Me made Mittwoch: Aus dem Kopfkleiderschrank

Der Rock, den ich heute zeige, wurde gestern abend fertig und ich habe mich schon wirklich lang nicht mehr so über ein fertiges Kleidungsstück gefreut. Das liegt daran, dass dieser Rock schon seit Jahren in meinem Kopfkleiderschrank hängt, aber die Umsetzung einfach hakte. Aber jetzt ist er da und passt zudem sehr hervorragend zu meinem Blazer.

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Der Rock ist ein nahezu exakter Klon des schwarzen Faltenrocks, den ich vor vier Wochen zum Blazer trug. Diesen schwarzen Rock habe ich vor vielen Jahren bei H&M gekauft und dann nur „für chic“ getragen, weil ich den glatten schwarzen Stoff in Kombi mit dem Rockschnitt schon ziemlich fein für den Alltag fand. Aber, er saß und sitzt einfach perfekt. Ich suchte also viele Jahre nach einem Faltenrock-Schnitt, der mir auch so gut steht und produzierte viele Teile für die Tonne. Erst als ich ihn jetzt zum Blazer trug, guckte ich mir mal wirklich genau die Konstruktion an und bemerkte, warum dieser Rock mir steht und alle anderen Faltenröcke nicht: während Faltenrock meist aus einem Rechteck genäht werden, ist die Basis für diesen Rock ein Teller. So einfach. Wenn man es weiß, sieht man es sofort, die Falten fallen als Trapeze und die Stellen dazwischen sind auch trapezförmig.

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Basierend auf dieser Erkenntnis musste ich nur noch rechnen und einen geeignet festen Stoff finden. Die Wahl fiel auf den Rest meines letztjährigen Wintermantels, den ich dunkelrot gefärbt habe und außerdem die andere Stoffseite nach außen genommen. Hier sieht man links die Außenseite, rechts die Seite, die beim Wintermantel außen ist und oben das Futter (das ist das vom Blazer).

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Der fertige Rock hat eine Saumweite von etwa 3,15. Die aber so schmal fällt, wie ca ein halber Teller. Toll. Ich bin absolut sehr begeistert von diesem Rock.

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Zur genauen Konstruktion muss ich nochmal einen gesonderten Post verfassen. Er hat vor zwei Quetschfalten und eine Kellerfalte und hinten drei Quetschfalten. Leider ist die Hinteransicht nach der Autofahrt schon etwas verknittert gewesen.

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Eine Tasche habe ich als einzige Abweichung zum Original noch eingefügt.

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Für die Tasche und den inneren Bund habe ich ein Reststück von diesem Faltenrockversuch  verwendet und als ich sah, wie gut das passt, habe ich den missglückten Rock auseinander genommen und eine passende Alma Blouse zugeschnitten. Die ist aber noch nicht fertig.

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Das #projektbrotundbutter hat mir wirklich jetzt schon zu einigen guten Kleiderschrankergänzungen verholfen, und auch dazu beigetragen, dass ich ausgesprochen sklavisch bei meinem strukturierten Plan bleibe. Das ist die positive Seite von Sew-Alongs, wie Meike sie heute auf dem Me made Mittwoch-Blog beschreibt.

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