Trübsal

Heute morgen habe ich Herrn Siebenhundertsachen zum Bahnhof gebracht. Dort ist er allein in den Zug nach Berlin gestiegen. Ich hingegen hüte das Bett. Die Welt ist ungerecht. Mein Infekt hat sich in meiner Stirnhöhle häuslich eingerichtet und ich warte nun darauf, dass das zweite Antibiotikum hoffentlich anschlägt. Bis dahin geht hier recht wenig. Ich habe viele Pläne, Nähpläne, Einkochpläne, Hochzeitspläne… Aber alles ist derzeit auf Pause. Nichts geht. Das nagt an mir. Außerdem wäre ich sososo gern mit nach Berlin gefahren. Nicht mal die Tatsache, dass das Wetter ohnehin bescheiden ist, kann mich hier so wirklich trösten. Ich muss warten, schlafen, warten.