Die Sache mit dem Kommentieren

Einer meiner Vorsätze fürs neue Jahr ist, wieder öfter mal auf Blogs einen netten Kommentar zu hinterlassen. Hiermit war ich nämlich in letzter Zeit recht sparsam – allerdings nur zum Teil selbstverschuldet. Denn die Gründe liegen etwa so:
Seit bereits ca. 2 Jahren lese ich Blogs fast ausschließlich mit mobilen Endgeräten. Zuerst mit dem Android-Handy und jetzt schon lang mit dem Android-Tablet. Und obwohl ich auch viel vom Tablet blogge, ist das kommentieren nicht ganz trivial. Ich lese im Feedreader. WordPressblogs über den WordPress-Reader alle anderen (auch selbst gehostete WP-Blogs, denn die werden im WP-Reader nicht gut dargestellt) über feedly. Bei WordPress ist alles toll. Ich kommentiere problemlos direkt im Reader. Zackbummsfertig. Bei feedly wird es schon komplexer, denn da muss ich erstmal die Website aufrufen, am besten im Browser und nicht in feedly, sonst geht das kommentieren schonmal nicht. Dann ist die Darstellung manchmal so, dass das Kommentarfeld einfach dauernd verschwindet. Und wenn bis hierhin alles geklappt hat, ich meine Faulheit überwunden, das Blog im Browser aufgerufen, einen Kommentar in das auf der Flucht befindliche Feld getippt habe, DANN VERSCHWINDET DER AUF EINMAL NACH DEM ABSCHICKEN IM NIRVANA!!!! Also, oft… denn viele Blogger-Nutzer haben die Einstellung „anonym“ deaktiviert, aus Schutz vor Spam. Verständlich. Leider deaktiviert das automatisch auch die Option „Name/URL“. Wer also kein Bloggernutzer ist, muss seine OpenID verwenden, also in meinem Fall die WordPress-Nutzerkennung. Hierfür muss man aber daran gedacht haben, sich zuerst in einem anderen Tab bei WordPress einzuloggen und dann erst den Kommentar zu versenden. Sonst ist der Kommentar weg, perdu, hinfort. Selbst wenn man ausnahmsweise ans einloggen gedacht hat, funktioniert es nicht immer. Und spätestens dann bin ich so entnervt, dass ich es einfach sein lasse. Wenn ich die Bloggerin über Twitter erreichen kann, werde ich ihr meinen Kommentar vielleicht dort zukommen lassen. Aber 140 Zeichen reichen lange nicht für jeden Kommentar. Und nicht jede Bloggerin ist bej Twitter, oder zumindest kenne ich dort nicht jede. (Noch wer, dem ich nicht folge? Arm heben bitte!) Also bleibt das Lob, die netten Worte, die Anregung, … vielleicht ungesagt.
Und das ist traurig, und doof. Ich finde, eigentlich sollte ich mir öfter die Mühe machen, einen Kommentar zu hinterlassen, denn davon lebt doch unsere Community. Vom Austausch, von Gegenseitigkeit.
Ich habe mir deshalb vorgenommen, wieder mehr zu kommentieren, auch wenn es vielleicht ein bisschen Mühe macht, denn diese Wertschätzung möchte ich den anderen Bloggerinnen einfach gern entgegen bringen.