Lagebericht 10/2013

Erstmal kann ich alle, die gestern schadenfreudig mit mir den ÖPNV durchlitten haben beruhigen. Ich bin tatsächlich nach Hause gekommen. Allerdings nicht mit der deutschen Bahn. Die wollte mich weiterhin nur zu attraktiven Pott-Klischee-Städten transportieren, da hab ich dann lieber gleich die Straßenbahn genommen, meine Tante in Gelsenkirchen zum Abendessen heimgesucht, geplant allerdings, und dort sowohl Herrn Siebenhundertsachen als auch das Auto getroffen. Ich schließe die Woche dennoch versöhnlich. Nachdem das Wetter wirklich so gar nicht geht und ich auch von der Kälte die ganze Zeit Kopfschmerzen habe, ohnehin schlecht schlafe und im Büro deshalb ständig unkonzentriert bin, fällt mein Wochenresümee doch erstaunlich positiv aus.

Das bisschen Haushalt: machte sich diese Woche tatsächlich irgendwie von allein. Es ist Samstag und so gut wie alles ist schon erledigt. Skandal. Wo ist das übliche Chaos? Besser nicht nachfragen, sondern genießen.

Wohnung: Ein weiterer schrömmeliger Schrank bevölkert Platz wo er nicht hingehört. Wir sind guter Dinge durch gebraucht-Suche und gesammelte Eltern-Restbestände fast unsere ganze Regal/Schrank-Wand im MuFuZi ohne Neukauf zu realisieren. Und die paar Teile, die es noch braucht, werden diese Woche beim Schweden erworben, denn da gibt’s 10% mit Bezahlkarte – falls man 150 Euronen zahlen muss, schauen wir mal, ob wir das müssen. Die beiden gebrauchten Schränke müssen vor dem verbauen noch angeschliffen und lackiert werden, denn in Seewasser-Türkis-Matsch-Farben werde ich sie sicher nicht tolerieren. Außerdem wird heute unsere Dusche neu silikoniert, das ist nötig, wie zum Glück auch unsere Vermieterin eingesehen hat.

Garten: Ja, das Wetter und so… eigentlich wollte ich schon die ersten robusten Gesellen wie Rucola und Radieschen auf der Fensterbank pflanzen. Aber da weilt ja noch Schnee in den Blumenkästen. Trotzdem plane ich für’s Wochenende schonmal eine Entschneeungs- und Entrümpelungsaktion der Blumenkästen. Außerdem sind die gesäten Indoor-Tomaten und -Chilis nun bereit pikiert zu werden und auf die Wohnzimmerfensterbank umzuziehen.

Handarbeiten: Neben erfolgreicher Fertigstellung meines ersten (!) Knotenkleids am Sonntag beim Nähkränzchen. Hab ich schon fast die Baby-Hängematte fertig, irgendwann demnächst mehr davon – es fehlt noch die Matratze und das Aufhängseil, daher erstmal noch keine Fotos. Außerdem hab ich mir noch ein Unterkleid genäht, in der Erwartung der baldigen Jerseykleid-Saison und eine kleine Hose. Auch zu den kleinen Sachen demnächst mehr, gerade komm ich nicht recht zum Fotos machen und so. Wenn ich nächste Woche Nähzeit hab, dann gibt’s einen Jeansrock – und dann muss ich mich irgendwann mal an das Hochzeits-Gast-Kleid wagen. Aber davor hab ich Bammel! Erstmal ist heute Stoffmarkt in Bochum – ich werd nur mal ganz klitzikurz drüber schlendern – denn eigentlich kommt die Tage auch noch ein RIESEN-Paket von Stoff und Stil. Mein Pulli ist bald bis zur Abteilung der Ärmel vom Ausschnitt gewachsen – ich mag ihn sehr, die Anleitung weniger und stricke gewohnt langsam daran vor mich hin.

Gelesen und gesehen: Tatsächlich und eigentlich zufällig, das „Buona Sera“ des neuen Papstes. Und natürlich das absolut lächerliche Tatort-Unding mit Til Schweiger. Nee, grässlich. Ich freu mich schon auf Wotan Wilke Möhrig und vermisse Cenk Baku ganz doll sehr. Ich müsste mal wieder in die Stadtbücherei oder auf den Flohmarkt, denn mein Büchervorrat ist weggelesen. So blieb es bei Blogs und Onlinemedien.

Und sonst? Das Paper ist fertig revidiert und abgeschickt. Yeah. Riesengebirge fällt von meinem Arbeitsberg. Außerdem hatte ich gestern meine letzte Vorlesung für über ein Jahr. Langsam lichtet sich der Arbeitswald. Noch zwei Gutachten schreiben und dann das Büro ausräumen. Komisches Gefühl, dass bald das Semester startet ganz ohne mich. Den Rest der Arbeitswoche habe ich mit streiten mit verschiedenen Personalsachbearbeiterinnen verbracht. Öffentlicher Dienst ist zuweilen von Irrenanstalt nicht zu unterscheiden. Mutterschutz anzumelden ist auf jeden Fall nicht wesentlich einfacher, als den Passierschein A38 zu bekommen. Aber es scheint mir, ich hab gewonnen. Zumindest diese Runde. Entsprechend kann ich mich zurücklehnen, auf diese Erfolge schauen und meine Erledigungskräfte aufladen, denn der alljährlich Abheftemarathon vor der Steuererklärung lauert im Arbeitszimmer…

Ein Gedanke zu “Lagebericht 10/2013

  1. 101dingein1001tagen schreibt:

    Das klingt doch total nach einer supererfolgreichen Woche!
    Ich bin total gespannt auf zwei Dinge: Auf die Babyhängematte und darauf, wie die Wand voller Schränke nachher aussieht. Lässt du uns nachher gucken?

Danke für deinen Kommentar! Ich freue mich sehr darüber!

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