Me made Mittwoch: Rok 20

So, da ist er nun, an der Frau. Der Knip-Rock, dessen Entstehung ich bereits am Wochenende ausführlich dokumentiert habe.

Ich mag den Rock, ich finde ihn gut gelungen. Die komische Falte an der Seite ist eine Sitzfalte, schließlich hat er schon Busfahrt und Vorlesung hinter sich. Eine weitere Änderung habe ich nach Abschluss meines Posts am Sonntag doch noch vorgenommen. Ich hab ihn unten an beiden Seiten 2cm weiter eingestellt. Das ist eine Änderung, die ich bei vielen geraden Röcken vornehme. Das Verhältnis von Hüfte zu Knie ist bei mir doch recht groß und dadurch empfinde ich die hüftkomfortable Größe oft am Bein zu weit. Ich finde eine etwas tulpigere Form kommt meiner Silhouette eher entgegen. Jetzt bin ich mit Sitz, Passform, Fall und Falten sehr zufrieden.

Fairerweise muss ich anmerken: Der Rock hat vor allem Indoor-Schick. Mit Jacke drüber und forsch ausschreitend zum Bus marschierend, machen diese Falten recht merkwürdige Sachen. Aber in der Vorlesung macht er sich glaub ich gut.

Die Details:

Schnitt: Rok 20 aus Knipmode 12/2011

Größe: 38

Stoff: Wollkammgarn, Alfatex (ein Traumstöffchen)

Änderungen: Taille um 2cm verschmälert, unten den Saum insg. 4cm weiter eingestellt, Rollsaum statt Blindsaum, unsichtbaren Schlitz unter der rechten Seitennaht bis zur Taille hinauf verlängert, 5 cm gekürzt.

Schwierigkeitsgrad: mittel

Probleme: Eine genaue Entstehungsgeschichte gibt es hier und hier. Ich musste, meinem Figurtyp geschuldet, recht viel ändern, nachmessen, korrigieren.

Würde ich den Schnitt nochmal nähen: Eher nicht. Ich mag den Rock, aber 2 davon schmälern seine Besonderheit. Auch ist er nicht so problemlos und alltagstauglich wie mein Liebling Simplicity 2451 – der kann nicht von Rang 1 der Röcke verdrängt werden.

Schon über 100 weitere selbst-gemacht-Bekleidete Damen versammeln sich, angeführt von Julia im französisch-geblümten hochschicken Hemdblusenkleid im MemadeMittwochBlog. Danke MMM-Crew für Organisation und Moderation.

Und jetzt schreibe ich 100 mal..

… „du sollst nicht ohne Grund zu Alfatex fahren!“

Dabei passierte es fast von selbst. Fügung des Schicksals. Und ehe ich mich versah, war ich im Besitz dieses reizenden Shetland Wollstöffchens in Lieblingsfarbe petrol. Schwuppdiwupp.
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Gut, ich war gar nicht da um Stoff zu kaufen. Aber an meinem Lieblingsrock ist in der Wäsche der Reißverschluss kaputt gegangen. Und kein passender im Hause. SKANDAL. Nunja, bei alfatex gabs auch keinen passenden. Aber N. brauchte auch noch einen und das Auto hatte ich eh dabei und da kam ich da DIREKT vorbei. Also nur 1 Autobahnausfahrt und 1km Umweg. Was soll ich tun? Und dann steht da „20%auf Modestoffe“. Da muss man doch mal gucken, das ist man ja auch den Leserinnen seines Blogs schuldig. Und dann auch noch „Italienische Wollstoffe 10€/m“ plus Rabatt. Tja und wie ich so schaue. Einmal nicht hingeguckt, schon ein Stückchen davon abgeschnitten in meiner Hand.

Zum Glück hat mich die eiserne „bei-Alfatex-immer-nur-das-Bargeld-ausgeben-was-ich-dabei-hab-Regel“ vor schlimmerem bewahrt. Denn wie hinlänglich bekannt ist, habe ich einen Plan. Und da ist bisher kein petrolfarbener Shetlandstoff drin gewesen.

Für jeden, der mit mehr Geld und ohne Plan mal so richtig in HerbstWinterstoffen schwelgen will : Hin zu Alfatex (in Bochum) Wollstoffe in tollen Qualitäten und Farben für 10 Euro, 20% Rabatt auf alle Modestoffe und sog. Indoorwalkloden für 15 Euro. Das ist Walk mit etwa 50% Viskoseanteil, recht weich und dünn und in allen allen Farben da. Günstiger als auf dem Stoffmarkt. Und alles natürlich mit präzisen Materialangaben und guter Beratung. Ich würd am liebsten direkt wieder hin. Nur zum gucken natürlich.

7 Sachen – sonntags gemacht – dienstags gebloggt

… ähm ja, ich bin vielleicht etwas spät dran mit 7 Sachen, die ich diesen Sonntag  mit meinen Händen gemacht. Aber so ist das (reale) Leben manchmal. Also los, here we go:

1. Dank Zeitumstellung entschieden zu früh wach gewesen und deshalb erstmal ein bisschen gearbeitet:

2. Dann ausführlich gefrühstückt und xmal Tee nachgegossen, weil die Unterhaltung mit unserem Übernachtungsgast so interessant war.

3. Rohkost für ein Lunchpaket vorbereitet.

4. Rok 20 fertig genäht und verbloggt.

5. Danach erstmal den Zuschneideplatz aufgeräumt und alle herumfliegenden Schnittmuster abgeheftet.

6. Und mehrere viele Kleider zugeschnitten – yeah!

7. den ersten Rotkohl der Saison gekocht und verspeist.

Mehr Sonntags-Einblicke bei Frau Liebe, die das ganze auch erfunden hat.

Rok 20 – Das Making-Of Teil2

So, nachdem wir jetzt ein paar schöne Falten haben, geht es an das zusammennähen des Rocks. Zunächst werden die Abnäher an Vorder- und Rückenteil genäht. Da das vordere Rockteil ohnehin unter dem Überschlag verschwindet, habe ich hier einfach Falten gelegt, statt Abnähern. Das ist bei meiner breiten Hüfte oft bequemer. Zudem muss am Überschlag teil die rechte Seitenkante versäubert und entlang der eingezeichneten Linie umgeschlagen werden. Fixiert wird dieser Umschlag später oben am Bund und unten durchs säumen.

Danach soll man die Vordere Rockbahn, den Überschlag und die hintere Rockbahn an der rechten Seitennaht verbinden. Hier habe ich, um mehr Bewegungsfreiheit zu gewinnen stattdessen die untere vordere Rockbahn an der rechten Seite versäubert, die Nahtzugabe umgebügelt und abgesteppt und sie nicht in der Seitennaht, sondern nur am Bund mitgefasst. Wer das nicht möchte, kann aber auf jeden Fall den eingezeichneten Schlitz verlängern.

Die linke Naht habe ich noch nicht geschlossen, weil ich einen Blindreißverschluss einsetzen wollte und das macht man vor dem Schließen der Naht.

Nun wird der Bund zusammengenäht. Diesen sollte man dann, vor dem annähen unbedingt mal an sich ranhalten. Der Rock sitzt eher taillenhoch als hüfthoch und bei mir war der Bund massig zu weit. Wenn der Bund passt, wird er rechts auf rechts an den Rock gesteckt. Hierbei von der Seitennaht beginnen und ggf. Mehrweite in die Abnäher packen (die dann natürlich erst nochmal neu arbeiten). Das Überschlagteil wird genau bis zur Ecke des Faltenteils mitgefasst, dann das Faltenteil runtereschlagen und nur noch der untere Vorderrock gefasst.

Beim annähen des Bundes empfiehlt es sich, bis kurz vor dem Übergang zu nähen, dann noch einmal von der rechten Seite den Sitz der Ecke zu prüfen und dann erst drüberzusteppen.

Nun hängt der Rock zusammen und kann erstmals anprobiert werden. Dann wird der Reißverschluss eingesetzt. Geht total easy mit Spezialfuß, meiner sieht so aus und leistet hervorragende Dienste.

Dann die linke Seitennaht schließen, alle Nahtzugaben zurückschneiden und versäubern.

Als nächstes wird der Futterrock genäht. Auch hier habe ich statt Abnähern Falten gelegt und die rechte Seitennaht offen gelassen. Den Futterrock rechts auf rechts an den Bund stecken und dabei das Faltenteil mitfassen.

Steppen, versäubern und dann säumen.

Ich habe Futter und Außenrock mit einem Rollsaum mit sehr flachem Zickzackstich gesäumt. Ich fand, das macht den Rock weniger steif. Entsprechend habe ich natürlich die Länge um eine großzügige Saumzugabe gekürzt. Ich schätze den Rollsaumfuß sehr, denn Rollsaum sieht schon professionell aus und ist bei feinem Stoff unauffälliger als Blindsaum. Der Saum näht sich übrigens in einem Schwung beginnend mit dem unteren Vorderrock an der rechten Seitennaht.

Ich habe das Futter von Hand an den Reißverschluss genäht und auch den Knick an der rechten Kante des Überschlagteils mit einigen Handstichen fixiert.

Und so sieht der fertige Rock nach dem bügeln aus… wie er an der Frau aussieht, zeige ich Mittwoch.

Rok 20 – Das Making of – Teil 1

Vor einigen Wochen zeigte ich am MMM meinen Proberock von Nr. 20 aus Knip 12/2011. Ich kündigte einen verbesserten Rock an und versprach eine Anleitung dazu zu posten. Dann schnitt ich den Rock zu, streichelte den tollen feinen Wollstoff und bekam Schiss. Konnte ich mich wirklich noch an die Faltungstechnik erinnern? Kriege ich den wirklich angepasst? Wie zaubere ich mir schnell 15cm längere Beine? Ihr kennt das, nehme ich an.
Weil ich den Rock aber gern haben will, hab ich ihn dann jetzt doch mal in Angriff genommen. Und werde berichten.

 

Heute Teil 1: Zuschnitt und Falten. Also schlimm und schlimmer.

Stoffwahl
Ich empfehle einen eher weich fallenden, leichten Stoff, der aber nicht sehr elastisch sein sollte. Ich verwende ein extrem feines furchtbar schönes Wollkammgarn von Alfatex. Ich denke Crepe oder feine Gabardine ginge auch gut. Unbedingt vermeiden: a) dick b) steif

Zusätzlich braucht man Futter, einen Nahtreißverschluss und ich habe auch das Taillenband mit Vlieseline bebügelt, weil mein Wollschätzchen sich schon etwas dehnt.

Zuschnitt/Größenwahl
Der Schnitt fällt im Verhältnis zu anderen Knipschnitten eher eng und enorm lang aus. Der Rock sollte in der Taille sitzen, ich empfehle aber dringend, die Schnitteile nachzumessen. Ich habe in der Hüfte 2cm zugegeben.

Zuschneiden ist hier spannend bei dem Überschlagvorderteil. Dieses liegt in zwei Teilen auf dem Schnittbogen und hat eine recht drollige Form (rechts im Bild).

Wir haben also ein Vorderteil, ein Hinterteil, einen vorderen Überschlagteil, jeweils 2 vordere und hintere Taillenbänder und Vorder- und Hinterteil nochmal aus Futterstoff.

 

Die Falten
Beginnen sollte man mit sehr sorgfältigem Übertragen der Markierungen. Ich habe dieses Mal (ganz entgegen meiner sonstigen Einstellung) die Markierungen durchgeschlagen. Ich würde das auch empfehlen, da man sie vor allem von der Stoffrückseite braucht und Kreide sich, durch das viele FAlten, recht schnell abreibt.

Ich habe alle Linien, die hier blau gestrichelt markiert sind, durchgeschlagen. Zusätzlich habe ich mir mit Lineal und Kreide auf beiden Seiten des Stoffes die Linie angezeichnet, wo die Falten enden (hier durchgängig markiert). Es ist auch empfehlenswert, sich in diesem bereich die Nahtzugabe anzuzeichnen. (Gibt es eigentlich eine andere Möglichkeit auf dunklem Stoff zu markieren, außer Kreide? Ich hasse Kreide und liebe diese wasserlöslichen Stifte, habe sie aber immer nur in blau bekommen) Was man tunlichst vemeiden sollte ist, so wie ich, an der Stelle auf die der rote Pfeil zeigt, die Nahtzugabe schludrig zu zuschneiden. Das rächt sich!

Begonnen wird mit den kleinen Falten an der linken Seite. Diese werden jeweils von rechts nach links auf der rechten Stoffseite gefaltet. Laut Anleitung soll man sie stecken, ich habe sie geheftet und das war sehr viel besser.

Hier im Bild ist die linke Falte bereits geheftet (oben an der Nahtzugabe, siehe blauer Pfeil) und an der rechten habe ich angezeichnet, wie sie gefaltet wird.

Als nächstes kommen die langen, platten Falten. Der Schlüssel zum Verstehen dieser Falten ist, sich klarzumachen, dass die eingezeichneten Linien keine Faltlinien, sondern Nahtlinien sind. Die Falten sind de facto Abnäher, die nicht nach unten zulaufen. Sie werden zur Stoffrückseite hin rausgefaltet und jeweilsdie beiden Linie aufeinander genäht.

Ich habe diese Falten auch geheftet, mit orangenem Garn, so dass es gut sichtbar ist. Also nochmal: die Linien einer Falte treffen auf der rechten Stoffseite aufeinander, die Falte selbst verschwindet zur linken Stoffseite hin und wird von dort entlang der Linien genäht. Hier ein Foto von den Falten in geheftetem Zustand von der linken Stoffseite:

Und so sieht das ganze dann von der rechten Stoffseite aus:

Nun sollte man gut kontrollieren, ob die Falten alle schön gleich breit sind, sonst ggf. korrigieren. Bei Zufriedenheit die Heftnähte nun mit sehr feinem Stich mit der Maschine nachnähen, Heftfäden rausziehen und tadaaaa:

Das schlimmste ist schon geschafft. Jetzt wird noch der Teil mit den langen Falten nach links über den Teil mit den kleinen Falten drüber gefaltet. Die kleinen Falten verschwinden also vollständig hinter dem herausstehenden Stück und am Rand des Faltenteils ergibt sich dann wieder ein rechter Winkel mit der Rockoberkante.

Auch das sollte man heften und zwar genau da, wo mein Daumen sitzt. Danach ist das Faltengepfriemel fertig und man kann sich entspannt auf das nähen freuen. Das zeig ich euch morgen!

Ab ins Wochenende

Nach meiner ersten vollständigen Vorlesungswoche bin ich heute ziemlich groggy. Vier Vorlesungen, die zum Großteil neu vorzubereite sind, das ist verdammt viel. Glücklicherweise sind Thematik und Gruppen so unterschiedlich, dass es nicht langweilig wird. Die kleinste Gruppe ist 9Teilnehmer stark, die größte etwa 400. Zum ersten Mal habe ich auch das Privileg, über mein Forschungsgebiet lehren zu dürfen, das motiviert. Am Ende bleibt trotzdem Müdigkeit und die Hoffnung, dass sich eine Routine, vor allem bei der Vorbereitung einstellt. Für das Wochenende ist deshalb erstmal faulenzen, schlafen und ein bisschen lesen geplant. Und die nächste Woche hat ja zum Glück nur vier Tage (und ein Nähkränzchen am Feiertag – juhuuu).

Me made Mittwoch: Pink, Fuchsia, Magenta?

Ich trage heute mein neues SWAP-Projekt:

Ein Wohlfühlkleid aus leichtem Viskosestrick mit Muster. Hier ein Blick auf den Stoff:

Ich mag das Kleid sehr, es ist warm (weil per Stoffvorgabe mit Unterkleid zu tragen), bequem und figurschmeichelnd. Das wird diesen Winter viel genutzt werden, da bin ich ganz sicher. Ich trage es heute mit ärmellosem Unterkleid, habe aber schon am Sonntag auf dem Stoffmarkt Jersey für ein langärmeliges schwarzes Unterkleid gekauft.

Dieses Kleid hat mir verschiedene Erkenntnisse eingebracht:

1. Ich trage zwar sehr gern Jersey- und Strickkleider, ich nähe sie aber nicht gern. Warum? Ich finde das Material unberechenbar. Jeder Jersey ist anders, manchmal wandelt er sich beim nähen. Webstoff ist da sehr viel kalkulierbarer. Bei diesem Kleid zum Beispiel ist das Oberteil etwas zu kurz, nicht schlimm, aber doch für mich zu sehen. Das Oberteil des Probekleids, das ich vor zwei Wochen gezeigt habe und heute als Unterkleid trage ist, trotz exakt gleichem Zuschnitt, zu lang. Was ist geschehen? Der Probejersey dehnte sich beim nähen recht extrem in die Länge und leierte sich lang. Der pinke Strick hingegen, der ansonsten recht locker zu verarbeiten war, dehnt sich in die Länge keinen Milimeter. Tja. Dafür dehnt er sich beim bügeln in der Breite, weswegen das Saumbügeln kein Spaß war und zu merkwürdigen Wellenlandschaften führte. Gar nicht kooperativ. Überhaupt nicht.

2. Ich habe derzeit einen unerklärlich starken Hang zu Beeren- und Rottönen. Im Sommer zeigte sich diese Tendenz schon, mit diesem Kleid nahm es seinen Lauf. Kaum war es fertig, habe ich am Sonntag auf dem Stoffmarkt gleich noch 3 rot-beerige Stoffe gekauft. Und das wo ich jetzt jahrelang praktisch nur Blautöne, also petrol, blau, lila, getragen habe. Verrückt. Ob es der Wunsch nach Wärme ist, oder nach Strahlen im grau des Herbstes?

3. Ich bin entschieden routinierter geworden, was eigenmächtige Änderungen an Schnitt und Arbeitsreihenfolge anbelangt. Vor einem Jahr war jedes Kleidungsstück noch mit langem Anleitungsstudium und u.U. googlen der dänischen/niederländischen Begriffe verbunden. Diesen einfachen Schnitt habe ich im Grunde in zwei Stunden komplett fertig genäht inkl. Anpassungen.

Nun aber die Details:

Schnitt: Onion 2017

Größe S, in der Hüfte leicht verbreitert

Stoff: Viskosestrick von Alfatex, schwarzer double knit ebenfalls Alfatex

Verbrauch: 1,5m

Änderungen: Statt Kräuselung Brustabnäher eingefügt, Länge leicht gekürzt.

Probleme: Oberteil leicht zu kurz, der Gürtel ist , dank Leier-Jersey, etwas wellig geworden, Saumbügelschwierigkeiten. Der Saum ist aber übrigens nicht schief, auch wenn es auf den Fotos so aussieht.

Arbeitszeit: 2 Std. inkl.ellenlanges Saumbügeln

Würde ich den Schnitt nochmal nähen? Ja, aber nicht in nächster Zeit, ich kenne noch andere schöne Jersey-Schnitte.

Heute versammeln wir uns auf dem Me-Made-Blog auf Einladung von Frau Kirsche erstmals aus Bremen zugeschaltet und mit schicker Bluse. Kopf hoch Frau Kirsche, ich kann versichern, man entwickelt wirklich einen Pendler-Alltag und teilt dann ein Nähstück eben auf mehrere Abende auf. Dieses Kleid z.B. wurde in insg. 3 Sitzungen fertig gestellt. Sitzung 1 Oberteil (ca. 1/2 Stunde,) Sitzung 2 Rock und Ärmel (ca. 1/2 Stunde) , Sitzung 3 Frickelkram (1 Stunde, wovon min. 20 Min laut fluchendes Bügeln).

7 Sachen

Wie fast jeden Sonntag, sieben Bilder von sieben Sachen, für die ich meine Hände gebraucht hab.

1. Kekse gebacken – Peanut-Butter-Chocolade-Chip-Cookies
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2. Mir noch einmal sommerliches Schuhwerk übergestreift.
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3. Stoffe in Tüten packen lassen und zum Auto getragen. Nein, die sind nicht alle von mir.
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4. Dunkelroten Walk gestreichelt, immer immer wieder.
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5. Die Apfelernte in Stiegen umgeschichtet.

6. Der Spülmaschine haufenweise sauberes Geschirr entnommen.
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7. Salat geschnippelt

 

Edit: Ich habe keinen blassen Schimmer, was WordPress mit meinen Fotos gemacht hat. Vom Handy bloggen ist doof! Ich suche die Fotos und füge sie ein, sobald ich sie wieder gefunden hab. Höchst merkwürdig.

Diese Woche gekocht

… und leider mangels Licht nicht fotografiert.

Kartoffel-Kürbis-Pfanne

6 Kartoffeln
Ca. Gleich viel Kürbis
2 Zwiebeln
Muskat
Salz Pfeffer
1 Becher Saure Sahne
100g geriebener Käse
2 EL Leinsamen
Kräutersalz

Gemüse schälen und mit der Küchenmaschine in Scheiben raspeln. In einer Pfanne in Olivenöl anbraten, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Saure Sahne mit Leinsaat und Kräutersalz vermischen. Das Gemüse in der Pfanne damit als Deckschicht bedecken. Käse drüberstreuen, Deckel auf die Pfanne und bei mittlerer Hitze geschlossen fertig garen.

Vegetarische Ravioli

Für den Teig:
125g Hartweizengries
75g Mehl
2 Eier
Salz

Für die Füllung
100g Räuchertofu
1 Möhre
1 Zwiebel
1/2 Chili
1 Knoblauchzehe
1/2 Paprika
2 EL Tomatenmark
2 Handvoll geriebener Käse
Provencekräuter
Salz, Pfeffer

Zutaten zu homogenem Teig verkneten, in Frischhaltefolie einschlagen und für 1 Std. in den Kühlschrank geben.

Für die Füllung Gemüse sehr fein würfeln, den Tofu zerbröseln. Alles zusammen in Olivenöl anbraten, Tomatenmark und Gewürze zugeben und mit einer halben Tasse Wasser ablöschen. Auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist, dann den Käse drunter rühren und vom Herd nehmen.

Den Teig in 4 Portionen teilen und auf Gries dünn ausrollen, am besten natürlich in der Nudelmaschine. Dann jeweils auf eine Platte Teelöffel weise Füllung setzen, die Zwischenräume mit Ei bestreichen, zweite Platte drauflegen, gut andrücken und mit Ravioliausstecher ausstechen oder ausrädeln.

In kochendem Wasser 3-4Minuten gar ziehen lassen.