Lagebericht KW42 & 43

[Selbstgewerkeltes] nichts für mich diese und letzte Woche, drei Shirts und eine extrem süße Mütze für den Minimensch genäht, ein Mei Tai, der hat mich viel Zeit uns Nerven gekostet, aber er ist schön und praktisch geworden. New Look 6587 abgepaustund ein FBA gemacht. Zuerst falsch, weil durch Tatort abgelenkt und dann nochmal bei bescheuertem Film mit voller Konzentration und richtib – Zuschnitt beim Tatort gestern, es kann also mit nähen losgehen.

Gestrickt an einer Mütze.

[Minimenschliches] Seit letzter Woche dreht der Minimensch sich -zuweilen – vom Rücken auf den Bauch. Dadurch ist auch die Gegenrichtung wieder attraktiver geworden und so kugelt er, bei entsprechender Laune nun schonmal ein Stück und ist sehr froh dabei. Das macht sogar fast den Zahnungsschmerz vergessen scheint mir.
Allerdings nur fast denn seit einer Woche hat er Schnupfen und nun auch erhöhte Temperatur und ist nicht besonders freudig aufgelegt. Wir hoffen auf baldiges Erscheinen eines Zahns.
Seit einer Woche spachtelt das Kind außerdem mittags Kürbis, inzwischen auch schon eine ganz nette Menge. Aber es ist sehr freigiebig und gibt auch dem Lätzchen und der Bekleidung des fütternden Elternteils gern bisschen was ab. Orange sieht ja auch auf den meistens Sachen enorm dekorativ aus.

[Klickbares] Ein langer und sehr gelungener Blogbeitrag von Pia Ziefle zur Eventisierung der Kindheit. Ich habe die Empfehlung für diesen Artikel auf verschiedenen Kanälen bekommen und deshalb mögen einige von euch ihn schon kennen. Die anderen: lesen!
Ein interessanter Artikel über sparen, bzw. den Hang von Menschen, die Vorzüge des Sparens zwar anzuerkennen, aber es trotzdem nicht zu tun und mögliche Lösungen für dieses Problem in Entwicklungsländern. Da die meisten Menschen in Industrieländern aber auch zu wenig oder zu wenig effizient sparen, komme ich nicht umhin mich zu fragen, ob wir nicht auch mehr in Kühe investieren sollten. (Englischer Link)
Ein sehr interessanter und geringfügig resignierter Artikel über ein Jahr im Wahlkampf mit Peer Steinbrück.

[Anderswunderbares] Ein großes Paket mit Stoffen und Secondhandklamotten für den Minimensch von seiner Oma. Danke! Ein sehr schöner Besuch Zuhause mit Mann und Kind. Immernoch Himbeeren im Garten und daher jeden Morgen im Müsli. Da der Minimensch dank neuer Bewegungsfreude auch wieder mittags schläft, habe ich an je 2 Tagen diese beiden Woche etwas gearbeitet und so tatsächlich eine Überarbeitung fertiggestellt und eingereicht. Gut und schrecklich zugleich. Gut , weil es mir leicht fiel, ich schnell wieder effizient war und der Alltag es zugelassen hat, schrecklich, weil mir schlagartig auch wieder all mein Frust über den oft völlig lächerlichen Publikationszirkus wieder hochkam, kaum hatte ich 10 Minuten angefangen.

[Aufregiges] Ein geradezu unglaublicher Fall von Polizei- und Justizversagen nach einer -leider nicht unüblichen- Massenvergewaltigung in Kenia. Erschreckend. (Englischer Link)
Ein Einblick in die Arbeitsbedingungen auf den olympischen Baustellen in Sotschi. Ich mag Olympia eigentlich sehr. Aber alles was rund um diese Olympiade so publik wird, lässt meine Lust mir das anzuschauen vergehen. Sei es die Anti-Homosexualitätsgesetze in Russland, Sklavenarbeit auf den Baustellen, Umweltzerstörung, Umsiedlungen und dann auch noch die völlig absurden Stationen All und Antarktis, die dieses Jahr auf dem Weg des olympischen Feuers liegen. Gehts noch?
So positiv ich grundsätzlich Hannelore Kraft gegenüber eingestellt bin, so wenig halte ich es für gut, dass sie die SPD-Verhandlungsführerin für Energiepolitik ist, denn die Energiepolitik der NRW-SPD ist mit ‚zielgruppenorientiert‘ noch nett beschrieben und ich würde sagen, selbst Peter Altmaier hat mehr Ideen zur Energiewende als Hannelore Kraft.

Veggieblogtag #37: Soja-Gyros

Heute mal wieder einem Klassiker böse mir Sojaprodukt zuleibe gerückt. Gyros zählt ja, genau wie Döner und Salamipizza, zu den Argument-Gerichten. Also Gerichte, die Nicht-Vegetarier gern als Argument hernehmen, warum sie auf keinen Fall jemals auf Fleisch verzichten könnten. Ich sage dann, dass das ja auch völlig ok ist, wenn sie außer diesen Sachen alles andere Fleisch weglassen. Man kann aber auch das Fleisch vom Gyros weglassen und ich versichere: Es schmeckt. Allerdings gilt eigentlich immer bei Sojaprodukt: Man sollte auch nicht erwarten, dass es genau wie Fleisch schmeckt, es reicht ja, dass es lecker schmeckt, oder?
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Für 3-4 Personen :

150g Soja-Schnetzel grob
2 Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
150g griechischer Naturjoghurt oder für milcheiweiß-frei: 100g Sojajoghurt und 50g Creme fraiche
1/4 Gurke
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Oregano, Sojasauce, Thymian, Paprika edelsüss, Zucker, Gemüsebrühe

Die Sojaschnetzel zusammen mit je 1 TL Oregano und Thymian in eine Schüssel geben. 2 EL Sojasoße und 450ml heisse Brühe dazugeben und 1/2 Std. quellen lassen.

In der Zeit die Zwiebeln in Streifen schneiden, 2 Zehen Knoblauch fein würfeln. Die Gurke reiben und mit dem Joghurt und der letzten Knoblauchzehe sowie Salz und Pfeffer zu einer Tzatziki verrühren.

Eine Pfanne aufstellen, 3 EL Olivenöl erhitzen und die Sojaschnetzel inkl restlicher Flüssigkeit, die Zwiebeln und den Knoblauch, 2 TL Zucker und 1 TL Paprika edelsüss hineingeben. Bei mittlerer Hitze braten lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist und die Schnetzel eine bräunliche Farbe haben.

In der Zwischenzeit einen Salat nach Geschmack zubereiten.

Das Gyros mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Salat, Tzatziki und Weißbrot servieren.

Me made Mittwoch: Lerneffekt

Die eigene Entwicklung kann man ja meist eigentlich nur rückblickend und mit einigem Abstand beobachten. So schaue ich zum Beispiel heute milde lächelnd auf mein eigenes Ich zu Beginn meines Studiums und denke mir „hach, da war ich aber noch naiv und unverdorben.“ Oder auch „Hach, bis morgens um 6 feiern und um 8 in der Vorlesung sitzen, könnte ich ja heute auch nicht mehr.“ Jaja, auch der Verfall wird eben erst mit etwas zeitlichem Abstand so richtig evident. Und nicht nur bei der Persönlichkeit, dem Fleiß und der Weltverbesserinnenattitüde sind solche Veränderungen irgendwann einfach augenscheinlich, auch bei Kleidung ist das so. Und eben auch was das selbernähen anbelangt.  Das wurde mir schlagartig klar, als ich diesen Rock heute morgen auf der Suche nach Kleidung für dieses merkwürdig warme Herbstwetter aus der hintersten Ecke des Schrankes zerrte.
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Ich produziere sehr selten Teile für die Tonne, und wenn dann meist weil Schnittzeichnung und Nähergebnis stark abweichen, oder manchmal, weil ich mich beim Stoff vergriffen hab. Sehr selten aber nähe ich Dinge, die ich dann nicht trage. Sehr sehr selten. Ich würde also unterstellen, dass ich ein gutes Gefühl dafür habe, welcher Schnitt zu mir, meinem Stil und meinen Anforderungen passt und mir (zumindest in meinen Augen) gut steht. Mir war das allerdings garnicht so richtig bewusst, ich fühle mich eigentlich immernoch auf der Suche. Aber ich scheine doch in den letzten briden Jahren viel an Sicherheit hinzugewonnen zu haben. Denn : diesen Rock würde ich heute nicht nähen. Niemals. Er passt überhaupt nicht zu mir.
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Nicht, dass er schlecht verarbeitet wäre, nein, ungefütterte einfache Röcke konnte ich auch vor 2 Jahren schon recht locker nähen. Auch habe ich mir mit diesem Exemplar viel Mühe gemacht und sehr viel durch ihn gelernt. Es handelt sich hier um einen tragbaren Proberock, den ich vor etwa 2 Jahren genäht habe, als ich mir mithilfe des ukrainischen Schulbuchs von Nähfreundin Z. einen Rock-Grundschnitt gebastelt habe. Entsprechend genau angepasst und bearbeitet wurde er. Aber ich weiß heute Dinge über mich und Röcke, die ich früher nicht wusste:

1. Mir stehen keine Kellerfaltenröcke. Die springen durch meine breite Hüfte zu weit auf.

2. Röcke, die vorn und hinten nur ein Schnittteil mit Abnäher haben, aber nicht sehr sehr weit fallen oder tulpig sind, lassen sich nicht optimal auf meine Figur anpassen. Ich bevorzuge Bahnenröcke.

3. Ich mag keine Kleider aus Dekostoffen, nichtmal Probekleidungsstücke. Ich mag feine Muster auf Baumwolle oder Viskose, Karos, Wollstoffe und ausgefallene Stoffe wie Damast. Ikeastoffe sind schön für Vorhänge aber entsprechen kein bisschen meinem Kleidungsstil.

4. Ich trage nur gefütterte Röcke wirklich gern. Selbst Sommerröcke mag ich am liebsten mit Batist gefüttert.

5. Ich bin bei Röcken ein entweder-oder-Typ. Entweder weit schwingend, deutlich ausgestellt oder deutlich eingestellt. Gerade und annähernd gerade Röcke finde ich langweilig.

6. Ich bevorzuge rückwärtige Reißverschlüsse.

7. Röcke brauchen Taschen.

Dieser Rock erfüllt keines dieser Kriterien und deshalb werde ich mich heute abend guten Gewissens von ihm verabschieden. Im Wissen, dass er seinen Zweck erfüllt hat.
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Ich hoffe, die meisten anderen Kleider, die es beim MMM heute zu sehen gibt, dürfen bei ihren Schneiderinnen bleiben.

7 Sachen am 20.10.2013

Warum nicht mal die 7 Sachen erstam Dienstag posten? Man gönnt sich ja sonst nix, kann man ja mal unorthodox sein, ne? Gemacht aber am Sonntag und mit den Händen.
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1. Der besten Erfindung des Ruhris überhaupt – der Bude – sei dank: Essig gekauft. Und Brötchen. 2. Zucchini-Relish gekocht 3. Und Kürbis-Babybrei 4. Dank gut gefülltem Gefrierschrank einen reichhaltigen Kuchenteller zusammengestellt, ganz ohne backen. 5. Und ein Blümchen gabs auch noch für die Kaffeetafel. Ich liebe die leicht vergänglich-morbide Ausstrahlung von Hortensien im Herbst. 6. Hosen gewechselt. Mehrfach. 7. Ein FBA am Oberteil von New Look 6587 gemacht – falsch wohlgemerkt. Demnächst dann nochmal.

Veggieblogtag #36: Zwiebelkuchen

Diese Woche habe ich gleich mehrfach vergessen, das Essen zu fotografieren, bevor es weggegessen war. Und dass es jetzt zur Abendessenszeit auch kein Tageslicht mehr gibt, macht die Food-Bloggerei auch nicht hübscher. Deshalb heute sehr spontan, der Veggieblogtag quasi live. Denn es gibt bei uns heute, also quasi just in diesem Moment: Zwiebelkuchen. Mit Federweißem. milchfrei.

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Für 1 Blech

Teig:
350 g Mehl ( ich nehme halb Vollkorn und halb 1050er, ist aber Geschmackssache )
180ml Hafermilch oder Sojamilch oder einfach Milch
50g kalte Butter
1 Ei
1/2 Würfel Hefe
1 TL Salz
1 TL Zucker

Belag:
1kg Zwiebeln
150ml Soya Cuisine oder Saure Sahne
3 Eier
1 TL Kümmel
150g Räuchertofu
Salz
Pfeffer

Das Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Kuhle reindrücken, die Hefe reinbröseln und den Zucker reinstreuen. Einen Teil der Milch handwarm erwärmen und in die Kuhle geben. Kurz angehen lassen.

Die Butter in kleine Stücke schneiden und auf den Mehlrand verteilen, das Salz darüberstreuen.

Wenn die Hefemischung Blasen wirft, die restliche Milch und das Ei zugeben, gut verkneten und zugedeckt 1 Std. gehen lassen.

Die Zwiebeln schälen und klein schneiden. Ich mache halbe Streifen aber das ist Geschmackssache. Den Tofu fein würfeln. Beides in etwas Öl oder Butter bei mittlerer Hitze 10 Minuten dünsten, nur wenig Farbe nehmen lassen.

Die Eier mit der Soyacreme/Sahne verrühren, gut mit Pfeffer, Salz und dem Kümmel würzen. Die abgekühlten Zwiebeln zugeben.

Den Teig auf einem Backpapierbogen ausrollen und dann mitsamt Backpapier auf ein Blech heben (Trick 17!!!), an den Rändern leicht hochziehen. Die Zwiebelmasse daraufverteilen.

Im Backofen bei 180 Grad Umluft/200 Grad Ober-Unterhitze 30 Minuten backen.

Dat kannze dir nich ausdenken: Amtsgeschichten

Heute benutzten der Minimensch und ich einen Fahrstuhl im Rathaus. Dabei belauschten wir unfreiwillig folgenden Gesprächsfetzen zwischen zwei scheinbar dort Beschäftigten:

Beamter 1 – graue Fleeceweste über Hemd, Aktentasche, Regenschirm -: „Also dieses Seminar war jetzt auch nicht so der Bringer.“

Beamter 2 – Outdoorjacke über schwarzer Jeans und Hosenträgern -: „Ja, was soll man da auch lernen. Ich meine, z.B. wenn man beim Bürgerbüro sitzt und Pässe bearbeitet, wie soll man das noch effizienter machen?“

B1: “ Genau, ich mein, die Produktivität steigern ist ja gut und schön. Aber das hat ja auch Grenzen. Manche Sachen kann man ja einfach nicht weiter optimieren.“

B2: „Ja, das meine ich. Prozessoptimierung klingt ja toll. Aber ist halt völlig an unserem Berufsalltag vorbei.“

Aufzug hält auf der Parkebene, alle steigen aus. Es ist – das nur am Rande – 15.00 Uhr.

B1: “ Na dann schönen Feierabend.“

B2: “ Ja, dir auch. Haben wir uns jetzt echt verdient.“

(Keine weiteren Fragen. Ich enthalte mich jedes Kommentars und lass das einfach mal wirken. Oder ich summe noch ein bisschen irre vor mich hin.)

Me made Mittwoch: Rotes Jurk

Der Herbst ist da und ich trage ein langärmeliges Kuschelkleid aus Romanit:
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Das Jurk 27 aus der Knipmode 2/2012 ist das Kleid, das mir bei weitem am meisten Emailanfragen beschert hat. Ich besitze davon verschiedene Varianten. Nr. 1 – das Punktekleid musste inzwischen aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Nr. 2 und 3 waren weniger gelungen, da aus zu dünnem Stoff und im Ausschnitt nicht gut passend. Dieses hier ist Nr. 4 und hier schonmal ausführlichst besprochen. Ich zeigte es damals schwanger und kann es auch als Stillkleid empfehlen, ich habe lediglich die Hand-Fixierstiche entlang der Ausschnittkante getrennt und trage es sehr gern.
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Der Romanit ist von Alfatex und gewohnt gute Qualität. Pillt nicht, näht sich gut, behält die Form. Ich habe aber ein eher skeptisches Verhältnis zu Romanit, ist er doch meist zu hohen Teilen aus Polytierchen, das ist ja nicht so meins. Weitere Romanitstücke lagern im überquellenden Stoffschrank und werden nicht verarbeitet.
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Der Schnitt ist leider nicht online verfügbar und das Heft ist vergriffen, daher die vielen Emailanfragen. Ich kann den Schnitt empfehlen, solang man sich an die Vorschläge in diesem Post hält. Ob ich den Schnitt noch ein fünftes Mal nähe, weiß ich noch nicht. Vielleicht ist es aucn erstmal gut. Das rote Jurk trage ich aber sehr gern. Leider ist es durch den Ausschnitt zickig zu Strickjacken. Ich trage daher ein langes formloses Jersey-etwas darüber, weil ich noch keine Jacke finden konnte, die geschlossen gut dazu aussieht.
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Da ist so ein toller Tellerrock, wie Wiebke ihn zeigt schon sehr viel Strickjacken-kompatibler. Danke liebe MMM-Crew für eure Einladung an jedem Mittwoch selbstgenähtes zu tragen, zu zeigen und an anderen zu bestaunen.

Creadienstag ausnahmsweise

Heute morgen dachte ich, dass es sehr schade ist, dass beim Creadienstag nicht mehr Leute ihr ‚work in progress‘ zeigen, sondern sehr viel fertiges dabei ist. Ich mag diese Einblicke in unfertiges, Pläne und halbgares eigentlich am liebsten. Da mache ich doch glatt ausnahmsweise mal mit und zeige woran ich heute werkel.

Da der Minimensch heute nicht so besonders schlaffreudig ist, kann ih nichts größeres machen, wo ich lang am Stück an der Maschine sitze. Also schiebe ich in ‚friedlich auf der Decke‘-Phasen ein paar kleine Handgriffe ein.

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Eine gefütterte Mütze für den Minimensch. Basierend auf Schnabelinas Zwergenmütze, aber mit Laschen zum zukletten vorn. Dafür habe ich 3 Probemützen aus einem alten T-Shirt zusammen-geoverlockt, bis ich die richtige Form für den Riegel raushatte und dann zugeschnitten. Außen Punktejersey, innen Biobaumwollfleece.

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Außerdem lagere ich seit Ewigkeiten meine alte Yogamatte, die schon ewig Auflösungserscheinungen hatte. Heute nacht kam mir eine Verwendungsidee. Um die Realisierbarkeit zu testen habe ich einen Streifen davon abgeschnitten und mit verschiedensten Einstellungen durch die Nähmaschine gejagt. Praktischerweise habe ich dabei festgestellt, dass sie sich problemlos vernähen lässt und ich daher meine Idee werde umsetzen können. Welche? Das erzähl ich dann wann anders.

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Und wenn der Minimensch heute abend ins Bett gegangen sein wird, werde ich die restlichen Teile von Simplicity 6587 abpausen und vielleicht schon zuschneiden.

Und was andere kreative am Dienstag so werkeln sammelt Mizoal.

Lagebericht KW 41

Schon Woche 41, die Zeit fliegt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe ich die Wochen ins Land ziehen. Es ist toll den Minimensch sich Woche für Woche entwickeln zu sehen, aber jede Woche, die vorbei ist, ist auch eine Woche weniger übrig von meiner Elternzeit. Außerdem ist es nun schon echt kalt und echt früh dunkel und ich merke wie mir der Sommer fehlt, obwohl ich den Herbst auch irgendwie mag. Aber alles hat etwas von Vanitas.

[Selbstgewerkeltes] Meinen Tellerrock habe ich bereits beim Me made Mittwoch gezeigt und mich sehr über die vielen Komplimente gefreut. Als nächstes muss aber jetzt erstmal wieder ein Kleid her, immer nur Röcke, das geht auch nicht. Aber vorher braucht der Minimensch dringend eine warme Mütze.

Mit dem Herbst kriege ich auch immer etwas Lust zu basteln, die mir ansonsten von Januar bis Oktober gänzlich abgeht. Ich habe mir noch kein Projekt ausgedacht, an dem ich mal basteln könnte, aber Pinterest wird mir da sicher was in den Kopf setzen.

[Gekocht, gebacken, eingemacht] Schon 2 Apfelkuchen und eine Ladung Apfelmus sowie Schoko-Apfel-Muffins. Weiteres Apfelmus folgt. Werde wohl auch welches ohne Zucker kochen, für mein Müsli. Aber ob das sterilisiert haltbar genug ist?

[Minimenschliches] Die Fremdelphase ist vorüber und mit ihr auch die Autofahrphobie, halleluja. Und wir erfreuen uns sehr an unserem sonnigen und stets fröhlichen Kind. Bald wird es schon Brei bekommen, unglaublich, wie die Zeit vergeht. Auch scheint nun ein Zahn im Anmarsch, bald steht also die Einschulung ins Haus. Diese Woche haben wir uns mit den – wirklich netten – Müttern aus dem Geburtsvorbereitungskurs getroffen und es war schön zu sehen, dass die Kinder eigentlich alle recht interessiert aneinander waren und –  anders als beim Pekip – von der Situation nicht überfordert.

[Klickbares] Da habe ich diese Woche überraschend wenig zu bieten, habe wohl weniger als sonst im Internet rumgehangen… Bilder gibt es – Ein wundervolles Installations-Kunstwerk zum D-Day : The Fallen, Silhouetten in den Sand geharkt und schon bald weggespült.
Und dann noch Suschnas wundervolle Entdeckung der Parallelen bei Beinkleidermode – ich kann nicht mehr auf die Straße, ohne sie zu sehen.
Und schließlich schon älter: ein wunderbarer Text über die Heimat Ruhrgebiet. Stimmt. Genau so.

[Anderswunderbares] In der letzten Woche haben wir es geschafft fast jeden Abend noch einen ausgedehnten Spaziergang an „unseren“ Teichen zu machen. Der Herbst ist auch nicht nur schlecht, denn abends riecht es sehr schön und man fühlt sich beim heimkommen so muckelig warm.
Ein Nähnachmittag mit L., das erste Nähkränzchen seit der Minimensch da ist. Der Minimensch war glücklich bei seinem Vater und ich war glücklich mit der ältesten Freundin ein tolles Hobby zu teilen und dabei zu quatschen.
Neue Schnitte und sehr schönen Stoff habe ich auch noch aus Paketen gezogen, was will eine mehr?

[Aufregiges] Angesichts des Verhandlungsverhaltens der SPD, bin ich sehr froh sagen zu können: ich habe die nicht gewählt! Fürchterlich! Da haben die Koalitionsveehandlungen noch nichtmal angefangen und die Kernforderungen sind schon zu 2/3 über Bord. Aber das schlimmste ist: Die Leute wollen das offenbar so!

Veggieblogtag #35: Kürbis-Birnen-Flammkuchen

Es gibt Dinge, die vergesse ich einfach immer wieder, obwohl ich sie achon 100fach festgestellt hab. Z.B. dass ich die Größe von Kleidern nicht nach dem Brustumfang wählen sollte, dass ich nicht zu schnell nach dem Nägellackieren in Ärmel schlüpfen sollte und auch, dass Kürbis ordentlich Bumms braucht, weil er sonst schnell fade schmeckt. Also, ein für alle mal: Kürbis braucht viel Würze. Sonst schmeckt er langweilig. So! Schreibt euch das hinter die Ohren. Und dann macht mir gern meinen Flammkuchen nach. Er sieht nicht lecker aus, schmeckt aber lecker.
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Wie Flammkuchenteig geht, beschrieb ich bereits mehrfach, zuletzt hier. Je herbstlicher, desto höher wird bei mir der Vollkornanteil im Teig. Ein Reflex?

Belag gab es zweierlei. Für mich ohne Kuhmilcheiweiß: Birne-Kürbis-Ziegencamembert. Für den Mann ohne Kürbis, dafür mit Gorgonzola. Beides kann durchaus untereinander rekombiniert werden. So gehts:

Teig ausrollen und mit Schmand bzw. Sojajoghurt bestreichen. Jetzt Erkenntnis von oben umsetzen und KRÄFTIG salzen und pfeffern.

2 feste aromatische Birnen in Spalten schneiden, 1/2 Hokkaido in dünne Scheiben schneiden, 1 Zwiebel in Streifen schneiden.

Den Flammkuchen dachziegelartig, eng, im Wechsel mit dem Gemüse belegen.

Noch einmal KRÄFTIG salzen, pfeffern und mit frisch geriebenem Muskat bestreuen, denn siehe oben.

Jetzt Käse drauf. Entweder Gorgonzola oder, wer das nicht mag oder darf, Ziegencamembert. Oder halt anderen kräftigen Käse.

Und dann in den Ofen 15-20 Minuten bei 220 Grad.

Ich freue mich über eure Rezepte und möchte euch insb. die vielseitigen Rezepte von Mrs. Columbo ans Herz legen, die fast jede Woche mitmacht.