Veggieblogtag #2: Couscous-Harissa-Salat

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Der Veggieblogtag unterstützt die VeBu-Aktion „Donnerstag=Veggietag„. Jeden Donnerstag gibt es hier bei mir und bei allen BloggerInnen die mitmachen wollen etwas themenbezogenes zu lesen, Rezepte, Tipps, lesenswertes. Wer Lust hat darf gern mitmachen und auch das Bild aus der Seitenleiste mitnehmen. Hinterlasst gern einen Kommentar. Alle Rezepte pinne ich auch bei Pinterest auf dieses Board. Mehr Infos zur Aktion auch in diesem Blogpost.
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Ich habe mich gefreut, dass schon mehrere ihren Mitmachwillen erklärt haben. Ich freu mich sehr auf eure Rezepte und Anregungen!

Heute ein kaltes Gericht, das sich z.B. gut zum Mitnehmen zur Arbeit oder auch für Parties eignet. Couscous-Harissa-Salat.
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Man braucht für 4:
100g Couscous (vorgedämpft)
1/4 Gurke
5 Cocktailtomaten
1Möhre
1 Bund Frühlungszwiebeln
1/2 Bund Petersilie
1 TL Zitronensaft
5 EL Olivenöl
1 TL Honig
Gemüsebrühe
Kreuzkümmel
Harissa

Ich mache die Harissa gern selbst, dann kann ich bestimmen, wie scharf sie wird.
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Dann braucht man:
10 kleine trockene Chilischoten
2 EL Tomatenmark
2 TL Paprika edelsüss
1/2 TL Korianderkörner
1 Zehe Knoblauch
1/2 TL Kreuzkümmel
Salz
3 EL Olivenöl

Alle Zutaten im Mixer fein pürieren, in ein Glas füllen, mit Olivenöl bedecken. Hält im Kühlschrank ewig.

So, nun zum Salat. Den Couscous in eine Schüssel geben und mit warmer Brühe bedecken, erstmal mit etwas Kreuzkümmel und 1 TL Harissa vorsichtig würzen. Ca. 20 Min quellen lassen. In der Zeit das Gemüse putzen, würfeln, die Petersilie hacken, die Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Zwischendurch kontrollieren, ob der Couscous schon alle Flüssigkeit aufgesaugt hat, ggf. noch was nachfüllen. Wenn der Couscous ausgequollen ist, das Gemüse, das Öl, den Zitronensaft unterrühren. Nun mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Harissa abschmecken. Vorsicht mit der Harissa, die zieht noch nach.

Dazu kann man z.B. Schafskäse-Blätterteigsticks essen, oder einfach Brot und ein paar Oliven. Man kann auch noch z.B. Rucola untermengen. Der Salat hält im Kühlschrank 2-3 Tage.

 

Edit:

Diese Woche auch dabei: Andrea/Nähgestöber mit „Weiberpasta“ vegan, Frau Schildkröte mit gefüllter roter Beete und einen Einblick in das vegetarische Leben mit Kindern und Melleni/Talentfreischön mit Mallorquinischem Wintersalat und Demoaufruf. Alle Rezepte auch auf Pinterest!

Me made Mittwoch: grau in grau

Heute wenig Zeit, weil schneebedingt ziemlich spät auf der Arbeit gewesen – 450km Stau in NRW und Stellwerksausfall in Köln, Hallelujah ein Verkehrsarmageddon allererster Güte…

Ich trage heute ein Outfit, das in erster Linie warm und praktisch ist. Obenrum ein gekaufter Poly-Strick-Pulli der ziemlich Form-Probleme hat aber schön warm ist. Untenrum ein neuer Umstands-Römö.

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Der Rock kommt auch aus dem Urlaubs-Näh-Flash. Ich habe Römö noch nie in „normal“ genäht, denn eigentlich ist mir diese unentschlossene relativ gerade A-Form nicht so lieb, ich mag es lieber entweder klar glockig oder klar tulpig, alles dazwischen ist mir zu matronig. Allerdings bietet der Rock den enormen Vorteil nur aus 2 Teilen mit je 2 Abnähern zu bestehen und daher in relativ kurzer Zeit fertigzustellen zu sein. Römö eignet sich ganz gut für die Änderung zum Umstandsrock, aber Simplicity 2451 ist besser, weil er auch mit Bauchausschnitt perfekt die Schnittführung und Balance behält, während der Römö ein klein wenig aus der Balance gerät.IMAG2431

Ich habe wiederum einen Jerseybund, der unten gerundet ist , angesetzt und konnte auf den Reißverschluss verzichten. Der Stoff ist eine Poly-Irgendwas-tut-nur-wie-Wolle-Mischung, die ich irgendwann mal extrem günstig bei Alfatex ergattert hab, er hat graue unterbrochene Längsstreifen, ich habe den Rock im schrägen Fadenlauf zugeschnitten. Futter hab ich mir gespart, denn ich hoffe ihn so auch noch an etwas frühlingshafteren Tagen tragen zu können.

Also ein Alltagsrock  ohne besondere Finesse aber eben gut für einen kalten Tag wie diesen – genau wie das Outfit, das Lucy heute auf dem MMM-Blog zeigt.

Männermütze

In den Winterferien habe ich nicht nur genäht, sondern auch gestrickt. Zunächst ein flottes Zwischenprojekt, eine warme Mütze für Herrn Siebenhundertsachen.
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Das Muster des Hauptteils ist von der Mütze Bankhead (via ravelry) abgeschaut, allerdings weicht meine Mütze bei Garnstärke, Maschenzahl und Bündchen vom Vorbild ab.

Gestrickt habe ich die Mütze aus Drops Baby Alpaca Silk, das an Wärme und Weichheit kaum zu übertreffen ist. Die Krempe ist in doppelter Lage mit einfachem Faden gestrickt, das Kopfteil in einfacher Lage mit doppeltem Faden.

Wie ein doppelt gestrickter Mützenbund gearbeitet wird, kann man z.B. beim Wurm gut nachvollziehen. Konkret habe ich die Mütze so gestrickt: Anschlag 120 Maschen. Nun mit Nadelstärke 2,5 im Bündchenmuster 1 rechts verschränkt, 1 links in Runden stricken, bis die gewünschte Bündchenhöhe erreicht ist. Dann folgt eine Runde nur links, das wird die Knickkante. Jetzt noch einmal die komplette Bündchenhöhe in 1 rv 1 l stricken.

Nun wird der untere Teil des Bündchens nach innen umgeschlagen und die Maschen werden gemeinsam auf die Nadel genommen und zwar so: rechte Masche vom äußeren Teil, also von der Nadel, abheben, 1 M aus der ersten Rippe des unteren Rands, der innen daneben liegt aufnehmen, linke Masche abheben, rechte Masche abheben, 1 Masche aus der nächsten Rippe des innenliegenden Teils aufnehmen, usw. Es werden also nur jeweils die äußere und innere Rippe verbunden, die linken Maschen der Außenlage werden einfach abgehoben, die linken Maschen der inneren Lage bleiben lose, so ist der Anschlussrand flexibler. Nun wird die Anschlussrunde gestrickt, immer 2 r zusammen, 1 links wiederholen.

Jetzt folgt der Wechsel zum Hauptteil mit doppeltem Faden. Dazu wird die Maschenzahl von 120 auf 80 reduziert indem jede dritte Masche abgenommen wird. Also nun mit doppeltem Faden wie folgt arbeiten: 2 r zusammen, 1 r, 2 r zusammen, 1 r usw.

Jetzt auf Nadelstärke 4,5 wechseln und das Muster beginnen:
1. Reihe 4 r, 1l
2. Reihe alle rechts

So wird bis zur gewünschten Höhe, bei mir 12 cm, gearbeitet, dann folgen die Abnahmen:
1. Reihe 2r, 2rzusammen, 1l
2. Reihe alle r
3. Reihe 3 r, 1l
4. Reihe alle r
5. Reihe 1 r, 2r zus, 1l
6. Reihe alle r
7. Reihe 2r, 1l
8. Reihe alle r
9. Reihe 2r zus, 1l
10. Reihe alle r
11. Reihe 1 r, 1l
12. Reihe alle r
13. Reihe 2 r zus
14. Reihe alle r
15. Reihe 2 r zus
Abketten

Ich stricke eher lose, vermutlich würde eine durchschnittliche Strickerin eher mit 140 bis 150 Maschen beginnen müssen und mit Nadelstärke 3 bis 3,5.

7 Sachen

Auch gestern : 7 Sachen für die ich meine Hände gebraucht hab. Die gemütliche Version diese Woche.

1. Weitere Reihe zu meinem löchrigen Schal hinzugestrickt.
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2. Einen Blogpost vorbereitet.
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3. Seiten umgeblättert und das zähe Buch endlich ausgelesen.
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4. Handschuhe angezogen und raus in die klirrende Kälte.
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5. Zurück in der warmen Stube eine Gemüsesuppe gelöffelt.
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6. Ein Lunchpaket für die Heimfahrt gepackt…
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7. Und genau passend wieder zu Hause gewesen, um die ersten Flocken aufzufangen. Juhuu.
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Lagebericht und Blogpläne 2013

Mit dem neuen Jahr will ich auch ein bisschen was am regelmäßigen Leben hier auf dem Blog tun. Im letzten Jahr habe ich gemerkt, dass ein kulinarischer Wochenrückblick zwar toll ist, aber ih das nicht durchhalten kann. Die Hälfte des Jahres ist es abends zu dunkel für präsentable Fotos und die andere Hälfte des Jahres ernähren wir uns mehrheitlich von Käse und Salat. Die Kategorie „kochen“ gibt es deshalb jetzt auf ein Rezept kondensiert mit dem neuen“Veggieblogtag=Donnerstag“.

Eigentlich gut fand ich die wöchentlichen Lageberichte, die ich eine Zeitlang hatte, bevor das Hochzeitschaos übernommen hat. Da war ich ziemlich erfolgreich im abarbeiten von vorgenommenem. Leider blieb dann zuerst die Disziplin aus, dann kam der Urlaub und dann die Herbstträgheit, man kennt das. Eine Weile schon denke ich auch über eine Wochenrückblick-Kategorie nach. Und so verbinde ich das jetzt und es gibt ab jetzt immer samstags den Lagebericht reloaded. Die 7 Sachen am Sonntag habe ich sehr lieb gewonnen, da bleib ich nach Möglichkeit dabei.

So also nun: Lagebericht Nr. 1

An der Haushaltsfront: Die gesamten Bügelwäsche-Altlasten weggebügelt. Das bedeutet ca. das Bügelaufkommen eines halben Jahres. Nee, was hab ich schöne Sommerkleider… außerdem auch alle weiteren Haushaltsvorsätze in der Kategorie „alles sofort erledigen, jeden Tag ein bisschen was aufräumen, …“ vorbildlich eingehalten. Mein Haushaltskarma ist glaub ich super im Moment. Für nächste Woche steht neben der Vorsatz-Umsetzungs-Fortsetzung als Haushaltshighlight auf dem Plan, endlich unser Dachkabuff aufzuräumen. Dazu muss ich mich aber noch sehr stark motivieren.

An der textilen Hobbyfront: Genäht hab ich diese Woche nix. Aber etwa 10cm meines ersten Lace-Schals gestrickt. Ich bin noch nicht so sehr sehr begeistert. Fieselig, irgendwie. Achja, Miette ist fertig und gewaschen und gespannt. Aber sie braucht Knöpfe. Das steht für die nächste Woche auf dem Plan. Außerdem hab ich da noch ein zugeschnittenes Jerseykleid. Ich muss aber auch noch einen Rock zuschneiden fürs Nähkränzchen nächste Woche.

An der Wohnungsfront gab es ein neues Bett, verbunden mit ausführlicher Ausmistung der Unterbettkommoden. Puh, das war ein Werk. In den nächsten Wochen werden wir uns mit der Planung der Umgestaltung des Arbeitszimmers und des MuFuZi befassen. Hier wird sich einiges tun, und auch einiges auszumisten sein. Vielleicht gibts hier bald auch einen Flohmarkt.

Im kulinarischen Bereich gabs Sonntag Grillkartoffeln mit Thymian-Olivengemüse, Montag gab es Hirseauflauf, Dienstag afghanischen Reis, Mittwoch Ricotta-Ravioli mit Käsesauce und Donnerstag Couscous-Harissa-Salat.

Und sonst? Den Veggieblogtag-Donnerstag ins Leben gerufen, mühsam wieder in den Arbeitsalltag gefunden, viele viele Bankversicherungsbestellugserledigungsundsoweitersachen erledigt, ein lang rausgeschobenes unangenehmes Gespräch mit unserer Vermieterin geführt. Mich gefreut, meine Liebligskolleginnen nach 2 Wochen Urlaub wiederzusehen

Literatur und sonstige Vergnügungen: Ich lese gerade „Familienalbum“ von Penelope Lively, bin aber nicht so sehr sehr begeistert. Es gibt aber noch weitere Weihnachtsgeschenkbücher, die auf mich warten. Die Reihe Hotel Adlon im zdf hat mir erstaunlich gut gefallen, während ich Ein Quantum Trost auch beim zweiten Sehen noch enttäuschend fand. In der nächsten Woche gehts in die Oper – ich freu mich. Meine erste Abo-Knip ist angekommen, ich finde sie aber nicht so inspirierend.

Veggieblogtag-Donnerstag #1

Wie versprochen heute das erste Veggierezept zum fleischfreien Donnerstag*:
Grillkartoffeln mit Thymian-Oliven-Gemüse
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Man braucht für 3:
Vorgekochte und gepellte Kartoffeln, z.B. vom Vortag
4 Stücke Gemüse (z.B. 1 Paprika, 1 Karotte, 1/2 Lauch, 1/2 Zucchini)
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 Chili nach Belieben
6-8 große grüne Oliven
1 Dose gehackte Tomaten
Thymian, Chili, Paprika edelsüß, Honig, Salz, Pfeffer, Provence-Kräuter

Die Zwiebel und 1 Knoblauchzehe plus ggf. die Chili fein würfeln, das Gemüse putzen und grob würfeln. Alles in Olivenöl kurz anbraten, dann 1 TL Thymian und die Tomaten zugeben sowie ca. 100ml Gemüsebrühe zugeben und das ganze auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Den Ofen auf 220 Grad grillen vorheizen.

Für die Marinade der Kartoffeln 2 EL olivenöl mit 1 TL Paprika edelsüß, 1 durchgedrückter Knoblauchzehe, 1 TL Honig, 1/2 TL Provence-Kräutern, Messerspitze Chili und 1 guter Prise Salz verrühren.

Die Kartoffeln in gefällige Stücke, ca. Viertel, schneiden und in der Marinade wälzen. In Auflaufform geben und im Ofen grillen bis sie eine knusprige Kruste bekommen.

Das Gemüse mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Oliven fein würfeln und unterrühren.

Hätte ich getrocknete Tomaten und Zeit gehabt, hätte ich noch mediterrane Tofubratlinge dazu gemacht. Aber auch gegrillter Feta würde gut passen.

* Der Veggieblogtag-Donnerstag versucht, die VeBu-Aktion „Donnerstag=Veggietag“ zu unterstützen. Hier auf dem Blog gibt es jeden Donnerstag etwas zum Thema vegetarische Ernährung zu lesen, ein Rezept oder einen interessanten Link. Wer Lust hat kann gern mitmachen (ich freu mich, wenn ihr mir Bescheid sagt!) und auch das Bild aus der Seitenleiste kopieren. Ich sammle die Rezepte zukünftig auch auf einem Pinterest-Board!

Fleischloser Donnerstag

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Sehr passende Guerilla-Art, gesehen im September in Bochum

Mich als olle 98% Vegetarierin und den 100% vegetarischen Gatten muss natürlich keiner mehr überzeugen. Ich bin eigentlich auch nicht missionarisch mit dem Vegetarismus, lege nur auf Nachfrage hin natürlich jedem gern meine Gründe dar. Die Entscheidung für eine weitgehend fleischlose Ernährung wurde mir im Prinzip in die Wiege gelegt und auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder auch Fleisch-Ess-Phasen hatte, kommt es mir eigentlich nie in den Sinn mit Fleisch zu kochen und ich könnte das wohl auch gar nicht. Viele Menschen, die ich kenne, können die Gründe, kein Fleisch zu essen, seien es ethische, moralische, klimatische, entwicklungspolitische oder gesundheitliche eigentlich nachvollziehen, sagen aber „ohne Fleisch geht für mich nicht“. Das kann ich irgendwie verstehen, Geschmack, Genuss und Kochen erlernt man schließlich seit seiner Kindheit und auch ich habe manche wenige Sachen mit Fleisch, auf die ich nur ungern verzichten würde, weil sie mich an Kindheit erinnern oder so. Einen ersten und wichtigen Schritt fände ich da zum Beispiel, auf Fleisch aus Massentierhaltung zu verzichten und sich lieber nur selten Fleisch zu gönnen, dann aber welches, das biologisch und regional produziert wurde.

Eine ähnliche, und wie ich finde sehr gute, Idee, ist die des „fleischlosen Donnerstags“, die inzwischen von vielen deutschen Städten aufgegriffen wurde. Vorreiter ist hier in Europa die belgische Gemeinde Gent, die als erste Stadt einen fleischlosen Tag eingeführt hat. Die Idee dahinter ist, dass es eigentlich niemandem schwerfallen sollte, einen Tag pro Woche auf Fleisch zu verzichten, aber über 200 000 Bürger einer Stadt auch durch nur einen wöchentlichen Tag ohne Fleisch schon große Mengen CO2 einsparen, viele Tiere retten und einen wichtigen Beitrag zur Weltnahrungssicherung leisten können.

Die Idee ist natürlich nicht gänzlich neu. Seit Jahren setzen sich in den USA Prominente für den Meatless Monday ein. Der VeBu betreibt die Kampagne hierzulande schon seit einigen Jahren. Ich finde es aber dennoch bemerkenswert, dass viele deutsche Städte sich der Aktion anschließen, insbesondere, wenn dies auch zu einem Veggietag in Schulmensen und städtischen Kantinen führt, weil dadurch wertvolle Aufklärungsarbeit geleistet wird. Denn immernoch denken viele, vegetarische Ernährung führe eher zu Mangelernährung und sei ungesund. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Ich bin zum Beispiel auch schon öfter gefragt worden, ob ich denn in der Schwangerschaft nicht besser Fleisch essen solle. Dabei sind sich da meine Frauenärztin und die deutsche Gesellschaft für Ernährung sehr einig, dass vegetarische Ernährung weder in der Schwangerschaft, noch in der Stillzeit oder beim Heranwachsen problematisch ist. Diese und viele andere sehr gut aufbereitete und interessante Fakten zum Thema kann man auf der Internetseite zur Aktion nachlesen: www.donnerstag-veggietag.de, die vom VeBu in Kooperation mit vielen Partnern, wie Oxfam, Global Marshall Plan, dem sneep und anderen, betrieben wird. Insbesondere auf der Seite „Hintergrund“ habe auch ich noch neues dazugelernt und die ausführliche Lektüre lohnt sich.

Ich bin übrigens durch meine ziemlich fleisch-versessene Schwester auf die Aktion aufmerksam geworden, die nun auch donnerstags auf Fleisch verzichtet. Und auch das eine wichtige Lehre: obwohl wir alle drei weitgehend vegetarisch aufgewachsen sind, haben meine Geschwister und ich uns als Erwachsene dennoch ernährungstechnisch sehr unterschiedlich entschieden. Offenbar erzieht man seinen Kindern also keinen kompromisslosen Vegetarismus an, nur weil man mehrheitlich auf Fleisch verzichtet und sie über die Umstände der Fleischproduktion aufklärt.

Also, wie wär’s? Noch ein Vorsatz für’s neue Jahr gefällig? Ich werde euch gern dabei unterstützen, indem ich, so weit ich es schaffe, donnertags zukünftig ein vegetarisches Rezept oder etwas anderes themenbezogenes poste. Vielleicht mag ja die eine oder andere Bloggerin sich anschließen beim Veggieblogtag-Donnerstag?

Edit: hach, als hätte ich prophetische Fähigkeiten tauchte just heute mittag anlässlich der Keime in Schweinemett auch die Meldung über den Fleischatlas 2013 prominent in den Medien auf. Dies untermauert die Dringlichkeit des Anliegens. Hier die Meldungen auf heute.de und tagesschau.de. Ich fänd ja die Erkenntnis, dass ich im Leben 1000 Hühner esse ziemlich erschreckend… und: wer isst denn meine 1000 Hühner auch noch mit?

Me made Mittwoch – zurück im Alltag

Der Alltag hat mich, wie die meisten von euch, wieder. Auch der Me made Mittwoch ist zurück im Alltag und Julia zeigt heute trocken-komisch ein sehr praktisches Kleid 😉

Ich war in der letzten Woche mit meinen beiden Nähmaschinen (!) im Exil auf dem Lande und kann deshalb nicht nur von ein wenig Erholung zehren, sondern auch was neues zeigen. Einen Rock. Die regelmässigen LeserInnen werden bereits ahnen, ja, es ist wieder Simplicity 2451, das Knotenkleid unter den Röcken.

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ABER, so ganz *gähn* laaaaaangweilig ist er nicht. Also nicht nur, weil er petrol und winterlich und toll ist. Alles schon genug Gründe sofort seinem Fanclub beizutreten. Er ist sogar noch besser …

Es ist nämlich:IMAG2412

Die Umstandsvariante von 2451. Jawoll. Wir erwarten im Verlauf des Jahres die Ankunft eines Minimenschen im Hause Siebenhundertsachen. Und so langsam braucht es Platz. Aber keine Angst, dieses Blog wird jetzt nur wegen ein paar Umstandsklamotten nicht gleich zum Muttiblog mutieren. Ich bleib bei meinen Leisten.

Der Rock ist aus sog. Shetland-Wolle von Alfatex, 70%Wolle, 30% Polyester, vor einigen Wochen im Angebot im Bochumer Ladengeschäft gekauft. Trägt sich sehr angenehm und warm und vernähte sich 1a. Der Schnitt ist ideal für die Änderung zum Umstandsrock. Da der Bund ohnehin eher tief sitzt und rund ist, muss man im Verhältnis nicht mehr viel zusätzlich ausschneiden, die Schnittführung bleibt erhalten, ebenso wie -juchee- die Taschen. Der Jerseybund ist vorn doppelt so hoch wie hinten und an den Seiten gerafft. Das hab ich mir bei Paula abgeguckt.

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Ich hab den Rock gefüttert und er ist das erste Stück, bei dem meine neue Overlock so richtig zum Einsatz kam. Jetzt sieht er von innen so schön aus, dass ich ihn am liebsten auf links tragen würde.

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Julia im Allroundkleid und viele andere hübsch gekleidete Damen im Schmuddelwetter-Alltag versammeln sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch-Blog. Danke für die unermüdliche Arbeit im Hintergrund und Vordergrund, liebe MeMadeMittwoch-Heinzelfrauen!

Dinge, die man nicht versteht

Warum alle Leute am 7.1. unbedingt zum Arzt gehen müssen. Warum am 2.1. die Regale des Supermarktes aussehen, als wären wir in der DDR. Warum es die ganze Zeit regnet und überhaupt nicht Winter ist. Warum jemand vollkommen hässliche und stinkende nervige kleine Hunde züchtet. Warum derjenige die dann nichtmal erzieht. Warum ich wieder arbeiten soll, wo ich doch noch ganz viel nähen und stricken könnte. Warum der Weihnachtsstern seine Blätter abwirft. Warum die Spülmaschine sich nicht selbst ausräumen will. Warum man eigentlich permanent ausmisten könnte, obwohl man eigentlich nie Sachen kauft, die man unnütz findet. Warum es keine Tüten nur mit grünen Gummibärchen gibt. Warum immer am Ende noch 5 Plätzchen übrig sind, die man einfach nicht mehr essen will. Warum denn bloß schon wieder der Urlaub vobei ist.

7 Sachen im neuen Jahr

So, zurück aus dem Urlaub und langsam soll auch hier im Blog wieder Alltag einkehren. Heute also wie gewohnt: 7 Bilder von 7 Sachen, für die ich heute meine Hände benutzt hab. Die Idee stammt von Frau Liebe.

1. Den Tag gemütlich angegangen: Milch geschäumt fù Chai Latte zum Frühstück.
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2. Ein paar Reihen löchriges gestrickt. Ich weiß noch nicht, ob Lace und ich Freundinnen werden.
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3. Ein Schraubenpuzzle ausgepackt und KEINE Anleitung dabei.
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4. Viele Tackernadeln aus Gummidingern gezogen, um das Lattenrost vollständig in seine (verwertbaren) Einzelteile zu zerlegen.
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5. Während Herr Siebenhundertsachen das Zerlegungswerk fortsetzte, einen Korb Urlaubswäsche weggefaltet.
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6. Den Boden am Ort des Geschehens gewischt.
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7. Gesteckt, geschraubt und gar nicht geflucht. Der Lohn für unsere Mühen und endlich der zweite Teil unseres Hochzeitsgeschenks:Ein richtig richtig gutes neues Bett. Aus Eiche, massiv und gut gefertigt. Wir lachen dem Schweden ins Gesicht und ruhen fortan ohne knarren und wackeln.
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