Sonntagssachen #5/2016

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Da der Mann das ganze Wochenende arbeiten musste, begann der Sonntag weniger gemütlich als üblich mit Brötchenholen in der Dämmerung und bei Regen. Orangensaft und „Ssssaummilch“ gab es trotzdem. Dann allerdings blieben Mutter und Kind allein zuhause und das Wetter war auch nicht eben gnädig. * Obwohl ich großen Teilen der Walforfschen Erziehungsideologie krititisch gegenüberstehe, fand ich schon als Kind diese Sache mit den Jahreszeitentischen ziemlich gut. Für phantastische Welten hab ich im Allgemeinen viel Übrig und alle Arten von Wichteln sind mir sympathisch. Als der Minimensch mich  nach Abbau der Weihnachtsdeko fragte, was wir denn jetzt hinstellen (er kennt auch einen Jahreszeitentisch aus der Kita) habe ich daher beschlossen, dass wir es mal probieren mit einem Jahreszeitentisch. Nachdem ich kurz über die Preise der entsprechenden drülfzig Figürchen, die in Frage kommen, bei dawanda in Schockstarre gefallen und danach in ein gigantisches Kaninchenloch bei pinterest gefallen bin, habe ich beschlossen, dass wir es mal mit einer Kombi aus Nadelfilzen und Holzkegel-Figuren probieren, eine überschaubare Wichtelschar selbst zu machen. Ich sehe sofort den Reiz, den all diese märchenhaften Zwerge, Gnome und Wichtelchen auf Kinder haben und finde es schön den Monaten und Jahreszeiten auf diese Art etwas Struktur zu geben, möchte aber auch nicht, dass es allzu lieblich wird, ist ja schließlich auch unser Wohnzimmer – also filzen wir Figuren ohne pausbäckige Gesichtchen (trotz Protest von Minimensch-Seite, der sehr gern Gesichter hätte). Es ist sehr schön zu sehen, mit wieviel Eifer der Minimensch dabei ist und vor allem, wie gut er das Nadelfilzen schon hinbekommt. Während der Tisch derzeit noch mit Schneeflocken dekoriert ist, arbeiten wir für’s Tauwetter vor und haben über’s Wochenende eine Frau Tau und das erste Wurzelkind fertiggestellt. * Nachdem wir allerdings über die Herrschaft über den Wollvorrat etwas in Streit gerieten, verlegten wir unsere Basis erstmal ins Kinderzimmer: Notoperation am offenen Kuschelkissen * Gespensterchenlichterkette über das Minimensch-Bett gehängt * Ein überraschend alleinerziehendes Wochenende impliziert ja leider auch ein überraschend alleinhaushaltendes Wochenende. Das führte zu Verzögerungen im Betriebsablauf und ungeplanter Sonntags-Putzarbeit und Wäsche. Muss ja. * Einen Stapel Waschlappen für ein im Bekanntenkreis erwartetes Baby genäht, der Minimensch schnitt die Fäden ab – das klappt auch mit der Stickschere inzwischen schon sehr gut. * Ein neues Garnknäuel angebrochen! Yeah! 100g verstrickt! * Den beidseitig sehr benötigten Mittagsschlaf ließ der Minimensch lieber aus, was zu recht intensivem Betreuungsbedarf am Nachmittag führte. So wurde viel gebaut und vorgelesen. Und gekuschelt und gejammert. Ach das Leben ist aber auch manchmal doof. * Immerhin ging das Einschlafen am Abend schnell (das ist mein erklärtes Rabenmutter-Gebiet – in einschläfern bin ich scheinbar schlecht.) so dass ich mich noch ein wenig mit Streifenzuschnitt amüsieren konnte. Zum nähen des Rocks reichte meine Energie dann nicht mehr. Aber den Reißverschluss und Haken und Öse in ein über ein Jahr lagerndes Ufo eingesetzt, das hab ich noch gemacht. Trageprobe folgt dann morgen.

Ein Gedanke zu “Sonntagssachen #5/2016

  1. Himmel * und Zwirn schreibt:

    Ach, das klingt nach einem schön anstrengenden Wochenende. Ich bin ganz beeindruckt, was du/ihr alles geschafft habt … ich versuche ab und zu schon, beim Kindhüten ein paar Handarbeiten zu machen, noch mit mäßigem Erfolg, da für den kleinen Mann alles noch so spannend ist … LG, K*

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