Me made Mittwoch: Knotenkleid

Hallo und herzlich willkommen zum Tag der schlechtesten Fotos des Jahres. Gerade als ich das Handy zückte und zu fotografieren ansetzte, fing es draußen an – zur Abwechslung mal wieder – wie wild zu schneien! Ich wollte eigentlich heute keinen Piep über das Wetter schreiben… aber ehrlich gesagt, das da draußen kann man ja schon nicht mehr Wetter nennen – eher postapokalyptische Endzeit-Witterung oder so… erinnert sich jemand an die Neuverfilmung von „Mit Schirm, Charme und Melone“ mit Uma Thurman? Ging es da nicht um Wetterbeeinflussung? Ich fürchte, der Bösewicht ist aus der Fiktion in die Realität entkommen! Trüge ich heute nicht ein neues Kleid, ich hätte alle Fotos auf der Stelle wieder gelöscht und den MMM verstreichen lassen!

Ich hatte bisher kein Knotenkleid. „Waaaas? Wie kann das sein? Es gibt MMM-Teilnehmerinnen, die kein Knotenkleid besitzen? Ist das nicht die Voraussetzung um mitmachen zu dürfen?“ Nunja. Zunächst mal hatte ich weder die entsprechende Knip, noch den entsprechenden Onion-Schnitt. Beide sind vergriffen und ich hab auch nicht ultra-intensiv danach gesucht, denn … in jeder Knip ist mindestens ein Jerseykleid-Schnitt. Zwei davon zählen zu meinen Standards und erfüllen den selben Zweck, wie bei anderen das Knotenkleid. Ich war glücklich und zufrieden…

Tja, und dann blätterte ich mich beim Schnittquelle-Sale so durch die Kleiderschnitte und BÄMS … ein Knotenkleid. Da schlug der olle Lemming in mir dann doch zu und schwuppdiwupp war ‚Ceduna‘ im Warenkorb. Und da ich ja nun im Moment vor allem Jerseykleider nähe, in der vielleicht irrigen Hoffnung, dass ich sie auch ohne Bauch noch werde tragen können, hab ich den Schnitt dann beim letzten Nähkränzchen mal in Angriff genommen.

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Der Stoff ist aus der Winterkollektion von Stoff und Stil. Gewohnt gute Qualität. Ich bin trotz 2cm Bauchzugabe im Bruch und Verlängerung mehr als reichlich mit 1,5m ausgekommen.

Die Anleitung ist -wie von Schnittquelle gewohnt- ziemlich sparsam gehalten. Das hat mich etwas gestört, denn ich war bis zum Ende nicht ganz sicher, ob ich alles richtig gemacht hab. Bei gedoppeltem und verdrehtem Oberteil hätte ich mir etwas präzisere Angaben gewünscht.

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Frau Pepita hat den Schnitt auch schonmal genäht und hatte die Möglichkeit, ihn mit dem Onion-Schnitt zu vergleichen. Sie schreibt, Ceduna sei im Rockteil schmaler geschnitten. Da ich sicher gehen wollte, dass mir das Kleid auch um die Kugel herum passt, habe ich im Stoffbruch des Vorderteils 2cm zugegeben und die Mehrweite in der vorderen Mitte in Falten gelegt. Außerdem schien mir das Kleid etwas kurz und ich habe den Saum um 4cm verlängert. Ansonsten saß alles auf Anhieb und ich bin sehr zufrieden.

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Die Flügelärmelchen gefallen mir sehr gut -auch wenn das natürlich noch nix für dieses Wetter ist. Aber mit Unterkleid und Cardigan geht es schon… ich boykottiere das Wetter jetzt einfach konsequent! Ich glaub ich nehm Ceduna in die Reihe meiner Standards auf.

Auf dem MMM-Blog begrüßt uns heute allen bösen Viren zum Trotz und aus dem Schneegestöber heraus Wiebke und ihrem Ruf folgen wieder viele schön bekleidete Selbstnäherinnen!

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