Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 1

Ich freue mich sehr, dass die sympathische Katharina – meine Knipmode-Schwester im Geiste – auch dieses Jahr wieder einen Sew-Along zum gemeinsamen Weihnachtskleidfabrizieren startet und moderiert. Sie ist damit auf dem Me made Mittwoch-Blog zu Gast und los geht es heute. Ich freue mich darüber einerseits sehr, weil ich solche befristeten, zielgerichteten Gemeinschaftsaktionen sehr gern verfolge. Es gibt jeden Sonntag viele tolle Blogposts zu lesen, man kann verfolgen, auf welch unterschiedliche Art und Weise verschiedene Näherinnen das selbe Ziel anstreben, sich inspirieren lassen und viel viel lernen. Andererseits ist es auch schön selbst mitzumachen. So ein Sewalong ist Ansporn und Motivation, verhilft zu Durchhaltevermögen und gibt Unterstützung bei Problemen. Das kommt mir gerade recht, denn bei meinen kleinen kurzen Nähzeitfenstern trotzdem an einem komplizierteren Projekt dranzubleiben ist nicht immer einfach. Da wirkt ein schneller Rock oder was flottes für den Minimensch dann gern mal attraktiver als ein langwieriges Kleid mit vielen Arbeitsschritten.

Ich habe in beiden vergangenen Jahren mitgemacht und dabei zwei farblich ähnliche aber ansonsten sehr verschiedene Kleider produziert.

2011 nähte ich Simplicity 7275, ein Schnitt, den ich sehr mag und ein Kleid, das mir einfach wunderbar gefällt. Ich habe es auch gern zu verschiedenen Anlässen getragen, z.B. zum Bloggerinnentreffen letztes Jahr und zu einer Emeritierungsfeier.
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2012 nähte ich Butterick 5639 und stellte bereits zum zweiten Mal fest, dass Butterick und ich weniger gut miteinander können, als Simplicity und ich. Das Kleid war auch einer meiner Versuche mit Romanit. Und einer der Gründe, warum ich das Material nicht mag. Ich habe auch dieses Kleid noch einige Male getragen, aber weit weniger gern als das von 2011.
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Es ist also klar: dieses Jahr wieder Webstoff. Und zwar diesen hier:
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Ein grau-petrolfarbiger karierter Woll-Viskose-Stoff. Ich finde ja Karo sehr weihnachtlich und ca. ab Mitte November befällt mich immer große Karosehnsucht (weshalb ich noch so 2-3 Stoffe in Karo da liegen hab) und ich besitze schon einige ganz schicke Karo-Winterkleider – allerdings alle eher Kategorie „Frau Dozentin“ als Kategorie „Viel essen und unterm Tannenbaum rumsitzen“. Der heilige Abend selbst wird bei uns – schon annähernd traditionell – mit Eltern, Schwiegereltern, Geschwistern und Partnern gefeiert. Gern auch noch Freundinnen oder Freunde, die an Weihnachten ansonsten keine große Feiermeute haben. Da kommen einige Leute im Wohnzimmer meiner Eltern zusammen und auch einiges an Essen auf den Tisch. Bequemlichkeit ist da ebenso wichtig wie Festlichkeit, denn große Teile der Bagage sitzen dann während der Bescherung auf dem Boden. An den Feiertagen werden wir uns, dem Minimensch zuliebe, weitere Familienbesuche wohl dieses Jahr klemmen – es muss also zumindest kein 2. Outfit her – puh. Denn meine Nähzeit ist derzeit nicht üppig und will auch noch für alltäglichere Kleidungsstücke genutzt werden.

Meine Anforderungen sind also: ein schickes Kleid aus Webstoff, das durch einen weiten Rock gut für den Bodenaufenthalt taugt und stillgeeignet ist. Schön wäre ausserdem, wenn es nicht allzu kompliziert wäre, denn Fehler und Sackgassen kann ich mir nicht leisten.

Stilleignung heißt – sofern man trotzdem schick und adrett aussehen und nicht einen Pulli mit Raffung unter der Brust tragen will – entweder geknöpft oder gewickelt. Natürlich ginge auch eine Kombi aus Rock und Oberteil, aber da bin ich störrisch, ich mag einfach am liebsten Kleider. Zur Auswahl stehen daher ein paar Schnitte, die ich alle im Vorrat habe:

Derzeit heißester Kandidat ist dieser Schnitt – ich müsste allerdings lange Ärmel konstruieren und auf jeden Fall ein Probeoberteil nähen, denn mit Wickelkleidern hab ich sehr wenig Erfahrung.

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Alternativ ein Hemdblusenkleid. Hier nähte ich gerade New Look 6587, liebevoll „der Putzkittel“ getauft und noch deutlich optimierungsfähig. Vorteil hier wäre, dass ich zumindest schon weiß, was mich erwartet.
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Dann käme noch das Cami-Dress in Frage, hieran mag ich, dass die Knopfleiste nur oben ist. Vom Putzkittel hab ich aber schon gelernt, dass ich besser keinen gekräuselten Rock möchte. Also Falten oder einen Tellerrock. Genug Stoff hätte ich wohl.
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Zuletzt besteht noch die abgefahrene experimentelle Idee, ein Kleid, das eigentlich aus Jersey und gar nicht echt gewickelt ist, nämlich das von mir schon zahlreich genähte Jurk aus der Knip 12/2011, aus Webstoff und mit einer Wicklung nur im Oberteil zu machen. Hier ist aber die Tonnenproduktionsgefahr sehr groß.

Wenn ich kein Stillkleid wollte, würde ich übrigens das aktuelle Lemmingkleid Nr. 1, Butterick 5951, auch bekannt als „Tina-Kleid“ nähen und ich vermute diesen Plan werden bestimmt noch einige andere Teilnehmerinnen des Sewalong haben, das geh ich doch gleich mal überprüfen.

4 Gedanken zu “Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 1

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