Weihnachtskleid Teil 3 und 4

Letzte Woche musste ich den Sonntagstermin schwänzen weil ich Geburtstag feiern musste. Ich besitze jetzt neben anderen tollen Sachen Elisalex und Anna von By Hand London. Da lauern schon die nächsten Projekte.

Dass ich verhindert war, hat aber dazu geführt, dass eine Lieferung Schrägband inzwischen eingetroffen ist, die essentiell für mein Kopf-Weihnachtskleid geworden war und so kann ich heute zwar wenig fertiges aber wenigstens hübsches zeigen.

Ich habe, nachdem ich das Probeoberteil fertig angepasst und auf den Schnitt übertragen hatte tatsächlich zugeschnitten. Den Oberstoff am vorletzten Sonntag beim sehr tollen Tatort mit Wotan Wilke Möhrig und der ehemaligen Conny Mey als Kommissarin Brandner. Hachz. Das Futter am Montag. Ich habe mich für geraden Musterverlauf beim Oberteil, schrägen Verlauf beim Taillenband und den Ärmeln entschieden. Beim Rock ist der gerade Lauf an der vorderen Mitte.

Allen Anpassungen am Probeoberteil zum Trotz musste ich dennoch trennen, denn durch den Stretchanteil in meinem Wollstoff saßen die Abnäher dann doch nicht, wo sie sollten.
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Viel grösseres Kopfzerbrechen bereitete mir aber das Futter. Ich will mein Kleid ganz unbedingt füttern. Zum Einen ist der Wollstoff leicht kratzig und ich finde ihn auf der Haut nicht angenehm genug, zum Anderen mag ich einfach gefütterte Kleider. Ein Kleid ohne Futter finde ich im Herbst und Winter nicht vollständig. Nun hat mein Schnitt kein Futter vorgesehen, sondern Belege. Diese sollen mit Einlage verstärkt werden, was gerade bei der langen schrägen Kante auch sehr sinnvoll erscheint. Der Stoff ist deutlich stretchig, aber ich hatte Sorge, mit Stretchfutter könnte dir Ausschnittkante leiern und dann beulen. Ich habe mich, da das Oberteil auch ohne Elasthan gut sitzt, entschieden, ein nicht-elastisches Futter zu nehmen, dieses aber im schrägen Fadenlauf zuzuschneiden. Die Ausschnittkante des Futters habe ich mit einem Streifen Einlage bebügelt. Zudem habe ich mir überlegt, dass es praktisch und festlich zugleich sein könnte, den Ausschnitt mit Schrägband zu versehen. Also schnell Satinschrägband in tatsächlich exakt passendem Petrolton geordert und mir bei eintreffen einen Ast gefreut:
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Perfekt, oder?

Ich habe also mittlerweile ein komplett gefüttertes Oberteil mit versäubertem Ausschnitt:
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Vielversprechend, wie ich finde. Außerdem habe ich das Taillenband zusammengenäht und mit den Bindebändern verstürzt sowie den Rock (ein ca. 2/3-Teller) zusammengenäht. Natürlich hatte ich hier schisshasig deutlich zu großzügig zugeschnitten und hätte bequem in den Rock ohne binden gepasst, mit nur einem der Vorderteile. Das mach ich auch irgendwie ständig.
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Man sieht, ich plane den Kantenabschluss des vorderen Rockteils auch mit Schrägband zu versehen. Außerdem will ich das Band auch ober- und unterhalb des Taillenbandes als Fakepaspel nutzen. Zu viel Band?

Ich denke darüber nach, den Rock nur als Fake-Wickelteil zu arbeiten und nur das Oberteil inkl Taillenband wirklich zu wickeln, mein Vorstellungsvermögen reicht aber nicht aus, um zu sehen, ob das realisierbar ist, ich werde es also heften und ausprobieren. Hätte den Vorteil, dass ich den Futterrock ohne Überlappung arbeiten könnte. Alternativ füttere ich nur das innen liegende Rockteil und das drübergewickelte nicht.

Ich hoffe, in der nächsten Woche etwas mehr Nähzeit zu finden, denn meine Feieroktav endet nach dem heutigen Kaffeeklatsch. Katharina begrüßt uns mit fast fertigem Karokleid. Karo ist einfach toll und total weihnachtlich!