Diese Woche gekocht

Ein positiver Nebeneffekt des Zuckerverzichts ist, dass ich gezwungen bin, mehr zu kochen. Allerdings heißt das nicht, dass ich dran denke, es auch zu fotografieren… Folgendes gab es in dieser ersten (teilweise) zuckerfreien Woche:

Samstag: nichts selbstgekochtes, ich war unterwegs zu Freundin N.
Sonntag: gegrilltes bei meinen Eltern
Montag: Selbstgebackenes Oliven-Kräuterbrot mit Käse und Salat
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Das Brot hat einen hohen Roggenanteil, ich habe es wie immer im Römertopf gebacken, es wird aber sicher auch in einem schweren Topf, Bräter oder zur Not einer Form gehen.

300g Roggenvollkornmehl
200g Dinkelvollkornmehl
1 Würfel Hefe
300 ml handwarmes Wasser
2 TL Honig
1 TL Salz
2 TL gemischte Kräuter (z.B. Provence-Kräuter)
200g Oliven
1 TL Kümmel
100g Parmesan, gerieben
1 Zehe Knoblauch, gehackt
Die Hefe im Wasser auflösen, mit dem Honig, dem Salz und dem Mehl zu einem homogenen, nicht zu flüssigen Teig verkneten. Bedeckt an einem warmen Ort etwa 2 Std. gehen lassen.

Die Oliven, den Knoblauch hacken, den Käse reiben und alles zusammen mit den Gewürzen und etwas Olivenöl zu einer Masse verrühren.

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen und den Römertopf/Bräter/Topf/Keramikform schon hineinstellen.

Den Teig auf eine bemehlte Fläche geben, grob ausdrücken (etwa 2cm dick) und die Masse darauf verteilen. Nun falten: erst die beiden Seiten zur Mitte, dann die untere Hälfte zur Mitte, zuletzt die obere. Das Brot auf die Naht drehen, mit einem Küchenhandtuch abdecken und so nochmal ca. 20-30 Minuten gehen lassen.

Die Form aus dem Ofen nehmen (Vorsicht heiß!), das Brot hineinsetzen (Fett ist bei Keramik und Guss nicht erforderlich). Den Deckel drauf und für 40Minuten in den Ofen. Dann den Deckel ab, die Temperatur auf 200 Grad reduzieren und noch 10 Min. backen.

Dienstag: Reissalat
Ich mache ein Dressing aus Joghurt, Mayonnaise, etwas Gurkenessig, Tomatenmark, Paprika edelsüß, Salz und Pfeffer. Außer gekochtem und abgekühltem Vollkornbasmatireis kommt rein: Paprika, Staudensellerie, Tomaten, saure Gurken, Zwiebeln und ein Apfel, alles fein gewürfelt sowie in Scheiben geschnittene Seitan-Wiener (das sind die aus Weizeneiweiß).

Mittwoch: Reste des Reissalats

Donnerstag: Vollkorn-Farfalle mit Spinat-Käsesauce

Freitag: morgens: Erdbeer-Shake

abends: Vollkorn-Pizza

Pizzateig nur aus Vollkornmehl neigt dazu etwas weniger elastisch zu sein, sich nicht ganz so dünn ausrollen zu lassen und weniger knusprig zu werden. Verhindern lässt sich dieses Phänomen durch langsame Teigführung. Ich verwende folgendes Rezept (auch für weißes Mehl, dann nur die Wassermenge leicht reduzieren):

450g Mehl

230ml handwarmes Wasser

1/2 Würfel Hefe

1 TL Salz

1 TL Honig

3 EL Olivenöl

Die Hefe im Wasser auflösen. Dann alle Zutaten mit der Maschine oder mit der Hand zu einem Teig verkneten. Man sollte lang uns ausführlich kneten. Am Ende sollte der Teig kaum noch kleben und auch nicht allzu matschig sein. Wenn man mit dem Finger reinpiekt muss das Loch sich von allein  langsam wieder schließen. Wenn der Teig klebt oder verläuft hat er zu viel Wasser. Wenn er die Fingerprobe nicht besteht, sollte man ihn noch etwas kneten. So sieht er etwa aus:

Jetzt kommt er für mindestens 4 besser 6 Stunden in den Kühlschrank. Dazu eine Schüssel von innen ölen und den Teig reinsetzen. Dann die Schüssel abdecken. Nach 2-3 Stunden sieht er dann so aus:

Cool oder? Trotz Kühlschrank! Alles eine Frage der Geduld. Jetzt dem Teig einen guten Knuff mit der Faust verpassen und ihn nochmal in den Kühlschrank stellen. Etwa eine Stunde bevor man ihn verarbeiten will aus dem Kühlschrank holen und langsam Zimmertemperatur bekommen lassen. Nach 4-5 Stunden Gehzeit kann man ihn übrigens auch prima einfrieren. Dann einfach später bei Zimmertemperatur auftauen lassen.

Der Teig sollte sich auf Mehl sehr dünn ausrollen lassen und dabei trotzdem flexibel genug bleiben. Die belegte Pizza muss für 15-18 Minuten in den Ofen auf die unterste Schiene bei 230 Grad.

Wir hatten einige Gäste da und die Pizza kam so  gut an, dass es leider kein Foto gibt.

Wer noch Fragen zu einem der Rezepte hat, einfach melden und wenn jemand auch einen kulinarischen Wochenrückblick macht, freue ich mich über einen Kommentar.

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