Veggieblogtag#8 Mediterrane Grünkern-Sojabällchen

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Der Veggieblogtag unterstützt die VeBu-Aktion “Donnerstag=Veggietag“. Jeden Donnerstag gibt es hier bei mir, und bei allen BloggerInnen , die mitmachen wollen, etwas themenbezogenes zu lesen, Rezepte, Tipps, lesenswertes. Wer Lust hat darf gern mitmachen und auch das Bild aus der Seitenleiste mitnehmen. Hinterlasst gern einen Kommentar. Alle Rezepte pinne ich auch bei Pinterest auf dieses Board. Mehr Infos zur Aktion auch in diesem Blogpost. Ich freue mich sehr über eure Beteiligung.
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Heute gibt’s bei mir mal wieder eine Bratling-Variante: Mediterrane Grünkernbällchen mit Paprika-Rahm-Gemüse und Ofenkartoffeln
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Für 4 (sehr hungrige) Personen

200g Grünkern
150g Tofu natur
8 getrocknete Tomaten in Öl
1-2 EL grüne Oliven
2 Zehen Knoblauch
1 kleine Zwiebel
1 EL Tomatenmark
1TL Senf
Sojasoße
1 Ei
1 TL Kräuter der Provence
Salz, Pfeffer, Chili nach Geschmack
Ggf. Haferflocken

Den Grünkern muss man schroten. Ich habe eine Getreidemühle, die das prima bewerkstelligt. Manche Leute nehmen auch den Multihäcksler oder eine Kaffeemühle. Wer keine Möglichkeit zum schroten findet, kann auch fertige Mischung für Grünkernbratlinge kaufen und die einfach statt Grünkern nehmen.

Den Tofu zerbröseln und mit Senf und Sojasoße marinieren.

Den Grünkern mit der doppelten Menge an kaltem Wasser und einem Brühwürfel aufsetzen. Aufkochen und auf kleinster Flamme quellen lassen, bis alle Flüssigkeit weg ist.

Die Zwiebel und den Knoblauch, die Tomaten und die Oliven fein würfeln. Mit dem Tofu, dem Tomatenmark, dem Grünkern mischen. Mit Kräutern, Salz und Pfeffer und ggf. Chili abschmecken. Wenn der Teig würzig genug schmeckt, das Ei dazu geben. Falls der Teig sehr feucht ist, mit einer Handvoll Haferflocken binden.

Mit feuchten Händen platte Bällchen formen und in einer großen dickwandigen Pfanne in Olivenöl bei mittlerer Hitze abbacken.  Dabei Geduld walten lassen. Zu frühes wenden sorgt für Bällchenbrösel.

Die Bällchen schmecken auch kalt super und sind 1a für Partybuffets geeignet.

Noch wer dabei heute?

Me made Mittwoch: Pures Rot

Heute mal wieder aus dem home office – mein gesamter Lehrstuhl ist auswärtige, da werde ich mich sicher nicht allein den nervigen „Ist die Klausur schon fertig korrigiert?“-Fragen stellen… Also bin ich zu Hause und freue mich allein über mein total tolles neues Kleid. Vielleicht kommt der Paketbote und spendet ein bisschen Applaus… Aber schaut erstmal selbst:

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Ist es nicht toll? Ich bin verliebt. Bei Version 3 habe ich nun den Dreh mit dem Schnitt raus.

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Der Schnitt ist Jurk 27 aus Knipmode 2/2012. Genäht habe ich es aus rotem Romanit vom Stoffmarkt.

Folgendes ist für mich die Erfolgsgarantie für den optimalen Sitz:

– Verwendung eines nicht zu dünnen Jersey. Es sollte schon ein Stoff mit Griff und etwas Stabilität sein.
– Das vordere Oberteil doppeln. Sorgt für Stabilität und außerdem sind die Belege Arschloch-Flutsch-Dinger.
– Die Schulter und Armlochnaht, wie angegeben mit Nahtband verstärken.
– Falls KEIN Romanit sondern ein dünnerer, elastischerer, dann sollte man auch die Kante des Ausschnitts mit Einlage versehen, was ebenfalls angegeben ist. Bei meinem eher großen Busen und dem eher nicht so sehr elastischen Romanit, wäre das allerdings zu viel des Guten gewesen. Ich will ja ein Kleid und keinen Brustpanzer.
– Und ganz ganz wichtig: Unbedingt den Drapierstreifen in der Ärmelnaht mitfassen! Danach aber den jeweils oberen Streifen entlang der senkrechten Ausschnittkante mit einigen Handstichen sichern. Und zwar so, dass innen zwischen Ärmelnaht und Ausschnittkante die Spannung raus ist. Das hat gleich 3 gute Effekte: 1. Kein Zug auf die Ärmelnaht, 2. Kein nerviges Rutschen, Zuppeln, Zurechtziehen, 3. Schön in Form fixierter Faltenwurf und keine Notwenigkeit die Streifen entlang der langen Kante eingeschlagen abzusteppen. Der angeschnittene Beleg ist so direkt fixiert.

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Ansonsten gilt nach wie vor, das Kleid fällt weit aus. Ich habe laut Maßtabelle 38, habe aber im Rücken im Bruch 2cm rausgenommen und beim Vorderteil die Mehrweite in 2 zusätzlichen Falten untergebracht. So hat der Rock vorn noch schön viel Platz, aber Schultern und Taille sitzen richtig.

Noch eine Anmerkung: Ich musste an diesem Schnitt keinerlei Umstandsänderung vornehmen und bin recht sicher, dass ich es bis zum Ende der Schwangerschaft werde tragen können und es auch ein gutes Stillkleid ist. Natürlich hätte ich beim Vorderteil auch 2cm im Bruch rausnehmen können, hätte ich aber gar nicht gewollt, denn ich finde das etwas mehr an Falten im Vorderteil sehr schön. Damit ist der Schnitt wirklich ein absolutes Allround-Talent. Die Verführung ist groß ihn gleich nochmal zu nähen, aus dem türkisen Romanit, den ich am Samstag gekauft hab, aber ich glaub, da probier ich mal was neues mit aus…

Heute zeigt Julia auf dem MMM-Blog ein hübsches Seidenkleid, das ich in Berlin schon live bewundern konnte. Und die anderen Damen? Mission Frühling schon in vollem Gange?

Edit: Für alle, die auf der Suche nach dem Schnitt sind – vielleicht kriegt man die Knip im Auktionshaus? Ansonsten stellt die knipmode gerade ihren Schnittmustershop auf der Website um und die älteren Jahrgänge tauchen nach und nach dort als pdf-Schnitte auf. Noch ist 2/2012 nicht da, aber ich denke, es wird sicher noch auftauchen, da schon 4 Hefte aus 2012 da sind und auch schon mehrere Hefte aus 2011.
Meine Versionen 1 und 2 finden sich hier und hier. Daran sieht man auch sehr gut die Wirkung unterschiedlicher Stoffqualitäten bei dem Schnitt.

7 Sachen

Heute wie fast jeden Sonntag: 7 Sachen, für die ich meine Hände gebraucht hab. Nach einer Idee von Frau Liebe.

1. Einen Multivitaminsaft gepresst

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2. Endlich geschafft, meinen Ledermantel zu fotografieren und im Flohmarkt einzustellen.

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3. Wäsche gefaltet. Viel Wäsche.

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4. Wolle reisefertig gemacht.

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5. Letzte Handstichen am neuen Kleid genäht.

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6. Ein etwas plattes Brot gebacken.

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7. Die letzten kleinen Stoffquadrate zugeschnitten. Jetzt sind es 188. Und was wird’s?

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Gelesen: Blasmusikpop

Ein wunderwunderwundervolles Buch. Sofort losgehen und kaufen und loslesen und super finden!
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Dieses Buch ist das Erstlingswerk der jungen österreichischen Autorin Vea Kaiser, die hier wirklich etwas ganz und gar tolles abgeliefert hat. Wieder mal ein Coming-of-Age-Roman, dass es hier gleich zwei hintereinander als Besprechung gibt, ist aber Zufall. Das Buch erzählt die Geschichte des Jungen Johannes A. Irrwein, der in einem abgelegenen Dorf in den Sporzer Alpen aufwächst. Das Dorf ist derart abgelegen, dass es weitgehend isoliert vom Rest Österreichs ist. In diesem vollkommen skurrilen Mikrokosmos wird nun ein Junge als lang ersehnter Sohn eines Schreiners und einer Kindergärtnerin und Enkel des Dorfarztes geboren. Dieser Großvater ist einer der wenigen, der je das Dorf verlassen hatte, um woanders zu leben, er war zum Nachholen des Abiturs und Medizinstudium nach Wien gegangen, mit dem Ziel Parasitenforscher zu werden. Sein Enkel wächst unter seinem Einfluss zu einem neugierigen, wissbegierigen und gänzlich Dorf-untauglichen Jungen heran, der schließlich zum großen Missfallen des gesamten Dorfes auf das Gymnasium geht. Als er dann aber vollkommen überraschend durch die Matura fällt, ist er gezwungen, sich seinem dörflichen Umfeld zu stellen. Was ihn und das Dorf nachhaltig verändern wird.

Die Geschichte ist verschlungen und weitschweifend erzählt und fließt über Jahrzehnte hinweg, ohne je langatmig zu sein. Viel zu amüsant ist dieses schrullige kleine Dorf mit seinen ganz eigenen Regeln. Viel zu sympathisch sind die liebevoll gezeichneten Charaktere. Zu absurd ist auch die gesamte Handlung, um je langweilig zu sein.

Ich habe das Buch nicht schnell gelesen, aber jede Seite genossen und war am Ende sehr betrübt, als es vorbei war. Eine 100%ige Empfehlung also.

Lagebericht 6/2013

Oh, das war eine gute Woche! Sie begann schon mit einem grandiosen Sonnen-Sonntag, der mich regelrecht beflügelte. Weder die Rückkehr des Schnees noch eine Müdigkeits-und Schlappattacke konnten deshalb am positiven Wochenresümee was ändern. Paper fertig (meins und das vom Herrn auch), andere Arbeitsbaustellen zumindest in Angriff genommen, ebay-Glück und die Aussicht auf ein schönes und langes Wochenende machen mich heute hoch zufrieden.

Ganz besonders gefreut hat mich diese Woche ganz viel Bloggedöns. Das Flohmarktblog sorgt nicht nur dafür, dass das ungeliebte Gerümpel auszieht und Luft zum atmen hinterlässt, nein, viel besser, es macht, dass ich ganz viele nette Mails von bisher vollkommen unbemerkten Leserinnen bekomme und eine sogar zur Live-Übergabe treffen konnte. Hach wie schön, mehr davon! Ich krieche sofort in die Abstellkammer und entrümpele weiter, Leserkontakt macht süchtig… Und dann habe ich so viele nette Kommentare zum Mittwochsoutfit bekommen. Da fühlt man sich gleich viel weniger wie ein Walross und mehr wie eine nur ganz leicht rundliche Elfe. Danke Mädels! Und ganz toll auch die vielen wohlwollenden, wohlüberlegten und meine eigene Einstellung bestätigenden Rückmeldungen zum Thema Mutti-Content. Ach hab ich tolle Leserinnen und ist unsere Ecke vom Internet nicht ein wundervoller Ort? Ich bin hoch begeistert von euch!

Und nein, das war noch nicht alles, ich hab NOCH mehr zu berichten:

Handarbeiten: Ein Paar Ufo-Socken für den Liebsten fertig gestrickt. Manchmal fragt man sich ja, warum man etwas derart lang (ca. 1 Jahr) vor sich her geschoben hat. In meinem Kopf waren noh 1/3 des ersten und 3/4 des zweiten Socken zu stricken, de facto waren es nur die beiden Spitzen, die in zwei morgendlichen Busfahrten locker zu schaffen waren. Und nun ist mein Ufo-Karma wieder vollkommen rein. Nichts nichts nichts mehr an Altlasten da! HAHAHA! Wenn das mal nicht ein vorzeitiger Frühjahrsputz ist. Außerdem habe ich einen Body genäht und ein Kleid angefangen, das mich schon beim nähen glücklich macht, denn es ist ROT, richtig kirschenrot, einfach toll. Und es sind wahre Stoffberge eingetroffen, alle für den Minimenschen, bzw. seine Hängematte. Ihr dürft gespannt sein, ich bin es jedenfalls.

Kochen: Wurzelgemüsesuppe, Nudelauflauf, Hirseauflauf, Salat mit gegrilltem Brot, Grünkernbällchen mit Ofenkartoffeln.

Garten: bzw. Fensterbank. Es geht looooohos. Tomaten und Chili sind ausgesät, Salat folgt Anfang März. Leben in der Bude. Yippie.

Medien: kein neues Buch gelesen. Dafür die Landlust (ja, echt!) – allerdings mit Befremden. Und viel viel online und in Blogs. Unter anderem, dass die FDP diese Woche in der Sonntagsfrage erstmals seit einem halben Jahr die 5% knackt. WIE KANN DAS SEIN? Was bewegt dieses Land zu derartigen Fehleinschätzungen? Dank Kollegin K., die mich extra per Sms aufmerksam machte, habe ich auch die 3sat-Themenwoche zur Nahrungsmittelindustrie entdeckt, und was es so gab in der mediathek angeguckt. Sehenswert und angenehm unaufgeregt.

Wo ich jetzt so einen Run hab, könnte der Frühling dann jetzt auch mal kommen, als Anerkennung meiner Leistung in Sachen Frühjahrsrambazamba oder so… käme mir sehr gelegen. Denn für die kommende Woche habe ich Fensterputzen geplant, und weitere Entrümpelung. Und die Fertigstellung des roten Kleides. (Und 5 Maschinen Wäsche … bah!) Aber zuallerallererst gehts am Samstagmorgen auf den ersten Stoffmarkt des Jahres, da wäre Sonne auch sehr nett. Und ich hab schon eine Liste gemacht *flöööt*…

Während ich diesen Post verfasse, befinde ich mich übrigens in den Fängen der Deutschen Bahn, die es bisher an keinem meiner auswärtigen freitäglichen Vorlesungstermine fertig gebracht hat, mich planmäßig zu befördern. Zum Glück bin ich einiges gewöhnt und habe schon vor langer Zeit den Linienplan von ganz NRW memorisiert, so kann ich immer noch eine getarnte Sbahn als letzte Ausweichmöglichkeit ausmachen OBWOHL alle diese Servicemenschen eifrig so tun, als wüssten sie von nix!

Die Muttchen-Frage

Seit einigen Wochen treibt mich eine Frage um, die ich jetzt hiermit öffentlich beackere. Sie lautet: „Wieviel Mutti-Blog-Content will/soll/kann/brauche ich hier so auf dem Blog ?“

Um das ganze zu präzisieren: Mein Blog zeichnet sich, so hoffe ich, durch eine recht distinkte Mischung an Themen aus. Ich betreibe hier kein Spartenblog und möchte das auch keinesfalls.Ich glaube und hoffe, dass es letztlich diese Mischung ist, die mich mit einer immer größeren und bunten Leserschaft bereichert. Einige meiner Leserinnen so weiß ich, nähen nicht und ich hoffe, ich treffe hier in puncto Themenausgewogenheit im besten Sinne für jeden etwas. Das ist gut so, denn es gibt mir die Möglichkeit in der Breite meiner Interessen so richtig aus dem vollen zu schöpfen. Wie integriere ich da nun das für mich vollkommen neue Thema der Mutterschaft? Hier kommt, schon bevor der Minimensch auf der Welt ist, das erste Mal die Vereinbarkeitsfrage auf. Und das beschäftigt mich…

Ich weiß recht klar, dass ich einige Sachen sicher für mich nicht will, die sich in anderen Blogs recht häufig finden: Ultraschallbilder, Bilder vom fertigen Minimenschen, das ist für mich tabu. Mir ist auch eigentlich nicht danach, wöchentlich Bauchumfang, Wehwechen und Gelüste zu dokumentieren. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass in mir in Kürze ein Drang zu applizieren, meinen Mutterpass selbst genäht einzuhüllen oder eine Stickmaschine anzuschaffen erwacht. Genausowenig kann und will ich aber einfach so tun, als wäre da gar nichts im Anmarsch und alles wie immer, denn der Minimensch und seine Ausbrütung nehmen in meinem Leben eine wichtige Stellung ein, schon jetzt.

Vor allem aber ergeben sich erhebliche Grauzonen überall da, wo es andere Themenbereiche betrifft, die hier schon recht regelmäßig vertreten sind. Beispiel nähen: wieviel Umstandskleidung kann ich zeigen, ohne dass ich alle Nicht-Schwangeren Näherinnen ausschließe? Wieviele minikleine Kleidungsstücke sind noch süß und nett und ab wann fällt die erste ins Koma ob des 20sten Bodys? Oder kochen: wieviel Ernährungshinweise zum Vegetarismus in der Schwangerschaft will man lesen? Und ganz im Sinne „auch das private ist politisch“ wieviel kann und möchte ich denn zum Thema Kind und Beruf so schreiben?

Ich möchte keine Bloggerin herabwürdigen, die sich bewusst für ein Themenblog entschieden hat und bei der das leitende Thema die Mutterschaft ist. Muttiblog soll hier wirklich nicht negativ verstanden werden. Aber genau das ist es, was für mich sicher nicht in Frage kommt – ein Muttiblog. In meinem Reader finden sich einige Blogs, die voll sind von Kinderkleidung und die ich schon lang und gern lese. Ich lese auch Fotoblogs, obwohl ich hier keinerlei Ambitionen habe, oder reine Quiltblogs. Ich selbst wollte aber meine Blogidentität ebenso wie meine wirkliche reale Identität keinesfalls auf das Muttersein reduziert wissen. Andererseits habe ich vielleicht hier und da informatives beizutragen. Ich selbst z.B. habe beglückt auf die Umstandsrockanleitung von Sanne zurückgegriffen oder auf die Babysachenberichte bei Minnies. Vielleicht wird die eine oder andere in der Zukunft ähnlich gern auf meine Erfahrungen mit was auch immer zurückgreifen…

Ich merke, dass ich selbst gerade eher noch etwas vor Mutti-Content zurückscheue. Ich fühle mich da auch noch nicht sonderlich kompetent. Aber wenn eines Tages ein Muttithema raus will, dann werde ich es schon rauslassen. Ich hoffe in wohldosierten Dosen und stimmig mit allem anderen, denn sonst wäre es ja auch nicht stimmig mit mir, das wäre ja schon eher blöd.

Also derzeit lautet meine Antwort: Ein bisschen Mutti-Content, wo und wenn er zu mir passt und wohldosiert. Oder wie seht ihr das?

Veggieblogtag #7 Vom Tier im Saft zur Wurzelgemüsesuppe


Der Veggieblogtag unterstützt die VeBu-Aktion “Donnerstag=Veggietag“. Jeden Donnerstag gibt es hier bei mir, und bei allen BloggerInnen , die mitmachen wollen, etwas themenbezogenes zu lesen, Rezepte, Tipps, lesenswertes. Wer Lust hat darf gern mitmachen und auch das Bild aus der Seitenleiste mitnehmen. Hinterlasst gern einen Kommentar. Alle Rezepte pinne ich auch bei Pinterest auf dieses Board. Mehr Infos zur Aktion auch in diesem Blogpost.
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Der Skandal um Rind, das einst wieherte und auf den verschlungenen Pfaden der europäischen Fertigessensindustrie seine Identität wechselte (hierzu gabs letzten Veggietag sehr lesenswertes bei Melleni) hat mir eine Aktion ins Gedächtnis gerufen, auf die ich schon lang mal hinweisen wollte: Diee Foodwatch-Aktion für transparente Deklaration von Lebensmitteln. Denn im Grunde geht es beim Pferdefleisch ja nicht nur darum, dass uns Pferd für Rind vorgemacht wird, sondern, wie bei jedem Lebensmittelskandal um die gern und schnell verdrängte Erkenntnis, dass wir keinen blassen Schimmer haben, was in sogenanntem Convenience-Food so alles drin ist. Und sein darf! Dazu dieses, wie ich finde sehr gelungene, Video:

Und der Hinweis auf die Mailaktion von foodwatch, die die eindeutige Kennzeichnung tierischer Substanzen im Essen fordert.

Zurück zu garantiert fleischlosem, wenn auch in meinem Fall nicht Tier-freiem Essen. Heute mit: Wurzelgemüsesuppe

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Riesig ist die Auswahl an saisonalem, regionalem Gemüse ja derzeit nicht. Aber in der Auslage des Biosupermarktes tauchen manchmal Gemüsesorten auf, die wir noch gar nicht kannten. Diese Woche z.B. „Goldrübe“. Die ist offenbar so selten, dass nicht mal Wikipedia sie kennt und sich auch die Suche nach Bildern im Netz als schwierig erwies. Ich habe natürlich dummerweise die Rübe vor der Verarbeitung auch nicht fotografiert. Wie gut, dass es noch andere neugierige Foodblogger gibt. Hier findet sich ein Rezept mit Bild.

Da war natürlich unsere Neugier geweckt. Schnell ab in den Wagen und zu Hause mutig geschält und probiert. Erste Überraschung: Sie ist von innen gar nicht golden sondern weiß, beim erhitzen wird sie aber gelb. Und der Geschmack? Scharf-Süß, ein bisschen vergleichbar mit Kohlrabi. Ich könnte sie mir gut als Rahmgemüse vorstellen, erstmal gab’s sie aber in Form von Suppe. Wer gerade keine Goldrübe zur Hand hat, kann vielleicht eine Kohlrabi und eine Pastinake als Ersatz verwenden. Oder eine andere exquisite Rübensorte…

Für 4:

1 Goldrübe
1 Petersilienwurzel
1 Karotte
1/4 Sellerie
1/2 Lauch
3 Kartoffeln
100ml Sahne
Rosmarin, Salz, Pfeffer, Muskat, Petersilie

Alles grob würfeln und mit 1,25l Brühe aufsetzen, eine Prise getr. Rosmarin zugeben. Kochen bis das Gemüse gar ist. Dann fein pürieren, 100ml Sahne unterrühren und mit Salz, Pfeffer und reichlich Muskat würzen. Noch ein bisschen gehackte Petersilie drüberstreuseln und fertig.

Wir haben dazu einfach ein kräftiges Brot gegessen. Wer eine Einlage möchte: gehackte Walnüsse würden wunderbar passen oder auch geröstete Sonnenblumenkerne.

Me made Mittwoch: Immernoch Schichten

Eieiei, ein harter Rückschlag für uns Frühlingserhofferinnen. Schon wieder Schnee und grau und um die null Grad. Ich bin da jetzt wirklich mit durch für dieses Jahr. Meine dickste Jacke passt mir schon nicht mehr und meine Schneestiefel gehen mir gewaltig auf den Wecker. Ich will Ballerinas und einen leichten Mantel tragen. Nun gut ich hätte auch gern Urlaub und kein Wasser in den Beinen … „wir sind hier nicht bei ‚wünsch dir was!‘, wir sind hier bei ’so isses!‘ “ pflegt Freundin N. zu sagen. Also genug vom Gemecker, lieber zum Outfit, das altes in Schichten beinhaltet.

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Unten drunter: ärmelloses Unterkleid aus recht lockerem und doch schwerem Doubleknitjersey. Nach dem gleichen Schnitt wie darüber: Fuchsia-farbenes Strickkleid nach Onion 2017, das mir nach wie vor ausnehmend gut gefällt und das dankenswerterweise (noch) genug Platz für den im Gepäck befindlichen Minimenschen bietet. Ein Hoch auf die Empiretaille an dieser Stelle.

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Weil das Strickkleid ganz eindeutig aus Sommerviskose-Strickstoff ist, und durch seine Lochmusterstruktur auch nicht eben winddicht, trage ich drüber einen gekauften und sehr geliebten Kurzarm-Cardigan aus Frankreich, der schön den Rücken und den Hals wärmt. Ja, den wollte ich auch schon länger mal nachstricken…

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Frau Crafteln hat heute Schicht im Memadeblog (die zunehmende Schichtarbeit in Deutschland war ja in den letzten Tagen prominent in den Nachrichten) und wird zur Abwechslung heute bereits von einer stattlichen Parade von selbst-ausstaffierten Näherinnen in Empfang genommen, bevor sie sich überhaupt zeigt. Ist doch auch mal schön, so ein gut gekleidetes Begrüßungskommitee an einem sonst eher geht-so-Mittwoch.

Samstag haben wir Nähkränzchen-Außentermin auf dem Stoffmarkt in Herne und wir werden lauter Frühlingsstoffe kaufen, die dem Winter den Wind aus den Segeln nehmen. JAWOLL!

7 Sachen

Was für ein schöner sonniger Tag, die Sonne hat mich heute so aktiv gemacht, dass ich sogar glatt noch mehr als 7 Sachen mit meinen Händen gemacht hab.

1. Die Yogamatte ausgerollt und mit Yoga in den Tag gestartet.

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2. Unsere Marmeladenvorräte neigen sich dem Ende zu. Da noch keine frischen Beeren verfügbar sind, mussten tiefgekühlte als Ersatz einspringen.

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3. Eierkartons in kleinere Einheiten zerlegt und darin Tomaten und Chili ausgesät.

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4. Frühling für den Tisch gepflanzt.

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5. Aus den restlichen Beeren, was sonst so da war und 3 verschiedenen Rezepten einen Kuchen gebacken, der lecker aber leider wenig formstabil war.

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6. Das letzte Auftragskissen genäht und damit meinen Ufostapel halbiert.

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7. Die so gesammelten Ufo-Karmapunkte verwendet, um ein Kleid für mich und zwei Shirts für den Minimenschen zuzuschneiden. Vorher schon einen Body für den Minimenschen genäht.

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