Veggieblogtag #5 Curry mit Naan und Chai

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Der Veggieblogtag unterstützt die VeBu-Aktion „Donnerstag=Veggietag„. Jeden Donnerstag gibt es hier bei mir und bei allen BloggerInnen die mitmachen wollen etwas themenbezogenes zu lesen, Rezepte, Tipps, lesenswertes. Wer Lust hat darf gern mitmachen und auch das Bild aus der Seitenleiste mitnehmen. Hinterlasst gern einen Kommentar. Alle Rezepte pinne ich auch bei Pinterest auf dieses Board. Mehr Infos zur Aktion auch in diesem Blogpost.
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Hallo, liebe Donnerstags- oder Immer-Vegetarier und willkommen zu einer neuen Runde Rezepte-und Informations-Tausch.

Bevor ich heute zum Rezept komme, noch die Empfehlung für ein kleines Video bei Youtube, das die Aktion „Agraprofit“ dokumentiert. Es handelt sich hierbei um eine Awareness-Kampagne von Naturland und dem Weltladen-Dachverband. Die Aktion fand im Rahmen der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“  statt. Und zeigt recht deutlich, die Gleichgültigkeit, die vielfach gegenüber den Produktionsbedingungen unserer Nahrung herrscht. Mehr Informationen auch auf: http://www.oekoplusfair.de/ und http://www.agraprofit.de.

Ich habe das Video mit Entsetzen betrachtet. Andere, denen ich es gezeigt habe, waren wenig überrascht – und wenn ich ehrlich bin, habe ich tatsächlich auch schon ganz ähnliche Gespräche geführt, so a la „Aber wenn du Fleisch aus dem Discounter kaufst, kommt das aus Massentierhaltung.“ „Ja, ich weiß, ist mir egal“…

Daher lieber gleich zu was fleischlosem und leckereren: Curry mit Naan-Brot und Chai.

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Die indische Küche ist aus vegetarischer Sicht praktisch das Gegenteil zur griechischen Küche. Sie beinhaltet bereits eine Vielzahl von vegetarischen Gerichten, man kann sich im indischen Restaurant problemlos rund und kugelig essen und ist dabei auch mit genug Eiweiß versorgt, wegen der zahlreichen Verwendung von Hülsenfrüchten und Joghurt. Ich besitze ein indisches Kochbuch, habe aber auch schon einiges aus dem Internet ausprobiert oder einfach im Restaurant gegessenes nachgekocht. Naan ist dabei für mich ein absolutes Muss. Ich liebe dieses Brot! Und den Original Chai (das heißt übrigens einfach nur Tee) gibts auch immer dazu – so viel Zeit muss schon sein. Also diesmal kein Schnell-schnell-Essen, sondern eins, das schon einige Kochzeit, aber nicht viel Arbeit braucht.

Es handelt sich natürlich insgesamt um 3 Rezepte, ich werde sie aber so niederschreiben, wie die Arbeitsabläufe sind.

Zutaten für 4:

Curry:
250g gelbe Linsen
1 Paprika
1 Karotte
2 Handvoll Tk-Bohnen oder Erbsen
1 Zwiebel
1/4 Weißkohl
(Oder fast beliebiges anderes Gemüse)
1 Dose Kokosmilch
1l Wasser
Curry (das beste ist Farben von Jaipur von Herbaria)
Garam Massala
Zimt
Kardamom
Chilipulver

Brot:
250g Mehl
50ml Milch
1 EL Zucker
1 TL Trockenhefe
1/2 TL Backpulver
1 kleines Ei
75g Naturjoghurt
Salz

Chai:
8 ganze Nelken
2 Stangen Zimt
1 TL Kardamom ganz
2 EL loser schwarzer Tee
750ml Milch

Ok, ihr braucht insg. 2 Stunden Vorlauf, aber die meiste Zeit nicht aktiv.

1. Brotteig. Die Milch leicht erwärmen, Zucker und Hefe darin auflösen. Mehl und alle anderen Zutaten zugeben, gut verkneten. In einer zugedeckten Schüssel 1,5 Stunde gehen lassen.

2. Curry. Alles Gemüse grob würfeln. In einem grossen Topf Butterschmalz erhitzen und das Gemüse darin anbraten. Sofort auch schon 1TL Curry, 1/2 TL Garam Massala und 1 Ms Zimt mit zugeben.

3. Tee. In einem Topf die Gewürze ohne Fett anrösten, bis sie duften. Dann mit 800ml Wasser aufgießen und auf kleiner Flamme 30 Min köcheln lassen.

4. Curry. Wenn das Gemüse etwas Farbe hat, die Linsen zugeben und mit 1l Wasser angießen, salzen und zugedeckt auf kleiner Flamme köcheln lassen.

5. Brot. Nach Ablauf der Gehzeit den Teig in 6 Portionen teilen und diese auf der bemehlten Arbeitsfläche zu etwa 3mm dicken Fladen ausrollen.

6. Curry. Wenn das Gemüse und die Linsen fast gar sind, die Kokosmilch zugeben und das Curry mit Currypulver, Salz und Chili abschmecken.

7. Tee. Nach 30 Minuten den schwarzen Tee zugeben und nochmals 5 Minuten köcheln lassen. Dann das ganze abgießen, in den Topf zurückgeben, 3 EL Honig und die Milch zugeben, noch einmal aufkochen.

8. Brot. Eine beschichtete Pfanne auf großer Flamme aufstellen und sehr leicht buttern. Einen Fladen reingeben, wenn er aufgeht sofort wenden, nach sehr kurzer Zeit ist er von beiden Seiten gebräunt. Das ist eine Sache von 2-3 Minuten. So alle Fladen abbacken.

Und jetzt alles zusammen verspeisen.

Achso: natürlich kann man Naan heutzutage auch im Supermarkt kaufen und den Chai entweder aus Beuteln, Pulver oder selbstgekochtem Sirup herstellen – Ist nur nicht so gut zum angeben…

6 Gedanken zu “Veggieblogtag #5 Curry mit Naan und Chai

  1. Elke schreibt:

    Das hört sich sehr lecker an.
    Ich als nicht Vegetarier kann ja immer wenig mit Sojaprodukten anfangen, aber indisch liebe ich und Linsen sowieso. Leider kommen scharfe Gericht mit einem kleinen Kind im Haus immer etwas zu kurz. Klar, kann man alles nachwürzen, aber das ist nicht dasselbe.
    Danke, Deine Rezepteaktion gefällt mir sehr.
    viele Grüße
    Elke

  2. Lotti schreibt:

    Ach krass ey! Da stehen einfach zwei sympathische Typen und erzählen ganz souverän irgendwas und die Leute hören scheinbar gar nicht richtig zu, denken sich vielleicht zwischendurch mal „Was? Ach, das hab ich jetzt bestimmt falsch verstanden…“ und den anderen ist es wirklich scheißegal.
    Wobei ich schon das Gefühl habe, daß das Bewusstsein der Leute für Mißstände in der Lebensmittelindustrie insgesamt steigt. Jedenfalls merke ich oft bei den vielen Gesprächen mit Kunden, daß sie sich schonmal Gedanken gemacht haben und tatsächlich ihr Kaufverhalten ein wenig ändern. Oder zumindest kommt es so rüber.
    Tierbesitzer sind auf jeden Fall geschockt, wenn man ihnen von den schlimmen Tierversuchen bei Tierfutterherstellern erzählt. Ich denke, viele von denen informieren sich jetzt mehr.
    Naja, wenigstens sind mein Freund und ich zusammen 1 1/2 Vegetarier.
    Danke für die Rezepte!
    Und übrigens danke für deinen Kommentar bezüglich des Fotos! Die Tips waren echt super. Ich werde jetzt aber wohl doch zum Fotografen gehen.
    Liebe Grüße
    Lotti

  3. saltkrokan schreibt:

    Ein sehr verspäteter Kommentar zu diesem Post. Ich habe das Naan-Brot nun schon mehrmals nachgemacht und finde es ganz spitzenmäßig! Soo lecker und schnell in der Pfanne gebacken. Hatte noch Teig übrig und über Nacht im Kühlschrank. So konnte ich am nächsten Tag spontan das Brot backen. Danke für das Rezept!

Danke für deinen Kommentar! Ich freue mich sehr darüber!

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