Das war der Juni/Juli/August

Ja also das mit den Wochen Zweiwochen Monats Quartalsrückblicken übe ich dann nächstes Jahr weiter… Hier also nun der Sommer im Ultraschnelldurchlauf.

Ich war und bin weitgehend von Arbeit und Minimensch absorbiert, was auch damit zu tun hat, dass der Mann gerade mehr als viel zu tun hat. Da kamen Garten, nähen und bloggen streckenweise zu kurz. Wobei auch nicht so sehr, wie es hier scheinen mag. Denn zumindest hatten wir im Juni und Juli zwei sehr nette Babysitterinnen, die das Arbeiten erheblich einfacher gemacht haben und im August Urlaub.

Der Garten hat sich weitgehend selbst aus dem Geschehen katapultiert. Zuerst wurde er recht übel vom Sturm gebeutelt, sah danach mehr nach Baustelle aus, als uns gefiel und wurde dann dank anhaltend nassem Wetter quasi vollständig von Schnecken verspeist. Zum Glück sind der Minimensch und ich hart im Nehmen und waren trotzdem da, wann immer es nicht aus Eimern schüttete.
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Geerntet haben wir aber leider wenig. Der Salat und die Radieschen wurden Opfer der Schnecken, die Tomaten und Erdbeeren blieben grün und faulten schließlich weg, die Kartoffeln faulten in der nassen Erde, die Pflaumen wehte der Sturm vom Baum.
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Zwischendurch blühte es auch tatsächlich einige Wochen mal sehr schön, bevor vollkommen vor der Zeit schon zahlreich die Blätter fielen. Wurde nur in unserem Garten schon im Juli alles braun?

Gut gingen Himbeeren, Johannisbeeren, Zucchini, Bohnen und Erbsen. Auch Pastinaken und rote Bete sehen bislang vielversprechend aus. Auch das Kräuterbeet gedeiht gut, ebenso mein neues Sukkulentenbeet, auf das bin ich geradezu stolz.
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Der Minimensch erstaunt uns jeden Tag und ist jetzt echt schon so verdammt groß und glaubt er kann alles alles selbst. Das ist, man kann es nicht leugnen, auch sehr anstrengend. Im Juni und Juli waren zuerst lange Zeit Bücher das tollste. Tierbücher. Da konnte er hundertmal zuhören. Besonders seit er von seinem Patenonkel eine Kiste mit Holztieren bekommen hat. Und malen. Da waren gerade die Babysitterinnen ganz viel mit beschäftigt, da wurde gern mal den halben Vormittag gemalt. Das Babysitting klappt richtig gut. Der Minimensch hat beide schnell ins Herz geschlossen und war immer ganz aus dem Häuschen, sie zu sehen. Und ich sehr froh über ungestörte Arbeitszeit. Ende Juli machte sich allerdings auf Minimensch-Seite eine gewisse Unzufriedenheit breit. Eckzähne und der dringende Wunsch , endlich laufen zu können, sorgten für rumpelstilzige Tage zu einer Zeit, als das hier so gar nicht rein passte. Zum Glück kam dann doch irgendwann der Urlaub.
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Er läuft nun seit Anfang August, hat schon alle Zähne bis auf 4 Stück und ist ein wahrer Sausewind. Am liebsten wäre er rund um die Uhr draußen. Oder würde Dinge sortieren. Sachen von a nach b tragen tut er mit allergrößter Leidenschaft. Stolzer kann kein Mensch sein, als der Minimensch, wenn er beim Tischdecken helfen, oder den Einkauf ausräumen darf. Da muss man ihn dann wieder mit sehr großer Dringlichkeit lieben. Geht gar nicht anders. Im Urlaub haben wir endlich geschafft, was schon kaum noch für möglich gehalten wurde. Der Minimensch schläft nun mittags in seinem Bett ein. Je nach Laune friedlich oder zornig, aber so gut wie immer ohne auf den Arm zu müssen. Das ist sehr schön, denn so kann ich in seiner Einschlafzeit ein Power-Nap einlegen. Und er schläft in seinem Zimmer. Fast immer sogar durch. Allein abends noch im Schlafzimmer das Licht an machen zu können, ist ein Riesengewinn an Lebensqualität.
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Ich war, trotz Stress, den es reichlich gab auch durchaus kreativ. Ich nähte ein Schmetterlingskleid, ein Stoffwechselkleid, einen Punkterock nebst Shirt und Petticoat, eine Mütze, eine Hose und Lederpuschen für den Minimensch, zwei Röcke und zwei Kleider im Urlaub. Erstaunlich viel eigentlich, wenn ich bedenke, wie spärlich mir meine Nähzeit vorkam.
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Denn ich arbeitete doch auch viel. Manchmal weit mehr als meine halbe Stelle impliziert, wenn Klausuren dran sind z.B. Glücklicherweise macht mir das arbeiten sehr viel Spaß. Selbst am Abend. Selbst wenn es stressig ist. Allerdings hoffe ich, dass ich es schaffe in den meisten Wochen wieder 2 Büro-Tage zu haben. Weil mehr als 2 Stunden am Stück arbeiten eben oft sinnvoller ist, weil mir die Abendarbeit in gehäufter Form an die Substanz geht und auch, weil mir Büro, Kollegen, Sozialkontakte fehlen, wenn ich nur so für mich am Schreibtisch sitze. Trotzdem habe ich über mich gelernt, dass ich auch kurze Zeitfenster sehr effektiv zu nutzen weiß, dass ich auch zuhause gut arbeiten kann, ohne mich abzulenken. Eine gute Erkenntnis.

Und ein bisschen was an Links habe ich auch gesammelt:
Eine neue Variante vom Geschäft mit den Altkleidern. Jetzt spielen auch Modeketten mit.

Ein interessanter Artikel über „echte“ und „falsche“ ebooks.

Bildungspolitik 1: Ein Streitgespräch über die Zukunft des Ausbildungssystems. Ich finde es im.übrigen skandalös, dass wir unsere Berufsbildung entwerten, sie ist der einzige Bildungsbereich, wo es doch eigentlich rund läuft.

Ein interessanter Artikel über Noteninflation. Das kommt an unseren Unis auch so, ihr Lieben, wir sind da auf nem guten Weg.

Bildungspolitik 2: Die nicht ganz neue Forderung nach mehr Anwendungsbezug im Studium, die in meinen Augen genau der falsche Weg ist. Hier gilt ausnahmsweise: lesenswerte Kommentare

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