Die 15-Tage-Challenge

Da das auf- und ausräumen des MuFuZi ziemlich befreiend war, aber ich weder Zeit noch Energie habe, nun dauernd solche Riesenaktionen zu stemmen, habe ich mir vorgenommen, den gewonnenen Elan in eine kleine Aufgaben-Challenge zu investieren und so diverse Schmuddelecken anzugehen, die es schon lang mal nötig hatten. Ab dem kommenden Montag, bis zum offiziellen letzten Arbeitstag am 23.4. habe ich mir für jeden Tag eine kleine Aufgabe ausgedacht:

Mo, 8.4.: Schminkkommode aufräumen und überflüssiges gleich entsorgen.

Di, 9.4.: Strickprojektekiste durchsehen und sortieren, Stricknadeln sortieren, alles ins MuFuZi umziehen

Mi, 10.4. : Posteingangsstapel in der Küche wegsortieren.

Do, 11.4. : Postkarten aufhängen

Fr, 12.4.: Wohnzimmertisch aufräumen (auch unten drunter!)

Sa, 13.4. : Leergut wegbringen

So, 14.4. : Schreibtisch-Stapel sortieren und abheften

Mo, 15.4. : Fensterbänke Küche aufräumen

Di, 16.4. : Gartensachen sortieren, Töpfe spülen, Erde zusammenschütten

Mi, 17.4.: Kinderwagenbezüge waschen

Do, 18.4. : Kramansammlung auf dem Küchenbuffet wegräumen

Fr, 19.4. : Chaos auf der Schlafzimmerkommode wegräumen oder entsorgen.

Sa, 20.4. : Körbe mit Duschgel und Kosmetika aussortieren

So, 21.4. : Bürosachen wegräumen

Mo, 22.4. : Dekokram in die Abstellkammer wegsortieren

Ich habe bei meiner Planung grob einbezogen, wieviel Zeit ich am jeweiligen Tag ca. haben werde und ob ich z.B. so früh zuhause bin, dass ich was draußen machen kann.

Ich werde jeweils im Lagebericht am Samstag berichten, ob es geklappt hat, alle Aufgaben zu erledigen. Möchte sich vielleicht jemand anschließen? Viele dieser Schmuddelecken finden sich ja so oder so ähnlich in jeder Wohnung, da kann man sich bestimmt mit wenigen Abwandlungen eine eigene Challenge-Liste stricken. Wer auch sein Karma vom Ballast befreien und Raum fürs Frühjahr schaffen will, ist herzlich eingeladen!

Lagebericht 12/2013

Letzte Woche musste der Lagebericht wegen Familienbesuch ausfallen. Allerdings hatte ich ja auch schon weitgehend alle Tätigkeiten der Karwoche in täglichen MuFuZi-Berichten festgehalten. Diese Woche waren wir die meiste Zeit unterwegs, Familie besuchen und ein Kurzurlaub im Mittelgebirge (und damit im Schnee -juchee). Trotzdem will ich wenigstens ein bisschen berichten und ausblicken. Gestern in zwei Wochen beginnt mein Mutterschutz. Ein merkwürdiges Gefühl… Die nächsten beiden Wochen werden daher wohl mit Büro ausräumen und Abschied nehmen gefüllt sein. Ich bin derzeit beruflich zwar ohnehin in einer Phase , die mir den vorübergehenden Abschied ziemlich leicht macht, ich denke auch nicht, dass ich zuhause nix mit mir anzufangen weiß und die Arbeit schrecklich vermissen werde. Trotzdem ist es ja nun so, dass ich am 1. April vor 6 Jahren dieses Büro bezogen habe und seitdem eigentlich die meiste Zeit recht gern hingegangen bin. Und dann ist die Uni ja auch ein bisschen wie ein Kindergarten, der Jahresrhythmus ist recht starr vorgegeben. Vorlesungszeit, Ferien, Vorlesungszeit, Ferien. Jedes Winter – bzw. Sommersemester wiederholt sich ein Jahr später erneut. Zwischendurch forschen, Konferenzdeadlines sind auch jedes Jahr zur gleichen Zeit. Das schafft ein schön bequemes Gefühl von Sicherheit. Und genau das empfinde ich im Hinblick auf das Elternsein nun gerade nicht. Da gibt es noch keine einzige Routine, nichts was immer so war. Alles neu und ungewohnt. Ein bisschen kann man da schon die Flatter bekommen. Zum Glück sind wir ja zu zweit und zumindest ich habe Hormone, die mich schön in falscher Sicherheit wiegen… Jedenfalls nun also noch zwei Wochen im Büro… Weil ich das auf- & umräumen sehr befreiend fand, hab ich mir ein Anschlussprogramm überlegt – eine 14-Tage-Challenge – für jeden Tag bis zum Beginn des Mutterschutz eine kleine Aufgabe. Mehr gibts morgen! Jetzt erstmal der Blick zurück: Wohnung und Haushalt hab ich ja schon ausführlich berichtet. MuFuZi und Abstellkammer sind geordnet und in neuen Glanz getaucht. Wobei die Abstellkammer noch ein wenig mehr Glanz bekommen wird, wenn wir Mitte April unseren neuen Keller beziehen können. Kulinarisches: Chili sin Carne, Fast Food, Linsensuppe und Lammbraten bei meinen Eltern (ja, Ostern gibts Ausnahmen), Grünkernbratlinge, Spaghetti Bolognese, Crepes, Frittata, Bechamelkartoffeln, Chili-Ofenkartoffeln mit Salat und überbackenem Feta, viele Ostereier und Rüblikuchen. Garten: Der Kübelgarten muss ja derzeit noch mit der Fensterbank vorlieb nehmen. Die Tomatenpflanzen waren schon so weit, aus der Aufzuchtstation in eigene Töpfe umzuziehen und haben nun Stellung am Südfenster bezogen. Nun werden sich bald Zucchini und Kürbis zu den Mini-Salatpflanzen im Gewächshaus gesellen. Mit Frau 101Dinge habe ich außerdem einen Saatgut-Tausch vereinbart, der mich noch in den Besitz von Zuckerschoten bringen wird… Handarbeiterei: Obwohl unterwegs war ich keinesfalls untätig. Ich habe Baby-Legs und zwei Mützen für den Minimensch gestrickt, außerdem ein wenig an meinem Cadence-Pulli. Genäht habe ich für mich ein dringend benötigtes Unterkleid, einen flutschigen Unterrock und eine Jeans-Umstands-Römö, die mich nicht recht glücklich macht. Ich mag Römö einfach nicht besonders, war aber auch unmotiviert, was mit 5 oder mehr Bahnen zu nähen, was ich nur einige Wochen tragen kann. Außerdem den Himmel und das Nestchen für das Bett des Minimenschen. Fotos davon kann ich allerdings erst zeigen, wenn das Bett mal steht, was noch etwas dauern wird. Nun steht ein Umstands-Anlasskleid dringend an. Ich bin noch vor der Geburt auf einer Hochzeit und einem 80sten Geburtstag eingeladen, da würd ich schon gern schick hin. Ein Taftstoff ist schon dagewesen und der Schnitt auch. Ich habe also hochmotiviert das Schnittquelle-Kleid Bridisi zugeschnitten, stecke jetzt aber fest, weil die erste Anprobe des Oberteils nicht sehr befriedigend war und der Stoff außerdem ungeplantermaßen nach Futter verlangt. Ich denke, dem Kleid werde ich in den nächsten Wochen eine kleine Serie widmen. Gelesen und gesehen hab ich auch noch so das eine oder andere. Unter anderem „Die Sopranistin“ von Jörg Tadeusz, Besprechung folgt, dann einen erschreckenden Artikel darüber wie fernab aller Transparenz hinter verschlossenen Türen über den Atomausstieg geschachert wird. Einen lesenswerten Kommentar in der Zeit zur Auswirkung der Akademisierung auf das duale Ausbildugssystem und die Hochschulen selbst und ein großartiges Essay im Merkur über PR und Außenwirkungskampagnen von Universitäten. Den Münchner Tatort am Ostermontag fand ich hochgradig deprimierend. So viele überflüssige Leichen… nee, nix für mich!