Lagebericht 5 mM*

Puh, in dieser Woche war wirklich jede Aktivität anstrengend, oder? Ich liebe ja Sommer, Sommer ist toll. Aber eben doch am meisten, wenn man am Meer ist, vorzugsweise in Südfrankreich und bei klarem Himmel ein schöner Wind geht. In der Stadt ohne Garten oder Balkon und mit Gewitterluft reichen mir Temperaturen um 25 Grad doch aus. Aber ich will nicht meckern, so tollen Sommer hatten wir länger nicht und nach dem langen Winter war das als Ausgleich auch nötig. Also, wie war die Woche so?

[Selbstgewerkeltes] Das Mützchen für den erwarteten/die erwartete Kumpel/in des Minimenschen ist endlich fertig gestrickt. Wieder nach dem Strickmuster „Little Knight hat“ (via ravelry), das sich beim Minimensch als sehr gut passend herausgestellt hat. Ich habe allerdings 6 Maschen mehr angeschlagen und den unteren Rippenbereich 4 Reihen höher gestrickt, denn nach den Originalangaben wurde es eher eine Frühchenmütze.
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Außerdem ist ein zweites Flatterkleid bis auf die Handnäharbeit fertig. Ist der Stoff nicht einfach toll? Mit Rüsche und Smok. Es wird toll.
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[Minimenschliches] Tatsächlich ist der Minimensch schon wieder gewachsen. Vor allem am Rumpf, was eine Bundverlängerung an 2 seiner nagelneuen Hosen erforderlich machte, mir 2 quasi freie Tage wegen ununterbrochen schlafendem Kind und seitdem verschlimmerten Reflux und entsprechend anstrengende Abende bescherte. Schlafen vor 23 Uhr klappt gerade nicht so gut, am Tage dafür umso besser … wir sind nicht ganz so Fans von dieser Entwicklung.

[Selbstgegärtnertes] Die Topftomaten gedeihen prächtig, sie brechen fast zusammen unter der Last der vielen Tomaten und die erste rote konnte gesichtet werden:
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Es hat sich ausgezahlt eine Balkon-& Kübelsorte zu nehmen.
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Ich habe auch nochmal Salat ausgesät, denn ich glaube fest an einen weiteren Monat herrlichen Sommers. Jawoll.

[Lesbares] Nein, immernoch kein Buch gelesen. Aber die neue Knip. Und ein bisschen was schönes ist drin, finde ich. So’n Cardi ähnlich dem Nina-Cardigan z.B.

[Klickbares] Ein wunderbares Interview mit Ellen Page, der Juno-Darstellerin, die man sofort ins Herz schließt.
Eine wundervolle, lange und sehr besondere Reportage über Anke Engelke, die mir sehr viel Lust auf ihre neue Sendung gemacht hat.
Einen sehr interessanten Artikel über die Gebärstreikdebatte im und nach dem ersten Weltkrieg, in der sich die SPD, vor allem auch ihre prominenten Frauen, gegen einen Rückgang der Geburtenrate positionierten, der Frauen mehr Selbstbestimmung hätte bringen können (und dann ja auch am Ende brachte).

Und schließlich einen Blogbeitrag, der die Armutsfalle thematisiert, die sich aus einer Geburt in ärmliche Verhältnisse ergibt, ein derzeit in Ökonomenkreisen heiß diskutiertes Thema. In diesen Fall wird vor allem auf den ungleichen Zugang zu Bildung abgestellt, eine Form der sozialen Barriere, die nicht nur in Pakistan, sondern weltweit relevant ist. Eine ähnliche Geschichte lässt sich aber auch rund um den Zugang zu Gesundheit und zu Ressourcen erzählen.

[Anderswunderbares] Ich habe Erdbeereis gemacht und es schmeckt großartig. Man möchte auf der Stelle die Box leermachen. Ich hatte ganz viel tollen Besuch von Mama, Schwester und Bruder. Und ich hatte Namenstag und habe Geschenke bekommen. Wie wundervoll.

[Aufregiges] Ganz profan: Ameisen in der Küche – keine Ahnung woher. Auf einmal waren sie da. Braucht kein Mensch sowas! Was auch keiner braucht sind versteckter Zucker in Lebensmitteln und Chemikalien in Kosmetika. Trotzdem sind sie da. Und zeigen mal wieder, dass die meisten Kabinettsmitglieder ihren Aufgaben nur höchst lückenhaft nachkommen. Ilse Aigner, die insgeheim eh lieber Bauernpräsidentin wäre und Herr Friedrich, für den mir so gar keine Verwendung einfällt, außer vielleicht als Depp im Kasperletheater, wie der Freitag vorschlägt. Denn seine Unwissenheit scheint ja allumfassend zu sein. Dass dem nicht so ist, meint zumindest der Fachmann in diesem Interview. (via @Nahtzugabe)

Des Minimenschen neue Kleider

Schon vorletzte Woche hatte ich mal wieder einen Miniklamottenpost angekündigt, hier ist er endlich:

Der Minimensch kam ja, wie bereits mehrfach erwähnt noch mehr mini auf die Welt, als gedacht. So kam es, dass zu Beginn eilig noch Klamotten in 44 rangeschafft werden mussten, die natürlich weniger schön als praktisch waren. Auch in 50 gabs noch nix selbst genähtes. Erst seit er 56 hatte, passen die ersten selbst genähten Sachen. Es stellte sich auch schnell heraus, dass er, schon in so jungen Jahren in Konflikt mit Kaufkleidung gerät, er braucht immer ein Grössenmix – aber wer nicht? Da er aus 56 in Rekordgeschwindigkeit rausgewachsen ist, wurde es nun Zeit für Nachschub.

Neben einigen Bodies aus wiederverwerteten Shirts und Leggins, gab es vor allem Hosen:
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Nr. 1, 2 und 3 sind nach dem recht simplen Tutorial für ‚Tiny Harem Pants‚, das ich auf Pinterest gefunden hab. Sie sind aus Jersey einlagig und damit schön luftig auch an wärmeren Tagen. Der breite Bund aus Jersey ist angenehmer am Schmerzbäuchlein, als ein Gummizug, scheint mir.
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Nr. 1 ist aus Biojersey, die Bündchen sind eine alte Leggins von mir, Nr. 2 und 3 sind ausnahmsweise komplett ohne Upcycling. Die Grösse im Tutorial entspricht übrigens ca. 50/56. Ich habe einmal etwa 56 und zweimal etwa 62 genäht.

Nr.4 und 5 sind nach einem Schnitt aus der Knippie 4/2012. Merkwürdigerweise heißt das ganze da ‚Meisjesbroek‘, also ‚Mädchenhose‘. Ich verstehe nicht, was an dem Schnitt geschlechtsspezifisch sein soll. Schön finde ich die Passe hinten und dass der Schnitt für Webstoff ist. Ich habe sie beide mit Jersey gefüttert.
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Der Außenstoff von Nr. 4 ist der Rest vom Wickeltaschenfutter und sehr dünn, daher ist diese Hose auch etwas kleiner als 62, damit sie sofort passr. Anstatt der vorgesehenen Abschlüsse mit Gummizug habe ich Jerseybündchen aus der schon oben genannten Leggins angefügt, das finde ich angenehmer gerade bei Bauchwehkind.
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Der Außenstoff von Nr. 5 ist ein dünner Jeansstoff und stammt vom Dachboden meiner Eltern. Aus diesem Stoff hatte ich als Kind einen Mantel, der auch aus der Knippie war. Es ist sehr schön, eine Mutter (und Schwiegermutter) zu haben, die selbst schon für uns genäht hat. So bin ich in den Besitz von haufenweise durchaus noch ansehnlich großen Kinderstoffresten (meine Mutter scheint beim Stoffkauf weniger knauserig als ich) und einem Stapel Knippie-Hefte aus den 80ern gekommen. So geht der Minimensch jetzt manchmal mit dem Mini-Me im Partnerlook oder mit seiner Tante und seinem Onkel. Die Bündchen sind aus Lillejersey, wobei ich diesen speziellen Stoff nicht nochmal kaufen würde, er ist mir zu stretchig und dick, nicht so weich wie ich mir Kinderjersey wünsche.

So, jetzt ist der Minimensch erstmal eingedeckt und ich kriege erstmal noch ein Sommerkleid oder zwei.

Veggieblogtag #25: Feedback gewünscht

Heute gibt es schon den 25. Veggieblogtag zur Verbreitung und Unterstützung der Idee, am Donnerstag kein Fleisch zu essen. Zu diesem Anlass würde ich mich sehr über euer Feedback freuen.

Habt ihr welche der zusammengetragenen Rezepte ausprobiert?

Findet ihr die Rezeptsammlung bei Pinterest gut? Oder ist das überflüssig?

Findet ihr meine Rezepte verständlich, nachvollziehbar und von den Mengenangaben her ok?

Wollt ihr auch mal wieder andere themenbezogene Sachen lesen oder lieber Rezepte? Habt ihr vielleicht spezielle Fragen?

Ein Feedback in den Kommentaren fände ich sehr schön…

Natürlich gibt es auch zum Jubiläum ein Rezept: Gemüsespaghetti
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Für 2:
250g Spaghetti
1/4 Zucchini
1kleine Zwiebel
1Zehe Knoblauch
1 kleine Möhre
1/2 Paprika
2 Tomaten
100ml Weißwein
50ml Sahne
Salz, Pfeffer, ital. Kräutermischung, Gemüsebrühe
Parmesan

Nudelwasser aufsetzen.

Das Gemüse fein würfeln, den Knoblauch und die Zwiebel fein hacken. In einer Pfanne in Olivenöl alles Gemüse bis auf die Tomaten kurz anbraten, 1 Tl Kräuter dazu, mit Weißwein ablöschen.

Auf kleiner Flamme köcheln, bis die Spaghetti schon fast gar sind, dabei stets Brühe auffüllen, so dass es immer eine Soße bleibt. Ganz am Ende, die Tomaten und die Sahne zugeben.

Die abgegossenen Nudeln dazugeben, gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Parmesan servieren.

7 Sachen 21.Juli 13

Nach einer Idee von Frau Liebe: 7 Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht hab.

1. Haare geflochten
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2. Marmelade und Sirup gekocht
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3. Die Decke zurückgeschlagen für den Mittagsschlaf
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4. Silber geputzt
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5. Sehr viel Eis in die Holunderschorle geworfen
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6. Waffeln gebacken
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7. Mützchen gestrickt
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Wie habt ihr den heißen Tag verbracht?

Lagebericht 4 mM*

War das nicht eine tolle Sommerwoche? Da hab ich wirklich niemand beneidet, der ins Büro musste…

[Selbstgewerkeltes] Das Flatterkleid, das Flatterkleid, juhuu! Gestern schon gezeigt und heiß geliebt. Das Erfolgserlebnis der Woche. Außerdem noch eine Hose für den Minimensch. Jetzt ist der zugeschnittene Stapel abgearbeitet und ich kann frei aussuchen, was ich als nächstes nähe. Noch ein Flatterkleid, hält der Sommer so lang? Oder doch lieber schon ein herbstliches Hemdblusenkleid mit langen Ärmeln? Und ein Stillshirtschnitt liegt da auch noch, aber der besteht aus 48 Seiten, die geklebt werden müssen, ätzend.
Ich hab tatsächlich die Verschenkmütze angefangen zu stricken… gutes Karma und so. Damit das mit dem stricken mal wieder besser wird.
Auch noch gewerkelt hab ich eine Fotowand, dazu später mehr. Und da hab ich auch noch ne Idee zur Ordnungsschaffung im Zettelchaos, die es anzugehen gilt.
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[Minimenschliches] Wir hoffen, den Reflux mit Hilfe von Osteopathie einzudämmen, denn schön ist das ja nicht.und zwar nicht nur wegen der späten Schlafzeiten… der Minimensch trägt es mit Fassung und sonnigem Gemüt. Und er hat entdeckt, dass man auch auf Spaziergängen wach sein kann, ganz neue Welten tun sich auf. Überhaupt gibt es so viel zu sehen, dass man meint die großen Augen sind rund wie Fußbälle und werden immer noch weiter aufgerissen, selbst wenn sie schon vor Müdigkeit zufallen.

[Klickbares] Viele Empfehlungen diese Woche: Zunächst ein Blogpost zur Armut in der Welt, die zunehmend vor allem in Schwellenländern stattfindet. 70% der Armen leben heute in diesen Ländern. Dann ein Artikel zum Karriereknick nach der Babypause, der auch in meiner Twitter-Timeline schon diskutiert wurde – der Artikel schneidet vieles an und beantwortet wenig, vielleicht fass ich da nochmal meine Gedanken zusammen. Träumen wir nicht alle davon, unseren Plan B, also die Strandbar, den Buchladen, das Café oder eben das Weingut, zu realisieren? Dieser junge Mann aus Kalifornien hat’s tatsächlich gemacht. Und dann noch, ich glaub es selbst kaum, ein Kommentar von Sascha Lobo zum Versagen der Regierung in der PRISM-Affäre. Bereits der zweite Text in 4 Wochen von Sascha Lobo, den ich gut finde. Sowas.

[SelbstFremdgegärtnertes] Meine Tomaten und Kräuter sind aus dem 4wöchigen Ferienasyl bei Freundin Z. zurückgekommen und haben sich prächtig entwickelt. Ich habe sie kaum wiedererkannt. Sie tragen reichlich bislang noch grüne Tomaten. Ich bin hochmotiviert auch nochmal eine Runde Salat auszusäen, denn es bleibt ja jetzt noch schön bis Oktober, nicht wahr?
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[Anderswunderbares] Herr Siebenhundertsachen und der Minimensch waren beide zusammen ganz lieb zu mir und haben mich ganz allein zum Flohmarkt gehen lassen. Hier die Lesestoff-Ausbeute, es gab aber auch noch Minimensch-Klamottennachschub und einen Tortenheber. Demnächst also auch mal wieder gelesenes, hoffe ich.
Irgendwann diese Woche hat mich plötzlich Lust auf kompliziertes kochen befallen. Also gab es an einem eigentlich stressigen normalen Abend mit spät schlafendem Minimensch trotzdem Tapas mit selbstgebackenem Brot und sogar auch für mich einen Schluck Rotwein. Das war sehr nett.
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[Aufregiges] Nicht, dass man sich in Sachen Geheimdienstaffäre nicht noch Jahre echauffieren könnte. Aber darüber tritt der NSU-Prozess schon fast in den Hintergrund, dabei hat sich dort wohl herausgestellt, dass der V-Mann des thüringischen Verfassungsschutzes nicht nur praktisch im staatlichen Auftrag eine rechtsradikale Organisation gegründet hat, nein, er hat wohl auch explizit zu Gewalt aufgerufen. Geheimdienstversagen wo man hinschaut. Apropos, wer ist nochmal der oberste Geheimdienstkoordinator hierzulande? Achja richtig, der Kanzleramtschef. Wer war das noch gleich? Pofalla! Und hat den schon wer dazu sprechen hören? Nö. Irgendwie weg der Mann. Abgetaucht, hitzefrei, Truppenbesuch? Ach und wer war’s davor? Röschtösch! Thomas de Maiziere! Und da schließt sich der Kreis.

*mM= mit Minimensch

Das tollste Sommerkleid

Mein Flatterkleid ist fertig und wird seitdem täglich getragen. Hier isses:
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Der Schnitt ist aus der Knipmode 6/2013, dort als ‚Extra‘ beiliegend auf eigenem Schnittbogen und mit sehr ausführlicher Beschreibung. Ich fand ihn gut zu nähen, habe die Anleitung nur selten konsultiert und es sitzt sehr gut. Genäht habe ich Gr. 38 allerdings mit Brustpartie in 42. Ich finde das Kleid gleichzeitig bequem und flatterleicht, aber trotzdem hält sich der „Schwangereffekt“ von Kleidern mit hoher Taille in Grenzen, weil der Rock relativ schmal ist. Er ist gerade so weit, dass das gehen bequem ist, aber auch nicht mehr. Kein Vergleich z.B. zu Lorelady. Auch ist er sehr schnell genäht, kein kräuseln, kein Aneinandernähen von ellenlangen Bahnen, nur Seitennähte und Falten, weder Abnäher noch Teilungsnähte.
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Ich habe trotzdem länger gebraucht als notwendig gewesen wäre, erst hab ich mal hier und da einfach Mist gemacht, dann hab ich mir durch die Stilländerung noch ein paar Stolperfallen eingebaut, außerdem hab ich erstmal auf Verdacht Grösse 40 abgepaust und zugeschnitten, einfach weil meiner Erfahrung nach Kleider aus Webware bei Knip klein ausfallen, während Jerseykleider riesig sind. Dann hab ich das ganze mit großem Stich geheftet, festgestellt, dass es fast überall zu weit ist, getrennt, verkleinert, nochmal geheftet, angepasst und dann erst mit der Overlock endgültig zusammengenäht. Hätte ich mir durch vorheriges Messen vielleicht etwas sparen können? Außerdem hat dann noch ein Druckknopfversuch fast das Kleid ruiniert.
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Meine Änderungen:

– Stilltauglichkeit: Ich hab die Träger nicht durchgängig gemacht und vorn und hinten festgenäht, sondern zweiteilig zum binden auf der Schulter. Außerdem hab ich das Oberteil in der vorderen Mitte geteilt und knöpfbar gearbeitet, so lässt sich jeweils eins der Körbchen easy runterklappen. Ich musste dafür allerdings natürlich in der vorderen Mitte Außenstoff und Beleg der Cups verstürzen, weswegen ich auch an der unteren Ansatznaht Außenteil und Beleg wie einen Stoff verarbeiten musste und jetzt da innen eine sichtbare Ansatznaht habe, es gibt schlimmeres, finde ich. Gleichzeitig erhält das Oberteil durch diese durchgängige Naht mehr Stabilität, das kann ich gut brauchen. So hält es auch den Stillbusen ohne BH. Die blauen Knöpfe in der Mitte des Oberteils stammen aus dem Nähkästchen meiner Oma, sind aber nur Fake, geschlossen wird das Oberteil innen mit angenähten Druckknöpfen. Ich hatte erst Minidrücker eingeschlagen. Die wollten erst nicht rein, gingen dann ständig auf und haben mir dann beim wieder entfernen hübsche Löcher in den Stoff gerissen, daher die Fake-Knöpfe – kaschieren die Flickstellen.
– Einlage: Ich habe nicht, wie angegeben die Cups und die Passe mit Vlieseline verstärkt, sondern stattdessen einfach die Belege aus einem festeren weißen Leinen zugeschnitten. Diese Variante ziehe ich an heißen Tagen entschieden der Plastikschicht zwischen den Stofflagen vor.
– Taille höhergesetzt durch Verkürzung der Passe. Das hat mich sehr gewundert, muss ich doch sonst in der Regel Oberteile eher verlängern. Aber womöglich sind Holländerinnen Sitzriesinnen, wer weiß?
– Die Ausschnittkanten standen etwas ab, daher hab ich sie mit Spitzengummi versehen. Jetzt sitzt es wunderbar und schick aussehen tut’s auch. Diese Allzweckwaffe habe ich von Frau Januarkleider abgeschaut.
– Saum als Rollsaum mit dem Spezialfuß der Nähmaschine gearbeitet – ist in meinen Augen einfach die schickste Saumverabeitung für solche Fähnchen.
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Der Stoff ist von Stoff und Stil und ich hab ihn letztes Jahr im Sale gekauft. Für meine Verhältnisse großzügige 2m. War aber trotzdem zu wenig, 2,20 hätte es gebraucht. Deshalb musste ich am Rückteil ein Stück ansetzen, finde ich aber nicht so mega schlimm.
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Ich bin sehr zufrieden. Der Schnitt ist gut, das Kleid trägt sich total toll. Ich plane schon ein zweites, denn manchmal muss man dieses ja waschen …
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Veggieblogtag #24: Sommer-Flammkuchen

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Der Veggieblogtag unterstützt die VeBu-Aktion „Donnerstag=Veggietag„. Jeden Donnerstag gibt es hier bei mir und bei allen BloggerInnen die mitmachen wollen etwas themenbezogenes zu lesen, Rezepte, Tipps, lesenswertes. Wer Lust hat darf gern mitmachen und auch das Bild aus der Seitenleiste mitnehmen. Hinterlasst gern einen Kommentar. Alle Rezepte pinne ich auch bei Pinterest auf dieses Board. Mehr Infos zur Aktion auch in diesem Blogpost.
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Geht man auswärts Flammkuchen essen, sind die vegetarischen Varianten oft wenig einfallsreich. Dabei kann man Flammkuchen genauso vielseitig zubereiten wie Pizza. Hier eine Sommervariante.

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Für ein Blech – das reicht für maximal 3 Personen

250g Mehl
110ml Wasser
1 Tl Zucker
1/2 Tl Salz
10g Hefe
2 EL Olivenöl

1/2 Zucchini
1 Möhre
1/4 Paprika
1 Zwiebel
1 kleiner Fenchel

1 Becher Schmand
200g geriebener Käse

Provencekräuter, Salz, Pfeffer

Den Teig min. 2 Std. vorher vorbereiten!

Das Wasser handwarm mit Zucker und Hefe mischen, mit Öl, Mehl und Salz vermischen und gründlich zu einem flexiblen Teig verkneten. Der Teig ist genug geknetet, wenn sich eine reingedrückte Kuhle nur nocn kurz sehen lässt. Teig in eine verschlossene Schüssel geben und zimmerwarm 1,5 Std. gehen lassen. Alternativ den Teig morgens vorbereiten und 8 Std. im Kühlschrank gehen lassen.

Backofen vorheizen auf 230 Grad.

Für den Belag das Gemüse putzen und in feine Streifen oder Scheiben schneiden.

Den Schmand und den Käse mit dem Gemüse vermischen, gut mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen.

Den Teig dünn ausrollen und auf ein Blech geben.

Den Belag darauf verteilen und den Flammkuchen auf der unteren Schiene 20 Min backen.

Und was gibt es bei euch an warmen Tagen?

Me made Mittwoch- Singleparty: Sommergarderobe Teil 2

In diesen seltenen Sommertagen besteht endlich die Möglichkeit, die richtig luftigen Urlaubssachen mal zu tragen. Der Rock, den ich heute trage war Teil meiner Urlaubskleiderproduktion vom letzten Jahr. Weder figurschmeichelnd noch ausgefeilt, dafür aber ideal für Strand und Campingplatz.

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Der Schnitt, wenn man denn zwei Stoffrechtecke an einem Jerseybund so nennen kann, ist aus der Sabrina Woman Sommer 2012. Ich muss hier mal kurz ein paar böse Worte über die Zeitschrift sagen, denn ich finde, man wird hier wirklich über den Tisch gezogen. Die Schnitte bestehen zu mindestens 50% nur aus Stoffrechtecken mit Jerseybünden, heraus kommen dann recht formlose Kleidungsstücke, die sich so manche in den 80ern auch ganz ohne Nähzeitschrift konstruieren konnte. Zudem werden Schnitte im Heft mit verschiedenen Modellnummern gezeigt, was den Eindruck von mehr erweckt als tatsächlich da ist. Und dann sind selbst die denkbar einfachsten Sachen noch unvorteilhaft designt. Beispiel dieser Rock. Vorgesehen war, Ober- und Unterrock getrennt zu kräuseln, sowie Seitennahttaschen zwischen den Rocklagen. Ergebnis war: ein Rock der locker 10 Pfund an der Hüfte hinzuzaubert… ich hab dann mal die Taschen rausgenommen und beide Lagen gemeinsam gekräuselt und finde jetzt ist es ok für Strand, Garten und Baggersee.

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Der Stoff wiederum ist toll. Baumwollbatist mit Stickbordüre aus dem Sommerschlussverkauf vom Essener Stoff- & Gardinenhaus auf der Rottstr. Hat 4,00/m gekostet.

Sonntagssüß: Schoko-Beeren-Torte

Am letzten Sonntag hatten wir Besuch und das war ein guter Anlass, mal wieder einen Kuchen zu backen. Genauer: eine Torte. Und zwar eine, die die besten Sachen verbindet: Sommerobst und Schokolade.
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Zutaten:

Schokobiskuit

4 Eier
80g Zucker
80g Mehl
25g Speisestärke
1 Prise Salz
25g Kakaopulver

Schokocreme

200ml Sahne
200g Zartbitterschokolade
200g Frischkäse
1 Ei
1,5 Blatt Gelatine
1 Päckchen Vanillezucker

Topping

500g Beeren, gemischt – hier 250g Erdbeeren, 150g Blaubeeren, 100g Himbeeren
4 EL Orangensaft
4 EL Zucker
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Ofen vorheizen auf 180 Grad.

Für den Biskuit die Eier trennen. Die Eiweiße steif schlagen. Dann die Eigelbe und den Zucker unterquirlen. Das Mehl mit Stärke und Kakaopulver mischen und unterheben.

Eine Springform fetten, den Teig hineingeben und 35 Minuten bei 180 Grad backen. In der Form auskühlen lassen, dann heraus nehmen und auf eine Tortenplatte setzen.

Für die Creme ein Wasserbad aufsetzen.

Die Gelatine einweichen.

Die Sahne steif schlagen.

Die Schokolade grob hacken und im Wasserbad schmelzen. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.

Das Ei aufschlagen, den Vanillezucker zugeben und über dem Wasserbad dick cremig aufschlagen (am besten mit dem Elektroquirl).

Nun die Gelatine tropfnass erwärmen, nicht kochen!

Nacheinander erst die Schokolade, dann die Gelatine, dann die Sahne und den Frischkäse unter die Eimassen heben.

Einen Tortenring um den Boden legen und die Creme draufgießen. 6 Stunden kühlen.

Die Beeren säubern, Erdbeeren kleiner schneiden. 4 EL Beeren pürieren und mit Osaft und Zucker aufkochen. Einkochen lassen, bis ein dickflüssiger Sirup entstanden ist.

Wenn die Creme beginnt anzuziehen, das ist nach ca. 1-2 Stunden, die restlichen Beeren auf dem Kuchen verteilen, leicht andrücken, mit dem Sirup beträufeln und wieder kalt stellen.

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