Waxprints für den „Guten Zweck“

In meiner Seitenleiste ist schon immer ein Link zu meinem dawanda-Shop. Ich betreibe, davon ist hier eher nie die Rede, bereits seit Jahren einen Non-Profit-Dawanda-Shop zugunsten von Projekten in Afrika. Ich verkaufe dort Waxprint-Stoffe, die ich aus Sambia bekomme und die dort Chitenge heißen. Leider habe ich in den letzten 2 Jahren kaum noch Zeit gehabt, mich um den Shop zu kümmern. Das hochladen und ständige wieder einstellen der Artikel ist oft einfach nicht drin, noch weniger das verpacken und versenden genau am nächsten Werktag usw. Da ich aber noch einen ganzen Stapel Waxprints im Lager habe, dachte ich, ich suche hier im Blog Abnehmerinnen dafür. Wäre ja schade wenn die hier versauern, wenn sie auch unters Volk und der Erlös einem guten Zweck zukommen könnte.

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Der Reinerlös des Stoffverkaufs kommt den Projekten des eine-welt-engagement e.V. zugute, für den ich schon lang ehrenamtlich tätig bin. Meinen noch vorhandenen Stapel würde ich gern für das Projekt „Schulfee Zambia“ verkaufen, das es Familien im südlichen Sambia ermöglicht, ihre Kinder auf eine weiterführende Schule zu schicken, indem es für Schulgebühren, Uniform und Lernmaterialien aufkommt. Die Stipendienempfänger werden von einem einheimischen Team vor Ort ausgewählt, hier in Deutschland wurde das Projekt von einer Studenteninitiative ins Leben gerufen. Die StudentInnen hinter dem Projekt haben die Idee im Rahmen einer Summer School in Sambia entwickelt. Ich habe mich im Rahmen meiner Forschung unter anderem mit Entwicklungshilfe beschäftigt und bin dabei eher kritischer geworden und zu der Erkenntnis gelangt, dass ich die meisten Formen von Entwicklungshilfe irgendwo zwischen nutzlos und schädlich verorten würde. Entwicklungshilfe ist ein sehr ambivalentes, oft umstrittenes Unterfangen. Staatliche Entwicklungshilfe ist vielfach enorm ineffizient, nicht genug auf den Bedarf angepasst und leider nach wie vor zu oft strategisch ausgerichtet. Private Entwicklungshilfe hat das Potential erheblich besser zu funktionieren, nutzt dies aber oft nicht aus, gerade wenn sie durch kleine Initiativen geleistet wird. Kleine Organisationen unterstützen leider zu oft Abhängigkeitsstrukturen und schaffen Wohlstandsinseln, aus der durchaus nachvollziehbaren Motivation heraus, greifbare Verbesserungen in kurzer Zeit erreichen zu wollen. Eine der wenigen unumstrittenen Erkenntnisse aus der entwicklungsökonomischen Forschung ist, dass Bildung tatsächlich zu einer erheblichen Verbesserung beiträgt. Allerdings eben nicht von heute auf morgen. Bildung, vor allem sekundäre Schulbildung von Mädchen, verringert das Armutsrisiko, die Geburtenrate und die Mütter- und Säuglingssterblichkeit. Leider führen höhere Bildungsausgaben, selbst mehr Schulen, noch nicht zwangsläufig zu höheren Schülerzahlen und schon gar nicht zu höheren Absolventenquoten, denn oft ist die zusätzliche Arbeitskraft für die Familie wichtig, oder es mangelt an „Kleinigkeiten“ wie Uniform, Essensgeld oder Materialien. Gut durchdachte Bildungsprogramme sind daher ein Baustein wünschenswerter Entwicklungspolitik. Und das Programm Schulfee erscheint mir als solches, gerade auch, weil es von einem Team vor Ort verantwortet wird.

Meine Waxprints stammen alle aus Afrika, sie wurden dort auf dem Markt gekauft. Leider kann ich dadurch keine zuverlässige Aussagen über Herkunft und Material. Ich bitte die Damen, die für mich dort einkaufen immer, nur Baumwollstoffe zu kaufen. Meist gelingt das auch. Allerdings sind ein paar dabei, bei denen ich nicht ganz sicher bin, ob sie wirklich reine Baumwolle sind. Die Stoffe sind alle durch die Waxbatik-Technik sehr steif. Das gibt sich nach dem ersten oder spätestens zweiten Waschen und erst dann kann man auch tatsächlich die Festigkeit des Stoffes beurteilen. Die Stoffe sind, zumindest meiner Erfahrung nach, von der Festigkeit fester als Voile oder Batist, etwa im Bereich von Quilting Cotton, Fahnentuch oder dünnem Nessel, allerdings etwas lockerer gewebt und dadurch oft ein wenig durchscheinend. Ich habe ein paar Kleidungsstücke aus Chitenge, da kann man den Fall sehen, z.B. dieses, dieses, dieses und dieses.

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Viele der Stoffe tragen Fabrikanten-Angaben, ich konnte aber keinen der angegebenen Hersteller durch googlen finden. Ich kann also letztlich nicht sagen, ob alle Stoffe tatsächlich in Afrika hergestellt sind. Vor Ort wird gesagt, die meisten Stoffe kämen aus Südafrika oder Tanzania, aber ich kann da leider keine Garantie drauf geben, denn so ein afrikanischer Markt ist eher nicht durch lückenlose Auszeichnung geprägt.

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Die Stoffe werden auf den Märkten ausschließlich als Coupons verkauft, die Größe ist dabei fest: 1,12m x 1,80m. Das ist natürlich nicht riesig und ich habe keinen einzigen Stoff doppelt. Ich habe sowohl für den Herzchenrock als auch für das rote Kirschen-Kleid jeweils haargenau einen Coupon gebraucht und dabei echt nur Fitzelchen übrig gehabt. Aber: Wenn man keinen ganzen Teller als Rock will, dann reicht es ziemlich genau für ein Kleid, mit Zuschnitttetris, versteht sich 😉 Manche der Muster sind allerdings wohl eh eher Taschen- oder Kissen-geeignet. Ein Teil meiner Coupons ist angeschnitten. Ich habe einige Stoffe, die noch 1,12m x 1,20m sind und einige, die noch 1,12m x 0,6m-0,8m sind. (Siehe Angaben bei den Fotos unten)

So. Nun zu den Verkaufskonditionen: Ich habe mir überlegt, ich setze als Mindestpreis fest: die 60cm-Stücke kosten 7€, die 1,20m-Stücke 10€ und die vollen Coupons 16€, jeweils plus günstigst möglichem Versand, d.h. Brief bei einem Stoff, Päckchen bei mehr als einem. Wer allerdings gern mehr zahlen würde, z.B. auf die 20€ aufrunden, die ein Schuljahr Unterstützung in Sambia kostet, der darf das gern tun. Ich leite den vollen Betrag an Schulfee Zambia weiter, ihr entscheidet, wieviel das ist.

Wer nun Interesse an einem oder mehreren der Stoffe hat, der schreibt bitte einen Kommentar mit Angabe der Nummer des jeweiligen Stoffes, bitte gebt eine gültige Mailadresse an, unter der ich euch dann wegen Adresse und Bezahlung erreichen kann (die ist nur für mich sichtbar, wenn ihr sie in das Email-Feld eingebt). Wer zuerst „hier“ schreit, kriegt den Stoff!

Und jetzt endlich: Fotos. Ich habe jeweils zur Verdeutlichung der Mustergröße einen handelsüblichen Kugelschreiber mit aufs Bild genommen.

Zuerst die ganzen Coupons:

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20.IMG_20141123_1434461,20m-Stücke habe ich von folgenden Stoffen:

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25.

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Und 60-70cm-Stücke gibt es noch von diesen:

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30.IMG_20141123_144547Bei Fragen könnt ihr mir natürlich auch mailen, oder einfach kommentieren!

24 Gedanken zu “Waxprints für den „Guten Zweck“

  1. Mimi schreibt:

    Würdest du die Stoffe auch nach Österreich schicken? Wenn ja, würd ich mich für 8 und 9 interessieren. Danke!

    Schöne Grüße aus Wien,
    Mimi

  2. Karola schreibt:

    Hallo,
    gern hätte ich auch einen bunten Stoff gehabt, doch leider bin ich da zu spät.
    So soll es bitte die Nr. 13 sein.
    Mit freundlichem Gruß
    Karola

  3. blaupause7 schreibt:

    Guten Morgen,

    die vorgestellten Stoffe finde ich sehr schön, brauche davon aber keine, sondern hätte gerne einen Rat von Dir, was die Verarbeitung angeht. Ich habe mir letzte Woche einen Coupon à 6 Yards gekauft und wollte den Stoff vor dem Zuschnitt waschen. Frage: Auf wieviel Grad und wie oft sollte ich das tun? Und auf welcher Stufe muss ich den Stoff bügeln, ohne mir mein Bügeleisen zu ruinieren?

    Lieben Gruß
    Ulrike

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