Hochzeits-DIY-Parade V

Und jetzt endlich: Gesamtoutfit! Die Fotos zu Frisur und Kleid sind größtenteils aus unserer Fotosession, die wir nach der Hochzeit ohne Stress an einem anderen Tag gemacht haben. Weil wir total auf langsam vor sich hin modernde Industrie-Ruinen stehen, die Stück für Stück von der Natur zurück erobert werden,  haben wir uns für unsere „offiziellen“ Fotos als Kulisse Zeche Zollverein ausgesucht. Zu unserem großen Glück konnten wir die liebe Rebecca als Fotografin gewinnen, die unsere Vorstellungen zu stylishen Hochzeitsfotos und verfallender Industriearchitektur teilt und gern mit uns einen ganzen Tag über Stock, Stein und Schiene gekrakselt ist, nicht vor Kontakt mit dem Boden und Spinnen zurückgescheut ist und eine ganze Reihe fantastischer unkonventioneller Fotos von uns gemacht hat. Wir hatten Spaß, alle haben uns voll freundlich gratuliert und wir sind sogar gefragt worden, ob wir da Werbefotos für Zeche Zollverein machen. Einer Zweitkarriere als Hochzeits-Models steht also nichts mehr im Wege. Nach der Session auf Zeche Zollverein hatte das Kleid zwar etwas gelitten, aber ich brauch es ja auch nicht nochmal und das Ergebnis ist es allemal wert! Wer auch so tolle Fotos will – ich stelle gern einen Kontakt zur Fotografin her!

Und nun lehnen Sie sich zurück und genießen Sie den Anblick eines schönen Brautkleids ohne Schnickschnack, eines selbstgenähten Boleros und fantastischer wenn auch Mörder-hoher Schuhe.

Das Kleid ist eigentlich ein Abendkleid, dass ich in diesem entzückend unprätentiösen Brautmodengeschäft (mit ziemlich original Pott-Verkäuferinnen und erfrischend ehrlicher Beratung sowie einer hervorragenden Schneiderin) auch in weiß bestellen konnte. Es war zwar in weiß teurer als in bunt, aber immernoch sehr sehr bezahlbar und vor allem tragbar. Das Kleid besteht aus Taft und hat nur einen Unterrock und im Oberteil noch eine weitere Fütterung, Stäbchen und Cups. Schuhe von Kleiderkreisel, Bolero hier schon besprochen.

Das Farbkonzept weiß-rot hab ich stringent durchgezogen, so war Herr Siebenhundertsachen zur roten Krawatte verpflichtet. Aber er kann sie tragen und sah auch ganz schick aus! Der Anzug ist übrigens von Boss und aus einem Stoff der aussieht wie Leinen aber keins ist (=nicht knittert).

Übrigens sind ein Teil der Fotos wirklich und absichtlich kopflos, andere musste ich abschneiden. Sorry hierfür, aber die Abwägung Privatsphäre-Style hat leider in Richtung Privatsphäre ausgeschlagen.

Die Klamotten wurden nicht geschont, wie man sehen kann.

Ich plane übrigens das Kleid zu färben und zu kürzen, selbst versteht sich. Vorher muss ich erstmal einige Nähte reparieren, die das Shooting nicht überlebt haben. Und dann gibt’s Spaß mit iDye Poly…

Bildrechte: Rebecca Weber, Kontakt auf Anfrage