Des Minimenschen neue Kleider #1

Nachdem ich nun schon mehrfach im Real Life freundlich mit Zaunpfählen gegrüßt wurde ob der Tatsache, dass noch KEIN EINZIGES minikleines Kleidungsstück hier zu bewundern war, dachte ich, ich schreib mal was zur avisierten Bekleidung des Minimenschen.

Wir bemühen uns sehr erstmal nix an Babysachen neu zu kaufen. Ein paar Strampler fanden sich tatsächlich noch aus unserer eigenen Kindheit bei meinen Eltern. Außerdem einige Kinderstoffe und zwei Jahrgänge Knippie-Hefte aus den 80ern. Einen ganzen Schwung Sachen habe ich gebraucht von unserer lieben Sekretärin Frau V. bekommen. Und einiges habe ich recht günstig im Online-Auktionshaus erworben.

Warum gebraucht?

Zum einen finde ich es schlicht Verschwendung in einem Land, in dem mehrheitlich Einzelkinder wohnen, neue Säuglingssachen zu kaufen. Ist ja nicht so, als hätte ein einziger Säugling auch nur annähernd die Chance seine Klamotten in Größe 50/56 abzunutzen, bevor er ihnen entwachsen ist.

Darüberhinaus hätte ich ein schlechtes Gefühl dabei, zu wissen, dass mein Kind total süß eingekleidet ist, um den Preis der Schulbildung und Chance auf besseres Leben eines Kindes am anderen Ende der Welt. Dann haben gebrauchte Sachen ja auch den Vorteil, dass sie schon vielfach gewaschen sind und damit weit weniger Schadstoff-belastet als neue Sachen. Denn: alle Babysachen in zertifiziert bio & fair neu zu kaufen, das würde dann doch unser Budget sprengen.

Und das ist natürlich auch ein Grund. Gebraucht ist unbestreitbar günstiger und wenn ich die Wahl hab, zwischen sparen für des Minimenschen Bildung, Musikinstrument oder Auslandsaufenthalt oder Geld ausgeben für winzig kleine Markensachen, da denk ich doch keinen Wimpernschlag da drüber nach.

Ein paar Sachen wird es, so hört man, ja auch geschenkt bekommen. Das sollte doch reichen an „was eigenes“. Und ein paar Sachen bekommt es auch ganz speziell für es gemacht. Schön bunt, geschlechtsneutral (weder rosa noch hellblau betreten diese Wohnung) und – das dann schon – GOTS-zertifiziert oder eben geupcycled aus unseren T-Shirts.

Ich hab mich bisher schwer getan, genähtes für den Minimensch zu zeigen, denn ich weiß ja noch nichtmal, ob ihm die Sachen passen und mir dann auch gefallen. Außerdem bin ich jetzt bisher auch noch nicht sonderlich innovativ in der Schnittwahl gewesen… als Fachfrau an der Babysachenfront sehe ich mich nicht unbedingt. Aber gut. Schauen wir mal den ersten Schwung der Kollektion an:

2 Hosen nach Zwergenverpackung Vol. 2, die Kuschelhose in Gr. 50/56. Die bunten Stoffe habe ich von meiner Schwester geschenkt bekommen, die Bündchenware ist aus einem Bündchenware-Sparpaket von ich-weiß-nicht-mehr-wo, das auch schon einige meiner Schlafanzughosen bestückt hat. Das Futter beider Hosen sind jeweils recycelte T-Shirts vom Papa in spe.
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2 Bodys nach Schnabelinas Regenbogenbody-Schnitt, Gr. 56. Diesmal aus T-Shirts von mir, ergänzt um Bündchen aus GOTS-Jersey. Beide haben noch keine Knöpfe. Ich hatte erst an Kam Snaps gedacht, fand die aber dann an einem Probeteil nicht so überzeugend für Jersey. In den Schnittmustern sind meist 8mm Jerseydrücker angegeben, ich wollte aber lieber welche, die nur ein Ring sind. Die hab ich jetzt mal in 10mm bestellt und warte noch auf die Lieferung.
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1 Mütze nach dem Tutorial von sew liberated, das minnies mir empfohlen hat. In kleinster Größe. Der bunt-gestreifte Stoff war – wer erinnert sich – mal ein misslungener Rock von mir. 1 Shirt, Gr. 56, ebenfalls nach dem Body-Schnitt, einfach ohne Unterteil. Und der Stoff, siehe oben, war mal ein Rock von mir, nur die Bündchenware ist neu.
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Ihr seht, auch bei selbst genähtem bin ich um Nachhaltigkeit bemüht und habe meine Kiste mit verzogenen, kurz gewordenen oder nicht mehr geliebten Kleidungsstücken genauestens nach verwertbarem Jersey durchsucht und bin vor allem bei den abgelegten T-Shirts des Gatten fündig geworden. Zum Glück hat der eh ein Faible für knallbunte Farben… da findet sich fast zu jedem Musterjersey ein passendes Futter…

Ich habe via dawanda hochgradig praktische Größenetiketten zum Ankreuzen erworben. Meistens gibt es die ja nur min. 20 in einer Größe und oft auch nur entweder Einzel- oder Doppelgrößen. Aber was soll ich mit 50mal Gr. 56, ich will doch keine ganze Säuglingsstation benähen… diese Etiketten zum ankreuzen finde ich da sehr viel praktischer.
So kann ich mir die Größen merken und auch bei einigen gebrauchten Sachen, wo das Schild schon ausgewaschen ist, nach Vergleichsprobe ein passend erscheinendes Etikett anbringen.

Mehr kleine Sachen demnächst mal. Ich hab da noch ein paar Knippie-Sachen fertig und in Planung.

Tag 5 – Finale

Heute konnten wir den Tag gemütlicher angehen, denn es stand nur noch putzen und Müll wegbringen auf dem Programm. Außerdem noch sehr viel Wäsche.

Aber jetzt erstmal Fotos vom Ergebnis. Unser neuer Schrank, der eigentlich ein Regal ist:

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Links der Tür, wo vorher meine Nähecke war

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Rechts der Tür - die ehemalige Schmuddelecke des Zimmers

Es ging bei dem Projekt darum, Stauraum zu schaffen, für all den Kram, den wir in unseren Dachgeschosszimmern bisher offen in Regalen, Kisten und rumstehend lagerten. Zusätzlich natürlich neuer Platz für die Sachen des Minimenschen. Dabei sollten folgende Bedingungen erfüllt sein: Den Platz trotz Schräge optimal ausnutzen, weitgehend ‚child proof‘ sein, nicht allzu teuer und nicht gänzlich nur in dieser Wohnung nutzbar. Nach einer denkbar knappen Recherche zu angepassten Schrägen-Schränken war klar, dass diese Option nicht in Frage kommt. Auch einen Schrank komplett zu bauen, haben wir verworfen. In einer Mietwohnung extra angepasste Möbel zu bauen, schien uns wenig zielführend. So kamen wir schnell auf den Trichter, dass eine Regalkombination Sinn machen könnte. Wir entschlossen uns für IKEA-Hacking und das Alltime-Standard IVAR.

Natürlich passen die verfügbaren Leiterlängen nicht exakt. Die längste Grösse (2,26) würde in dem Raum nur genau in der Mitte passen – uns blieben also nur die zwei Maße 1,79 und 1,24 – mehr bietet das abgespeckte Sortiment nicht mehr. Folglich haben wir die Leitern individuell zugesägt. Die kürzeste Leiter ganz links in der Ecke ist unter 40cm lang, die langen neben der Tür 1,79.

Wir haben einige Wochen lang alles abgegrast, was sich an gebrauchten Teilen in der Umgebung aufkaufen ließ und außerdem Bretter und Leitern von Eltern und Schwiegereltern bekommen. Neu kaufen mussten wir nur einen Schrank (links) & eine Kommode (rechts). Folglich eint unser Schrank nun Elemente aus den späten 70ern bis heute. Daher sind sie farblich auch recht unterschiedlich, aber das wird sich ja geben.

Die Kommode mit den kleinen Fächern war pottenhässlich OP-grün lackiert. Nach Anschliff hab ich sie 3mal weiß lackiert- leider ist fast nichts so schwer wieder auszubügeln wie ein mit viel Liebe und Dilletantismus erfolgter Lackanstrich-perfekt ist das Ergebnis nicht. Alle anderen Teile hat Herr Siebenhundertsachen z.T. sehr mühsam abgeschliffen und ich hab sie danach geölt.

Die Schränke links der Tür fassen nun grob den Bereich „werkeln“ . Hier ist nun mein Stofflager, meine Schnitte und Nähzeitschriften. Die weiße Kommode enthält Bastelsachen und Kurzwaren. Darüber ist die Fotolabor-Ausstattung des Gatten eingezogen.

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Rechts der Tür ist weitgehend Minimensch-Zone. Die Kommode ist seiner Kleidung zugedacht, der Schrank darüber fasst Decken und zugehörige Bezüge, Schaffelle und anderes. Ganz außen das kleine Regal, soll mal Kisten mit Spielzeug enthalten.

Leider fehlen uns noch passende Holzkisten für die kleinen Ecken. Es gibt nirgendwo welche in 50 tief und 40 breit. Ich werde daher wohl noch welche basteln müssen – eine Idee hab ich schon.

Das Zimmer ist einmal dem Minimenschen zugedacht, aber erst, wenn er unserem Schlafzimmer entwachsen ist. Zum Glück muss icn selbst dann nicht auf eine Nähecke verzichten. Ein Alternativplatz ist schon ausgeschaut. Erstmal bleibt sie aber noch im MuFuZi, sie ist an die gegenüberliegende Wand, neben das Fenster umgezogen.

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Auch unsere Instrumente dürfen noch etwas bleiben, bevor der Minimensch ihnen gefährlich wird…

Ich bin sehr zufrieden. Das Zimmer hat deutlich an Ordnung und Stauraum gewonnen. Einiges wurde entsorgt, Kram aus anderen Zimmern untergebracht, ein Grundstein für die langsame Evolution vom Gäste-Näh-Musik-Zimmer zum Kinderzimmer ist gelegt.

Nebenbei sind damit nun auch die anderen Räume bewohnbar geworden, so dass wir nun die restlichen Urlaubstage genießen können.

Tag 4

So langsam wird es. Nach einer Runde Eier färben und Wäsche aufhängen wurde heute nun der Schrank eingeräumt. Endlich ist mein Stofflager gut verstaut und auch die Bastelsachen sind sortiert und in Schubladen und Schränken verstaut. So manches, was bisher an anderen Orten im Wege stand, hat nun einen echten Platz. Zum Beispiel die Fotoentwicklungsausstattung von Herrn Siebenhundertsachen oder das eine oder andere herumfliegende Notenblatt. Die Kommode und der Schrank des Minimenschen sind noch leer und warten, dass alle kleinen Klamotten aus der Wäsche kommen. Ein bisschen Platz hat der Schrank noch – aber der darf ruhig erstmal als Puffer dienen. Was bisher lose und in Regalen im Zimmer war, ist nun verstaut.
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Ein Scheitern auf der ganzen Linie, war allerdings der Baumarktbesuch. Wir wollen das Holzlager mit OSB-Platten verkleiden. Eine Platte hatten wir noch und wollten nun passend noch zwei weitere besorgen und zuschneiden lassen … tja. Leider gab es nur das falsche Maß und zugeschnitten werden die auch nicht… also sieht das Holzlager nach wie vor so aus:
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Außerdem wollten wir Holzkisten besorgen, für die Stellen, an denen Regal ohne Türen ist. Leider hat die Holzkisten-Auswahl doch stark abgenommen und unser gewünschtes Maß von 40*50cm Grundfläche, das den Platz optimal ausnutzen würde, gab es gar nicht. Deshalb gibt es nun leider noch solche Schmuddelecken:

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Weiß jemand, wo man günstig Holzkisten in 50 tief, 40 breit und 20-30 hoch herkriegen könnte?

Ansonsten steht nun für morgen das große Putzen an, denn sowohl das MuFuZi als auch alle anderen Zimmer sind noch ziemlich baustellig anmutend. Und wenn dann das eine Zimmer geschafft ist (und die Anstellkammer als Bonus) – dann steht uns in 2-3 Wochen noch das Arbeitszimmer bevor, das tritt nämlich einen Teil seines Inhalts an den neu hinzugewonnenen Keller ab…

Veggieblogtag #12: Pizza Diavolo

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Der Veggieblogtag unterstützt die VeBu-Aktion “Donnerstag=Veggietag“. Jeden Donnerstag gibt es hier bei mir, und bei allen BloggerInnen , die mitmachen wollen, etwas themenbezogenes zu lesen, Rezepte, Tipps, lesenswertes. Wer Lust hat darf gern mitmachen und auch das Bild aus der Seitenleiste mitnehmen. Hinterlasst gern einen Kommentar. Alle Rezepte pinne ich auch bei Pinterest auf dieses Board. Mehr Infos zur Aktion auch in diesem Blogpost. Ich freue mich sehr über eure Beteiligung.
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Hallo liebe Donnerstags- und Immer-Vegetarier!

Es gibt viele Sorten leckere Pizza, die vegetarisch ist. Ich weiß das. Trotzdem vermisse ich Pizza Diavolo und Pizza Sucuk ( an sich schon pervers. Weiß ich auch. ) Ich mag einfach fetttriefende, scharfe, salzige Pizza. Ich habe mir also eine entsprechende vegetarische Variante ausgedacht, die diese Gelüste erfüllt.

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Für 3 große Pizzableche:

Teig
300g Vollkornmehl
50g Dinkelmehl 1050
50g Sojamehl
3 EL Olivenöl
15g frische Hefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
200ml Wasser

Belag
3-4 Tofubratwürstchen scharf (Sombrero von Taifun z.B.)
1 Zwiebel
1 Paprika
2 Chilis
3 Zehen Knoblauch
1 Dose Tomaten
Pizzakräuter
Salz
Pfeffer
Zucker
250g Ger. Käse

Der Teig braucht min. 2 Std. Vorlauf. Besser ist jedoch, ihn langsam im Kühlschrank gehen zu lassen, dann braucht er 8 Std. wird aber sehr viel knuspriger.

Die Hefe und den Zucker im lauwarmen Wasser auflösen. Dann erstmal so 170ml davon mit Mehl, Salz und Öl zu einem glatten Teig verkneten. Prüfen, ob der Teig noch zu trocken ist, dann noch mehr Wasser-Hefe-Mischung zugeben. Aber vorsichtig. Klebrig darf er nicht werden. Kräftig so lang kneten, bis der Teig schön elastisch ist. D.h. wenn man mit dem Finger reinpiekt, sollte sich die Delle schnell wieder schließen. Den Teig nun entweder 1,5 Std. bei Zimmertemperatur oder 6-7 Std. im Kühlschrank in einer verschlossenen Schüssel oder einem verschlossenen, großen Gefrierbeutel gehen lassen. Auf jeden Fall rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, dass er sich vor dem ausrollen aklimatisieren kann.

Den Ofen auf 230 Grad vorheizen.

Für den Belag die Tomaten mit 1 Zehe Knoblauch, Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker und reichlich Oregano pürieren.

1 weitere Zehe Knoblauch auspressen und mit einigen EL Olivenöl mischen – beiseite stellen.

Die Bratwürstchen nach Geschmack in feine Scheiben oder grobe Würfel schneiden und mit der dritten Zehe Knoblauch in Öl kurz anbraten.

Zwiebeln in Ringe, Paprika in Streifen, Chili in feine Würfel schneiden. Nach Geschmack kann man auch noch Champignons in Scheiben schneiden.

Nun den Pizzateig in 3 Portionen teilen, sehr dünn ausrollen (das geht, trotz Vollkorn hervorragend) und belegen. Zuletzt, noch nach dem Käse, jeweils mit einigen Tropfen Knoblauchöl beträufeln.

Auf der untersten Schiene ca. 10-12 Minuten backen. Knusprig, scharf, vegetarisch…

Tag 3

Auf Grund einer quasi schlaflosen Nacht, war ich heute eher nicht so zu gebrauchen. Nachdem ich heute morgen die zweite Hälfte der Abstellkammer des Schreckens aufgeräumt hatte und wir die Schwedentour zur Beschaffung der fehlenden Teile hinter uns hatten, musste ich erstmal schlafen. Zum Glück habe ich einen tollen Gatten, der derweil den neuen Schrank geschliffen und den Rest der Regalschrankwand aufgebaut hat. Nun steht sie fix und fertig da und wartet darauf, befüllt zu werden.

Naja, fast fix und fertig. Das Op-Kittel-Grün hat sich immernoch nicht geschlagen gegeben. Deshalb habe ich heute abend die Schubladen der Kommode nochmal lackiert. Sie trocknen nun und werden dann morgen auch befüllungsfertig sein.

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Schon eingerichtet ist hingegen der Nähtisch am neuen Platz. Endlich konnte ich auch meinen Garnrollenhalter montieren.

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Morgen früh werden also erstmal Stoffvorrat, Bastelutensilien, Fotoausstattung und Dekokram einziehen. Und danach werden die Kleidungsstücke des Minimenschen ein-zwei Ründchen in der Waschmaschine drehen. Derweil wird Herr Siebenhundertsachen zur Abwechslung mal wieder den Baumarkt visitieren. Denn das Holzlager braucht noch eine ordentliche Verkleidung.

Tag 2

Herbe Rückschläge: 1. Es mussten doch noch ein paar Teile geschliffen werden. 2. Uns fehlt was – so ein Mist, doch nochmal zum Schweden morgen früh…

Wegen des Schleifens war ich heute morgen zur Untätigkeit verdammt. Hab die Zeit genutzt, um meine Tomaten zu pikieren und in Einzeltöpfe auszupflanzen, nun warten sie am Wohnzimmerfenster auf Wärme und Sonne. Außerdem habe ich ca. die Hälfte der Abstellkammer des Schreckens aufgeräumt. Hat auch was. Jetzt finden wir auch unsere Vorräte und Putzmittel wieder.
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Nach dem endgültigen Ende des Schleifens, musste natürlich erstmal geputzt werden. Puh, Staub allüberall. Danach konnte ich die Regalteile ölen. Dabei hätte mir eigentlich schon auffallen müssen, dass wir einen falschen Schrank gekauft haben. Ist es aber nicht. Erst nach dem ölen. So ist unser Arbeitszimmerschrank nun schneller bei uns, als eigentlich geplant… dumm gelaufen…

Nachdem das Öl eingezogen war, konnten wir endlich endlich mit der Montage beginnen. Die Hälfte ist nun montiert. Danach habe ich noch mein Bastelregal ausgemistet und zusammensortiert, so dass wir es morgen früh demontieren und an seinen Platz den Nähtisch stellen können. Dann fehlt natürlich noch die zweite Hälfte des Regalaufbaus, ein Schrank und ein Brett sind erst noch zu besorgen. Wir liegen also nicht sehr gut im Plan – haben aber zum Glück einen Puffertag eingeplant. Jetzt bin ich ziemlich erschöpft nach so viel räumen, bauen, umdisponieren…

Tag 1

… der Umräum- und Aufräum-Mission ist geschafft. Und er stand unter dem Leitmotto „kreative Zerstörung“ -> frei nach Schumpeter muss erst das alte zerstört werden, bevor neues entstehen kann. In diesem Fall mussten wir erstmal sehr viel Chaos veranstalten, damit wir dann die gewünschte neue Ordnung entstehen lassen können.

Zunächst nochmal zur Erinnerung, hier hatte ich das Zimmer in seiner alten Form schon einmal gezeigt. Die neue Schrank-Regal-Wand soll an die Wand in der die Tür ist, also dorthin, wo bisher der Nähtisch stand. Der wird wiederum an die gegenüberliegende Wand umziehen. In letzter Zeit sah das Zimmer allerdings eher wie eine Abstellkammer aus. Überall standen Sachen herum, die schon für den Minimensch sind, oder die woanders keinen Platz fanden. Daran soll sich  nun also was ändern. Alles was dort bisher lose oder in offenen Regalen stand, soll in die Schränke umziehen oder anderweitig untergebracht werden, damit das Zimmer „child-proof“ ist, denn auch wenn der Minimensch erstmal noch kein eigenes Zimmer braucht, irgendwann wird er mal dort einziehn und vorher auf jeden Fall schon seine Sachen.

Hinter dem Stoffregal und der Kommode befindet sich auf ganzer Breite unter der Schräge unser Holzlager, das neben rohem Holz auch gerade nicht benötigtes Mobiliar enthält. Dieses wurde zunächst heute morgen komplett aus- und wieder eingeräumt, so dass es jetzt auch noch unser altes Bett und einige weitere bisher lose herum stehende Bretter fasst.

Danach haben wir alles aus dem Zimmer rausgeräumt, was nicht staubig werden soll. Also insb. mein Stofflager und die Nähmaschinen und all die Sachen für den Minimensch, die bislang schon eingezogen waren und dort oben in Tüten und Schachteln auf ihre endgültige Verstauung warten. Dieser ganze Kram wohnt nun in unserem Arbeitszimmer nebenan – so dass man dort nun keinen ungehinderten Schritt mehr machen kann.
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Dann konnte ich schonmal eine Autoladung ausrangierte Verpackungen und sonstigen Kram zur Deponie fahren. Sehr befreiend! Herr Siebenhundertsachen ging derweil mit der Schleifmaschine zu Werke und hat alle die Regalteile aus verschiedenen Epochen geschliffen.
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Die Regalteile sind teilweise 30 Jahre alt, da war ein bisschen aufhübschen schon angesagt. Nun sehen sie sich auch eher von der Farbe her ähnlich, denn manche sind ja auch neu oder fast neu.

Nun legt sich langsam der Staub, auf dass er morgen früh weggeputzt werden und das Regal Form annehmen kann.

Lagebericht 11/2013

Urlaub, ole, ole! Ab heute habe ich zwei Wochen frei. Juhuuu. Bis ich so weit war habe ich auch brav ganz viele Büro-Tasks erledigt. Und aufs Wetter geschimpft. In einem fort und dauernd. Ich krieg von dem kalten Wind Kopfschmerzen und bin die gaaaaanze Zeit müde. Als es Mittwoch schon wieder schneite, wollte ich am liebsten weinen. Aber lassen wir das. Irgendwann wird es besser – in einer Woche, in zwei, nächstes Jahr…

Das bisschen Haushalt: arg, ein rotes Tuch. Es ist einfach zu voll mit Umräumkram, man kann sich derzeit hier kaum um sich selbst drehen. Da ist putzen quasi unmöglich. ABER!!! ICH HABE DIE FENSTER GEPUTZT! So, das wiegt alles andere auf. Oh, und den Ablagestapel abgeheftet. Erledigungskarma erfolgreich vom Geschirrberg auf der Spülmaschine abgelenkt, würde ich sagen.

Räum- und Wohnungskommando: Montag gehts los mit großem Umräumen, nichts im MuFuZi wird sein, wie es war. In Vorbereitung hierauf habe ich schon eine olle Kommode weiß lackiert, eine zweite wartet noch auf Klarlack. Außerdem wurden mir einige Regalfragmente per Bruderexpress zugestellt, weitere beim blau-gelben Möbelhaus erworben und weitere werden morgen bei der Schwiegermutter eingesammelt. Außerdem hab ich schon das Stoffregal ausgeräumt. Und einen Plan gemacht. Also zwei. Einen Regalplan und einen Arbeitsplan. Wir stehen in den Startlöchern, auf dass alles Chaos ganz adrett im Schrank verschwindet und ganz nebenher auch noch das ein oder andere Stück den Weg zur Deponie.

Handarbeiten: war nicht möglich. Bisschen gestrickt und einen Jeansrock für die Tonne produziert. Für mehr hat’s nicht gereicht und wird es auch noch mindestens eine Woche nicht. Allerdings begeben wir uns morgen auf lange Autofahrt, stricken wäre also möglich.

Gesehen und gelesen: eine nette Mail von B., die mir Bücher anbietet und der ich schändlicherweise noch nicht geantwortet hab. Liebe B. Danke! Ich melde mich! Den aktuellen Deutschlandtrend, der zum Ergebnis kommt, dass 52% der Deutschen eine große Koalition für die wünschenswerteste Regierung halten. SPINNEN DIE? Und wieder mal muss man sich fragen, in welchem Land wir hier leben und warum man keinen Eignugstest zum wählen dürfen absolvieren muss. Viel über Zypern. Außerdem diesen wunderbaren Extra3-Beitrag zur Familienpolitik und diesen Ausschnitt aus der heute-Show zum Armuts- und Reichtumsbericht.

Für die kommende Woche steht großes Umräumen an. Ausserdem wollen wir noch die Arbeitsplatte in der Küche schleifen, meine Tomaten müssen endlich in größere Töpfe und die Steuererklärung lauert. Ich fürchte, die Osterdeko fällt dann wohl aus. Aber bei dem Weihnachtswetter kann ich mich dazu eh nicht aufraffen…

Freitags in Bus und Bahn

Auf meinem Gleis steht ein Thalys. Anstatt eines Regionalexpress nach Minden/Westfalen. Ob das die Kompensation für die versuchte Entführung nach Herne letzte Woche ist?

Diese Woche ist mir eingefallen, dass man früher Leute ausrufen ließ. Und zwar ganz normale erwachsene Leute, die man erreichen musste, nicht nur Eltern, die versuchen ihre Kinder im Småland auszusetzen. Eigentlich sehr viel angenehmer als heute, man musste nur anhören, dass jemand sich melden soll, nicht auch noch das ganze daran anknüpfende Telefonat. Denn heute beobachtet man ja im ÖPNV immer wieder das Phänomen der „unsichtbaren Telefonzelle“. Menschen scheinen in einem abgeschlossenen Raum, der sie von Zuhörern abschirmt, zu sitzen und zu telefonieren, allerdings können nur sie selbst diese Telefonzelle wahrnehmen. Für die Mifahrer ist sie unsichtbar und leider auch wirkungslos. Und so denkt der arme Telefonierer, er sei geschützt vor unliebsamen Ohren, während er seiner Sekretärin schnell mal das Passwort für seinen Rechner durchgibt, mit dem Kollegen noch schnell die Kandidaten für die ausgeschriebene Stelle durchspricht oder seinem Kumpel vom Ende des letzten Besäufnisabends berichtet. Wobei offenbar noch anderen außer mir diese tragische optische Täuschung aufgegangen sein muss, denn diese Woche habe ich insg. 4 Personenrufe vernommen. Bzw. 3 und ein vermuteter. Der letztere war auf türkisch. Kann also auch ne Mutprobe oder so gewesen sein. Ich erwarte jedenfalls jetzt auch demnächst mal wieder Meldungen im Radio, die verkünden, dass „Herr Sorowski, derzeit unterwegs auf der A45 nach Frankfurt möge bitte seine Mutter anrufen.“

Und da ich glücklicherweise nicht mehr freitags durch halb NRW muss, sondern ganz im Gegenteil, ab morgen erstmal Urlaub hab, gibt’s heute, liebe LeserInnen, auch nur dieses kurze Bahnerlebnis. Dumm für euch, schön für mich.

Veggieblogtag #11: Hirse-Gemüse-Auflauf

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Der Veggieblogtag unterstützt die VeBu-Aktion “Donnerstag=Veggietag“. Jeden Donnerstag gibt es hier bei mir, und bei allen BloggerInnen , die mitmachen wollen, etwas themenbezogenes zu lesen, Rezepte, Tipps, lesenswertes. Wer Lust hat darf gern mitmachen und auch das Bild aus der Seitenleiste mitnehmen. Hinterlasst gern einen Kommentar. Alle Rezepte pinne ich auch bei Pinterest auf dieses Board. Mehr Infos zur Aktion auch in diesem Blogpost. Ich freue mich sehr über eure Beteiligung.
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Hallo liebe Donnerstags- und Immer-Vegetarier!

Wie bereits hier und da mal erwähnt, bin ich ein großer Fan von Hirse. Sie ist extrem reich an Nährstoffen und rundum gesund und sehr vielseitig. Deshalb gibt es heute ein Gericht, das ich so ähnlich schonmal im Wochenrückblick hatte, das es bei uns aber sehr oft gibt und dem ich deshalb hier nochmal eine Plattform bieten möchte  – diesmal in der winterlichen Variante, mit großteils derzeit nicht eingeflogenem Gemüse. (Ich habe außerdem festgestellt, dass die Gerichte aus den Wochenrückblicken nur schwer später zu finden sind und auch doof zu pinnen, deshalb fließen die Highlights jetzt nach und nach auch in den Veggieblogtag ein, damit auch meine eigene Rezeptsammlung hier übersichtlicher wird. )

Hirse-Gemüse-Auflauf

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Für 4 Personen braucht man: 150g Hirse, 1 Zwiebel, 1 Karotte, 1 Paprika,  1/2 Stange Lauch, 1 Handvoll TK-Erbsen oder Stangenbohnen, 1 kleine Dose Mais, 1 Knoblauchzehe, 1 Chili nach Geschmack, 1 Dose Pizzatomaten, 1 Schuss Sahne, 1 Stück Feta, 100g geriebener Käse.

Die Hirse mit der doppelten Menge Wasser aufsetzen, gut salzen, aufkochen lassen. Flamme runterstellen und 15 Min. quellen lassen. Dabei den Deckel geschlossen halten und nicht rühren, sonst wird die Hirse klebrig anstatt körnig.  In der Quellzeit das Gemüse in feine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe und die Chilischote fein hacken. Alles in Olivenöl anbraten. Mit reichlich Provence-Kräutern (oder italienischer Kräutermischung) und Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß würzen. Die Kräuter machen hier die Musik. Nun die Tomaten dazu geben, 1 Tl Zucker dazu und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Gemüse fast gar ist. Dabei immer wieder Wasser zugeben, damit es eine sämige Sauce bleibt. Am Ende der Garzeit die Hirse unterrühren, einen Schuss Sahne dazugeben und das ganze in eine Auflaufform verfrachten. Den Feta drüberbröseln und den Käse drüberstreuen. Für 10 Min. bei 220 Grad überbacken.

Wenn kein Feta im Haus ist, tut es auch die doppelte Menge geriebener Käse, alternativ kann man auch eine Mischung aus Käse und Schmand drübergeben oder Mozzarella oder Parmesan statt Feta verwenden. Für die kindertaugliche Variante kann man die Chili weglassen! Reste lassen sich super einfrieren und später einfach in einer Auflaufform im Ofen auftauen.