außerdem „entdeckt“ dass der Nähtisch eine Riesenschublade hat. Die beherbergt jetzt die langen Lineale. Ich bin so happy über mein Stofflager und die Nähecke. Total toll alle Stoffe zu betrachten und sie in Gedanken in den Kleiderschrank zu hängen.

Der Rest des Zimmers wurde auch umgeräumt. Die Fußleisten sind verstaut, so dass dort jetzt eine Reihe Kisten Platz findet, die Fotokram und Elektro-Bastelkram von Herrn Siebenhundertsachen enthält. Bilder sind endlich aufgehängt und das Bett ist nun jederzeit benutzbar. Einzig eine Ecke ist noch „schmuddelig“. Sie enthält die Kisten und Tüten mit den Dekomaterialien für die Hochzeit (und wird deshalb nicht gezeigt, ätschi)

Jetzt wäre als nächstes das Arbeitszimmer dran. Aber das muss warten. Denn die nächsten Wochen bin ich gleich auf mehreren Konferenzen und einer Hochzeit (in Berlin!), da sind ganze Tage, die der Chaosbeseitigung dienen könnten, eher rar.

Daher heute keine Zielvorgabe. Dafür, wie versprochen, mehr zum Outsiderstoff. Dieser Stoff hier:

… passt gar nicht in mein Stoffregal. Herr Siebenhundertsachen hat ihn mir letztes Jahr, zusammen mit einigen anderen, aus den USA mitgebracht. Es handelt sich um einen mittelfesten Baumwollstoff und das Muster finde ich eigentlich recht schön. Leider sind gelb und orange so gar nicht meine Farben. Deshalb hier mein Angebot: Möchte jemand mit mir tauschen? Der Stoff liegt 1,15 breit und es ist ein großzügig bemessenes Yard, also 1m.  Das ist nicht sehr viel, zugegeben, aber man könnte den Stoff gut mit schwarz oder gelb kombinieren. Ich lege noch ein Stück gelbes Schrägband drauf, dessen Herkunft mir  unklar ist – wofür sollte ich das erworben haben? Das weiß der Himmel…

Als Tauschgegenstück nehme ich gern Stoff in rot, blau, türkis, lila, schwarz, weiß, grau oder anderen Nähkrams, der vielleicht bei euch mal versehentlich eingezogen ist und keine Aussicht auf Verarbeitung hat. Wer Lust hat, melde sich mit einem Angebot per Kommentar oder Mail (siebenhundertsachen-ät-gmx-punkt-de). Ich würd mich freuen, wenn das Stöffchen eine schönere Zukunft hätte, als zuzugucken, wie seine Regalnachbarn langsam alle in meinen Kleiderschrank umziehen dürfen.

*Multi-Funktions-Zimmer, kurz für Gäste-Näh-Werkel-Musik-Zimmer.

Me made Mittwoch spezial: Sommerträume

Ein Glück, dass wir beim heutigen Me-Made-Mittwoch gemeinsam vom Sommer träumen. Sonst könnte ich euch nur eine Kombination aus Jerseykleid, Leggins, Strickjacke und Schal zeigen, die ich genau so im März auch schon getragen habe (!). Also lieber gemeinsam den Sommer herbeisehnen (der ja bei manchen offenbar angekommen ist, nur hier im tiefen Westen nicht).

Genau wie Catherine darf ich dieses Jahr endlich mal wieder ins Traum- und Lieblingsland Frankreich reisen. Frankreich ist auch für mich schon lang die gefühlte zweite Heimat. Seit ich ein halbes Jahr dort gelebt habe, zieht es mich stetig hin zurück. Ich konnte nun zwei Jahre nicht nach Frankreich und freue mich deshalb schon wie verrückt auf unseren Urlaub in diesem Jahr. Denn die Lebensart, die Ausgeh-Kultur, der Wein, das Essen, die Sonne, das Meer, wie haben sie mir alle gefehlt. Ich bin schon ganz hibbelig. Weil es bis dahin aber noch einige hundert Klausuren zu korrigieren, etwas Zeit zu überbrücken und eine Hochzeit zu feiern gilt, ist meine Garderobe noch nicht fertig. Ganz sicher mit in den Koffer und hoffentlich auch vorher schon ganz oft an die Sonne darf dieser Rock:

Er ist eins meiner Blümchenprojekte und aus einem Stoff, den ich aus unserem Israel-Urlaub mitgebracht hab. Gekauft habe ich ihn in der Stoffstraße in Tel-Aviv, in einem Geschäft mit der Grundfläche eine Schuhkartons und einer Riesenauswahl an leichten, fein gemusterten Baumwollstoffen, die nicht zu Ballen gewickelt sondern gefaltet in riesigen Packen bis unter die Decke in den Regalen lagen. Ein Urlaubsstoff für einen Urlaubsrock.

Der Schnitt ist der von mir und Melleni heiß geliebte Simplicity 2451. Ein Schnitt den ich für den Sommer und den Winter schätze. Er schwingt, er hat Taschen, und lässt sich problemlos nähen und dank der Bahnen gut anpassen. Ich musste beim Zuschnitt unten etwas an der Breite der Rockbahnen sparen, weil ich nur einen sehr genau bemessenen Meter des Stoffes mit Muster-Richtung hatte. Wegen Durchsichtigkeit des Blütenstoffs mit einfacher weißer Baumwolle gefüttert, unten mit Spitze versehen. Und die Taschen etwas abgesetzt.

Die Meeres-Wind-Simulation für den Urlaub hat beim Fotoshooting schonmal gut geklappt. Aber auf Longsleeve und Strumpfhose würde ich dann doch ganz gern verzichten. Ansonsten aber ein 1a Sommerteil.

Welche schöne Kleidung für Erwachsene die anderen ins träumen bringt, heute zum letzten Mal vor dem Sommer bei Catherine. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön für die Idee und deine allwöchentliche Gastfreundschaft. Schön dass es dieses inspirierende Forum gibt, das uns allen zeigt wie vielseitig Erwachsenenkleidung sein kann und uns ermutigt neue Nähexperimente zu wagen! Genieß den wohlverdienten Urlaub im schönsten Land der Welt (das würde zumindest jeder Franzose sofort bestätigen 😉 ) A bientôt!

Pott kreativ: Stoffkauf

Inspiriert von Catherines wundervollen Stofffunden beim Kaufhof gibt es heute einen Post an dem ich schon länger herumdachte. Stoffkauf in Bochum und Essen. Wer Tipps hat, auch in anderen Teilen des Potts: immer her damit!

Ich denke, wer Alfatex und min. einmal im Monat einen Stoffmarkt in der Nähe hat, darf sich eigentlich nicht beschweren. Das ist schon deutlich mehr Auswahl als in vielen anderen Gegenden. Aber dennoch bestelle ich relativ oft Stoffe im Internet und bin fast ebenso oft enttäuscht. Ich stelle hier einfach mal meine Erfordernisse und präferierten Quellen zusammen und freue mich über Ergänzung.

1. Kategorie: Standard-Bekleidungsstoffe (Gabardine, Wollstoffe, hochwertige Leinen-Baumwollmischungen) mit gedeckten Mustern und Farben

Meine erste Wahl: Alfatex. Verbindet den Vorteil dass man den Stoff befühlen und begucken kann mit moderaten Preisen. Alles ist Vorbildlich ausgezeichnet und die Verkäuferinnen verstehen was von ihrem Business. Natürlich kann man auf dem Stoffmarkt den einen oder anderen Stoff noch viel günstiger bekommen, aber dann eben nur als Coupon und ohne Materialinfo. Zudem muss man viel ergebnisoffener einkaufen weil selten genau das da ist, was man sucht.

Als neue Alternative in diesem Bereich habe ich vor kurzem das Essener Stoff- und Gardinenhaus entdeckt. Ich habe beide Essener Stoffgeschäfte also das Stoff- und Gardinenhaus und Stoff Müller bisher gemieden. Die Geschäfte waren chaotisch, die Auswahl richtete sich ganz offensichtlich an Kunden jenseits der 70 und vor allem waren die Verkäuferinnen unfreundlich bis unverschämt und die Öffnungszeiten mit Vollzeit-Berufstätigkeit kaum vereinbar.

Nun sind beide genannten Geschäfte vor kurzem in neue Räumlichkeiten umgezogen (Stoff Müller heißt jetzt ‚Stoffe am Kopstadtplatz‚). Zumindest das Gardinenhaus habe ich mir (weil es nachdem ich das Büro verlassen habe noch geöffnet war) nun nochmal angeschaut. Das neue Ladenlokal ist nur eine Querstraße weiter Richtung Kopstadtplatz und auf der anderen Straßenseite. Und ich war durchaus positiv überrascht.

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Ein viel ordentlicherer Gesamteindruck und deutlich mehr Vielfalt trotz kleinerem Ladenlokal. Natürlich preislich deutlich oberhalb von Alfatex, aber wenn man etwas bestimmtes sucht vielleicht eine gute Ergänzung. Beeindruckt war ich von der breiten Auswahl an Borten, Bändern und Kurzwaren.

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Wobei ich auch in diesem Bereich immer zuerst Alfatex ansteuern würde.

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2. Kategorie: Uni Jersey und Baumwolle in guter Qualität. Hier ist, insb. beim Jersey, Alfatex leider keine gute Anlaufstelle. Wenn ich dran denke, bevorrate ich mich mit sowas auf dem Stoffmarkt, aber da muss man die guten Qualitäten manchmal halt lang suchen. Deswegen lande ich dann doch meist bei Stoff&Stil. Was ich nicht als optimal empfinde, weil man die Farben so schlecht beurteilen kann.

3. Kategorie: Futter. Für Acetat und Viscose in gängigen Farben ist Alfatex eine sehr gute Adresse. Auf dem Stoffmarkt gibt es manchmal, leider nicht immer, einen Stand, der nur Futter hat. Leider auch farblich sehr beschränkt, aber viele verschiedene Materialien. Allerdings mag ich es gern, wenn das Futter bunt ist, Streifen oder Punkte hat und sowas. Da hab ich, außer Stoff&Stil noch keine gute Quelle. Oberteile füttere ich, weil es angenehmer ist, oft einfach mit Baumwollmischungen und greife da z.b. zu dünnen Patchworkstoffen. Eine tolle Auswahl inkl. Baumwollfutter hat Stoffe Zanderino, die ich bisher auch von der Abwicklung immer sehr angenehm fand.

4. Kategorie: Schöne Stoffe. Hier liegt das Problem. Ich mag Stoffe die farbig aber nicht knallbunt, gemustert aber nicht Oma-mäßig und schön fallend, nicht flatterig und angenehm anzufassen sind. Und da hab ich keine eierlegende Wollmilchsau parat. Man findet sowas auf dem Stoffmarkt, wenn man Glück hat, bei Alfatex gelegentlich. Meistens sind mir jedoch die Stoffmarktschnäppchen zu flatterig, plastikig oder eben zu klein weil Coupon oder zu groß aus gleichem Grund. Bei Alfatex haben bunte Stoffe einen Hang zum Omamuster (großblumig in türkis-rosa-braun) und zu hohem Elastananteil. Bei Dawanda ist mir die Auswahl oft zu kindergartig. Und die haptische Komponente fällt halt im Internet generell weg. Was ist schon „weich-fließendes Mischgewebe“ ? Da greift man schnell mal daneben. Oft Glück hatte ich bei Buttinette, weil zumindest sehr sauber die Zusammensetzung aufgeführt wird. Aber die Auswahl ist hier doch begrenzt.

Was sind eure Erfahrungen? Gibt es Geheimtipps? Zum Beispiel habe ich mich gestern im vorbeigehen unsterblich in diesen Schmetterlinge-Stoff verliebt. Wo kauf ich sowas nur?
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Das Stoffkaufparadies schlechthin ist übrigens Tel-Aviv, da gibt es eine ganze Stoffstraße:

Zum träumen, oder? Leider etwas weit weg, um mal kurz auf der Suche nach einem Schmetterlingsstöffchen vorbei zu schauen.

 

Ein kleiner Nachtrag: Für alle, die nicht das Glück haben, einen Alfatex ihr eigen nennen zu können: Das Angebot im Webshop von alfatex wurde sehr stark ausgeweitet und der Versand ist ultraflott und unkompliziert!

7 Sachen am 17. Juni

Auch wenn Frau Liebe im Moment eine Blogpause einlegt, sammel ich auch weiter jeden Sonntag 7 Sachen, für die ich meine Hände gebraucht habe.

1. Überzählig gebackene Pizza eingefroren.

2. Den Wohnzimmertisch mit einem Deko-Experiment versehen (es werden wohl noch einige Schwimmschalen-Varianten zu sehen sein, in den nächsten Wochen).

3. Einmal dabei auch noch den Küchentisch mit Blumen und Läufer sonntagsfein gemacht.

4. Unter das Handtuch geschaut, ob das Brot auch gut geht.

5. Eine Stunde später ein wundervolles Brot dem Ofen entnommen.

6. Beim nachfüllen des Scheiben-Wisch-Wassers festgestellt, dass der Motorraum unseres Autos offenbar einem Eichhörnchen als Winter-Futter-Lager dient.

7. Deutschland die Daumen gedrückt.

Näherinnenrat dringend benötigt

Ich will heute Abend an meinem Pünktchenkleid weiternähen. Die erste Anprobe des Oberteils hat mich aber vor ein Problem gestellt. Hier an der eisernen Lady zu bewundern.
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Es sitzt am Ausschnitt und unter der Brust gut, aber die Armausschnitte sind zu weit. Das ist merkwürdig denn normalerweise habe ich eher das umgekehrte Problem. Und deshalb weiß ich nicht recht, was ich nun tun soll. Kann ich einfach einen Abnäher vom Arm Richtung Brustpunkt setzen? Also etwa so:
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Was denkt ihr?

Lagebericht meets Zuckerfrei meets Pottgeschichten

Ohoh, gar kein guter Tag heute. Ohnehin war es nicht ganz leicht aus dem Bett zu kommen nach Tortenprobeessen, Nähkränzchen UND Fußball (alles in Personal- und Ortsidentität) gestern abend. Dann war ich schonmal auf und so, da stellte ich fest, dass ich außer einem Strickkleid noch eine Jeans, eine Strickjacke, einen Jerseyschal und Stiefel (!) sowie eine Lederjacke trage. An mir runterschauend kam ich mir ziemlich verkehrt vor. Aber warm war’s trotzdem nicht. Und dann fuhr der Bus an der Bushaltestelle 3 Minuten zu früh an mir vorbei und nahm mich nicht mehr mit! Frechheit!

Also saß ich so 20 Minuten an der Bushaltestelle. In dieser Zeit wurde ich glücklicherweise mindestens 12 Minuten lang von einer älteren Dame zwangsunterhalten. Wer schonmal im Ruhrgebiet in der Öffentlichkeit etwa 1-2 Minuten verweilt hat (Supermarktkasse, Umkleidekabine, Bus, Bahn, Kneipe) der weiß: Leute reden mit einem. Ungefragt. Sie erzählen einem alles. Und ihre Meinung. Die vor allem. Normalerweise mag ich das. Aber nicht, wenn es kalt und früh ist und der Bus doof und ich viel zu viele Klamotten anhabe gemessen an der Jahreszeit und vor allem nicht, wenn derjenige sich als präferiertes Gesprächsthema Zucker aussucht. Es verhält sich nämlich so, dass die geschätzte Dame unterwegs zum Arzt war, wo sie ihren Termin verpassen würde wegen des weggefahrenen Busses. Das schien sie aber nicht weiter zu stören. Demgegenüber stört es sie sehr, dass sie neuerdings auf Zucker achten soll. Denn wo überall Zucker drin ist, ob ich das schonmal bemerkt hätte. Also sie hat das ja dem Arzt erst nicht geglaubt. Aber man ahnt es nicht. Sogar in Senf. Und Ketchup (sprich: Kätschupp). Und in Brot. Wie kann das sein? Zucker im Brot? Wer hat das erlaubt? Ich fühlte mich seltsam an ein Abendessen vor etwa 5 Jahren bei meinen Großeltern erinnert, als meine Oma voller Entrüstung die im Fernsehen vernommene Entdeckung verkündete, dass Weißmehlbrötchen nicht besser sind als Zucker… Ich habe also der Dame brav zugehört und besser mal meine Klappe gehalten. Denn erstens war ich ja nicht als Gesprächspartnerin sondern als Zuhörerin erwählt worden und zweitens musste ich fürchten, mir könnten beim öffnen des Mundwerks unflätige Ausdrücke entwischen.

Denn heute ist ein wirklich wirklich schlechter Tag um mit mir über Zucker zu reden! Nach zwei Ausnahmetagen befinde ich mich in einer ganz schlimmen Zucker-Turkey-Phase! Wir waren vorgestern probeabendessen und gestern probetortenessen. Und morgen hat meine Oma Geburtstag und ich werde ihr den nicht verderben indem ich ihr die Erkenntnisse der Bus-Dame erläutere und keine Sachen mit Zucker essen, sondern ganz brav essen was auf den Tisch kommt. Dazwischen eingequetscht: ein Vernunftstag. Ganz schlimm für den inneren Schweinehund das! Und dann auch noch kalt, müde, Kopfschmerzig und unmotiviert. Merkt ihr wie nett es war, dass ich nix zu der Dame gesagt, sondern nur apathisch genickt hab?

Ich hab überlebt, aber der nächste Bus wurde von einem offenbar aus Athen eingewanderten Irren gefahren, so dass mir dann am Bahnhof angekommen auch noch schlecht war. Dann habe ich bei dm Fotos abgeholt, die waren z.T. leicht fehl belichtet. Trotzdem kein Grund die Negativstreifen so zu schneiden, dass alle Fotos halbiert sind, oder? Und zu guter letzt habe ich mich beim Online-Stoffhändler bitterlich beklagt, weil mein sehnsüchtig erwartetes Stoffpaket nicht pünktlich zum Nähkränzchen da war, nur um zu erfahren, dass es seit Dienstag beim Nachbarn ist und der DPD-Mensch nur offenbar versäumt hat, uns darüber zu benachrichtigen. Nicht mein Tag.

Davon abgesehen habe ich es aber geschafft, ein Wochenende auf der Schwäbischen Alb zu verbringen, ohne Zucker und Fleisch. Das ist etwas schwer vermittelbar und zum Glück war ich gut vorbereitet und hatte z.B. eigenes Brot dabei. Aber ich hab’s geschafft. Jetzt noch morgen der Ausnahmetag und dann kommen erst in zwei Wochen wieder Hindernisse. Außerdem kann ich auch Pläne verkünden:

Am Wochenende putze ich die Fenster! Ganz echt. Und außerdem muss was im Nähzimmer und im Arbeitszimmer geschehen. Einmal hergestellte Ordnung hat dort immer nur sehr kurz Bestand. Ich werte das als Zeichen eines schlechten Ordnungssystems. Wenn diese Pflichtübungen und der sonstige Haushalt erledigt sind, dann werde ich mit Hilfe des wiederentdeckten Stoffpaketes den Blümchenrock und ein Blümchenkleid fertigstellen. Sowie ein lang gewünschtes und gestern angefangenes rotes Kleid mit weißen Punkten. Und dann müsste es dann bitte Sommer werden. Ich versteh sowieso nicht, was mit dem guten alten Automatismus Fußballturnier=Grillwetter passiert ist. Achja und Probedeko, die wird es auch noch geben!

Und jetzt wende ich mich hochgespannt wiederum dem Alltagsgeschehen zu und warte, welche Fiesigkeiten der Tag noch so bereit hält.

Update: Es kamen noch weitere Fiesigkeiten. Welche von der fiesesten Sorte. Solche die einen denken lassen: „Was mach ich eigentlich hier? Plan B ich komme!“ Ich habe das Büro früher als geplant, weil vollkommen entnervt, bei doofem Wetter und der schlechtesten Laune seit langem verlassen. Dann musste ich mir noch die Füße ablaufen um die restlichen Komponenten der Probedeko aka. Omas 80er Geburtstag Deko zu besorgen. Mit steifem Nacken, schmerzenden Füßen und Laune zum heulen bin ich bei Herrn Siebenhundertsachen ins Auto gesunken. Aber zu Hause wurde die Welt fast direkt besser. Zuerst ein paar Erdbeeren geerntet. Dann eigenen Salat und Rucola. Dann das Stoffpäckchen abgeholt und darin vorgefunden wonach ich mich seit Tagen sehnte und dann kam auch noch, überraschend schnell, mein Drops Supersale-Paket. Wie toll ist das bitte?

So kann ich nun die Stick-Spitze an den Blümchenrock nähen, das Kleid aus den schicken türkisen Stoffen für eine Hochzeitseinladung zuschneiden und von warmen roten, blauen und grauen Jäckchen träumen. Hach wie schön.

Awards und Gedanken zum Bloggeburtstag

Ich habe im Verlauf der letzten Wochen gleich zweimal diesen Award erhalten:

Und zwar von Frau 101Dinge und von Mrs. Columbo. Ich habe mich darüber sehr gefreut. Vor allem, da beide Blogs zu den Blogs gehören, die ich schon lang und mit viel Spannung und Anteilnahme verfolge und denen ich das Prädikat „Liebster Blog“ sofort zurückverleihen würde. Die Awards kommen außerdem auch zu einem sehr passenden Zeitpunkt, denn *tusch* heute wird mein Blog ein Jahr alt. Und deshalb nehme ich die Awards nun gleichzeitig als Geburtstagsgeschenk. Und freu mich doppelt. Weil man Geschenke ja bekanntermaßen behalten darf, werde ich die Awards nicht weitergeben. Ich glaube, beide „Verleiherinnen“ haben hierfür Verständnis. Ich finde zum einen die „Kettenbrief-Natur“ dieser Awards im Allgemeinen schwierig. Zudem fällt es mir aber auch schwer, 5 Blogs zu nennen, die ich auszeichnen wollen würde. Ich selbst habe durch Awards und Stöckchen schon viele Blogs „entdeckt“. Aber ich verfolge relativ regelmäßig etwa 50 Blogs, die vielseitig, unterschiedlich und rundum lesenswert sind. Ich kann und möchte da niemand rauspicken.

Ich möchte stattdessen meinen Bloggeburtstag nutzen, um auch ein wenig Reflektion zu betreiben und zu rekapitulieren, worum es hier eigentlich geht. Und vielleicht ergibt sich ja dann von allein auch ein Bild, was ich an all den vielen Lieblingsblogs schätze. Wer weiß.

Als ich das Blog eröffnet habe, waren wir gerade in einer Phase des Umbruchs. Wir waren frisch umgezogen und voller Elan unseren neuen Lebensraum zu gestalten und zu nutzen. Hierbei sollte mein Blog mich begleiten. Unsere neue Wohnung bot viel Raum für die Wiederentdeckung und Kultivierung bisher nur beengt betriebener Hobbies und am Anfang sollte es schon auch viel um die Gestaltung der Wohnung gehen. Dabei habe ich den Blog als Projekt- und Ideensammlung geplant. Um festzuhalten was ich plane, umsetze, verwerfe und wie sich die Projekte entwickeln.

Vieles hat sich hier im Blog im Verlauf des Jahres anders entwickelt als gedacht. Die Wohnungs-Ideen sind ein Stück weit in den Hintergrund gerückt. Das hat vor allem damit zu tun, dass uns die Zeit fehlte, einige Ideen umzusetzen. Und vieles ist ja auch fertig. Über kurz oder lang wird es mal wieder was zum Wohnungs-Thema geben. Aber dafür brauchen wir wohl „Bauferien“, die nicht in Sicht sind. Dafür habe ich den Kübelgarten und das war einer der ganz großen Wünsche für die neue Wohnung, sowie insgesamt der Wunsch nach Natur in unmittelbarer Nähe sich gut erfüllt hat. In Sachen Kübelgarten bleib ich dran und die Dokumentation im Blog hat das Projekt sehr voran gebracht. Das kann ich übrigens allgemein sagen, dass ich Dinge, die einmal per Blog strukturiert und geplant sind, in der Regel auch umsetze. Das gilt insbesondere für’s nähen, das ich niemals als vordergründiges Thema geplant hatte oder gedacht hätte, dass es eine große Bedeutung haben würde. Hier haben Wohnung und Blog zusammen meine Freizeitgestaltung geändert. Es ist toll, dass ich einen festen Platz zum nähen habe und auch ein festes und jederzeit zugängliches Stofflager. Dadurch habe ich am nähen mehr Freude und Ausdauer als früher. Gleichzeitig hat mich die Blogwelt auch gerade in Sachen Kleidung nähen sehr weitergebracht. Vieles, an das ich mich in meinem stillen Kämmerlein nie getraut hätte, erscheint mir nun möglich oder sogar problemlos machbar. Insbesondere im Bereich der Nähblogs schätze ich sehr den regen Austausch und die akribische Dokumentation, die viele lobenswert bewerkstelligen. Gleichzeitig ist hier auch der Punkt, an dem das Blog am ehesten auch  mal Druck aufbaut, der in ein Hobby nicht hinein gehört. Aber ich glaube hier habe ich meinen Weg gut gefunden. Ich empfinde weder die Pflicht jeden Mittwoch am MMM teilzunehmen, noch immer etwas neues zu zeigen. Meine Nähgeschwindigkeit ist eher langsam und ich habe viele Kopfkleider, die sich zeitlich derzeit einfach mit dieser Existenzform begnügen müssen. Aber das macht mich nicht unglücklich, denn ich habe mich stetig weiterentwickelt.

Ein Bereich der für mich von Anfang an als gewichtig eingeplant war, ist das kochen. Zwar musste ich mich vom Sonntagssüß wieder verabschieden. Aber kochen und Rezepte gehören hier fest dazu und das ist gut so. Ich freue mich auch sehr, bei anderen Rezepte zu lesen. Vor allem habe ich mir inzwischen einen ganzen Vegetarier-Zirkel aufgebaut. Und hoffe, hier auch mein Teil beitragen zu können.

Andere Bereiche sind nicht so umfangreich und regelmäßig bestückt, wie geplant: Bücher kommen kurz. „Pott kreativ“ läuft nicht so berauschend an. Das ist dann wohl so. Ich kann halt auch nicht alles machen. Will ich auch nicht.

Ein wichtiger Punkt ist für mich, dass ich mich nach einem Jahr aktiver Teilhabe in „meiner Ecke vom Internet“ wirklich als Teil einer Gemeinschaft verstehe. Nicht mehr nur ich und L. und unser Strickzeug oder ich und Z. und unsere Nähmaschinen oder ich und der Herd. Sondern wir alle, mit Strickzeug, Nähmaschine, Herd, Garten und eben auch: Meinung und Leben. Denn das hat sich für mich sehr klar rauskristallisiert. Das ich mich nicht auf die Ergebnisse von stricken, nähen und kochen beschränken kann oder will. Es geht hier um das ganze bunte zusammengestückelte und da macht es für mich keinen Sinn bei Politik oder Alltag oder Unperfektem Halt zu machen. Ich habe erfreut eine gewisse Tendenz zu Unperfektem  in letzter Zeit auch in anderen Blogs gefunden und mag das so. Ich möchte keine Martha-Stewart-esque perfekte DIY-Idylle mit Garten zeigen. Mein Leseverhalten hat sich hier auch stark verändert und das Tag „just my 2 cents“, das meine Meinung zu diesem und jenem zusammenbündelt, hat sich in diesem Blog etabliert und wird stetig befüttert.

Im letzten Jahr hat sich auch in meinem Leben so einiges getan, auch wenn ich das natürlich nicht alles dem Blog zuschreiben würde. Durch den Umzug in die größere Wohnung mit mehr Natur rundrum und mehr Platz zur Entfaltung aber auch durch den Abschluss der Promotion haben wir einfach wichtige Meilensteine erreicht. Ich höre öfter mal Dinge wie „wie schaffst du das nur alles?“ und „jetzt wo du so viel nähst hast du sicher keine Zeit mehr für … und …“ Aber das würde ich anders sehen. Sicher nähe ich viel mehr als früher und das würde ich auch dem Blog zuschreiben, weil es enorm motiviert, sich mit anderen austauschen zu können. Auch ziehe ich vieles durch, was ich früher vielleicht nicht durchgezogen hätte, z.B. den Zuckerverzicht. Da hilft so eine Leserschaft ja schon, einen bei der Stange zu halten. Aber wir gehen zum Beispiel auch mehr raus. Und fahren mehr weg. Und gekocht und gestrickt habe ich immerschon sehr viel. Natürlich blogge ich, lese Blogs und mache ständig von Sachen Fotos. Dafür schaue ich sehr viel weniger fern. Wir haben seit ca. 5 Monaten nicht mehr auf den analog-Kanal des Fernsehers umgestellt. Das bedeutet, wir haben in den letzten 5 Monaten ausschließlich öffentlich-rechtliches Fernsehen geguckt (hauptsächlich den Tatort und zdf.neo). Früher unvorstellbar. Ich habe den Eindruck, ich bin konsumkritischer geworden. Bewusster im Umgang mit meiner Zeit. Ich setze eher Prioritäten auf solche Tätigkeiten, die mir einen echten Ausgleich geben. Sicher auch, weil man im Blog-Kontext mehr darüber nachdenkt was man so tut und tun will. Das muss ich allerdings noch weiter voran treiben. Denn im Moment nehmen extern gesteuerte Termine und die Arbeit viel viel Raum ein. Manchmal mehr als gut ist. Auch die Hochzeitsplanung ist nicht eben Wellness und Entspannung pur, auch wenn wir uns sehr bemühen, den Ball flach zu halten. Aber im großen und ganzen fühle ich mich sehr wohl hier in meinem virtuellen Zuhause. Und ich freue mich, dass es offenbar anderen auch so geht. Ich bin gespannt, was im nächsten Jahr so passiert. Ihr auch?