Lagebericht mit Rezept

So, die Talsohle scheint durchschritten zu sein. Heute habe ich erstmals für einen Spaziergang am Teich das Haus verlassen. Habe mich schon die ganze Woche geärgert, dass ich das gewittrige aber schöne Wetter verpasse. Ich beobachte übrigens mit großem Interesse, dass wir jedes Jahr zu genau dieser Zeit genau dieses Wetter haben. Ich weiß das sehr genau, denn wir hatten diese Woche Hochzeitstag. Und an unserer Hochzeit vor drei Jahren hatten wir kaum den Spaziergang um den See begonnen als ein Gewitter sondergleichen niederging. Beim abendlichen Besuch bei Bochum Total waren alle (außer uns) entsprechend völlig durchweicht. Damit nicht genug haben wir dann unseren ersten Hochzeitstag im Keller meiner Großeltern verbracht, wo das Unwetter, das niedergegangen war, das Wasser aus der Kanalisation die Abflüsse hochgedrückt und für eine einen Meter hohe Schlammlavine im gesamten Keller gesorgt hatte. Unser zweiter Hochzeitstag verlief zwar Katastrophen-frei aber ebenfalls mit unwetterartigen Gewitterschauern nach sehr heißem Tag. Auch dieses Jahr konnte ich vom Bett aus Gewitter und Graupelschauer beobachten. Das scheint also Anfang Juli fortan normal. Gut wohl, dass wir uns für die kirchliche Hochzeit einen Termin im August gesucht haben – es besteht also die Chance künftig wenn man den standesamtlichen Hochzeitstag mal wieder in einem vollgelaufenen Tunnel oder mit dem Eimer im Keller verbracht hat, zumindest am kirchlichen gutes Wetter zu bekommen. Aber ich komme vom Thema ab. Denn ich wollte von der Lage berichten.

Die Bakterien haben den Rückzug angetreten, ich sehe Land und hege ernsthafte Hoffnung am Montag ins Büro gehen zu können. Semesterendspurt. Heidiho. Natürlich hat sich in Sachen Projekte weder in der Genf-Woche noch in der krank-Woche viel getan. Meine Gemüsepflanzen machen mir derzeit etwas Sorgen. Sie mögen den Platzregen nicht so und brauchen außerdem Dünger. Ich habe jetzt welchen bestellt, denn wir trinken zu wenig Kaffee und Tee um allein daraus den Bedarf zu decken. Ich hoffe, dann wird es ihnen bald besser gehen. Mangold habe ich schon etwas geerntet, den wird es morgen geben, und Radieschen natürlich. Die Zucchini wollen nicht recht wachsen und die Kürbispflanze hat leider Läuse (aber auch sehr viele süße kleine Kürbisse). Hervorragend geht es meinem Pflücksalat, der nun unseren gesamten Salatbedarf deckt:

Und der auch die Basis für das angekündigte Rezept ist (unten).

Ich nähe derzeit an einem Kleid aus der Simplicity Meine Nähmode 2/2012 (bzw. New Look 6069), das schon vielfach in Blogs zu bewundern war. Es wird schön. Aber mein Fortschritt wäre mit Schneckentempo noch übertrieben schnell beschrieben. Was keinesfalls am Schnitt liegt, sondern an meiner entweder körperlichen oder geistigen Abwesenheit. Ich hoffe, ich kann es diese Woche fertigstellen, denn ich würde es zu gern in den Koffer für Berlin packen. Denn dahin gehts am Donnerstag. Wir besuchen eine Hochzeit und verbringen ein langes Wochenende dort. Ich freu mich und hoffe auf gutes Wetter, Zeit für einen Maybachufermarktbesuch und einen Flohmarktbesuch.

Ansonsten wird meine Freizeit nun doch langsam ziemlich von Hochzeitsvorbereitungen absorbiert. Wir hatten uns fest vorgenommen uns 1. nicht viel Stress zu machen und 2. alles ganz einfach zu halten. Eine dufte Party, kein Klimmbimm, auf die Kacke hauen ohne besondere Umstände. Es hängt aber nun halt doch einiges dran… und die Zeit ist knapper als geplant. Herr Siebenhundertsachen krank, jetzt ich krank, Schneider, Priester und Floristen unpassenderweise im Urlaub, …. Ich bewundere die Weitsicht mit der Miri ihr eigentlich kleines Fest plant. So umsichtig bin ich nicht. Langsam ist aber doch das meiste geschafft, Herr Siebenhundertsachen hat einen Anzug, das Kleid wird mit und mit angepasst, der Gottesdienst ist einigermaßen fertig, ich habe eine Deko im Kopf und (fast) alle Materialien dafür besorgt. Diese Woche wird das Menü ausgemacht. Wir haben also was an, wissen wann wir wie Ja sagen und kriegen nachher was zu trinken und zu essen. Ich denke damit sind die schlimmsten Ausfälle schonmal vermieden. Könnte nun noch passieren, dass die Sitzordnung oder die Deko nicht fertig wird, ich keinen Brautstrauß habe, die Kerze nicht ankommt und die Gäste den Weg nicht finden. Achja, sie könnten außerdem nicht wissen was sie singen sollen. Aber davon lass ich mich gaaaaar nicht stressen *räusper* Also nun zu tun in der nächsten Woche: Menü ausmachen, Blumen klarmachen, und auf der langen Zugfahrt nach Berlin: Wegbeschreibungsmail vorbereiten. Neben dem Kleid sollte das wohl reichen. Haushalt und Urlaubsplanung müssen bis nach der Hochzeit warten.

So und ich weiß, hier wurde recht wenig gekocht in letzter Zeit, zu meinem eigenen großen Unmut. Aber heute: Ein Rezept. Ein tolles! Unbedingt nachmachen, sommerlicher geht nicht!

Wassermelonen-Salat

  • Wassermelone
  • Grüner Salat (welchen man mag, ich hab Lollo Bionda Pflücksalat genommen)
  • Cocktailtomaten
  • Minze
  • Öl
  • Balsamico-Essig
  • Sojasoße
  • Cashews, geröstet und gesalzen

Ich finde Mengenangaben hier schwierig. Für mich allein hab ich ein großes Stück Melone, drei Tomaten und eine Handvoll Cashews genommen. Man kann das je nach Hunger und Anzahl der Personen raufskalieren und wenn’s zu wenig aussieht, einfach noch was von allem reinwerfen.

Salat waschen und zupfen. Tomaten grob würfeln und dazu geben, die Wassermelone in mundgerechte Würfel schneiden und auch dazu geben. Die Minze (pro Portion ein Stengel) fein hacken. Ein Dressing aus Öl, Balsamicoessig und Sojasoße anrühren, Zucker ist wegen der Melone nicht nötig, die Minze dazu geben. Das ganze über den Salat geben und 30 Min ziehen lassen (zwischendurch rühren). Dann die Cashews grob hacken und drüber streuen. Fertig. Braucht man nix dazu. Einfach eine Riesenportion machen und es saulecker finden!

Danke für deinen Kommentar! Ich freue mich sehr darüber!

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