Wochenblicke KW 5/2014

Schon wieder eine Woche mit viel schönem Wetter. Da blitzt der blaue Himmel allerorten durch die kahlen Bäume. Aber komisch ist das schon, oder? Ein wenig Schnee, Eis und Kälte braucht es irgendwie schon. Die Natur ist auch ganzverwirrt, im Garten sprießen schon eifrig die Zwiebelblumen, die Hasel blüht schon und die Bäume treiben aus. Sehr merkwürdig.
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Neben sonnigen Spaziergängen und etwas Gewurschtel im Garten hatte ich Schwiegermutterbesuch und war direkt im Anschluss 3 Tage allein mit Minimensch, weil der Gatte arbeitsbedingt weit im Osten der Republik weilte. Besuch von Z. nach viel zu langer Zeit, konnte mich aber ein wenig trösten.

Der Minimensch hat seine Leidenschaft für das Ausräumen von Dingen entdeckt, z.B. Körbe mit Faltwäsche
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Und Packungen mit Windeln. Er sortiert das Ausgeräumte sehr sorgfältig nach einem System, das nur er kennt, betrachtet jeden Gegenstand genauestens und hochkonzentriert, um ihn dann entschieden auf die eine oder andere Seite zu pfeffern. Mit Schmackes. Witzig anzugucken und kann die Mutter ganz schön auf Trab halten.
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Zeitgleich sind Wollknäule deutlich unattraktiver geworden, so dass ich tatsächlich auf dem Boden sitzend einige Reihen stricken konnte. Leider sind mir gleich 2 (teure, bunte, ihr wisst schon welche) Stricknadeln gebrochen und ich warte noch auf Lieferung von Ersatz und bin bis dahin wieder zum nichtstricken verurteilt. Ich habe bergeweise Metallnadelm, vertrage die aber nicht. Will jemand?

Genäht hab ich ein bisschen Jerseyverwertung, Schlafshirts und Babyhalstücher. Elisalex schmort noch und das Jackett ist noch nicht zugeschnitten. Aber abgepaust hab ich viel. Neues Licht, neue Sharpies und eine Reihe neue oder wiederentdeckte Schnitte. Ich freue mich schon wie Bolle auf ein Paket, das ich Anfang der Woche erwarte und das gaaaanz viele Patrones als Leihgabe enthält, das Kopieren geht also noch weiter.
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Mich befiel dieser Tage die Erkenntnis, dass ich mich tagsüber recht unvernünftig ernähre und je weniger ich stille, desto mehr fällt das dann irgendwann auch auf. Im Bestreben gesündere Snacks als Schokolade und Müsliriegel zu mir zu nehmen wurde daher der Obstkorb reichlich gefüllt,
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Öfter mal ein Salat gemacht
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Und das Keimgerät wieder in Betrieb genommen, um die Attraktivität von Stullen und Salaten im Winter etwas zu steigern.
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Und gelesen hab ich. Ohja viel. Mein Browser platzt vor Tabs. Beginnen wir mit diesem Interview über Sozialismus. Man muss nicht alles teilen, was Jutta Dittfurth da sagt, kann aber durchaus über vieles mal nachdenken.

In letzter Zeit habe ich immer mal wieder ein bisschen was über Homosexuellenrechte gelesen, das Thema erhält ja derzeit, durch die unsägliche russische Haltung und Olympia international mehr Aufmerksamkeit als sonst. Immerhin dafür ist es gut, wenn auch sonst alles rund um diese olympischen Spiele mich hochgradig kritisch stimmt, obwohl ich sonst Olympia-Fan bin. Jedenfalls stieß ich dabei auch auf einige Artikel zur Lage in Afrika und möchte beispielhaft auf diesen Artikel sowie diese Karte (via BBC) verweisen. Ich fand die Details über Prozesse nach Sharia durchaus interessant, bin aber ansonsten nachhaltig entsetzt und auch irgendwie einfach vollkommen verständnislos. Man möchte die ganze Zeit sagen: „Aber warum? Was ist daran denn so schlimm?“ Aber naja, mit solchen Fragen kann man ja erstmal in Baden-Württemberg oder bei Jens Lehmann anfangen.

Vereinbarkeit ist hier, natürlich, derzeit ein großes Thema. Auch gerade für meinen Mann, der sich ja in erheblichem Umfang an der Betreuung des Minimenschen beteiligen wird. Da kam dieser Artikel in der Zeit genau passend und leider auch deprimierend daher. Aber auch diese Replik ist lesenswert. Wie so oft liegt die Wahrheit wohl dazwischen. Ich wälze noch Gedanken und schreib da vielleicht nochmal was zu. Was mich an beiden Artikeln stört, ist die weitgehend ausbleibende gesellschaftliche Perspektive bzw. Forderung. Soviel erstmal dazu.

Und dann abschließend noch die Frage, ob Herr Minister Gröhe womöglich nicht ganz bei Trost ist. Alte, Kranke, Kinder ist doch alles die selbe Soße, nech?
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Ein Gedanke zu “Wochenblicke KW 5/2014

  1. mrs.columbo schreibt:

    zur (un)vereinbarkeit von kindern und karriere möchte ich anmerken, dass dem eine grundsätzliche unvereinbarkeit von karriere und geregelter arbeitszeit bzw ungestörter freizeit zugrunde liegt. es ist heutzutage unvermeidbar, seine freizeit (oft auch unbezahlt) zu opfern, jederzeit verfügbar zu sein, wenn man karriere machen will. das fatale ist, dass aus dieser haltung häufig auch eine entspechende forderung an den untergebenen resultiert, nach dem motto: ich arbeit auch mehr als ich bezahlt bekomme, warum sollst du es dann nicht auch tun? so werden überforderung und stress in der arbeitswelt immer mehr und auch zum völlig selbstverständlichen begleiter. kommt noch der „faktor kind“ hinzu, wird es bloß augenscheinlich und manchmal (im falle von krankheit oder anderen zwischenfällen) einfach nicht mehr kalkulierbar.
    ich wünsche euch beiden, dass ihr den richtigen weg für euch findet. leicht wird das sicherlich nicht – aber das wisst ihr ja eh!

    lieben gruß und einen schönen sonntag!

    susi

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