Heimliches Shawl-Stricken

Bei Monika von wollixundstoffix gibt es seit Ende Januar einen Summer Shawl Knitalong, dessen Zeitplan mich schon beim lesen ganz atemlos macht. In nicht mal 6 Wochen ein Tuch stricken? No way.

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Dabei stricke ich mir schon gerade ein Tuch. Aber nunja, ich stricke daran seit Ende Juni. Und zwar legte ich es für einige kleinere Projekte mal zur Seite. Aber dennoch ist es aussichtslos, es bis Ende Februar fertig zu bekommen. Denn ich stricke gerade am 2. von 4-5 Knäuel. Immerhin habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, mehr zu stricken. Also genauer: mehr zu stricken statt im Internet Zeit zu vergeuden. Es bleibt allerdings das Problem der Strickgelegenheiten. Denn ich schaue eigentlich nie fern, nein auch keine Serien, nur selten mal einen Film. Und wenn wir einen Film schauen, dann bin ich immer dermaßen paralysiert, dass ich vergesse, dass in meiner Hand Strickzeug ist. Ich fahre auch leider leider kein ÖPNV mehr. Folglich stricke ich nur einzelne Reihen, wenn ich den Minimensch beim Spielen beaufsichtige und ab und an bei langen Autofahrten. Da ist das Fortkommen frustrierend langsam. Aber wo alle ihre tollen Tuchpläne zeigen, kann ich ja auch mal mein Tuch bzw. meine Stola zeigen:

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Es ist das Strickmuster Meandering Vines Shawl, von Susanna IC, das es bei ravelry gibt. Ich finde es wirklich sehr schön, vor allem auch, weil man es wohl auch mit dickeren Qualitäten stricken kann – oder so wie im Designbeispiel mit doppeltem Faden. Mir ist ja Lace sonst zu fimpschig. Ich hatte das Muster schonmal aus Drops Lace angestrickt, fand es dann aber viel zu mühsam und hatte für mich mit Lace-Stricken schon abgeschlossen. Dann kam ich irgendwann auf die Idee, es mit Drops Alpaka und einer etwas dünneren Nadel (3,25 statt 4) nochmal zu probieren. Das erste halbe Knäuel verstrickte ich auf dem Hin- und Rückflug nach Melbourne letztes Jahr im Juni. Dann beendete ich zwei Strickufos im Sommerurlaub, strickte zwei Paar Socken und bis Sonntag ein Paar Puschen (bah!) und begebe mich nun erneut an die Stola, die seitdem immer mal wieder mit auf lange Autofahren ging. Leider vergesse ich durch die langen Unterbrechungen das im Prinzip recht simple Muster schnell wieder und finde mich immer nur mühsam ein. Ich bin aber nun entschlossen, die Stola zu Ende zu stricken. Wann allerdings „zu Ende“ ist, finde ich noch etwas schwer festzulegen. Ich hätte 250g Wolle und nach den ersten 50g dachte ich „oh, das ist kurz“ nun bin ich bei etwa 80g angelangt und denke, dass nach Spannen schon etwa die Hälfte einer guten Stola-Länge erreicht sein wird. Folglich peile ich mal 150-200g an und sage mir, dass ich jetzt schon die Hälfte geschafft hab (ist ja auch psychologisch schlau).

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Das Muster strickt sich übrigens gut und wird, glaub ich, auch ganz schön werden. Es ist eine gute Mischung aus komplex und gut auswendig zu lernen und ich finde die Beispiele auf Ravelry z.T. sehr schön.

Und wenn ich dann fertig bin, stricke ich mir endlich ein Tuch in Bananenform – die Form scheint mir nämlich total super zu tragen. Aber sicher nicht von Stephen West. Sondern zarter und weniger kraus rechts und weniger bunt.

2 Gedanken zu “Heimliches Shawl-Stricken

  1. Kraut und Kleid schreibt:

    Ha, das finde ich lustig! Du strickst genau wie ich. Meine neue Entdeckung sind Hörbücher beim Stricken, da kann ich dann auch das Lesebedürfnis stillen. Ich habe auch ein Tuch angefangen (Maschenprobe) und kann es kaum erwarten, dass meine Heide-Jacke endlich fertig wird. Meins wird aber aus Lace-Garn und extra fluffig und dünn, denn ich mag dicke Tücher nicht so.
    Ist es übrigens nicht irre, dass im Flieger Kinderscheren mit abgerundeten Spitzen konfisziert werden, während man echt gefährliche Stricknadeln behalten darf? Ich nehme immer eine „Nadel“ aus einem dünnen Kabelbinder mit, in den ich mit heißer Nadel ein Loch gebohrt habe, um notfalls mein Strickzeug auf einen Faden ziehen zu können, wenn man mir die Nadel doch abnimmt.
    Liebe Grüße, Stefanie

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