Lagebericht 5/2013 meets Gartenpläne

Puh, das war eine recht stressige Woche. Nur 4 Tage lang mit einer Klausuraufsicht ab 7 Uhr morgens und einer Vorlesung am Freitag, die erst Donnerstagabend fertig vorbereitet war. Aber: ich habe überlebt.

Allerdings unter Aufopferung der Wohnungsdisziplin und sämtlicher textiler Hobbies. Und zu essen gabs auch öfter nur Brot. Außerdem Spaghetti Bolo, Feldsalat mit Orange und Walnüssen und Spinat mit Bratkartoffeln und Spiegelei. Elaboriert ist anders – so ist das manchmal. Derzeit im Kühlschrank noch vorrätig: Licht und Senf. Da lohnt sich dann der Einkauf wenigstens.

Immerhin haben Kollegin Z. und ich ernsthaft Hoffnung, dass unser Paper vielleicht doch noch vor der Konferenz übernächste Woche fertig wird, das war keinesfalls immer klar. Und ich hab mich auch endlich aufgerafft, eine lang fällige Revision anzugehen. Manchmal muss man auch mal produktiv sein dürfen. Weil das ganze Nähkränzchen arbeitstechnisch leicht gestresst ist, musste unser Termin am kommenden Sonntag dran glauben. Mal schauen, ob ich mich auch allein vom Sofa aufraffen kann. Ich könnte aber auchmal versuchen, meine Vorlesung vor Donnerstag vorzubereiten. Birgt dann halt weniger Nervenkitzel.

Indes war ich im Geiste sehr produktiv und habe meinen Kübelgarten geplant. Eigentlich hatte ich gehofft, dass wir bald einen Balkon angebaut bekommen – aber derzeit sieht es nicht danach aus. Also habe ich nochmal umdisponiert.

Sehr gute Erfahrungen habe ich im letzten Jahr mit Salat auf den Außenfensterbänken gemacht. Das werde ich definitiv wieder machen. Aber mit mehr verschiedenen Sorten, glaub ich. Auch meine Erdbeerpflanzen sollen auf die Fensterbänke umziehen, dort ist mehr Sonne und Schutz vor Wind und mehr Platz zum ranken. Allerdings bin ich sehr skeptisch, ob sie viel tragen werden.

Einige meiner Zimmerpflanzen sind in eher beklagenswertem Zustand und ich hatte vor, sie durch neue zu ersetzen. Aber ich habe mir überlegt, dass Nutzpflanzen ja auch schön aussehen und mich über Gemüseanbau in der Wohnung schlau gemacht. Tomaten und Chili sollen diese Saison drinnen wachsen, ebenso wie Lauchzwiebeln. Da werde ich auch bald schon mit der Anzucht beginnen, genauso wie bei Radieschen und Rucola, die ja schon bald nach dem Frost nach draußen können.

Außerdem werde ich wohl erneut eine Kartoffeltonne ansetzen und es auch nochmal mit Zucchini probieren – in einem sehr viel größeren Topf mit Komposterde. Ob ich auch wieder Mangold ziehe, das entscheide ich dann, wenn es so weit ist, Priorität haben Salat und Tomaten. Bei den Tomaten werde ich mir eine mehrjährige Wildsorte mit kompakter Form suchen, die sollen am besten ganzjährig in der Wohnung zu ziehen sein.

Für die kommende Woche plane ich ein Jerseykleid zuzuschneiden, und ein paar langweilige Oberteile wären nötig. Außerdem Stoff aussortieren und im Flohmarkt einstellen.

Veggieblogtag #6 Pikantes Gemüserisotto


Der Veggieblogtag unterstützt die VeBu-Aktion „Donnerstag=Veggietag„. Jeden Donnerstag gibt es hier bei mir, und bei allen BloggerInnen , die mitmachen wollen, etwas themenbezogenes zu lesen, Rezepte, Tipps, lesenswertes. Wer Lust hat darf gern mitmachen und auch das Bild aus der Seitenleiste mitnehmen. Hinterlasst gern einen Kommentar. Alle Rezepte pinne ich auch bei Pinterest auf dieses Board. Mehr Infos zur Aktion auch in diesem Blogpost.
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Hallo, liebe Donnerstags- oder Immer-Vegetarier und willkommen zu einer neuen Runde Rezepte-und Informations-Tausch.

Heute bei mir mal wieder was eher unkompliziertes. Und auch ohne Tofu, das kommt allen Skeptikern vielleicht entgegen. Ich kriege langsam Lust auf Sommeressen. Nicht nur beim nähen, auch beim kochen stellt sich doch eine gewisse Winter-Überdrüssigkeit ein. Letzte Woche gabs zweimal nur Salat ud Käse, aber das fand ich dann doch noch etwas kühl. Also hier warm und etwas mediterran, ein Risotto. Ich glaube, dieses Rezept ist ein Frevel an der italienischen Küche. Bestimmt darf man das alles so nicht machen. So viel Gemüse ins Risotto und Tomatenmark noch dazu… ich hoffe, keine italienische Mamma wird mich nun mit einem Fluch belegen. Denn ich mag’s sehr gern.
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Zutaten für 4:
250g Arborio-Reis
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 Chili
1 Paprika
1 Karotte
1 Handvoll TK-Erbsen
3 EL Tomatenmark
Gemüsebrühe
Italienische Kräuter
Paprikapulver (süß oder scharf nach Geschmack)
1 Handvoll geriebener Hartkäse

Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln. In einem Topf in Olivenöl zusammen mit dem Reis anschwitzen. Mit Brühe ablöschen. Das Gemüse würfeln und zusammen mit den Kräutern und dem Tomatenmark zugeben. Auf geringer Flamme köcheln lassen, regelmäßig rühren und Brühe nachfüllen. Wenn der Reis gerade noch bissfest ist, 1 Stich Butter und den Käse unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Runter vom Herd und gleich genießen.

Heute muss ich übrigens schon ab 7 Uhr eine Klausur beaufsichtigen. Danach klappe ich wahrscheinlich zusammen… aber falls ich den Tag überlebe, freu ich mich auf eure fleischlosen Beiträge!

Me made Mittwoch: Cord-Rock

Puh, es schneit schon wieder. Muss das sein? Solch städtisches Schneegefiesel ist doch eh zu nix nütze, außer für Verspätungen im ÖPNV. Und mein Rock würde ohne Thermostrumpfhose auch schöner aussehen…

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Neuer Rock nach neuer Knip. Es handelt sich um dieses Modell aus der Knipmode 2/2013, das mir durch seine tiefer angesetzten Taschen und pfiffige Schnittführung gleich gefiel.

Rok 11 – Knipmode 02/2013. Bildquelle: http://www.knipmode.nl

Genäht habe ich den Rock aus einem relativ dünnen Feincord, der schon länger im Stoffregal schlummerte. Leider leiert er ziemlich und kriegt schon vom angucken Knitterfalten, aber wir wollen mal nicht so sein.

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Mit dem Schnitt bin ich sehr zufrieden. Am Anfang war ich etwas verwirrt von den vielenmerkwürdig geformten Schnittteilen. Aber nachdem sich der Knoten in meinem Kopf gelichtet hatte, ging es dann doch recht gut. Allerdings ist das Schnittmuster nichts für Feinde der Zwillingsnadel. Ich habe lediglich insgesamt etwas an Weite rausgenommen und den Rock zum Saum hin etwas eingestellt,  eine Änderung, die ich bei jedem geraden Rockschnitt vornehme.

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Die Umstands-Änderung war auch bei diesem Schnitt kein Problem. Dadurch, dass die Taschen nicht am Bund, sondern tiefer angesetzt sind und ohnehin nur ein Fake-Reißverschluss vorn und ein „echter“ Reißverschluss hinten vorgesehen sind, konnte ich den Bauchausschnitt problemlos machen, ohne Taschen zu verlieren und da der Stoff leicht dehnbar ist, komme ich bequem ohne Reißverschluss rein und raus. Eine weitere Version aus dünnem Denim ist schon zugeschnitten. Hier nochmal die technische Zeichnung, wo man die Schnittführung besser sieht, als in meinem dunklen Büro:

Während ich den Post schreibe, hat sich das Schneewetter in Sonne verwandelt – wie schön. Ich reihe mich dann mal bei den fleißigen Selbstnäherinnen auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog ein, wo heute Frau Kirsche in petrol-senfgelb in die Fastenzeit startet. Ich finde übrigens, ich faste schwangerschaftsbedingt schon genügend Sachen, die ich gern mag (Alkohol, Kaffee, Rohmilchkäse, Räucherfisch und Tiramisu!!!)  und lasse das fasten daher ausnahmsweise ausfallen.

Und hier noch ein kleiner Sonnenstrahl:

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Lagebericht 4/2013

Ich habe diese Woche einige interessante Artikel gelesen: Zunächst der Artikel des Spiegel zum desaströsen Zustand der deutschen Familienpolitik, der leider nicht vollständig online verfügbar ist. Dem Artikel nach kommen die Wissenschaftler  in dem vielzitierten aber nicht veröffentlichten Bericht zu dem Urteil, dass alle Instrumente der deutschen Familienpolitik irgendwo zwischen „wenig effektiv“ und „schädlich“ einzuordnen sind, sehr viel kosten und nichts bringen, sondern sich im Gegenteil in ihrer Wirkung gegenseitig aufheben. Besonders geht der Artikel mit der Orientierung der Familienpolitik an der Ehe anstatt der Familie hart ins Gericht. Zurecht.

Dann einen sehr guten Zeit-Artikel über die nicht-vorhandene Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem. Der Satz „»Wir sind eine Schule, die für die Lehre ausbildet, das war schon immer so«, sagt Frau Bäumler.“ Bringt für mich auf den Punkt, warum jede Schulreform nur eine Farce ist: Das Beharrungsvermögen von Lehrern aller Schulen, das System zu zementieren und gegen jede Neuerung zu verteidigen ist beinahe unendlich.

Außerdem lese ich nach wie vor an „Blasmusikpop“ und werde langsam traurig, dass es bald vorbei ist.

An der Handarbeitsfront habe ich spontan noch ein letztes Winterkleid genäht und dann aber wirklich die Nähecke aufgeräumt, damit der Frühling einziehen kann. Außerdem ein paar sehr kleine Kleidungsstücke zugeschnitten und natürlich weiter Lace gestrickt. Ohne große Freude, wie ich leider zugeben muss. Ich glaub ich fang lieber was aus dickerem Garn an…

Großer Erfolg an der Aufräumfront: das Dackkabuff erfolgreich ausgemistet, nur der Müll muss noch wegebracht werden. Aber dabei eine ganze Kiste Dekokram ausgemistet, die bald im Flohmarktblog auftauchen wird. Das Flohmarktblog zu eröffnen war auch ein wichtiger Erledigungspunkt. Als nächstes wartet -oh Graus- die Abstellkammer. Aber das muss nicht unbedingt nächste Woche sein. Denn die ist ja schließlich etwas kurz. Und am kommenden Sonntag ist schon wieder Nähkränzchen. Da muss ich mir ja auch erstmal Gedanken drum machen.

Zu essen gab’s Curry, Risotto, Nudeln mit Pesto, Spaghetti Carbonara, Feldsalat und bunten Salat. Ich habe das Winteressen langsam etwas über und sehne mich nach frischem Salat, Tomaten und Sommergemüse.

Auf der Arbeit musste ich mich noch etwas an die Vorlesungsfreie Zeit gewöhnen und meine Pläne für die nächsten Wochen sortieren. Pläne schmieden steht auch in der nächsten Woche hoch im Kurs, denn ich will einen Garten- und einen Wohnungsplan machen.

Fotos gibt es heute keine, die Internetanbindung ist zu schlecht…

Neu: Das Siebenhundertsachen-Flohmarktblog

Wie die meisten schon mitbekommen haben, erwarten wir die Ankunft eines Minimenschen. Das führt dazu, dass wir in der Wohnung ein wenig um- und ausräumen und dabei muss der eine oder andere Lagerbestand dran glauben. Das meiste sind  an sich “Kleinigkeiten” aber halt sehr viele.  Mehrheitlich handelt es sich um Deko-Krams, außerdem ein bisschen Kleidung, ein paar Stoffe, vielleicht auch ein paar Bücher. Und deshalb habe ich dafür eine Flohmarktdependance meines Blogs eingerichtet und auf Siebenhundertsachen abzugeben könnt ihr nun in den nächsten Wochen stöbern und hoffentlich fündig werden.

Wann immer euch was gefällt, schreibt mir einfach eine Mail an siebenhundertsachen[ÄT]gmx[PUNKT]de!

Ich hoffe, dass meine nicht mehr willkommenen Schätze so doch noch wen erfreuen können, ich will nur ungern alles wegwerfen. Los geht es heute mit Kleidung, die wirklich nicht mehr in mein Leben passt.

Veggieblogtag #5 Curry mit Naan und Chai

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Der Veggieblogtag unterstützt die VeBu-Aktion „Donnerstag=Veggietag„. Jeden Donnerstag gibt es hier bei mir und bei allen BloggerInnen die mitmachen wollen etwas themenbezogenes zu lesen, Rezepte, Tipps, lesenswertes. Wer Lust hat darf gern mitmachen und auch das Bild aus der Seitenleiste mitnehmen. Hinterlasst gern einen Kommentar. Alle Rezepte pinne ich auch bei Pinterest auf dieses Board. Mehr Infos zur Aktion auch in diesem Blogpost.
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Hallo, liebe Donnerstags- oder Immer-Vegetarier und willkommen zu einer neuen Runde Rezepte-und Informations-Tausch.

Bevor ich heute zum Rezept komme, noch die Empfehlung für ein kleines Video bei Youtube, das die Aktion „Agraprofit“ dokumentiert. Es handelt sich hierbei um eine Awareness-Kampagne von Naturland und dem Weltladen-Dachverband. Die Aktion fand im Rahmen der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“  statt. Und zeigt recht deutlich, die Gleichgültigkeit, die vielfach gegenüber den Produktionsbedingungen unserer Nahrung herrscht. Mehr Informationen auch auf: http://www.oekoplusfair.de/ und http://www.agraprofit.de.

Ich habe das Video mit Entsetzen betrachtet. Andere, denen ich es gezeigt habe, waren wenig überrascht – und wenn ich ehrlich bin, habe ich tatsächlich auch schon ganz ähnliche Gespräche geführt, so a la „Aber wenn du Fleisch aus dem Discounter kaufst, kommt das aus Massentierhaltung.“ „Ja, ich weiß, ist mir egal“…

Daher lieber gleich zu was fleischlosem und leckereren: Curry mit Naan-Brot und Chai.

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Die indische Küche ist aus vegetarischer Sicht praktisch das Gegenteil zur griechischen Küche. Sie beinhaltet bereits eine Vielzahl von vegetarischen Gerichten, man kann sich im indischen Restaurant problemlos rund und kugelig essen und ist dabei auch mit genug Eiweiß versorgt, wegen der zahlreichen Verwendung von Hülsenfrüchten und Joghurt. Ich besitze ein indisches Kochbuch, habe aber auch schon einiges aus dem Internet ausprobiert oder einfach im Restaurant gegessenes nachgekocht. Naan ist dabei für mich ein absolutes Muss. Ich liebe dieses Brot! Und den Original Chai (das heißt übrigens einfach nur Tee) gibts auch immer dazu – so viel Zeit muss schon sein. Also diesmal kein Schnell-schnell-Essen, sondern eins, das schon einige Kochzeit, aber nicht viel Arbeit braucht.

Es handelt sich natürlich insgesamt um 3 Rezepte, ich werde sie aber so niederschreiben, wie die Arbeitsabläufe sind.

Zutaten für 4:

Curry:
250g gelbe Linsen
1 Paprika
1 Karotte
2 Handvoll Tk-Bohnen oder Erbsen
1 Zwiebel
1/4 Weißkohl
(Oder fast beliebiges anderes Gemüse)
1 Dose Kokosmilch
1l Wasser
Curry (das beste ist Farben von Jaipur von Herbaria)
Garam Massala
Zimt
Kardamom
Chilipulver

Brot:
250g Mehl
50ml Milch
1 EL Zucker
1 TL Trockenhefe
1/2 TL Backpulver
1 kleines Ei
75g Naturjoghurt
Salz

Chai:
8 ganze Nelken
2 Stangen Zimt
1 TL Kardamom ganz
2 EL loser schwarzer Tee
750ml Milch

Ok, ihr braucht insg. 2 Stunden Vorlauf, aber die meiste Zeit nicht aktiv.

1. Brotteig. Die Milch leicht erwärmen, Zucker und Hefe darin auflösen. Mehl und alle anderen Zutaten zugeben, gut verkneten. In einer zugedeckten Schüssel 1,5 Stunde gehen lassen.

2. Curry. Alles Gemüse grob würfeln. In einem grossen Topf Butterschmalz erhitzen und das Gemüse darin anbraten. Sofort auch schon 1TL Curry, 1/2 TL Garam Massala und 1 Ms Zimt mit zugeben.

3. Tee. In einem Topf die Gewürze ohne Fett anrösten, bis sie duften. Dann mit 800ml Wasser aufgießen und auf kleiner Flamme 30 Min köcheln lassen.

4. Curry. Wenn das Gemüse etwas Farbe hat, die Linsen zugeben und mit 1l Wasser angießen, salzen und zugedeckt auf kleiner Flamme köcheln lassen.

5. Brot. Nach Ablauf der Gehzeit den Teig in 6 Portionen teilen und diese auf der bemehlten Arbeitsfläche zu etwa 3mm dicken Fladen ausrollen.

6. Curry. Wenn das Gemüse und die Linsen fast gar sind, die Kokosmilch zugeben und das Curry mit Currypulver, Salz und Chili abschmecken.

7. Tee. Nach 30 Minuten den schwarzen Tee zugeben und nochmals 5 Minuten köcheln lassen. Dann das ganze abgießen, in den Topf zurückgeben, 3 EL Honig und die Milch zugeben, noch einmal aufkochen.

8. Brot. Eine beschichtete Pfanne auf großer Flamme aufstellen und sehr leicht buttern. Einen Fladen reingeben, wenn er aufgeht sofort wenden, nach sehr kurzer Zeit ist er von beiden Seiten gebräunt. Das ist eine Sache von 2-3 Minuten. So alle Fladen abbacken.

Und jetzt alles zusammen verspeisen.

Achso: natürlich kann man Naan heutzutage auch im Supermarkt kaufen und den Chai entweder aus Beuteln, Pulver oder selbstgekochtem Sirup herstellen – Ist nur nicht so gut zum angeben…

Me made Mittwoch: Finale für den Winter

Eigentlich mag ich Winter. Ich finde Winterkleidung schön und liebe Stiefel. Ich mag Schnee und klirrende Kälte. Und ich mag Eintopf und andere Wintergerichte. Aber seit einigen Jahren komme ich sehr schlecht mit der Dunkelheit zurecht und kann mich dann schlecht motivieren früh aufzustehen, oder abends noch was zu machen. Außerdem finde icn das derzeitige nasse Sturmwetter sehr unangenehm. Deshalb will ich jetzt, dass der Winter mal langsam die Biege macht. Und um ihm den Abschied zu versüssen, hab ich ihm ein hübsches Abschiedskleid genäht. Das offizielle letzte Kleid dieses Winters.

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Über Nacht ist der Winter hier nochmal mit Volldampf zurückgekehrt und hat viele cm Schnee dagelassen. Dadurch ist der öffentliche und private Nahverkehr praktisch völlig zum erliegen gekommen, so dass ich überraschend Fotos aus dem Home office statt aus dem Büro präsentiere. Naja, kuschelig genug für Schneetreiben ist das Kleid allemal.

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Ich war eigentlich schon fest in Richtung Frühling und Babykleidung unterwegs und begann in dieser Mission meine Nähecke aufzuräumen. Dabei fielen mir zwei Dinge in die Hand: 1.) 2 Meter eines Polystrickstoffs in dunkelblau, die ich mal zum Spottpreis bei Alfatex mitgenommen hab und die einen ziemlichen Platzbedarf in meinem Stofflager hatten. 2.) Der Schnittquelle-Schnitt Stans (Direktlink leider nicht möglich), den in vor kurzem mal so auf Verdacht dort im Sale bestellt hatte. Wie hätte ich die beiden trennen sollen? Sie sind ein match made in heaven. Also habe ich meine Nähzeit am Sonntag der Vereinigung der beiden gewidmet. Und dabei ist, ganz flott und unkompliziert, dieses schöne Kleid rausgekommen.

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Ich habe den Schnitt gemäß meinem Hüft- und Brustmaß in Größe 40 bestellt und hätte normalerweise in der Taille dann Weite rausgenommen. Beim Nähen hab ich gemerkt, dass ich zumindest bei sehr elastischem Stoff insgesamt mit 38 auskommen würde. Da es nun aber doch noch am Bauch zum Einsatz kam, hab ich aber alles ohne Änderungen belassen, nur an den Raglannähten und unter den Armen musste ich was rausnehmen, das mache ich eigentlich immer, denn ich habe recht schmale Schultern. Ich würde auch die Abnäher am Rücken etwas nach innen verlegen, wenn ich es im nächsten Winter (*mitdemzaunpfahlwink*) nochmal nähe.

Da der Synthetikstrick sich locker auf seine dreifache Weite dehnen kann, passt er prima um den Bauch und die Brust. Allerdings hat er sehr unschön gekräuselte Overlocknähte produziert, die ich ziemlich lang glattdämpfen musste (er ist auch wirklich eher von der billigen Sorte, dafür hat er ne tolle Farbe). Diesen Effekt habe ich mir für die Säume zu Nutze gemacht und hier nur einen gedehnten Overlockrollsaum als Abschluss gewählt, der sich nun kräuselt.

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Den Kragen wollte ich mit etwas mehr Griff, als der Strick-Lappen zu bieten hatte und habe ihn deshalb mit einem dünnen Piquéjersey gedoppelt. Ich finde, das macht das Kleid insgesamt interessanter durch den Stoffkontrast am Kragen.

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Mein Fazit: Ein toller Schnitt, der seinen stolzen Preis allemal wert ist. Sehr unkompliziert zu nähen, gut anzupassen und schön im Ergebnis.

Ich gehe dann mal wieder an die Heim-Arbeit und reibe mir nebenher die Hände über den Triumph der Freiheit in Forschung und Lehre und den Mut der Uni Düsseldorf. Und danach schau ich mal, in welchen Wintergewändern die anderen Damen dem Schnee-Sturm trotzen. Catherine ist ja sehr mit mir einig, was den baldigen gewünschten Auszug des Winters anbelangt…

7 Sachen

Ich schaffe es endlich auch mal wieder: 7 Bilder von 7 Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe – nach einer Idee von Frau Liebe.

1. Ein aufgetautes und immernoch sehr leckeres Zimtschneckchen mit Butter bestrichen.

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2. Ein Brot gefaltet.

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3. Meinen Garnrollenhalter endlich in Betrieb genommen und dabei festgestellt, dass ich ziemlich viele Braun – und Grautöne besitze, die ich praktisch nie benötige und dafür ganz schön dünn bestückt bin in den Blautönen, die quasi ständig gebraucht werden…

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4. Eine lang gehegte Idee umgesetzt: Wir bekommen viele Postkarten. Insbesondere im vergangenen Jahr, da es auf unserer Hochzeit eine Postkarten-Aktion gab. Mangels eines festen Ortes hingen die dann immer im Einkaufszettel-Notizen-Kassenzettel-Chaos am Kühlschrank, bis sie irgendwann in eine Kiste wanderten. Nun haben sie einen neuen Ort und zieren einen der Balken in unseren Dachzimmern, wo man sie nun vom Schreibtisch aus bewundern kann.

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5. Die Finger- und Zehennägel auf Vordermann gebracht.

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6. Öhm ja, recht zielgenau AUF eine Stecknadel genäht – ist der Maschine egal, aber der Stecknadel nicht so. Sie hat jetzt ziemlich Rücken und versagt mir für die Zukunft den Dienst…

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7. Im Nähchaos nichts mehr wiedergefunden und deshalb die Nähecke einer gründlichen Ordnungsmission unterzogen. Das Stofflager ist damit nun auch wieder sortiert und übersichtlich (und voll…). Ich habe auch ein paar Stoffstücke aussortiert, die jetzt auf einen bald zu organisierenden Siebenhundertsachen-Flohmarkt warten.

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