7 Sachen

Auch am gestrigen Sonntag war ich mal wieder recht fleißig mit meinen Händen. Es ist schließlich noch einiges vorzubereiten .

1. Den Wischmopp geschwungen .
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2. Probeweise meine Haare aufgedreht und mich dann über die rausgeschmissene Zeit geärgert, denn herausgekommen ist nur, dass man besser bei altbewährten Techniken bleibt
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3. Das Probeliedheft gebastelt.
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4. Danach die „echten“ Hefte gedruckt , zwischendurch mehrmals den Toner geschüttelt. Der wollte nämlich vorzeitig schlapp machen.
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5. Ein paar sonntagssüße Blaubeer Pfannkuchen gebacken.
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6. Die Ernte eingebracht. Besonders beglückend: die erste Chili
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7. Haarnadeln mit Perlen bestückt
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Diese Woche gekocht

Ich habe eigentlich noch Fotos von mindestens 10 Gerichten. Aber sie sind verteilt über mehrere Geräte und ich hab auch einfach keine Zeit die ganzen Rezepte aus meinem Hirn zu kramen und zu verbloggen . Aber eins gibts.

Shawarma vegetarisch

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Shawarma ist sozusagen der israelische bzw. arabische Bruder des Döner. Wir konnten das natürlich in Israel nicht probieren. Aber ich hab mir eine Gewürzmischung mitgebracht. Und uns nun eine vegetarische Variante gemacht.

Zutaten

Hummus (ich hab es selbst gemacht, kann man aber auch kaufen)
Joghurt-Knoblauchsoße mit Schwarzkümmel
Spitzkohl
Rotkohl
Gurken
Tomaten
Zweibeln
Grüner Salat
Räuchertofu
Knoblauch
Kreuzkümmel
Paprika rosenscharf
Fladenbrot

Zuerst den Spitzkohl , Rotkohl und die Zwiebeln in feine Ringe schneiden und mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer marinieren . Dann ggf . das Hummus zubereiten. Dann noch die Joghurtsoße vorbereiten. Ich nehme immer türkischen Joghurt, der schmeckt voller und die Konsistenz ist auch schöner. Den Tofu (pro Person 100g) in 5mm dicke Streifen schneiden und zusammen mit einer Knoblauzehe in Öl schön scharf anbraten. Dabei mit den Gewürzen bestreuen. Kreuzkümmel, Paprika und Pfeffer werden in meinem Kochbuch angegeben , was in meiner Mischung ist, weiß ich natürlich nicht genau.

Und dann alles hübsch auf den Tisch!
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Zuerst das Hummus in das Fladenbrot streichen, dann kommen die Tofustreifen, danach Salat oben drauf stapeln, zuletzt Joghurtsoße . Und dann hoffen, dass der Mund weit genug aufgeht 😉

Wir sind begeistert. Und der Rest Hummus wird hier auch nie alt…

Küchenglück

Am Samstagmorgen war ich schon sehr früh auf dem Flohmarkt. Eigentlich suche ich dringend zwei große (möglichst kitschig-vintagige) Bilderrahmen, einer davon wird für die Hochzeit gebraucht. Gab leider keine. Ich suche jetzt seit einem Jahr, Bilderrahmen scheint in Bochum keiner übrig zu haben. Dafür aber eine Kiste mit Einmachgläsern.

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30 Stück. Für 4 Euro. Ich freue mich. Die Verkäuferin konnte gar nicht glauben, dass ich die tatsächlich auch zum einmachen nutze. „nee, dat Sie sowatt können. Andere Leute nehmen die als Klimmbimm.“

Nach dem spülen zeigte sich erst so richtig die Vielfalt der längst vergangenen Fabrikanten:
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Mein Favorit: Küchenglück.

Leider waren nur 6 Verschlussbügel dabei. Und meine Jagd in den Kaufhäusern war bisher nicht erfolgreich. Überall Ringe für Rillengläser aber nirgendwo Klammern. Merken die was? Außerdem würde ich im.Kaufhof dermaßen wie eine Irre behandelt, kaum fragte ich nach Einmachzubehör, da kauf ich dann auch gern im Internet…

6 Gläser sind schon mit Mehl und Körnern gefüllt in den Vorratsschrank gewandert, die anderen warten auf den Herbst.

7 sonnige Sachen

Am sonnigen Sonntag, sieben sonnige Sachen:

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1. Vorräte in Einmachgläser gefüllt und den Vorratsschrank aufgeräumt.

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2. Das Gemüse gegossen und dabei erfreut festgestellt, dass die kleinen Kürbisse den vielen Regen überlebt haben.

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3. Beerige Marmelade gekocht.

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4. Die Fenster geputzt und mich dabei über die Sonne gefreut.

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5. Wo ja ernsthaft die Aussicht besteht, diese Woche Sandalen tragen zu können, meinen Füßen eine Ladung Pflege zukommen lassen.

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6. Kirschen genascht.

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7. Etwas flottes sommerliches genäht.

Die Idee stammt von Frau Liebe.

Johannisbeersirup

Die Vermieterin hat mir freie Hand bei der Plünderung ihrer Johannisbeerbüsche gelassen. Und daraus gemacht habe ich eine große Portion Nostalgie. Johannisbeerschorle gab es immer bei meinen Großeltern, die kiloweise Johannisbeeren aus ihrem Schrebergarten zu Johannisbeersaft verarbeiteten. Mangels Entsafter und wegen lecker hab ich Sirup fabriziert.
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So geht ein Liter:
400g Johannisbeeren
300g Zucker
2 TL Zitronensäure oder Saft von 2 Zitronen
1MS Vanillepulver

1/3 des Zuckers in einen Topf mit dickem Boden geben und bei geringer Hitze LANGSAM karamellisieren. Dauert ewig und geht auch nicht schneller, wenn man rührt. In der Zeit die Johannisbeeren waschen und entstielen. Wenn der Zucker im Topf gerade geschmolzen ist, die Johannisbeeren dazugeben. Jetzt darf man auch rühren. Dann den restlichen Zucker, die Zitronensäure und 500ml Wasser zugeben. Das ganze köcheln bis der Zucker sich aufgelöst hat. Platte aus, Deckel drauf, über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag durch ein Sieb geben, nochmal aufkochen und in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Für Schiele nach Geschmack mit Wasser strecken, ich nehme etwa 1:4 bis 1:5.

Sommer! Sofort!

Ich bin heute schon viermal mit den Worten begrüßt worden: „Wenigstens du siehst nach Sommer aus“ und zwar wegen meinem neuen Kleid:

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Es ist toll! Ich liebe es! Schon so lang ist es in meinem Kopfkleiderschrank, jetzt ist es endlich in die Realität gehüpft.
Nicht ohne Hindernisse, aber dazu später mehr. Erstmal noch ein Bild.

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Der Schnitt ist aus der „Meine Nähmode“ Frühjahr/Sommer 2012 bzw. New Look 6069. Er hat mich im Heft gleich angelacht und rief nach diesem Pünktchenstoff, den ich schon im Februar gekauft habe. Ein rotes Pünktchenkleid wollte ich schon ewig.

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Es ist für meinen persönlichen Geschmack ca. 2 cm zu kurz, wobei das auch nur am mangelnden Sommer liegen kann. Ebenso wie Problem Nr. 2: Es klebt an der Strumpfhose. Is ja nicht das Kleid schuld, dass ich es derzeit so tragen muss:

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Ich habe schon einige schöne Varianten davon gesehen, wie z.B. bei Melleni und bei Eben Julia. So wusste ich direkt, dass es schlau ist, ein Gummi in den Ärmelchen mit zu fassen.

Das Kleid ist bestimmt seit 6 Wochen in Arbeit gewesen. Und das ist nicht dem Schnitt anzulasten, sondern allein meine Schuld. Ich bin nämlich offenbar lernresistent. Ich weiß ja eigentlich, dass ich schmale Schultern, einen vollen Busen und sehr breite Hüften hab. Und dass ich deshalb nienienie einen Kleiderschnitt einfach so hernehmen sollte. Theoretisch. Praktisch läuft das so: ich willwillwill dieses Kleid. Die Maßtabelle sagt: Brust- und Hüftumfang entsprechen Grösse 40. Ich freue mich. Pause Größe 40 ab, schneide zu, nähe zusammen, probiere an und … Beiße mich in den Hintern. Denn in Wahrheit hätte ich den Rock in Größe 40 und das Oberteil in 36 abpausen und dann ein FBA machen müssen. Natürlich, ich weiß das. Theoretisch. Das Ergebnis sind ein abstehender Ausschnitt und abstehende Ärmellöcher. Weil ich dieses Spiel mit schöner Regelmäßigkeit wiederhole, kenne ich aber schon die Quick-and-Dirty Lösung: Abnäher an den Armlöchern und die Schulterpassennaht kräuseln. Außerdem natürlich deutlich cm aus der Rückennaht nehmen und die Taille schmaler machen. Ich bin mit dem Ergebnis im Reinen, mache mir aber mal nen Knoten in den Schnitt, damit ich es vielleicht beim nächsten Mal gleich richtig mache. Und ein nächstes Mal gibt es totsicher, der Stoff ist schon ausgesucht. Der Schnitt ist ansonsten gut zu nähen und sehr hübsch, wie ich finde.

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Und passen meine tollen erkreiselten Schuhe nicht perfekt? Das sind die First-Aid-Hochzeitsschuhe für vorgerückte Stunde.

Zusammenfassung:
Schnitt: New Look 6069
Größe: 38-40
Stoff: Stenzo, Verbrauch 150cm
Zeitbedarf: Ich schätze 2 Std. nähen
Änderungen: Gummi im Ärmelsaum, Schulterpassennaht gekräuselt, Taille verschmälert, Abnäher am Ärmelloch.

Hochzeits-Sneak-Peek II

Ich hatte ja versprochen mehr übers Outfit zu erzählen. Denn roter Nagellack ist vielleicht nicht das erste wenn man ans Brautoutfit denkt.

Ich werde ein langes weißes Kleid tragen. Das schon. Aber kein so typisches Brautkleid mit 200 Meter Tüll, 10kg Pailletten und langer Schleppe. Mich als erwachsene und schon seit 10 Jahren mit dem gleichen Mann liierte selbstbewusste Frau auf einmal als jungfräuliche Prinzessin zu verkleiden liegt mir nicht. Ich wollte erst ein kurzes Kleid, aber alle die es gab sahen wie Nachthemden aus. An ein langes Kleid habe ich dennoch folgende Anforderungen gestellt: Ich möchte allein rein und raus kommen, selbständig in ein Auto einsteigen und ohne Assistenten aufs Klo gehen können. Und ich möchte tanzen. Und zwar viel und hüpfend und nicht nur Walzer. Ich hatte außerdem eine recht niedrige Schmerzgrenze was den Preis anbelangt. Diese Anforderungen konnten einige Brautmodengeschäfte schlicht gar nicht erfüllen. Und die größte Auswahl und den größten Respekt für meine Wünsche habe ich im unscheinbarsten und günstigsten Laden gefunden. Es ist schließlich ein relativ wenig ausgestelltes Abendkleid geworden (Saumdurchmesser 45cm). Mit fast keiner Stickerei und gänzlich ohne Tüllberge.

Weil ich eben keine unschuldige Prinzessin bin, gibts zum weißen Kleid einen Hauch rot. Auf den Nägeln und auch

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im Schmuck. Eine Perlenkette. Aber mit Ecken und Kanten. Das passt zu mir und sicher auch zu unserem eher locker geplanten Fest. Ich werde die Farbkombi weiß mit bisschen rot auch im Brautstrauß wiederholen. Aber dazu wann anders mehr. Heute war der letzte Anpassungstermin. Ab jetzt besser nicht mehr zu viel Eis essen…

Zur Feier des Tages // Hochzeits-Sneak-Peek I

Da ist er ja. Der Sommer. Gut es ist nur ein Tag. Aber man wird ja bescheiden. Das musste adäquat begangen werden und zwar mit:

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Einem dicken fetten Eis. Und weil’s ja vermutlich das einzige bleibt, hab ich mir ein sehr exclusives gegönnt. Wer’s noch nicht wusste: bei Dulce gibt es Eis zum süchtig werden!

Nicht nur der Sommer gibt Anlass zum feiern. Ich habe heute auch die letzten drei Stunden für dieses Semester gelehrt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich freue mich auf die Forschungszeit über den Sommer (von der mich allerdings noch 500 Klausuren trennen), aber ich habe diese Woche einige Veranstaltungen zum allerletzten Mal gehalten, die ich z.T. seit einigen Jahren mache. Mich erwarten im neuen Semester neue Aufgaben, aber es ist komisch sein „Werk“ nun in andere Hände zu übergeben. Ich hab mich für’s lachen entschieden und einen kleinen Shopping-Spree in der Edel-Kosmetik-Abteilung veranstaltet. Ich bin normal da nicht so edel, aber man will ja an der Hochzeit auch abends noch was her machen. So gibt’s heute hier die erste Hochzeits-Sneak-Peek: der Nagellack für Finger und Zehen. Rot, frech, hübsch schimmernd. (und im Laden schief probelackiert auf die vorher sorgsam mit Folienstift verdreckten Finger).

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Wie das zum Rest des Outfits passt? Bald mehr…

Ungesundes im Alltag

Bevor es hier endlich wieder genähtes, gekochtes und hochzeitliches zu sehen gibt, erstmal was zu nachdenken. Ich hatte in den letzten zwei Wochen ja gezwungenermaßen sehr viel Zeit, mich mittels Dokus auf Spartenkanälen zu bilden. Ich bin dieser Möglichkeit mit großer Begeisterung nachgekommen und so am vergangenen Samstag unter anderem über zwei Dokus über Schadstoffe gestolpert, die, leider als Wiederholung und deshalb nicht online, auf arte liefen. Beide beschäftigten sich mit Giftstoffen im Alltag, die erste explizit mit Schadstoffbelastung in Kleidung, die zweite mit der Auswirkung von Schadstoffen auf Recycling-(Un-)Möglichkeiten. Für mich sehr bedrückend. Ich möchte hier kurz das Wesentliche und meine Gedanken dazu zusammenfassen.

Es gibt in Deutschland bisher kaum Grenzwerte für Schadstoffbelastung in Kleidung. Es gibt natürlich Arbeitsschutzgrenzwerte, aber unsere Kleidung wird ja nicht in Deutschland produziert. Dies führt dazu, dass die meiste Kleidung, so die Dokus, im Gründe Sondermüll ist. Durch Schadstoffe in Kleidung werden jährlich viele Textilverkäuferinnen krank, nicht zu reden von den Menschen die die Kleidung unter schlimmsten Bedingungen herstellen. Dies gilt für große Ketten genauso wie für exclusive Design-Labels. Am schlimmsten sind Jeans, Sie werden mit sehr giftiger Farbe gefärbt, die außerdem an die Haut abgegeben wird, Sie werden stark imprägniert und zusätzlich auch noch mit der oft tödlichen Sandstrahlmethode gebleicht. Aber ganz allgemein gilt, je dunkler und je kräftiger die Farbe, desto giftiger. Am schlimmsten ist schwarz, welches bislang gar nicht schadstofffrei produziert werden kann. Die neue Bio-Ware vieler Ketten ist da eher ein Etikettenschwindel, Sie ist zwar aus Bio-Baumwolle aber mit normalen Farben gefärbt. Echte Biotextilien machen weniger als 1% des deutschen Textil-Umsatzes aus. Sie sind -bisher- nicht massenproduktionstauglich. Dass es doch geht, zeigt Trigema mit dem kompostierbaren Shirt. Allerdings natürlich zu einem ganz anderen Preis, das ist nicht mit der schnelllebigen Mode vereinbar.
Die zweite Doku zeigte das Konzept der Kreislaufwirtschaft, das ich schon in anderen Kontexten kennengelernt hatte. Alle Produkte werden entweder dem biologischen oder dem technischen Kreislauf zugeordnet. Das heißt entweder Sie sind kompostierbar oder in ihren Komponenten recyclebar. Indem man biologische und technische Komponenten nicht mischt, gewährleistet man die 100%igel Wiederverwertung. Alle Verfahren, die aufwändige chemische Prozesse zur Aufbereitung erfordern, wie Plastikrecycling und Altpapieraufbereitung sind dabei natürlich schlecht, weil Sie wieder eine Belastung herbeiführen. Hier habe ich gelernt, dass erstaunliche Dinge aus Mais hergestellt werden. Z.B. Folien, Plastikgeschirr, … Aber die Mehrzahl der Produktionsprozesse geht eben verschwenderisch mit Ressourcen um und hinterlässt am Ende Sondermüll.

Für mich bleibt die Frage: Was kann ich tun? Selbst nähen löst das Giftproblem nicht, denn der Anteil der Biostoffe liegt in ähnlicher Größenordnung wie bei den Kleidungsstücken. Nicht das ungesunde Wasser aus Plastikflaschen sondern das gesündere aus der Leitung. Klar. Dinge reparieren und verwerten anstatt neu kaufen. Klar. Aber sonst? Das ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Was denkt ihr? Was kann man tun?